mein großer 4 jahre hört besser auf opa und auf mich gar nicht mehr

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von bettinsf. 08.04.11 - 20:19 Uhr

hallo,
bin neu hier und hab ein riesiges problem.
zur erklärung:
ich wohne in mit meiner familie in dem elternhaus meines mannes, wo seine eltern also unter uns wohnen. nun haben sie sich schon bereits immer seit der große da ist in alles eingemischt, ob es jetzt ein streit zwischen uns war oder was zu tun ist wenn das kind mal krank ist, sogar in die erziehung wurde sich eingemischt.

da mein mann ziemlich selten zu hause ist, da er sehr viel arbeitet, verbringen wir sehr viel zeit auch mit oma und opa. es ist ja schön wenn man jemanden hat dem man sein kind anvertrauen kann wenn man z.b. mal schnell wo hin muß oder einen opa der gerne seine freizeit mit dem enkel verbringt. doch es ist finde ich zu viel des guten, wenn die eigene mutter seinem kind nichts mehr sagen darf und sogar schon mal mit dem jugendamt gedroht wurde( da hab ich ihm mal was auf die finger gegeben).

mittlerweile allerdings hört er so gut wie gar nicht mehr auf mich und mein kleiner 1,5 jahre alt macht ihm natürlich alles nach. es ist bereits auch schon soweit das er zb abends wenn der kleine schlafen soll extra krach macht nd laut rum schreit damit ich ausflippe. ehrlich: ja ich hab im dann auch schon mal was auf dem po gegeben.

doch mittlerweile bin ich echt am verzweifeln, da er mit ja irgendwie leid tut und ich wirklich nicht mehr weiter weiß. bitte helft mir, denn ich liebe meine kinder wirklich sehr und will auch das sie eine schöne kindheit haben.

lg bettina

Beitrag von mamavonyannick 08.04.11 - 20:58 Uhr

Hallo,

du hast 2 Probleme:

1) Du kannst dich nicht von deinen SE abgrenzen und rennst statt dessen immer noch hin, obwohls dich eingentlich nervt.

2) Das weit aus größere Problem: Du hast dich nciht unter Kontrolle und haust deine Kinder.

Du soltest dir Hilfe vom JA holen. Alles Gute

vg, m.

Beitrag von bettinsf. 08.04.11 - 21:45 Uhr

was soll ich denn deiner meinung nach machen? soll ich ihnen verbieten zb ihren eigenen garten zu nutzen oder wie soll ich deiner meinung nach verfahren? das mit dem schlagen ist nicht ganz richtig. es ist ja nicht so das es öfters passiert ich denke es war jetzt 2 mal wo ich ihm was af den po gegeben hab und das aber dann auch nicht wirklich fest.

Beitrag von mamavonyannick 08.04.11 - 21:56 Uhr

Würdest du es tolerieren, wenn ich dir 2mal leicht auf den Hintern haue, oder der Opa? Nein, du würdest dich hier drin aufregen.
Und du weißt selbst, dass es egal ist, obs nun einmal oder zweimal war. Sonst würden dir deine Kinder nicht leid tun.
Und wenn deine Kinder so gut auf Oma und Opa hören, dann wäre es doch eine Überlegung wert, sich von diesen beiden Unterstützung zu holen. Zu schauen, was sie anders als du machen. Ich denke du kannst eine Menge von ihnen lernen.

Beitrag von bettlbauzl 09.04.11 - 13:16 Uhr

Hast DU nie eins auf den Hintern bekommen?? Kann ich mir nicht vorstellen, das nicht!!
Und, hat es Dir geschadet?

Warum Du das mit dem Hintern jetzt so hochspielen musst, verstehe ich nicht ganz :-(

Ich glaube, die TE hat ein anderes Problem, und zwar die Abgrenzung zu den Schwiegereltern.

Bettina

Beitrag von mamavonyannick 10.04.11 - 09:53 Uhr

'"Hast DU nie eins auf den Hintern bekommen?? Kann ich mir nicht vorstellen, das nicht!!
Und, hat es Dir geschadet?"

Ohne Kommentar#zitter

Beitrag von sunflower.1976 08.04.11 - 22:10 Uhr

Hallo!

Wir haben eine ähnlcihe Wohnsituation wie ihr, d.h. wir leben mit den Eltern meines Mannes in einem Haus und dürfen ihren riesigen Nutzgarten mit benutzen. Der Unterschied zu Euch ist, dass mein Mann phasenweise recht viel zuhause ist (Schichtdienst mit sehr unterschiedlicher Wochenstundenzahl) und meine Schwiegereltern sich nicht einmischen.

Es gibt schon Dinge, mit denen ich nicht ganz einverstanden bin, aber so lange es sich im Rahmen hält und es nur Kleinigkeiten sind, ist es in ordnung für mich.

Woran es liegt, dass Dein großer SOhn auf dem Opa besser hört als auf Dich, ist aus der Entfernung natürlich schwer zu sagen.
Vielleicht hat er eine "klare Linie", d.h. wenn Dein Kind beim Besuch bei den Großeltern Blödsinn macht, muss er wieder zu Euch nach oben gehen o.ä.

Ich kann nur schreiben, wie es bei uns ist und ganz gut läuft. Ich versuche, meinen Kindern - wenn sie irgendwas "anstellen" ein Verbot ein Mal zu sagen mit einer kurzen Erklärung, beim zweiten Mal das Verbot zu wiederholen und eine Konsequenz anzukündigen, die beim dritten Mal ohne viel Gemeckere ausgeführt wird. Bei der Konsequenz achte ich drauf, dass sie im direkten Zusammenhang steht mit dem, was das Kind gerade falsch gemacht hat. Beispiel von heute: Mein kleiner Sohn (2,5 Jahre) rannte durch Omas Blumenbeet, obwohl er weiß, dass er es nicht darf (er erzählte neulich mal einem Besuchslkind, dass man nicht durch Beete laufen darf). Also habe ich ihm ermahnt und nochmal gesagt, dass die Blumen kaputt gehen, wenn er drauftritt. Beim zweiten Mal hab ich ihm nochmal verboten durch´s Beet zu laufen und angekündigt, dass wir reingehen, wenn er nochmal ins Beet läuft. Darufhin ist er nicht mehr durch die Beete gelaufen weil er noch draußen spielen wollte.

Meine Kinder wissen, dass die Konsequenz dann auch wirklich ausgeführt wird und meistens ist diese dann gar nicht mehr wirklich nötig. Der Vorteil ist, dass ich gar nicht viel schimpfen muss sondern eher "Taten sprechen lasse". Aber eben keine, die dem Kind wehtun oder es demütigen. Ich werde auch mal laut und es läuft nicht alles reibungslos. Aber mit dieser Handlungsstrategie habe ich eine gewisse "Sicherheit" für mich und brauche nicht ausflippen. Anfangs musste ich schon nachdenken, wie ich reagieren möchte, aber das hat sich schnell gegeben.

Vielleicht überlegst Du Dir in einem entspannten Moment, wie Du in bestimmten Situationen in Zukunft reagieren möchtest - ohne ausflippen oder gar hauen.

LG Silvia

Beitrag von bettinsf. 08.04.11 - 22:22 Uhr

danke werde deine weise mal ausprobieren. werde dir bescheid geben wie es hinhaut oder ob ich damit gescheitert bin. danke
lg bettina

Beitrag von sunflower.1976 08.04.11 - 22:40 Uhr

Hallo!

Von jetzt auf gleich kann man keine Wunder erwarten und mit Scheitern hat das nichts zu tun.

Wichtig ist, dass die Konsequenz wirklich mit dem zusammenhängt, was das Kind gemacht hat, also nicht z.B. Süßigkeitenverbot, weil die Kinder nicht aufräumen wollten o.ä.
Beispiele bei uns:
- Möchte sich mein großer Sohn morgens nicht anziehen bzw. bockt mein kleiner beim anziehen, fangen wir anderen schon mal mit dem Frühstück an (wir essen alle fertig angezogen und gewaschen, wer das nicht ist, kann eben noch nicht frühstücken).
- Unsere Kinder dürfen abends vorm Essen eine Fernsehsendung schauen. Davor werden die Kinderzimmer aufgeräumt (mit Hilfe). Macht ein Kind nicht mit oder macht noch mehr Unordnung, darf das andere Kind schon mal anfangen, die Sendung zu schauen. Eigentlich steht Fernsehen ja nicht mit Aufräumen in Verbindung, aber da bei uns das Aufräumen direkt vorm Fernsehen kommt, gibt´s eben schon einen Zusammenhang.
- Unsere Söhne schlafen in ihren eigenen Zimmern. Ist mein Mann abends da, liest er unserem großen Sohn vor und ich zeitgleich unserem kleinen. Bin ich abends alleine, lese ich erst beiden in Bett unseres großen Sohnes seine ausgesuchte Geschichte vor und danach unserem kleinen Sohn alleine in seinem Zimmer (klappt besser als andersrum). Macht mein kleiner Sohn abends Theater, schreit rum und hält damit den großen Bruder wach, geht das von der Lesezeit weg (ganz streiche ich die Lesezeit nie, aber es kann schon mal sehr kurz werden ;-))

Ich habe bei meinem großen Sohn recht früh damit angefangen, nach diesem Schema zu verfahren. Es klingt jetzt strenger als es ist!. Insgesamt haben wir einige klar ausgesprochene Regeln, die wirklich eingehalten werden müssen. Bei vielen anderen Sachen drücken wir schon mal ein Auge zu. In Situationen, in denen die Kinder sich oder andere gefährden, gibt es natürlich keine zweite Chance. Noch muss mein kleiner Sohn an Straße der Hand gehen weil er zu wuselig und unzuverlässig ist. Irgendwann wird das anders. Dann werde ich mit ihm vorher klären, dass er sofort wieder an der Hand gehen muss, wenn er versucht, Richtung Straße zu laufen, auf dem Bürgersteig den Bruder zu schubsen o.a. Das wird dann beim ersten Mal dann auch direkt wieder so gehandhabt.

Es wird eine Weile dauern, bis Du Dein eigenes Verhalten änderst (geht bei niemandem von heute auf morgen) und die Kinder wissen, dass Du es mit den Konsequenzen ernst meinst, diese aber nicht willkürlich sind. Aber dann entschärft es die Situation hoffentlich!

Viel Erfolg!
LG Silvia

Beitrag von delidazo87 09.04.11 - 16:23 Uhr

Hallo Bettina

wir wohnen zwar nicht unter einem Dach mit meinem Schwigereltern aber sie wohnen gegenüber und sind auch immer für ihrere Enkelkinder da.Wir hatten auch gewisse schwierigkeiten mit dem Thema Erziehung ,konnte mir immer anhören "Wir haben 4 Kinder großgezogen wir wissen wie das funktioniert" habe ich nie bestritten würde ich auch nie tun.Bloß wollte ich diese Erziehung nicht bei meinen Mädels ,habe erst mit meinem mann gesprochen da er auch bis abends arbeiten ist.Haben uns danach mit meinen Schwiegereltern zusammen gesetzt und miteinander darüber gesprochen da überall die gleichen regeln sein sollten. Wenn jeder was anderes zu dem Kind sagt kommen die doch total durcheinander und wissen garnicht was sie dürfen und was nicht.Die beiden waren zwar nicht wirklich begeistert meinten aber auch das es unsere Kids sind und wir das wissen müssen nun gibt es überall gleiche regeln.
Wenn sie was anstellt gehe ich in die Hocke so das sie mir in die Augen gucken kann und sage ihr das sie das nicht darf und warum sie das nicht darf.wenn sie es noch mal macht sage ich es ihr nochmal und das wenn sie weiter macht sich 10 min mit mir auf die Couch setzen muss oder wenn wir draußen sind das wir rein gehen.Und wenn sie weiter macht mache ich es auch.Auf dem Popo hat sie noch keine bekommen.Wenn sie wirklich mal richtig misst baut, was sie ja in dem Alter noch garnicht einschätzen kann setzte ich sie dann halt mal in ihrem Zimmer auf ihrem Bett und gehe ins Wohnzimmer 5 mal tief durchatmen und gehe dann wieder zur ihr und versuche ihr zu erklären warum sie das nicht darf.

Also vieleicht solltest du auch mal mit deinen Schwiegereltern reden.Wie es bei ihnen abläuft?Was für welche Regeln bei ihnen aufgestellt sind? Und dann abmachen das die Erziehung gleich abläuft.Und ich denke mal wenn dein Sohn sieht bei Opa und Mama läuft alles gleich hört er auf dich genauso wie auf Opa.

Grüße Denise(Lilli 2 1/2Jahre und Zoe 4Monate)

Beitrag von janamausi 10.04.11 - 20:41 Uhr

Hallo,

dein Sohn merkt sicherlich die Spannungen zwischen dir und deinen Schwiegereltern und da Kinder bei Oma und Opa meistens mehr dürfen versucht er euch gegeneinander auszuspielen.

Warum verbringt ihr viel Zeit mit denen wenn es Schwierigkeiten gibt?

Versuche doch erst mal wieder dein Leben aufzubauen und feste Bezugsperson von deinem Sohn zu werden. Und wenn Oma und Opa ständig mit im Garten sind, geh doch auf den Spielplatz etc.

Hast Du denn schon mal mit Oma und Opa geredet und klar gemacht, dass Du dein eigenes Leben führen möchtest? Vielleicht hilft es ja auch, wenn er feste Umgangszeiten mit Oma und Opa ausmacht und dein Sohn nicht ständig zwischen dir und Oma/Opa "hin und hergerissen" wird.

Und sicherlich ist es schön wenn man ohne Kinder einkaufen kann, aber wenn es nicht klappt, dann nehm doch die Kinder mit...

LG janamausi



Beitrag von newmom 12.04.11 - 11:03 Uhr

Hallo Bettina,

die einzige Lösung die ich sehe ist, ausziehen.

Ich bin jemand, der nie und nimmer zu meinen eigenen Eltern bzw. zu den Schwiegereltern ziehen würde, das funktioniert nie.

Ihr habt keine Privatsphäre und die Erziehung habt ihr auch nicht selbst in der Hand. Ich glaube kaum, dass sich bei euch irgend etwas ändern wird, solange ihr alle auf einem Fleck wohnt.

Dass du deine Kinder anschreist liegt auch nur daran, weil du verzweifelt bist, was ich gut nachvollziehen kann. Ich möchte auch nicht, dass sich ständig jemand in die Erziehung einmischt, bzw. auf der Matte steht.

Sucht euch eine schöne Wohnung ein paar Kilometer weiter und du wirst sehen, es entspannt sich und du hast endlich deine eigene kleine Welt, in die du Oma und Opa einladen kannst, du jedoch nach dem Besuch auch wieder für dich bist. Das ist total wichtig und tut allen gut.

Ist ein großer Schritt, aber mein Leben wäre mir zu kostbar um mich ein Lebenlang aufzuregen.

Grüßle newmom

(deren Eltern nie ein erwachsenes Kind im Haus wohnen lassen würden, weil es für die Beziehung einfach nicht gut ist und immer Streit gibt - moderne Eltern eben)

Beitrag von miajoline1108 05.05.11 - 18:10 Uhr

Ich bin der selben Meinung, da ich in einer so ähnlichen Situation stecke. Es ist zwar das Kind meines Freundes das nur aller 14 Tage für ein we kommt, aber wir wohnen auch noch bei seinen Eltern und die Kleine ist ein reines OPA-Kind.. da sie auch die meiste Zeit ihres kurzen bisherigen Lebens bei Oma und Opa war und Opa ALLES für sein Enkelchen macht. Ich bin selbst der Meinung das es übertrieben wird, und mein Freund und ich sehen auch einen großen Unterschied im Verhalten der Kleinen, wenn wir mal alleine sind. Sie isst dann anständig, sie hört, es gibt klare Regeln... das geht alles nicht wenn Opa dabei ist. Da dreht sie völlig ab.
Wir ziehen nächsten Monat in eine gemeinsame Wohnung und ich denke, dass es dann auch entspannter wird, da wir dann unser Leben mit ihr leben können und eigene Regeln haben. Natürlich ist sie trotzdem an dem Wochenende auch mal bei Opa und Oma...allerdings dann ohne uns um unsere Nerven zu schonen ;)

Wenn ihr nicht ausziehen wollt, sprich Klartext mit deinen SE. Sag ihnen das es dich belastet. Wenn sie vernünftig sind, werden sie es respektieren.

Viel Glück