Krampfanfall durch Unterzucker.Besteht nach 1 Tag noch Hoffnung?

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Beitrag von derhimmelmusswarten 08.04.11 - 22:20 Uhr

Vielleicht ist medizinisches Personal hier, das so einen Fall schon mal hatte. Meine Oma, ohnehin sehr krank seit Dezember (Kompartmentsyndrom des Unterschenkels mit Nierenversagen, Intensivstationaufenthalt, Diabetes) liegt seit gestern in einem total eigenartigen Zustand im Krankenhaus. In der Senioren-WG bemerkte die Schwester nach dem Mittagsschlaf, dass meine Oma eine Art Krampfanfall erlitt und nicht mehr ansprechbar war. Sie hat dann den Zuckerwert gemessen und der lag nur noch bei 54. Daraufhin wurde ein Arzt geholt und mittels Traubenzucker- und Gabe von Saft die Werte erhöht. Abends verschlechterte sich der Zustand jedoch wieder und man musste sie ins Krankenhaus bringen.

Optisch wirkt sie, als hätte sie einen Schlaganfall erlitten. Hat sie aber laut Ärzten nicht. Sie können höchstens annehmen, dass sie einen Krampfanfall hatte.

Laut Internet ist das bei einer Unterzuckerung auch möglich.

Nun meine Frage: Meine Oma befindet sich schon seit gestern in diesem Zustand. Nicht ansprechbar. Liegt eigentlich mehr tot als lebendig im Bett. Macht nichts. Kann nicht essen, gar nichts. Man gibt ihr nur Flüssigkeit. Das war´s. Ihre Blutwerte und Körperfunktionen wären normal. Die Ärzte könnten angeblich nichts machen.

Nun frage ich mich: Besteht da überhaupt noch Hoffnung? Sie liegt in einem Zimmer gegenüber der Schwestern bei offener Tür. Man gibt wie gesagt nur Flüssigkeit. Man hat sie nicht auf eine Intensivstation gebracht und auch nicht in eine andere Klinik. Heißt das, das der Zustand wohl aussichtslos ist und man mit dem schlimmsten Fall rechnen sollte? Oder kann sich so ein Zustand, also Krampfanfall nach Unterzuckerung, nach so relativ langer Zeit wieder bessern?

Beitrag von golm1512 09.04.11 - 17:57 Uhr

Ich denke, das heißt, dass man entspannt abwartet, was passiert. Bei den Vorerkrankungen deiner Oma finde ich das sehr vernünftig und bin sehr überrascht, dass es auch mal so gehandhabt wird. Alles andere kann schnell zum Teufelskreis werden.

Zu deiner Ursprungsfrage kann ich natürlich wenig sagen. Ein Krampfanfall -egal aus welchem Grund- macht erst einmal benommen. Es sterben auch jedesmal Hirnzellen ab, mal mehr, mal weniger. Auch da möchte ich wieder auf die Grunderkrankungen deiner Oma hinweisen. Sie wird so ein Ereignis sicher weniger gut vertragen als ein junger, ansonsten gesunder Mensch.

Die Frage ist, warum sie gekrampft hat und die Frage ist, ob man das wirklich so genau wissen will. Was wäre die Konsequenz, falls es z.B. ein Hirntumor wäre? Es gibt tausend Gründe für einen solchen Anfall, u.a. die Unterzuckerung.

Hoffnung gibt es immer und bis zum Schluss. Nur, bitte, überlegt euch vorher immer gut, was ihr euch für eure Oma wünscht und was ihr für euch selber wünschen würdet bevor ihr im Krankenhaus auf Intensivbehandlung drängt.

Wie das alles genau ausgehen wird, kann dir jetzt wohl noch keiner sagen. Sei einfach bei ihr.

Viele Grüße
Susanne