Kann-kinder?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kati09 08.04.11 - 19:54 Uhr

Hallo,
unser Sohn ist am 02.09. geboren und somit ein "Kann-Kind". Der Kindergarten war bemi Elterngespräch jetzt sehr vorsichtig, ob er nächstes Jahr eingeschult werden soll. Sie versuchen es jetzt mal ab dem Sommer mit den Maxikindern. Er spricht deutlich, er malt, er kann bis 100 zählen und schon einige Namen schreiben (lernt er alleine oder fragt andauern, ist nicht so, dass ihn darin fördere). Die meisten seiner Kindergartenfreunde werden dann zru Schule gehen (oder gehen schon diesen Sommer).
Ich mache mir ein wenig Sorgen, dass er sich im vierten Kindergartenjahr langweilen könnte und dass er sich dann wieder ganz neue Freunde suchen muss.
Wie haben eure Kindergärten das gehandhabt und muss er vorher zum "Einstellungstest"?!
Für Tips wäre ich echt dankbar!
Kati

Beitrag von ww800 08.04.11 - 20:17 Uhr

frage:

wieso ist er ein kann kind? unsere tochter ist am 16.9.06 geboren nd kommt nächstes jahr zur schule! stichtag ist der 30.09. zumindest bei uns. und kann- kinder bis 31.12. ....

und wenn dein kind schon so viel kann- dann ist die einschulung sicher kein problem.

lg wendy mit lara 4,5 jahre und tamia 9 monate

Beitrag von mamavonyannick 08.04.11 - 20:48 Uhr

Bei uns ist der Stichtag auch nur bis zum 30.06. Somit ist mein Sohn, geb. am 01.08.2006 auch ein Kann-Kind.

Wir haben uns dagegen entschieden, ihn nächstes Jahr einschulen zu lassen, auch wenn er recht fit ist. Sollte er im Folgejahr ein Überflieger sein, dann kann er immer noch eine Klasse überspringen oder wird ducrch spezielle Aufgaben mehr gefördert. Aber es gehört doch mehr dazu, als rechnen und lesen zu können. Des weiteren kommt nächstes Jahr dann unsere Tochter in die Krippe. Es wäre einfach nicht genug Ruhe in der Familie, um ihm den schuleintritt zu erleichtern.

vg, m.

Beitrag von claerchen81 08.04.11 - 20:23 Uhr

Hi,

nur mal zum Nachdenken: was hältst du für bedenklicher - dass er im letzten Kindergartenjahr UNTERFORDERT, oder in der Schule ÜBERFORDERT sein könnte? Meine Meinung: Unterforderung kann man zur Not noch selbst ausgleichen, Überforderung (besonders die emotionale) jedoch schwer auffangen.

M.E. geht es nicht nur um die Fähigkeiten beim Rechnen und Schreiben, sondern um die soziale und emotionale Reife.

Am wenigsten Gedanken solltest du dir um die Freunde machen - das wird in der Schule meist ohnehin neu gemischt.

Und letztendlich: welche Vorteile hat man durch eine frühere Einschulung? Auf dem Arbeitsmarkt später zählt das eine Jahr definitiv nicht. Nur, wenn ein Kind sowohl intellektuell als auch emotional sehr reif ist, lohnt sich dieser Schritt wirklich.

Gruß, C.

Beitrag von brausepulver 08.04.11 - 20:46 Uhr

Hallo

ich muss meine Kinder mit 5,5 einschulen lassen, weil hier der Stichtag der 31.12. ist. Kannkinder sind bis 31.3.

Ich würde sie aber nicht als Kannkinder einschulen lassen, es sei denn, sie sind wiiiirklich weiiit.

Liebe Grüße

Beitrag von schnecki82 09.04.11 - 09:07 Uhr

5,5 Jahre alt? Geht doch gar nicht. Selbst wenn Dein Kind am 31.12. geboren wäre, würde er zur Einschulung (Stichtag ist immer der 1.8. eingeschult wird meistens aber Anfang September) 5 Jahre und 8 Monate (also schon fast 6 und nicht 5,5). Man kann sich bzw. sein Kind aber problemlos zurückstellen lassen und ein Jahr später einschulen.

LG Sabine

Beitrag von brausepulver 09.04.11 - 09:19 Uhr

Jut, sie ist 5 Jahre und 7 Monate und nicht 5 Jahre 6 Monate alt.

Nein, problemlos rückstellen ist in Berlin nicht mal eben möglich ;-)

LG

Beitrag von schnecki82 09.04.11 - 09:54 Uhr

Dann ist dein Kind im Januar geboren und somit ein Kann-Kind! Ein Schuljahr beginnt immer am 1.8. Regulär eingeschulte Kinder sind als immer mind. 5 Jahre und 8 Monate. Da meist Ende August, Anfang September eingeschult wurd, sind die jüngsten regulär eingeschulten Kinder 5 Jahre und 9 Monate. Somit also fast 6 Jahre.

Mittlerweile ist es möglich, bei Einschulung unter 6 Jahren relativ problemlos zurück zustellen. Du musst nur zeitig genug bescheid geben in der Kita und auch bei der schulärztlichen Eingangsuntersuchung.

LG Sabine

Beitrag von brausepulver 09.04.11 - 10:56 Uhr

Halo nochmal

Hab gerade mal geguckt. Es ist wirklich mitte August der Schulbeginn, dann ist sie eben 5 Jahre 8 Monate. ALso weder 5,5 noch 5 3/4 und noch weniger fast 6 ;-)

Hach, das ist wirklich eine sehr sinnige Diskussion #augen

Es ist in Berlin nicht problemlos (!) möglich zurückzustellen. Bis letztes Jahr war es sogar fast gar nicht möglich. ;-) Ich wüsste auch nicht, warum ich zurückstellen lassen soll, wenn eh alle Kinder so jung in die Schule müssen #kratz

LG

Beitrag von schnecki82 09.04.11 - 11:28 Uhr

Im Grunde sind nicht wirklich die meisten Kinder so jung. Ganz im Gegenteil, der Großteil der Kinder sind über 6 Jahre jung.

Nein natürlich sollst Du nicht zurück stellen aber Du hattest schließlich geschrieben, dass Dein Kind LEIDER schon mit 5,5 Jahren in die Schule muss. Hörte sich so an, als wärst Du damit (verständlicherweise) nicht zufrieden.

LG Sabine

P.S. Wir haben bereits im letzten Jahr viele Kinder auf Wunsch der Eltern zurück stellen lassen. Aber da in Berlin immer noch die Schuleingangsphase greift, wäre es eh möglich ein Jahr zu verweilen, falls die Kinder emotional nicht ausgereift genug sind.

Beitrag von tragemama0709 09.04.11 - 12:36 Uhr

Das mag in machen Schulen sein, aber hier ist es nicht möglich

Beitrag von tragemama0709 09.04.11 - 12:34 Uhr

Hallo,

nur mal zum zurückstellen.

In NRW ist das kaum möglich. Du musst hoffen das die Schülerzahl in dem Jahr sehr hoch ist.

Bei uns im Stadtgebiet ist eine Rückstellen zu 99,9 % unmöglich, weil jede Schule angst hat das sie wegen zu wenig Schülern geschlossen wird.

Beitrag von schnecki82 09.04.11 - 12:37 Uhr

Hallo tragemama,

das ist in Berlin nicht der Fall. Hier ist eine Rückstellung gut möglich. Natürlich muss man da auch ein wenig was tun. Eine Rückstellung ist aber nur bei Kindern unter 6 Jahren relativ gut möglich. Schülerzahlen sind momentan an fast keiner Schule ein Problem. Kitas und Schulen sind zum Teil sehr gut bestückt. Über Schließungen muss sich niemand Gedanken machen. Das war aber vor 2 Jahren auch in Berlin noch der Fall; dort war man dann auch auf Kinderfang. ;-)

LG Sabine

Beitrag von shakira0619 08.04.11 - 20:48 Uhr

Hallo!

Warum ist Dein Sohn ein Kann-Kind??

Die September-Kinder sind nächstes Jahr MUSS-Kinder. Mein Sohn hat am 1. September Geburtstag und MUSS 2012 zur Schule.

Liebe Grüße, Shakira0619

Beitrag von steinadler75 08.04.11 - 20:55 Uhr

Die Grenzen sind in den Bundesländern verschieden.
LG
Annika

Beitrag von shakira0619 08.04.11 - 20:57 Uhr

Ach echt? Das wußte ich gar nicht.
Wie blöd ist das denn? Komisches Deutschland. #gruebel

Beitrag von steinadler75 08.04.11 - 21:06 Uhr

das finde ich auch wieder so blöd ein Land aber in jedem Bundesland bald andere Grenzen #klatsch.
Mußt mal goggeln danach war noch ganz froh das wir in Hessen wohnen ;-).
Annika

Beitrag von ratpanat75 08.04.11 - 22:14 Uhr

Bildung ist in Deutschland Ländersache, d.h. die Zuständigkeit für das Schulwesen liegt bei den einzelnen Bundesländern.
Es gibt zwar so eine Art gemeinsames Grundgerüst, aber bei Dingen wie Stichtagen, etc. kann das sehr unterschiedlich ausfallen.

LG

Beitrag von sunflower.1976 08.04.11 - 23:10 Uhr

Hallo!
Da Bildung in Deutschland im Rahmen des Föderalismus ländersache ist (Kulturhoheit der Länder), sind solche Unterschiede möglich. Dadurch kommt es z.B. zu Unterschieden beim Stichtag, Organisation des Gymnasiums (Abitur nach 12 bzw 13 Schuljahren), Hauptschulabschluss nach 9 oder 10 Schuljahren oder auch "besondere" Schulformen wie die Gesamtschule in NRW oder die "Realschule plus" in Rheinland Pfalz.

Auch wenn der Staat die Aufsicht über das Schulwesen hat, wird sich an der Zuständigkeit der Länder nichts ändern und man hat Glück ode Pech, dass das eigene Kind spät oder früh eingeschult werden muss.

LG Silvia

Beitrag von tragemama0709 09.04.11 - 12:38 Uhr

Hallo,

in NRW ist es noch verrückter. Bis März war sollte es dahin gehen das alle Kinder bis 31.12 eingeschult werden, jetzt April ist es so das es ein neues Gesetzt gibt was sagt in NRW wird nur bis 30.09 eingeschult.

Nach den nächsten Wahlen kann es aber sein das es doch wieder der 31.12 wird.

Beitrag von steinadler75 08.04.11 - 20:53 Uhr

Hallo Kati,
überlegt Euch das gut, das mit der Kann Kinder Grenze ist ja in Deutschland von Bundesland zu Bundesland sowieso unterschiedlich.
Also wir sind auch Hessen bei und ist die Einschulungsgrenze bis 30.06. und Kann Kinder bis 31.12.
Meine Tochter war letztes Jahr ein Kann Kind und schon super fit, allerdings haben wir lange überlegt und uns dagegen entschieden da ihr das Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein doch noch etwas gefehlt hat.
Seit diesem Jahr hat sie es der Kiga meinte auch sie hätte ab 01.02 ohne Probleme in die Schule gekonnt nur leider geht das ja nicht.
Unser Kiga macht täglich Vorschul Programm dadurch wird Elena auch nicht langweilig sie ist jetzt mit den Zahlen sehr weit und hat sich selbst das Lesen beigebracht. Trotzdem denke ich es war die richtige Entscheidung, da ihr das Soziale noch gefehlt hatte letztes Jahr.
Die Schule meinte auch das sie Kinder die schon weiter sind auch anderes fördern und beschäftigen so das ihnen auch nicht langweilig wird.
Und wegen den Freunden Kinder orientieren sich schnell neu der allerbeste Freund meiner Tochter ist auch schon letzte Jahr in die Schule gekommen. Sie sehen sich nicht mehr so oft wie im Kiga aber die Freundschaft ist geblieben.
Falls Du magst kannst mich auch gerne per PN anschreiben ach so und Elena ist am 01.04.2004 geboren.
LG
Annika :-D

Beitrag von scotland 08.04.11 - 22:04 Uhr

Hallo,

nicht die erste Klasse ist das Problem, sondern die dritte aufwärts. Meine Tochter war ein September "Muss Kind" und ich wünschte, es wäre nicht so gewesen.

Sie kam mit 5,10 in die Schule und war die Jüngste in der Klasse. Sie hat wirklich gute Noten, ABER es gibt Kinder, die eben nun in der 3. Klasse emotional viel weiter sind - da mag auch sie Topmodell schauen, etc etc.
Der Druck in der 3. Klasse ist enorm.

GLG
Scotland

Beitrag von perserkater 08.04.11 - 22:42 Uhr

Hallo

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,645004,00.html

Mein Sohn ist glücklicherweise ein Kann-Kind (Dezember 06) und wird 2013 eingeschult.

Wenn ein Kann-Kind nicht gerade super weit ist (besonders emotional) würde ich es nicht früher einschulen lassen.

LG

Beitrag von sunflower.1976 08.04.11 - 23:04 Uhr

Hallo!

Viel wichtiger als die Fähigkeiten im malen, zählen usw. sind Aspekte wie Konzentrationsvermögen, Frustrationstoleranz, Fähigkeit mit von außen gestellten Anforderungen und Druck klarzukommen, die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund stellen usw. Also insgesamt die emotionale Reife.

Da macht ein Jahr sehr viel aus und kann über Schulerfolg oder -misserfolg entscheiden. Kann ein Kind z.B. schon ein bißchen lesen, hat aber nicht die Ausdauer, die Schulstunde durchzuhalten, lässt sich schnell ablenken, ist fruustriert, dass es nicht drangenommen wurde, als es sich gemeldet hat usw. bringt ihm die Fähigkeit, die Buchstaben schon zu können, wenig.

Mein kleiner Sohn ist zwar erst 2,5 Jahre alt und wird auch ein Kann-Kind sein (Stichtag bei uns 1.9., Geburtstag 14.10.), aber den Druck möchte ich ihm dann ersparen und ihm seine volle KiGa-Zeit gönnen.
Denn sollte er frühzeitig eingeschult werden und dann (sollten seine Leistungen entsprechend sein) sein Abi an einem G8-Gymnasium machen, würde er schon mit 17 mit der Schule fertig sein und könnte/müsste sich in einer fremden Stadt als Student klarkommen. Was das bringen soll, weiß ich nicht.

Laut PISA-Studie müssen Kinder, die vor dem 6. Geburtstag eingeschult werden, überproportional häufig eine Klasse wiederholen. Ein Grund weniger für mich, mein Kind vorzeitig einzuschulen ;-)

LG Silvia

Beitrag von schullek 08.04.11 - 23:42 Uhr

hallo,

meiner wäre dieses jahr ein kann kind. und für mich hat sich die frage nach der einschulung gar nicht gestellt. unser schulsystem ist nicht ausgelegt für so junge kinder. udn vor allem nicht für die masse an kinder, bei denen dann teils ein altersunterschied vpn über einem jahr besteht. zu viele kinder pro klasse, lehrere nicht für so junge kinder ausgebildet etc...

zudem sehe ich für die kann kinder große probleme beim übergang in die weiterführenden schulen.

lg

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