gem. elterl.Sorge für nichtehel Väter aktuelle Lage

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von karna.dalilah 08.04.11 - 10:03 Uhr

Aufgrund aktueller Ereignisse im Freundeskreis folgende Frage:

Wie hoch ist aktuell die Chance eines nichtsorgeberechtigten Vaters nach der Trennung von der KM die gemeinsame Sorge mit der Km zu bekommen, wenn die KM dem nicht zustimmt?

kurze Eckdaten:
Vater war bis zur Geburt des letzten Kindes Wochenendvater ( wegen Job)
nahm aber "Kind-krank-Tage", Urlaub usw wenn es notwendig war um seine LG zu unterstützen
beim letzten Kind ging er in Elternzeit und sie ging arbeiten

Nun möchte sie die Trennung. Er hat natürlich die nachvollziehbare Angst seine Kinder zu verlieren und hat der Mutter angedroht die Kinder mitzunehmen -ihm sei egal ob er sich strafbar mache und das er das Sorgerrecht beantrage.
Die Mutter möchte dies auf keinen Fall, da sie zu Recht zusätzliche Probleme mit dem Kv befürchtet.

Außer dass sich beide um eine Familienberatung bemühen sollten, damit sie überlegte Entscheidungen treffen können- hatte ich keinen Rat für die beiden. :-(

Ich kenne sie schon lang und es gab immer ein auf und ab , aber noch nie so akut :-(
Ich verstehe die Ängste und Argumente von beiden sie sind alle nicht grundlos und ich bin mir sicher, dass sie egal ob sie sich entgültig trennen oder nicht- sich gegenseitig kaputt machen werden, wenn sie sich nicht Hilfe von unparteiischen Dritten holen.

Also wie ist die aktuelle Lage
Gibt es schon Väter die das gemeinsame Sorgerecht auch gegen den Willen der Mutter bekommen haben, weil sie nachweislich sich ja um die Kinder gekümmert haben?
(auch wenn die Mutter an der Art und Weise des Umganges mit den Kindern bemängelt- manchmal zuRecht- aber wer ist schon perfekt ;-))

Ich danke euch schon mal für eure Antworten
ein paar hilfreiche Links wären auch gut

Karna

Beitrag von krokolady 08.04.11 - 10:32 Uhr

na ich hoffe doch mal das er das gemeinsame Sorgerecht bekommt.
Die Kinder sind nicht ihr Eigentum!

Er kümmerte sich immer, riss sich den Arsch auf für seine Kinder - und als Dank will sie ihn in den Arsch treten?
Pfui Deibel.

Beitrag von hedda.gabler 08.04.11 - 10:41 Uhr

Hallo.

Der Vater der Kinder kann aufgrund der Übergangsregelung sofort einen Antrag beim Familiengericht für die gemeinsame elterliche Sorge stellen.
Die Messlatte liegt eh sehr niedrig und Mütter, die die gemeinsame Sorge einfach so verwehren sind dort nicht gerne gesehen. Ein Vater der sich in dieser Form kümmert, hat sehr gute Chancen, dass ihm die gemeinsame Sorge zugesprochen wird.

http://www.nordbayern.de/nuernberger-nachrichten/ratgeber/sorgerecht-vater-profitieren-bereits-jetzt-1.167019
http://www.sueddeutsche.de/politik/urteil-des-bundesverfassungsgerichts-es-gilt-das-neue-sorgerecht-ab-sofort-1.984205
http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/sorgerecht-kein-vetorecht-mehr-fuer-ledige-muetter--33897375.html

Sollte er die Kinder aber vorher "entführen", würde er seine Chancen vor Gericht extrem reduzieren.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von ppg 08.04.11 - 11:44 Uhr

Stimmt genau!

Sehr vielen Frauen jedoch, ist noch nicht klar, welcher Wind jetzt weht.

Ute

Beitrag von stormkite 08.04.11 - 11:00 Uhr

Ich hoffe mal, das er das gemeinsame Sorgerecht durchsetzen kann. Frechheit, das die Mutter in so einem Fall überhaupt drüber nachdenkt, es zu verweigern.

Seine Drohung "die Kinder einfach mitzunehmen" sind wohl eher Ausdruck der Verzweiflung, und Angst. Mit der Zustimmung zum gemeinsamen Sorgerecht, und einer großzügigen Umgangsregelung für den Vater hat sich das wohl erledigt.

Wie DUMM muss man eigentlich sein, um jemanden, auf dessen goodwill man auf Jahre hinaus angewiesen ist so grundlos zu triezen? Und wie HERZLOS, sen eigenen Kindern den Umgang mit dem Vater zu erschweren, nur weil man selber die Beziehung mit dem Mann nicht mehr will.

Wenn sie Hilfe von unbeteiligten Dritten brauchen, dann sollen sie zur Mediation gehen. Und das besser so bald wie möglich.

Kite


Beitrag von ari79 08.04.11 - 11:55 Uhr

Hallo..

Mein Schwager hatte vor 1 Std Gerichtsverhandlung wegen GS, und er hat dies auch bekommen..
ABR bleibt bei der Mutter, GS haben sie jetzt beide.

Ich finds gut #pro, solange alle anderen Dinge natürlich auch stimmen...


Lg Alex

Beitrag von flamara73 08.04.11 - 12:49 Uhr

Ja, wenn alle anderen Sachen auch stimmen, finde ich dies auch gut.

Viele Grüße

Tanja

deinen Schwager alles Gute :-)

Beitrag von witch71 08.04.11 - 13:08 Uhr

Meistens sehen Väter doch davon ab, sich den ganzen behördlichen Gang an zu tun, wenn die Mütter so schlau wären, das gemeinsame Sorgerecht auch ohne gerichtliche Verhandlung mit Urteil zu praktizieren.
Mein Ex hat noch nie nach dem Sorgerecht gefragt, einfach, weil er - aus meiner Sicht - sowieso die Sorgepflicht hat.

Beitrag von kati543 08.04.11 - 23:18 Uhr

Ganz einfach: Die Chance ist für den Vater sehr hoch, dass er es schafft, falls er nicht vor Gericht mit unbedachten Bemerkungen herausplautzt.