Allergisches Asthma bei Kindergartenkind

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Beitrag von lina007 09.04.11 - 07:23 Uhr

Guten Morgen zusammen,

mein Sohn hat allergisches Asthma. Das alles ist noch sehr neu für uns, so dass ich wenig Erfahrungen habe. Er ist seit zwei Jahren allergisch auf Frühblüher und Gräser, d.h., der Spuk ist hoffentlich im Sommer wieder vorbei.

Nun geben wir ihm täglich Fenistil (da es ihn überall juckt und er Ceterizin nicht gut vertragen hat) und er inhalliert dreimal täglich mit Salbutamol. Das klappt auch alles ganz gut.

Nur nachts haben wir Probleme, und das seit etwa vier Wochen: er wacht jede Nacht so um Mitternach auf und hört nicht mehr auf zu husten und nach Luft zu schnappen. Er bekommt dann immer nochmal zwei Sprühstöße Salbutamol und nach etwa 45 Minuten schläft er wieder ein, fix und alle vom vielen husten. Ich empfinde es als wirklich schlimm.

Ist das normal bei allergischem Asthma oder ist er falsch eingestellt? Müssen wir damit leben oder kann man was machen? Sind die nächtlichen Anfälle nochmal ein Grund für einen Arztbesuch oder ist das eben so bei Asthma?

Ab Sommer wird er desensibilisiert, ich erhoffe mir also Besserung für die kommende Saison, was auch wirchtig ist, denn er wird 2012 zur Schule gehen.

Über Nachrichten bzw. erfahrungen bin ich wirklich sehr dankbar.

Vorab herzlichen Dank,
Lina

Beitrag von julia2809 09.04.11 - 08:36 Uhr

Das macht ihr schon richtig. Wichtig ist, daß Ihr möglichst wenig Allergene im Schlafzimmer habt.Also Haare ausspülen vor dem Schlafen und die getragene Kleidung in einem anderen Raum ausziehen.Habt Ihr so ein Pollengitter vor dem Fenster?
Bei uns war es so schlimm, daß er mehrmals stationär ins Krankenhaus mußte und irgendwann stand er an einem Sonntagmorgen nicht auf,weil er keine Kraft hatte. Am nächsten Tag waren wir beim Lungenfacharzt und der stellte fest, daß er nur37 Prozent des normalen Atemzugvolumens hatte...
Im Sanitätshaus im dem wir neue Allergikerbettwäsche kaufen wollten(er ist zusätzlich noch Hausstauballergiker), beriet uns ein Mitarbeiter.
Er empfahl uns ein Gerät, das in Holland von den Krankenkassen für Allergiker angeschafft wird.
Eigentlich hatten wir keine Lust wieder etwas auszuprobieren, da das Gerät auch nicht ganz billig ist, aber er bot uns an, es für zwei Wochen auszuleihen und bei Nichtgefallen zurückzugeben.
Tja, wir haben es behalten...

Das ist jetzt zwei Jahre her und seit dieser Zeit haben wir kaum noch
Probleme.
Das Gerät nennt sich Ecolamp- du kannst ja mal googlen( Ich glaube, daß man solche Links hier nicht einstellen darf).
Gute Besserung!
Julia

Beitrag von principessa28 09.04.11 - 09:09 Uhr

Hallo Lina,

wir leiden mit, auch bei meiner Tochter ist es dieses Jahr so schlimm dass es sich zum allergischen Asthma entwickelt hat. Uns wurde genau das selbe verschrieben. Allerdings inhalliert sie am Abend mit Cortison, seit gestern erst aber wir hatten die erste ruhige Nacht. :)
Ich weiss Cortison hört sich immer schrecklich an und die Nebenwirkungen darf man auch nicht lesen aber es ging bei ihr nicht mehr anders, sie hat nicht nur gehustet sie hat ein Pfeifen auf der Lunge und hat auch gebrochen weil sie den Schleim nicht abhusten kann, hierzu entwickelt sie auch Kreuzallergien zu Lebensmitteln, die wohl typisch sind wenn man eine Frühblüherallergie hat. Habt ihr das auch? Dies finde ich besonders schlimm, da es hier keine Tablette gibt und man alles komplett umstellen muss. Auch im Kindergarten, hier habe ich eben auch keine Kontrolle und muss drauf vertrauen das alles gut läuft.

Ich lasse sie auch Hyposensibilisieren allerdings hat man uns gesagt, dass geht erst im Sept / Oktober wenn die Blüher vorbei sind? Warum könnt ihr das jetzt schon im Sommer machen? Sie kommt jetzt im Sep. in die Schule und dann noch die dauernden Spritzen das finde ich auch viel und wird wohl auch Nerven und Tränen kosten.

Viell. können wir uns ja gegenseitig Tipps geben. Wäre schön, denn mit der neuen richtigen Scheisssituation bin ich zumindest schon ganz schön gefordert. Wie geht´s dir damit?

Beitrag von ks83 09.04.11 - 09:23 Uhr

Hallo,
mein Sohn hat seit diesem Jahr allergisches Asthma,auch mit diesen Schlimmen Anfällen.
Er bekommt Abends Cortison und bei Bedarf Salbutamol.
Wenn er einen akuten "Schub" hat (also dauerhaft diese Luftnot) inhaliert er über den Pariboy 4mal tgl. mit Salbutamol...
Und für den absoluten Notfall nachts,wenn gar nichts mehr geht, haben wir rectodelt - Zäpfchen (also auch Cortison).

Frag doch mal euren Kinderarzt,was man nich machen könnte...

Alles Gute

Beitrag von geli0178 09.04.11 - 13:56 Uhr

Hallo,

wir haben das Problem ab Oktober und bis März. Dann wenn die kalte Jahreszeit beginnt, hat mein Sohn Probleme mit dem Astma. Jeder nasskalte Tage ist für ihn ein schlechter Tag.
Über diesen Zeitraum nehmen wir Cortisonspray zwei mal täglich was super wirkt. Zusätzlich gibts noch Salbutamol als Spray bzw wenns gar nicht mehr geht über den Pariboy. Der Vorteil von der Salbutamolgabe über den Pariboy ist der das mehr Wirkstoff in der Lunge ankommt. Versuche einen Pariboy auszuleihen und das ganze über den Inhalationsweg zu regeln. Mein Sohn macht das schon selbstständig und er bekommt mit das es ihm besser geht. Rectodeltzäpfchen sind im Notfall auch noch da.
Bei unserem Sohn ist es über die Zeit her besser geworden. Jedoch würde ich an Deiner Stelle noch mal einen Allergietest übers Blut machen lassen. Im besten Fall ist er kein Allergieträger, im ungünstigsten Fall leidet er unter irgendwelchen Kreuzallergien. Mein Mann leidet noch unter einer Hausstauballergie - inzwischen musst Du bei uns Teppich suchen bzw wir haben allergenarmen.

Alles Gute

Geli

Beitrag von myrilein 09.04.11 - 22:24 Uhr

Hallo Lina,
Sören bekommt jeden Abend eine Singulair Kautablette. Seit dem er die nimmt ist alles prima. Morgens nimmt er seinen Cetiritzin Saft gegen die Allergien. Wir versuchen alle paar Wochen die Tabletten abzusetzten. Sobald wir merken, dass er schlechter Luft bekommt, kommen sie wieder zum Einsatz. Die Nebenwirkungen sind sehr gering und es ist kein Cortison drin. Wir sind sehr zufrieden mit dem Medikament.

Frag mal deinen Arzt, aber die sind sehr teuer, versuch es am Anfang vom Quatal;-).

Liebe Grüße
Myriam

Beitrag von lauras_stern 10.04.11 - 11:30 Uhr

Ich leide mit.

Ich (30) hab seit 4 Wochen auch wieder massivst damit zu kämpfen.
Jede Nacht zwischen 4 und 5 Uhr bin ich wach, krieg keine Luft, Asthmaspray, Spiropent Tabeltten, jeden Tag Allergietabletten und Nasenspray.
Die ganzen Medis gehn so ins Geld, da ja nix übernommen wird.

Tipps hab ich leider keine, da eh alles nicht hilft.
Ich hoffe nur da ganz schnell alles vorbei ist. Hab seit Wochen keine Nacht mehr richtig geschlafen :-(

Liebe Grüßte und gute Besserung...

Beitrag von lina007 10.04.11 - 20:27 Uhr

Hallo zusammen,

erstmal herzlichen Dank für die vielen, nützlichen Antworten.

Den Ceterizinsaft hat mein Sohn leider sehr schlecht vertragen und ich bemerkte auch nach längerer Einnahme keine Besserung, so dass wir ihn abgesetzt haben. Gegen den Juckreiz bekommt er nun noch Fenistilsaft.

Nachdem ich gestern mit den Nerven ziemlich runter war, habe ich das komplette Kinderzimmer ausgemistet, Stofftiere weg, Teppich raus und ordentlich alles naß gewischt. Ob es nun daran lag oder nicht, das weiß ich nicht, aber die Nacht war wesentlich entspannter. Mein Sohn musste zwar auch inhallieren, aber der Husten war bei weitem nicht so schlimm wie sonst.
Eben habe ich wieder naß gewischt und bin mal gespannt, was heute Nacht passiert.

Euch Leidtragenden wünsche ich auf jeden Fall alles Gute!!!

LG Lina