stillen und nachfüttern

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Wann soll ich mit dem Abstillen beginnen und mit Beikost starten? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von kika1973 08.04.11 - 11:20 Uhr

hallo

meine tochter, heute genau 3 wochen alt, hat jeden tag mehr mühe mit trinken. das heisst, ich stille sie immer zuerst und meistens muss ich noch 40 ml nachfüttern weil zu wenig milch kommt. seit 2 tagen hat sie mühe von der brust zu trinken.
ich pumpe regelmässig ab und schaffe innerhalb von einer halben stunden auf 20-30ml :-(

ich hatte nie den milcheinschuss und ich weiss echt nicht ob das noch besser wird. auf jedenfall will ich weiter versuchen.

wer hat ebenfalls solche probleme und wie geht ihr damit um ??

danke und ganz liebe Grüsse

Beitrag von wunki 08.04.11 - 11:27 Uhr

Ersteinmal: Herzlichen Glückwunsch zur Geburt.

Woran machst du fest, dass zu wenig Milch kommt? Mein Rat an dich: Wende dich an eine Stillberaterin. #liebdrueck

Wichtig ist, dass du immer weiter anlegst...anlegen, anlegen, anlegen.

LG

Beitrag von wuestenblume86 08.04.11 - 11:29 Uhr

ohne milcheinschuss stillst du deine tochter #kratz ich glaub, dann waer sie wohl schon verhungert.
was sagt denn die hebamme? wie war das startgewicht und wie ist es aktuell? ist sie rosig im gesicht und hat nasse windeln?
trinkst du stilltee und generell genug?

und zufüttern in der sensiblen anfangszeit ist nicht zu empfehlen ;-) anlegen musst du dein kind und am besten bei jedem kleinsten hungerzeichen.
als mein sohn 3 wochen alt war, habe ich manche tage fast durchghend mit stillen verbracht #schwitz

#winke

Beitrag von heaven_leigh 08.04.11 - 11:33 Uhr

Hallo!

Nimmt sie denn zu?

Wir hatten am Anfang auch Probleme... Mein Sohn hat gar nichts zu sich genommen! Dann fing er irgendwann mit trinken an, nahm aber nicht zu, sondern eher ab. Meine Hebi meinte auch ich hätte zu wenig Milch. Ich hab dann viel Wasser getrunken und ihn immer wieder angelegt, das fördert dich Milchproduktion. Hat auch was gebracht, mittlerweile haben wir keine Probleme mehr.

Beim Abpumpen kommt nie so viel Milch wie Baby trinken könnte. Ich hab auch max. 30ml abpumpen können, aber beim Vorher- Nachher Wiegen hatte er immer gut 70-100ml getrunken!

Ansonsten gibts auch überall Stillberater, wende dich doch sonst mal an eine. Oder besuche eine Stillgruppe.

Viel Glück und LG Heaven mit Johan (6 Wochen) #verliebt

Beitrag von sarahjane 08.04.11 - 11:36 Uhr

Lasse noch mal eine besonders gut ausgebildete, fort- und weitergebildete Hebamme zuschauen, wenn Du per Brust fütterst. Sie kann die Anlegetechnik noch mal überprüfen und ggf. optimieren.
Manchmal hilft es auch, eine Brusternährungsberaterin aufzusuchen, dabei solltest Du jedoch darauf achten, auf eine neutral eingestellte zu treffen (lässt sich durch gezielte Fragen am Telefon abchecken).

Zudem könntest Du noch Folgendes probieren (eine Erfolgsgarantie gibt es jedoch nicht):

- lege das Kind noch öfter (nicht länger) an beiden Brüsten an
- trinke pro Tag ingesamt 2 bis 3 l (davon 1 Flasche Malzbier und 4 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee)
- verzichte auf Alkohol
- trinke nur wenig Koffein-, Teein- und Kohlensäurehaltiges
- besorge Dir evtl. aus der Apotheke etwas Bockshornkleesamenhaltiges
- ruhe Dich viel aus, vermeide Stress, lasse Dir im Haushalt und bei etwaiger Geschwister- und Haustierbetreuung helfen
- trage das Baby viel herum oder lasse es wenigstens immer in Deiner Nähe
- schlaft im selben Zimmer (nicht unbedingt im gleichen Bett, da dies gewisse Risiken mit sich bringen kann)
- biete IMMER erst beide Brüste an und füttere dann nach
- pumpe tagsüber alle 2 bis 3 Stunden beidseitig mit elektrischer Milchpumpe für 10 bis 20 Minuten ab und abends / nachts alle 6 Stunden
- verwende Fläschchensauger der kleinsten Größe, damit das Saugen ähnlich schwer wie an der Mutterbrust ist
- lasse Dir von einer besonders guten Hebamme oder auch von einer neutralen Brusternährungsberaterin die Anwendung des Brusternährungssets zeigen (hierbei würde das Kind versuchen, an Deinen Brüsten zu saugen und würde gleichzeitig per Schlauch mit Abgepumptem oder mit Premilch versorgt werden, um wirklich satt zu werden)
- verwende Brusthütchen

Nebenbei: Nicht jede Mutter ist in der Lage, ihr Baby (ausschließlich) per Brust zu ernähren (u. a. wegen zu wenig Milchdrüsengewebe, Brust-OPs etc.), und nicht alle Frauen können (ausreichende Mengen) Frauenmilch abpumpen.
Das ist nicht schlimm und auch nicht zu ändern. Mit so etwas muss man sich halt abfinden. :-)



Beitrag von marleni 08.04.11 - 12:19 Uhr

Das Problem am Nachfüttern ist, dass sich so Deine Milchmenge nie steigert, sondern weiter zurückgeht. Die Brust weiß nicht, dass nachgefüttert wird, das Baby hat weniger Hunger und schon bist Du am ABSTILLEN. Abpumpen wirkt dem nur ungenügend entgegen. Anlegen ist das Zauberwort, wenn's sein muss, stündlich, bis es "läuft".

Bitte wende Dich unbedingt sofort an eine Stillberaterin (nicht jede Hebamme ist das automatisch), http://www.lalecheliga.de/, www.afs-stillen.de oder einfach "Stillberaterin" googlen plus Deine Heimatstadt. Sie kommt zu Dir nach Hause und kann Dir helfen, dass Du wieder voll stillen kannst, denn Dein Körper kann es!

Viel Erfolg & LG
M.

Beitrag von kika1973 08.04.11 - 12:51 Uhr

das problem ist, dass ich sie bereits jede stunde stille, manchmal auch jede halbe std. weil sie immer wieder hunger hat.
am anfang wurde sie nicht nachgefüttert und hat dann zuviel abgenommen, und sie war immer am weinen :-(

leider denke ich, dass nicht jede frau gleich stillen kann. es hängt vom hormon ab, wieviel milch produziert wird.
ich gebe aber nicht so schnell auf. nur darf meine kleine nicht darunter leiden.

LG

Beitrag von kika1973 08.04.11 - 12:38 Uhr

hallo

vielen dank für euere rückmeldungen und tipps.

nun ich muss so sagen, die milch kommt (den milcheinschuss erlebte ich nicht so wie viele andere, also keine schmerzen, keine warme, heisse brust, kein hart werden usw. meine brust ist grösser und praller und manchmal spüre ich einen knoten aber sonst merke ich nichts).
ich habe eine sehr gute hebamme und sie hat mir auch viele tipps gegeben. sie sagt auch, ich soll ständig stillen und abpumpen. was ich auch mache. das problem ist nur, wenn ich sie stille dann wird sie manchmal sehr ungeduldig, weint und ich merke dass sie sich sehr anstrengen muss mit trinken.
ich werde wohl noch weiter so machen müssen, stillen und pumpen. das problem ist aber, dass ich trotzdem zu wenig milch habe. die kleine hat nach 10 min. wieder hunger, das heisst sie hat echt nicht genug gehabt.
zugenommen hat sie schon, aber ohne nachfüttern geht es nicht. nach der geburt hatte sie zuviel abgenommen. jetzt hat sie gut zugenommen, aber nur mit stillen würde sie sicher wieder abnehmen....

Beitrag von wunki 08.04.11 - 18:48 Uhr

Du musst ja wissen, was du tust, aber Stillberaterin haben viel mehr Hinterwissen und Tricks im Gepäck als Hebammen. Sie haben eine besondere Weiterbildung besucht.


LG Wunki

Beitrag von kika1973 09.04.11 - 09:19 Uhr

danke! werde mit einer stillberaterin kontakt aufnhemen, mail schon gesendet.