Die Welle: kleine Umfrage dazu!

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Beitrag von melle0981 09.04.11 - 10:08 Uhr

Hallo Leute!#winke

Hab mir gestern beim Tolerance Day den Film "Die Welle" aif Pro7 angesehen.
Wir haben damals das Buch in der Schule gelesen und wollte die Geschichte mal wieder auffrischen.

Bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass es sowas immer wieder geben kann.
Man braucht nur jemanden, der gut reden kann und eine Gemeinshaft und schon kann so etwas wie der Faschismus wieder aufleben.
Ich denke, auch Menschen, die absolut gegen den Faschismus sind, können beeinflusst werden und ziehen auch mit.

Es ist eigentlich erschreckend, aber ich denke eine normale Sache, dass jeder Mensch schnell zu beeindrucken und zu beeinflussen ist.


Was mein ihr?
Habt ihr diegleiche Meinung wie ich?

#danke



LG
Melle

Beitrag von ayshe 09.04.11 - 10:17 Uhr

Ich habe mir die Verfilmung mit Jürgen Vogel erstmal aufgenommen, aber noch nicht gesehen.

Es gibt ja diverse Verfilmungen, wir haben damals auch eine in der Schule gesehen.
Und ja, es ist schon erschreckend, aber vollkommen sicher vor einflüssen ist man nicht und wenn man es auch psychologisch gut aufbaut und einführt, auch der eine evtl. nicht weiß, was der andere tut, dann kann man Lawinen lostreten.

Beitrag von nightwitch 09.04.11 - 10:49 Uhr

Hallo,

da braucht man keiner Meinung sein, es ist wissenschaftlich (psychologisch) mehrfach bewiesen worden, dass man ganze Menschenmengen so dermaßen beeinflussen kann, dass sie genau das tun, was sie eigentlich unbedingt vermeiden wollten.

Die (Verhaltens-)Psychologie ist sehr wirksam.
Kleines Beispiel: Stell dich auf deinen belebten Platz und schau in den Himmel.
Sag nichts, schau einfach.. Es dauert nicht lange und es fangen auch andere an, in den Himmel zu schauen. Und irgendwann (meistens dauert es nicht lange) sehen die anderen Passanten da auch irgendwas, obwohl es nicht zu sehen gibt.

Gruß
Sandra

Beitrag von lilly7686 09.04.11 - 10:54 Uhr

Wir werden doch täglich beeinfluss oder?
Von so vielen Dingen!
Jeder von uns hat eine Meinung zu einem Thema und möchte andere auch davon überzeugen.

Ich bin Stillberaterin und Trageberaterin, ich möchte die Menschen zum Stillen und Tragen ermutigen und von den positiven Seiten überzeugen.

Somit glaube ich, dass es natürlich möglich ist, dass sowas wie der Faschismus jederzeit wieder auftritt. Wir sind alle beeinflussbar. Man muss uns nur die positiven Seiten vor Augen führen oder?

Ich meine, Hitler wurde damals gewählt, weil er den Menschen Arbeit versprochen hat! Damals waren viele Arbeitslos! Klar, dass man so jemanden dann wählt und unterstützt oder?

Also ein deutliches JA, jeder von uns kann beeinflusst werden.

Wichtig ist, dass gerade in den Zeiten von Internet und co. die Menschen sich informieren und klar denken. Aber leider lassen wir uns viel zu schnell verleiten, den "leichten Weg" zu gehen. Anstatt selbst zu denken, lassen wir uns beeinflussen.

Schauen wir doch mal genau hier im Forum!
"Meine Mutter hat gesagt, ich soll mein Baby schreien lassen"
"Meine Tante meint, ich würde mein Baby verwöhnen, wenn ich es trage"
"Mein Opa sagt, der Kindergarten ist schlecht"
"Meine Nachbarin sagt, ich soll meine 4jährige allein aufm Spielplatz lassen"
"Mein Mann sagt, wir sollen unseren 12jährigen in die Disco gehen lassen"
usw.
Ständig werden wir beeinflusst von allem und jedem. Von Nachrichten, von Bekannten, von Büchern, .....

So, jetzt hab ich so viel geschrieben und kenn mich selbst nicht mehr aus.
Zeit zu Putzen ;-)

Beitrag von schullek 09.04.11 - 11:46 Uhr

hallo,

klar kann es geschehen. aber verdeutliche dir mal, dass wir heute in einer anderen welt leben. kommunikation ist das a und o. wir chatten mit freunden in den usa udn in der nächsten stunde twittern was nach brasilien. wir holen usn infos aus der ganzen welt und das sofort, nachdem etwas passierte. ich brauche nur 2-3 malklicklen udn habe die weltnews auf einen blick. wer was sagt ist sofort überall. und mit kritik wird nicht gegeizt.

ich denke daher, die gefahren liegen heute in ganz anderen bereichen.

lg

Beitrag von ajl138 09.04.11 - 11:55 Uhr

Hallo,
eigentlich erschreckend,dass du erst "DANN" zu so einer Überzeugung gekommen bist....
Warst du jahrelang blind?
Die Nachrichten der letzten Monate hätten eigentlich reichen können/sollen.

Beitrag von melle0981 09.04.11 - 12:19 Uhr

Das hast du falsch verstanden bzw. hab ich mich nicht gut ausgedrückt.

Der Meinung bin ich schon immer.


LG

Beitrag von ajl138 09.04.11 - 12:20 Uhr

Dann ist ja gut.

Beitrag von marion2 09.04.11 - 12:32 Uhr

Hallo,

"Man braucht nur jemanden, der gut reden kann und eine Gemeinshaft und schon kann so etwas wie der Faschismus wieder aufleben. "

Zuerst brauchst du leicht zu beeinflussende Menschen. (Wie dich. Wenn schon EIN Film oder EIN Buch so viel Einfluss auf deine Meinungsbildung hat...) Dann erst funktioniert die Sache mit dem Reden. Im Übrigen reagieren Menschen eher auf Taten als auf große Sprüche.

Toleranztage finde ich übrigens auch gruselig.

Ich muss nicht tolerant sein. Toleranz ist immer mit einem guten Stück weit Ignoranz verbunden.

Gruß Marion

Beitrag von melle0981 09.04.11 - 13:58 Uhr

Ach und du denkst, dass du von sowas nicht eingenommen werden kannst?
Finde ich naiv.

Ich bin nicht nur wegen dem Buch oder dem Film der Meinung, sondern erst dadurch wieder zu diesem Thema zurück gekommen und hab mir halt meine Gedanken gemacht dazu.
Ganz einfach, oder?

Beitrag von marion2 09.04.11 - 14:46 Uhr

Lies noch Mal was ich geschrieben habe.

Beitrag von melle0981 09.04.11 - 15:50 Uhr

Hab ich und nun?
Was ändert das jetzt?#kratz
#augen

Beitrag von .roter.kussmund 09.04.11 - 19:35 Uhr

ich kenne diesen film nicht, aber falls du dich für derartige (gefährliche) versuche/experimente interessierst, dann mache ich mal schlau über das "milgram-experiment".

http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment

Beitrag von valentina.wien 09.04.11 - 20:18 Uhr

Ich habe irgendwann weggeschalten. Dieser Film war mit Abstand das Schlechteste, was ich seit langem gesehen habe! Unerträglich.

Aber zum Thema: natürlich kann "sowas" immer und ständig passieren. Und ich unterschiedlichsten Formen passiert es auch permanent.

Und Menschen sind beeinflussbar. Allerdings ist, Gott sei Dank, nicht jede/e gleich schnell zu beeindrucken und einzunehmen.
Ein Aspekt, der die Beeinflussbarkeit von Menschen bedingt ist mit Sicherheit Bildung und Wissen.

Beitrag von emeri 09.04.11 - 20:22 Uhr

hey,

ich finde es sehr schade, dass meine kinder nicht mehr die möglichkeit haben werden mit menschen zu sprechen, die den 2. WK tatsächlich erlebt haben. meine oma hat mir sehr viel davon erzählt und ich fand es sehr interessant. das waren keine überzeugten nazis, die hatten kein probleme mit juden. meine oma wuchs als magd auf einem bauernhof auf, mein opa war holzknecht. es wurde arbeit versprochen und plötzlich gab es arbeit.

natürlich kann es immer wieder passieren und hey, wie viele diktaturen gibt es denn immer noch? da werden länder in revolutionen befreit, nur um dann doch wieder von einem anderen machtgeilen übernommen zu werden. wie viele "scheindemokratien" gibt es?!

das was du ansprichst ist nicht etwas, das möglicherweise wieder passieren kann, sondern etwas, was täglich auf dieser welt passiert... und ich könnte nicht mal von mir selbst behaupten, dass ich sowas sofort verstehen und durchschauen würde, würde es bei uns wieder passieren. dafür bin ich politisch einfach zu uninteressiert und uninformiert. #zitter

lg

Beitrag von ayshe 10.04.11 - 11:24 Uhr

Ich ihn mir gestern Abend mal angesehen.

und es wird ja deutlich klar, daß eben besonders schwache Menschen ohne Rückhalt, Außenseiter sich geradezu auf eine Gemeinschaft stürzen, die ihnen eine aufgabe gibt, Halt und sie dort "jemand sein können".

Das betrifft meiner Meinung nach auch Glaubensrichtungen, Sekten, alle ziehen sehr leicht solche verlorenen Menschen an sich, die sich dann dort teils extrem einsetzen, weil sie von der Gesellschaft abgelehnt wurden.

Und das wird es immer geben.


Diejenigen, die selber stark sind, selbstbewußt und einen guten Rückhalt in Familie und Freundeskreis haben, sind nicht darauf angewiesen und eher kritisch, ziehen auch evtl. dagegen.
Im Film wurde das sehr deutlich mit der Cora (oder Kira?).

Gegenteil war Tim, der ja völlig verloren war.