KITA, erste Trennung, Katastrophe...

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von anna.blume 08.04.11 - 11:36 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

heute war unser dritter Tag Kitaeingewöhnung. Henry ist 15 Monate alt. Nun gut, dann sollte heute die erste kurze Trennung von mir stattfinden (nur 15min), und er hat ganze 5 Minuten geschrien. Als sie mich wiederholten, war er mit den Nerven fertig, hat nur noch geschluchzt und sich kaum beruhigt. Dabei ist er sonst so extrem taff, ich hab mich da wirklich völlig verschätzt. Dachte, das wird ein Kinderspiel.

Bei wem war das auch so? Und wie lange hat es bei Euch gedauert, bis es ging?

LG, Anna

Beitrag von schwilis1 08.04.11 - 11:43 Uhr

annaaaaa :)
lange nichts mehr von dir gehoert :)
so groß ist der kleine schon? wahnsinn :D
das kommt auf uns erst noch zu... aber ich hab bammel... mein armer zwerg... ich arme mama...

Beitrag von jumarie1982 08.04.11 - 12:29 Uhr

Huhu!

ich denke, dass es einfach zu früh war für eine Trennung und ich würde darauf bestehen, dass ihr das erstmal verschiebt.
Entgegen der vorherrschenden Meinung MUSS ein Kind nicht weinen bei der Eingewöhnung.

Unser Sohn kam mit 16 Monaten in die Krippe, also etwa vergleichbar.
Ich habe immer so lange bei ihm gewartet, bis ER bereit war für eine Trennung und hab heute morgen einen lachenden kleinen Jungen weggebracht, der mit ein Küsschen gab und dann winkend "Tüss, Mama!" rief, bevor er sich umdrehte und weiter spielte.
An einem schlechten Morgen sitze ich aber auch gern 45 Minuten mit ihm da, wenn er es eben nicht schafft, so ohne weiteres von mir weg zu gehen.

Immernoch besser, als der Gedanke daran, dass mein Kind sich verlassen fühlt und Angst hat, dass ich nie wieder komme.

Denk dran, es ist eine Dienstleistung, die du in Anspruch nimmst. Du bezahlst dafür, es ist dein Kind, du bestimmst, wie die Eingewöhnung abläuft und wie wohl dein Kind sich mal dort fühlt. #liebdrueck

LG
Jumarie

Beitrag von schwilis1 08.04.11 - 12:43 Uhr

ich geb dir in allem recht. aber manchmal geht es glaub ich nciht anders. wir werden 4 wochen für die Eingewöhnung haben. und dann sollte es ok sein. denn dann geht die Schule los und ich MUSS anwesend sein. und kann nicht 45 min bei ihm bleiben :(
und das bricht mir wohl das herz... aber... ich hoffe es wird auch ohne Tränen gehn udn er wird sich schnell wohl fühlen...

Beitrag von jumarie1982 08.04.11 - 12:48 Uhr

Wir haben auch 4 Wochen veranschlagt und im Endeffekt hat er nach 3 Wochen von 07:30 bis 15:00 durchgehalten!
Aber der Beginn MUSS nicht so rasend sein....

Beitrag von schwilis1 08.04.11 - 15:29 Uhr

ich sag ja :) ich geb dir mit allem recht... aber es kann leider auch anders als geplant kommen... hier nicht... aber bei manchen. ne freundin hatte kita eingewöhnung, und direkt einen neuen job gefunden. so war die eingewöhnung nur ein paar Tage

Beitrag von rina1982 08.04.11 - 20:53 Uhr

Hallo Jumarie!

Zitat: "Entgegen der vorherrschenden Meinung MUSS ein Kind nicht weinen bei der Eingewöhnung."

Ich gebe dir recht, ein Kind MUSS nicht weinen in der Eingewöhnung.

Dennoch finde ich es wichtig, dass ein Kind weinen DARF!!! Es ist total normal, das es weint. Das ist eine absolut gesunde Reaktion. Warum denn auch nicht, wenn man bedenkt, das die wichtigste Person in seinem Leben geht und ihn nicht mit nimmt? Es gibt auf viele Erwachsene die weinen, wenn sie einen geliebten Menschen zum Beispiel am Flughafen verabschieden müssen.

Viel wichtiger wie das "nicht weinen" ist für mich das trösten! Kann ich das Kind trösten? Darf ich es anfassen? Lässt es sich von mir auf den Arm nehmen? Lehnt es sich vielleicht schon an mich?
Das sind für mich viel wichtigere Anzeichen für eine gute Trennung. Denn lässt sich ein Kind trösten bzw. lehnt es sich an mich, dann weis das Kind, dass da jemand für ihn da ist, und das es nicht allein ist. Wir haben eine Bindung zu einander aufgebaut. Das ist wichtig!!!

Liebe Grüße Rina :-)

Beitrag von traumkinder 08.04.11 - 12:43 Uhr

hallo anna,

meiner kam mit 12 monaten in die kita, eingewöhnung war vorher ein kinderspiel!!

ich vermute das sich deiner schon zu sehr an dich gewöhnt hat und die eingewöhnung deshalb so schwer fällt! hatte meinen jetzt ein paar tage zu hause und auch er wollte bei der verabschiedung am liebsten heulen. hab ihn in den arm genommen und die kindergärtnerin gerufen, dann war alles gut.

wir wechseln jetzt die kita und ich bin mir sehr sicher das wir das jetzt nicht mehr so einfach hinbekommen #schwitz

mir graut es auch schon davor!! habe mir aber folgendes vorgenommen:

ich werde gemeinsam mit meinem kind einen kompletten vormittag in der kita sein und aktiv mitmachen, dann fahren wir nach hause

dann werde ich wieder mit ihm hingehen und mich aber am rand gaaaaanz klein machen, so das er zwar blickkontakt hat, aber mich nicht mehr so wahr nimmt. wenn er zu mir kommen sollte, werde ich ihn wieder in die gruppe integrieren und mich wieder weiter weg begeben. das werde ich den 2. tag machen

am 3. tag gehe ich wieder mit, werde aber aus dem blickfeld meines kindes sein!! bleibe aber in der kita

am 4. tag werde ich ihn allein dort lassen und ein paar runden draussen drehen

usw.

ich denke das dein kind einfach ein bisschen zeit braucht!!! gib sie ihm auch!! toi toi toi #winke

Beitrag von schnucki025 08.04.11 - 12:47 Uhr

Hallo,

ja eine Eingewöhnung soll man nicht unterschätzen.Für die Kinder ist es ein ganz neuer Lebensabschnitt, neue Umgebung - neue Bezugsperson - andere Menschen - neue Situationen - weg von der Mama und bis sie das alles verstehen und kennen gelernt haben dauert es schon gut 2 Wochen.

Aber kannst dich ja mal in die Lage versetzten die dein kleiner grad durch macht, er war ja die ganze Zeit bei dir. Hast ihn den ganzen Tag versorgt & plötzlich geht er in eine Einrichtung die ihn völlig fremd ist und muss dann auch noch 15min ohne Mama bleiben, da bricht für die kleinen eine Welt zusammen.

Ich bin selber Erz. meine Tochter geht ab Sept. in die Krippe umso näher es rückt umso mehr habe ich auch bammel davor. Aber es dauert halt auch einfach seine Zeit bis sich die Kids dran gewöhnt haben an die andere Umgebung und es gibt auch Kinder die sich gleich am 3 Tag sauwohl fühlen und die Mutter raus schmeißen.

Aber mein Tip noch vielleicht kannst du deinen Sohn etwas mit geben was von dir ist, also was nach dir riecht z.b. Haargummi oder ein Tuch dann hat er immer was bei sich was dich wieder gibt.


LG Schnucki #sonne

und es wird besser gib ihn Zeit #liebdrueck

Beitrag von monab1978 08.04.11 - 17:12 Uhr

Hi!

Wir haben zwei Eingewöhnungen erlebt (die eine ist noch im gange) und ich sag Dir, weinen muss nicht sein. In unserer Kita wird ganz extrem auf die Kinder gekuckt. Bei uns soll es diesmal schnell gehen, denn ich muss schon arbeiten, aber dennoch, es wird nur getan, was dem Kind zugemutet werden kann. Yash hatte heute seinen 6. Kita Tag. Wurde um 9 vom Papa gebracht und um 15 Uhr von mir geholt. Er hat einmal geweint, kurz vorm Schlafen und einmal als er das Gleichgewicht verloren hat und gefallen ist.

Jai hat damals 4 Tage gebraucht, aber ich war noch ne Woche in der Nähe, so dass ich immer hätte kommen können.

Mona

Beitrag von singa07 09.04.11 - 10:52 Uhr

Hallo Anna!

In der ersten KiTa ging die EIngewöhnung massiv schief, weil ich den Erzieherinnen glaubte - wir waren nur drei Tage zusammen da, dann trennte ich mich - und das Ende vom Lied: sieben Monate jedes Mal ein Riesentheater, Nervenkrieg für ihn und mich. Clemens war 15 Monate alt.
So lange dauerte es, bis wir eine andere Stelle gefunden hatten.

Diesmal eine TaMu bzw. TaEl, und die Eingewöhnung läuft ganz anders: am ersten Tag war ich mit, am zweiten ging er von mir weg, dreht sich um, winke-winke, Kusshand, weg war er. Am dritten Tag dauerte es etwas länger, bis er mich gehen ließ. Mal sehen, wie es weitergeht...

Was ich damit sagen will: bestehe darauf, dass du so lange bleiben darfst, bis er dich gehen lassen kann. Kein Kind muss beim Abschied weinen. Den Erzieherinnen ist es immer wichtig, dass er sich von ihnen trösten lässt - aber mal ehrlich: zu welchem Preis?

Nee, nee. Zum Glück ist unsere TaMu/ der TAVa da unserer Meinung. ich komm dann halt noch mit rein und trinke einen Kaffee (bin aber sehr im Hintergrund, mische mich nicht ein und gehe dann auch, wenn der KLeine sich verabschiedet hat und spielt). Noch geht das - wir sind ja noch in der Eingewöhungsphase.
Klar, wenn er richtig hingeht, kann ich nicht elend lange da bleiben, da ich ja auch arbeiten gehen muss. Aber das wird schon.
Ich fidne es nur wichtig, dass das Kind nicht den Eindruck hat verlassen zu werden (mit "Mama kommt ja wieder" können so Kleine noch nichts anfangen!), sondern dass er selbst sich gelöst hat (natürlich nciht nach dem Motto: bist ja selbst schuld, hast Mama weggeschickt!).

Also: gib ihm die SIcherheit, dass du ihn nie, nie verlässt. Und rede mit den Erzieherinnen, damit ihr an einem Strang (und zwar auch auf der gleichen Seite!!) zieht.
Aber ja, es dauert. Und es tut Mama mitunter mehr weh als den Zwergen...

Kannst mich gerne anschreiben - ich hab leider sehr viel Erfahrung damit, habe auch leider lange gebraucht, bis ich den Mumm hatte, die Erzieherinnen mit ihren tlw. verschrobenen Ansichten in die Wüste zu schicken.

LG
Singa