Komplette Zahnsanierung. Kennt sich jemand mit Kostenübernahme aus ?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von claudia.1970 09.04.11 - 10:48 Uhr

Hallo

Ich habe heute mal eine Frage für meine Schwägerin wobei ich nicht wirklich helfen kann deshalb wende ich mich mal an Euch und hoffe das ich hier in dem FOrum auch richtig bin.

Folgendes Problem.
Meine Schwägerin hat seit ungefähr 11 Jahren keine Zähne mehr im Oberkiefer sondern bereits die 4. Prothese. Mit keiner Prothese kam sie bisher klar so das sie seit über 7 Jahren die Prothese auch garnicht mehr angezogen hat da der starke Würgereiz und das Erbrechen was dies zufolge hatte unerträglich für sie war.

Sie hatte auch einige sehr schlechte Erfahrungen mit verschiedenen Zahnärzten so das sie lange nicht mehr hinging.
Im Unterkriefer müssten ihr auch noch ca. 4 Zähne gezogen werden wo sie dann wohl eine Brücke bekommen würde.

Jetzt habe ich fast 2 Jahre auf sie eingeredet das sie mal zu meinem Zahnarzt geht. ( Super nette Ärzte / Zahnklinik )
Sie hatte nun gestern ihren ersten Termin und war glücklicherweise sehr
positiv angetan nachdem sie dort wieder raus kam. Zumindest vom Umfeld und den Ärzten.

Sie haben ihr nun gesagt das man in den Oberkiefer 4 Implantate setzen könnte und dann dort eine Brücke dranmachen würde. Es wäre also ohne Probleme möglich ihr oben wieder Zähne zu verschaffen ohne eine Prothese zu wählen.

Das Problem sind jedoch die Kosten.

Da dies nur ein grobes Informationsgespräch war wurden die verschiedenen Möglichkeiten besprochen und der Kostenfaktor grob besprochen.
Wenn man es so macht das sie wieder ein normales Gefühl im Mund hat würden Kosten in Höhe von ca. 8000 Euro aufkommen.
Die Klinik will ihr jetzt noch einen Heil und Kostenplan erstellen den sie bei der KK abgeben muss.
Ausserdem haben die durch Berichte der "alten" Zahnärzte eine Bescheinigung erstellt das es eine medizinisch notwendige Indikation für die Wahl der Implantate gibt.

Zudem ist meine Schwägerin seit ihrer Scheidung und Firmeninsolvenz Hartz4 Empfängerin und könnte sich so eine teure "Sanierung" garnicht leisten. Sie hat sich mehr oder minder komplett eingeschlossen, geht nur noch vor die Tür wenn sie einkaufen muss oder wenn eines ihrer beiden Kinder irgendwelche Wege beschreiten muss die die Kids nicht alleine gehen können. Ich finde das dies kein Zustand ist.

Kennt sich jemand aus wieviel die KK in so einem Fall übernehmen ?
Hat sie Möglichkeiten seitens des JobCenters eventuell noch Unterstützungen zu bekommen ?
Einen Kredit wird sie aufgrund ihres Hartz4 Bezuges nicht bekommen.

Wäre für jeden Tip dankbar den ich weiterleiten kann.

Gruß
Claudia

Beitrag von litalia 09.04.11 - 13:09 Uhr

hallo

als alg2 empfängerin kann sie bei der krankenkasse einen härtefall antrag stellen sodass sie kosten komplett übernommen werden. allerdings weiß ich nicht wie dass aussieht mit den implantaten, denn letztendlich wäre die einfachste und günstigste lösung wieder eine prothese? ich weiß nicht ob die krankenkasse dann "einfach so" teure implantate bezahlt wenn auch die möglichkeit einer "billig prothese" besteht.

alles gute für deine schwägerin

Beitrag von majleen 09.04.11 - 15:09 Uhr

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es bezahlt wird. Ich meine deine Schwägerin tut mir ja auch leid, aber es wäre doch auch unfair den anderen gegenüber, die arbeiten und es sich trotzdem nicht leisten können.

Eine Bekannte von mir war in ähnlicher Situation und da gab es nur eine Prothese.

Beitrag von dd70 09.04.11 - 15:58 Uhr

Sie hat Anrecht auf Prothesen, den Rest muß sie selber bezahlen.

Beitrag von jolin80 09.04.11 - 22:06 Uhr

Das was sie da bekommen soll geht schon in die Luxusausführung .
Das ist allerdings eine reine Privatleistung und die KK übernimmt nichts .
Selbst bei einer Härtefallentscheidung bekommt sie einen vernünftigen Zahnersatz und das war es .Ich denke auch das es da auf Prothesen hinauslaufen wird .

Beitrag von sarahjane 09.04.11 - 22:22 Uhr

Das Jobcenter wird nichts bezahlen und wohl kaum ein Darlehen gewähren. Sammelt innerhalb der Familie für sie. Ist ja kein Zustand für die arme Frau.

Beitrag von hibbeln2010 10.04.11 - 10:09 Uhr

Also ich bin ZFA.

Falls das mit der Bescheinigung durch kommt, das die KK Implante bewilligt, wird sie nur den Doppeltenfestzuschuss bekommen. Es wird ein Eigenanteil bleiben. Ich kann mir nicht vorstellen, das sie darauf 100% bekommt.
Wir hatten mal so einen ähnlichen Fall. Trotz Gutachten etc, gab es nur den doppelten FZ.

Wenn im UK die Brücke der Regelversorgung entspricht (was ich bezweifel wenn unten 4 Zähne raus müssen, wie viele Zähne hat sie noch im Unterkiefer? Wenn mehr als 4 Zähne in einem Kiefer fehlen, zahlt die Krankenkasse nur noch eine Prothese bzw es gibt nur noch den Festzuschuss einer Prothese).

Ich würde auf jedenfall mit allen Unterlagen persl. zur Krankenkasse gehen und dort auch nochmal die Situation selber beschreiben.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen ;)

Beitrag von kathi.net 11.04.11 - 09:07 Uhr

Also Implantate wird sie definitiv nicht bezahlt bekommen. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass bei ihr keine Ausnahmeregelung (Tumor etc.) vorliegt. Ich mache ja schon länger Abrechnungen, aber bis jetzt ist bei mir noch kein Implantat von der KK übernommen worden.

Und genaugenommen zählen Implantate schon den sehr hochwertigen Versorgungsformen. Einen Festzuschuss für die Prothese bekommt sie aber in jedem Fall. Der dürfte für den Oberkiefer bei ca. 540 € liegen.

LG Kathi

Beitrag von katharina1 11.04.11 - 14:09 Uhr

Hallo,
sie bekommt dann den doppelten Fest Zuschuss zu dem Zahnersatz. Die Implantate muss sie zu 100% selbst bezahlen. Man kann doch heute auch eine Totale Prothese so grazil gestalten das man den Würgereiz nicht provoziert. Selbst mit 4 Implantaten im Oberkiefer wird Sie einen herausnehmbaren Zahnersatz bekommen. Für eine Feste Brücke wären mindestens 6-8 erforderlich.
grüße Katharina