Patenschaft

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von steiermark 08.04.11 - 10:22 Uhr

Hallo!

Leider haben wir ziemlich große Probleme mit
dem Patenonkel meines Sohnes. Im praktischen
Sinn hat die Patentante meiner Tochter die Aufgaben
auch für ihn übernommen.

Daher meine Frage, kann man im Nachhinein die
Patenschaft ändern lassen?
(Taufpate röm-kath)

hoffentlich weiß jemand bescheid
lg karin

Beitrag von juniorette 08.04.11 - 10:34 Uhr

Hallo,

was macht es für einen Unterschied, ob der Name dieses Menschen auf einem Blatt Papier steht, das sich sowieso niemand anschaut? #kratz

LG,
J.

Beitrag von serdes 08.04.11 - 10:57 Uhr

Soweit ich weiss, ist das nicht möglich. Hier geht es ja auch um eine mit dem Sakrament verbundene Segnung, die lässt sich nicht rückgängig machen. Was aber möglich sein sollte, ist einen zusätzlichen Paten zu benennen, den man auch ins Kirchenbuch eintragen lassen kann.

Frag doch einfach bei der Pfarrei nach, wie es genau läuft, denn meine Infos sind jetzt schon 2-3Jährchen alt und deswegen vielleicht nicht mehr ganz so präsent.

Beitrag von schnaki1 08.04.11 - 11:16 Uhr

Hallo,
die eigentliche Aufgabe des Paten ist ja nun die Erziehung zum christlichen Glauben, nicht mehr und nicht weniger.
Wenn du das Ganze mal losgelöst von deinen Emotionen siehst, wirst du feststellen, dass problemlos jemand anders diese Aufgabe übernehmen kann, auch ohne offizieller Pate zu sein.
Ich denke, den meisten Eltern ist es sehr wichtig, dass die Paten sich um die Kinder kümmern sollen, sei es mit Zeit oder Geld. Wenn dann das Verhältnis nicht so eng ist, wie von den Eltern gewünscht, möchten sie den Paten aus der Taufurkunde gestrichen haben, weil er es nicht verdient, Pate genannt zu sein. Er war es aber nunmal zur Taufe und das lässt sich ja nun eben nicht mehr ändern.
Vergleichbar mit dem biologischem Vater: auch wenn er sich nicht kümmert, er ist es nunmal.
Finde das ziemlich albern, nur weil es evtl. eine Fehlentscheidung war, diesen Menschen als Paten zu nehmen, ihn nun offiziell zu streichen.
Soll doch einfach jemand anders, den du scheinbar im Auge hast, inoffiziell den Part übernehmen. Wie es sich letztendlich schimpft, ist doch egal.
Dein Kind wird auch so merken, wem es wichtig ist und wem nicht.

LG,
Andrea

Beitrag von simone_2403 08.04.11 - 13:18 Uhr

Tach

Grundsätzlich Nein.

In den Leitlinien Kirchlichen Lebens heißt es: "In das Patenamt eines andere kann niemand eintreten. Ein übernommenes Patenamt kann nicht aberkannt werden."

Ihr könntet ihn lediglich bitten,vom Patenamt zurückzutreten....ich frage mich allerdings WARUM? Die Patentante übernimmt doch die Aufgabe,ergo ist es doch egal wer da im Kirchenbuch als Taufpate steht #kratz

Um was geht es dir denn? Also was erwartest du denn von diesem Paten,das du sagen kannst er nimmt sein Amt nicht wahr?

#winke

Beitrag von steiermark 09.04.11 - 10:48 Uhr

Hallo!

Obwohl er auch zusätzlich der Onkel ist,
gibt es keine Gratulation oder sonstige Zuwendungen
(Telefonanruf, Glückwunschkarte,.... oder gar ein Geschenk...)
Das hätte ich ja noch akzeptiert.

Nun war auch noch nach einem Todesfall in der Familie,
daß er uns bewußt der Folgen in eine Situation bringen wollte,
die ihm finanziell zum Vorteil gewesen wäre, aber für unsere
Familie zur Folge gehabt hätte, daß wir monatlich ca. 1200 Euro
für Heimkosten tragen hätten müssen.

Klingt, als ob ich spinne, ich weiß.
In Wirklichkeit ist es noch viel graußliger, weil ja auch
ein Verwandter von uns und noch seine Familie usw.
dadurch nicht mehr mit uns Zeit verbringen wird.
Ich bin einfach wahnsinnig sauer und zu tiefst verletzt.

danke lg karin

Beitrag von humor 09.04.11 - 21:31 Uhr

Hallo Karin,
es ist leider nicht möglich:-(
Ich würde es auch so gerne machen, wir haben so eine falsche Entscheidung getroffen. Ich kann deine Gedanken nachvollziehen.

Nun, sicher ist die sogenannte Patentante nicht wichtig für ihn, weil er sie nicht kennt, aber schade, dass es so gekommen ist. Dabei haben wir uns noch nicht einmal gestritten, es hat sich einfach auseinander gelebt.
Da war das Ding : Kind bekommen, KInderlose Freunde wurden weniger.

Lg, Anna