Stillpause wg. Medikamenten und ich bin soooo traurig!! *SILOPO*

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kiki-2010 08.04.11 - 12:01 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Hat das schon mal jemand erlebt?

Ich habe ja schon vor 2 Tagen mal geschrieben, dass ich wegen einem Trommelfellriss (durch heftige Mittelohrentzündung) an ganz fiese Medikamente gebunden bin und das Stillen daher besser unterbreche.

Laut meines Arztes "sollte" es kein Problem geben, jedenfalls nicht mit dem Antibiotikum aber zusätzlich dazu nehme ich unglaublich hohe Dosen an Ibuprofen, Paracetamol und Schmerztropfen für die Nächte. Ich habe in der Klinik bereits die letzten 4 Tage 2x Schmerzmittel-Infusionen und 2x Spritzen bekommen. #heul
Ich wundere mich, dass die Ärzte das Thema Stillen dann trotzdem noch so locker sehen. Zuhause auf den Beipackzettel der Mittel entdecke ich dann Sätze wie "nach Einnahme 48 Stunden das Stillen unterbrechen" und im Internet stoße ich auf einschlägigen Medikamenten-Info-Seiten auf so einige heftige Nebenwirkungen beim Kind, da hab ich's dann also mit der Angst bekommen. #zitter

Seitdem pumpe ich fleißig ab, meine Brüste wissen gar nicht was los ist und mein Kind noch viel weniger. Er nimmt die Flaschennahrung (mein Mann musste sich in der Apotheke erstmal "beraten" lassen, wir haben ja keine Ahnung....#gruebel) und guckt beim Trinken trotzdem konzentriert auf die Brust :-) Wir nehmen unsere Avent und tommee-tippee-Flaschen zum Trinken, vielleicht denkt er ja es ist die MuMi.... Hoffentlich verschmäht er nächste Woche nicht die Brust #schwitz

Trotzdem - ich fühle mich so elend. Ich bin leidenschaftliche Still-Mama und nun habe ich Panik, dass ich die Milchproduktion nicht mehr so anwerfen kann wie benötigt. Immerhin geht meine Medikation noch bis kommenden Mittwoch und ich schaff es einfach nicht auf die heftigen Schmerztropfen nachts zu verzichten. Ach menno!!! :-[ Ich pumpe mir den Wolf aber soviel wie die Kids bekomme ich dann ja auch nicht raus.
Und mit der Flasche fühle ich mich so komisch, es ist so künstlich.

Das musste ich mal erzählen, ich glaube, ich entwickle eine Still-Depression...

Auch wenn ich mir damit vielleicht den Zorn der "Flaschenmamas" aufhalse. Aber jeder der mit Überzeugung und Freude die Kinder gestillt hat, der weiß wie schön und wertvoll diese Zeit ist.

Ach menno - ich geh mal wieder pumpen....

Viele Grüße, Kiki

Beitrag von sarahjane 08.04.11 - 12:07 Uhr

Du kannst ja demnächst wieder versuchen, per Brust zu füttern. Und sollte es nicht (ausschließlich) klappen, bist Du wenigstens die Sorge los, ob das Kind auch aus dem Fläschchen Abgepumptes oder Premilch trinkt.

Zu einer liebevollen Mutterkindbeziehung gehört zum Glück weit mehr, als per Brust zu füttern.

Beitrag von jumarie1982 08.04.11 - 12:20 Uhr

Huhu!

Danke, Sarahjane, deine Antwort war mal wieder sehr aufbauend #gaehn

Kiki, mach dir nicht so einen Kopf!
Das klappt wieder! Wirst sehen. Und wenn nicht auf Anhieb, dann leg dir doch schonmal die Nummer einer Stillberaterin raus.
http://www.lalecheliga.de
http://www.afs-stillen.de

Ich halte dir die Daumen und meld mal, wenn ihr wieder voll stillt #klee

TSCHAKKA!!!

LG
Jumarie

Beitrag von kiki-2010 08.04.11 - 12:30 Uhr

Danke!

Es muss einfach klappen! Auch wenn's mir jetzt jedesmal das Herz bricht wenn der Lütte die Brust sucht ;-)

Beitrag von jumarie1982 08.04.11 - 12:32 Uhr

Das kann ich gut verstehen!
Noch heute bekomme ich Pickel, wenn jemand meinem Sohn Kuhmilch anbietet #augen. Und der ist bald 2 #rofl

Du schaffst das!!!

Beitrag von neroli83 08.04.11 - 12:29 Uhr

Hallo!

Lass dich erst mal #liebdrueck


Du hast deinen Kleinen voll stillen können. Daher kannst du, auch wenn jetzt dein Milchproduktion etwas zurückgeht, nach Ende der Medikation die Produktion wieder aufs nötige Maß ankurbeln!
Es kann sein, dass du eine Weile Zwiemilchernährung, also Pre+MuMi machen musst, aber nach einigen Tagen dürfte die Milch wiedr reichen.
Am sinnvollsten wäre es, mit dem Brusternährungsset zu beginnen, sobald du wieder stillen kannst. Dann wird die Milchproduktion angeregt und dein Kleiner bekommt Pre durch ein Schläuchlein (+ eine zunehmende Menge MuMi).
Die Anwendung kann dir eventuell deine Nachsorgehebamme zeigen, auf jeden Fall aber eine ausgebildete Stillberaterin.

http://www.lalecheliga.de/index.php?option=com_content&view=article&id=401&Itemid=93
http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcat=83

Wieviel Schmerzmittel nimmst du denn?
Ich habe direkt nach der Geburt Schmerzmittel nehmen müssen (Postperiduales Kopfschmerzsyndrom *auahhhhhhhhhhh*) und konnte trotz 4x Paracetamol intravenös pro Tag stillen, das war aber auch die erlaubte Höchstdosis.
Ibu ist meines Wissens auch erlaubt, wie es mit der Kombination aussieht, weiß ich nicht.
Hast du schon mit Embryotox telefoniert? Die sind immer auf dem neuesten Stand.
In den Beipackzetteln stehen meist nur Floskeln, weil die Hertsellern, dann bestimmte Untersuchungen auslassen können bzw. nicht durchführen dürfen. Medikamententests an Schwangeren und Stillenden sind nicht erlaubt. Man muss sich daher auf Erfahrungen aus der Praxis verlassen. Die sammelt Embryotox. Auch ich hab Fragebögen ausgefüllt und hingeschickt, da ich in der Schwangerschaft Insulin und ein anderes verschreibungspflichtiges Medikament nehmen musste.

Ich verstehe dich sehr gut!
Auch ich stille mein kleines Mäuschen und genieße diese besondere Zeit in vollen Zügen. Gerade ist sie ganz seelig an meiner Brust eingeschlafen. #verliebt
Das wird auch bei euch bald wieder so sein. Dann könnt ihr noch viele Monate eure Stillbeziehung genießen.

Liebe Grüße,

Neroli + Finchen *31.12.10

Beitrag von kiki-2010 08.04.11 - 13:46 Uhr

Hallo Neroli!

Ja, ich habe mal auf der Embryotox-Seite geschaut und zu meinem Schmerzmittel "Nolotil" mit dem Wirkstoff Metamizol Nebenwirkungen entdeckt, oha, da ist mir die Stilllust vergangen.... Auch wenn der Arzt sagt das wäre alles ok. Ich habe ein schlechtes Gefühl dabei. Die Dosis ist auch einfach echt hoch.

Wegen der Schmerzen nehme ich ausserdem Ibuprofen alle 8 Stunden 600mg, das geht ja noch. Aber Paracetamol nehme ich alle 8 Stunden schon 1g, das ist echt viel.

Ich bin froh, wenn es bald wieder besser geht aber ich bin auch echt noch auf die Schmerzmittel angewiesen. Auch wenn ich mich zusammenreisse, am Ende gehts einfach nicht anders.

Gruß Kiki

Beitrag von anarchie 08.04.11 - 13:29 Uhr

Natürlich wirst du wieder stillen!!!!

und wenn es dir so wichtig ist(wäre es mir auch!), dann schaffst du das auch!!!!

Wieviel Ibu und Paracetamol nimmst du denn? und was sind das für tropfen?

lg

melanie

Beitrag von kiki-2010 08.04.11 - 13:40 Uhr

Ibuprofen alle 8 Stunden, allerdings nur 600mg, Paracetamol alle 8 Stunden aber dafür 1g.
Nachts nehme ich bei starken Schmerzen Nolotil (gibts unter diesem namen glaube ich nicht auf dem deutschen Markt), sehr hoch dosierte Ampullen, Wirkstoff Metamizol. Zu diesem Wirkstoff habe ich keine guten Sachen gelesen. Gerade deswegen unterbreche ich besser das Stillen.

Zusätzlich dazu noch alle 8 Stunden ein Antibiotikum.

Oh man, der Kram reicht für die nächsten 10 Jahre ;-)

Beitrag von anarchie 08.04.11 - 15:27 Uhr

metamizol ist natürlich blöd...dennoch sagt emryotox, dass ein zelne Dosen kein problem sind...und embryotox sind DIE Spezialisten zum thema.
Wobei es zu dem Wirkstpff nur geringe erfahrungen gibt...

Ibu und paracetamol sind tolerabel.

ich würde sehen, dass ich das Nolotil durch schnellstmöglich durch Ibu ersetze und dann anch 48Stunden wieder stillen...

lg

melanie

Beitrag von steffi7j 08.04.11 - 20:00 Uhr

Hallo!

Glaub mir, das klappt wieder!!! Ich selbst mußte im Januar wegen einer sehr schweren Angina ins Krankenhaus. Bekam starke Medikamente-3 mal 1000mg am Tag und nach dem Aufenthalt noch 3 Tage je 1g. Gern hätte man mit Penecillin behandelt, aber ich leide unter einer Allergie und schwächere Medis schlugen einfach nicht an.

Jedenfalls war ich 10 Tage in Behandlung. Danach ließ ich meine Schatz noch 2 Tage warten, damit das Gröbste raus war. Rest dauert eh über Monate.

Und was soll ich sagen, ich pumpte einfach ab und er ging nach dieser langen Zeit auch wieder dran. Ich war überglücklich. Im Februar war ich dann regulär zur Schilddrüsen OP im Kh und die Zeit überstand er auch. Letzten Monat wurde er 1 Jahr alt und er wird noch immer sehr oft gestillt.

Drück dir die Daumen!

LG Steffi mit Samira (8), Marian (6) und Emilian (12 Monate)

Beitrag von hebigabi 08.04.11 - 23:12 Uhr

Gib die Medis deiner Hebamme durch und sie soll mal bei http://www.embryotox.de anrufen und mal nachfragen was wirklich an dem ist.

Egal was die rote Liste aller Mediziner sagt- die beschäftigen sich mit nix anderen als mit Medis in SS und Stillzeit und was die sagen ist für mich als Fachfrau absolut bindend.

Leider kennen viel zu wenig Ärzte diese Möglichkeit.

Leider weiß ich nicht inwieweit die am Wochenende besetzt sind.

LG

Gabi