Meine Mutter - zieht mich ständig ins Lächerliche usw..

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von cherry19.. 09.04.11 - 12:18 Uhr

Hallo,

gar nicht so einfach, über seine Mama mal Dampf abzulassen, wie ich finde. Aber das muss ich jetzt mal tun, denn so langsam versteh ich die Welt nicht mehr.

Sie hat ständig etwas zu kritisieren, belächelt sehr viele Dinge, die ich tue bzw. verhält sich respektlos mir gegenüber.

Ein paar Beispiele:

Mein Sohn hat derzeit eine spastische Bronchitis. Und zwar in dem Umfang, dass er drei Cortisonzäpfchen nehmen musste. Sie ist ja die Omi, also hab ich sie auch davon unterrichtet, dass es ihm nicht so dolle geht. Frau Doctor Superschlau meinte dann zu mir, wie ich bitte dem Kind Cortison geben könnte! Ob ich überhaupt wisse, was das für Medizin sei. Dies wäre doch nur für Hautkrankheiten, die ganz übel sind.. #klatsch Ich hab natürlich versucht, sie darüber aufzuklären, dass Cortison für Entzündungen im oder am Körper ist, dazu zählen selbstverständlich auch Hauterkrankungen, aber eben auch Entzündungen der Bronchien, der Lunge und was weiß der Geier noch. Des Weiteren habe ich gesagt, dass nicht ich der Meinung war, sondern der Kinderarzt nach Abhorchen dringend angeraten hat und ich ihm vertraue, da mein Sohn ja auch schon arg nach Luft geschnappt hat und es echt kein kleiner Husten ist.

Den nächsten Tag habe ich mit meiner Schwester telefoniert (18). Die kam dann mit der gleichen Theorie, was mir natürlich auch sagt, dass sie dann daheim erstmal reichlich diskutiert haben müssen, was ich dem armen Kind ja antue.. Und heute ist ne Geb.feier, wobei ich sicher sein kann, dass vor versammelter Mannschaft wieder ein sehr respektloser Kommentar kommen wird.

Ebenso ist mein Sohn vor einiger Zeit beim Rumhampeln kopfüber aus seinem Hochstuhl gefallen. Da ich mir unsicher war, bin ich mit ihm lieber ins KH gefahren, um abchecken zu lassen, dass alles OK ist.. Da hab ich ein Auslachen erhalten, als ich es erzählte.

Sie arbeitet in der Gastronomie. Sie suchten mal eine Aushilfe. Ich bot mich an. Sie meinte, dass ich das nie schaffen würde. Wäre viel zu stressig für mich. Ich soll lieber meinen Bürojob machen. Das wäre eher etwas für mich. Meine Schwester hat dann ein paar Jährchen später mal mit ausgehofen, als ich nicht mehr daheim war. Da kam dann der Spruch, sie hätte das bombastisch gemacht. Dazu wäre ICH nie in der Lage gewesen. Vor Kurzem habe ich ihr dann eröffnet, dass ich neben meiner Elternzeit in einem Restaurant jobbe als Aushilfe, um ein wenig Geld dazu zu verdienen. Da kam wieder ein Auslachen und ein Spruch, mal sehen, wie lang ich das aushalten würde :-(

Weiteres: Als ich ausgezogen bin und mit meinem Freund weggezogen bin, haben wir es ein wenig mit Pizza abends krachen lassen und so kam es, dass ich ca. 7 kg insgesamt zugenommen habe. Jedesmal, wenn wir nach Hause kamen, hat sie sich über mich lustig gemacht, was ich ja für ne Wampe dran hätte.. Ich sollt mal ein wenig kürzer treten. Danke für den Ratschlag, aber ich denke, man könnte das etwas netter formulieren. Meine Schwester hat jetzt die letzten beiden Jahre sehr gut zugelegt (um es mal nett zu sagen). Als ich es ansprach, wurde sie ganz fuchtig. Ich meinte dann, sie sagt mir ständig, dass ich zu fett wäre (ich bin 1,60 und wiege 57 kg!) und das wäre ok?? Sie meinte, dass ich nicht so sensibel wäre, wie sie und das wohl leichter wegstecken würde.

Das Geilste war in dem Zusammenhang, als sie mich zwei Wochen nach meiner Entbindung besucht haben. Ich passte schon wieder in meine normalen Hosen, war stolz wie Bolle.. Aber sie meinte, dass ich ja echt noch ne ganz "schöne Kütze" vor mir herschieben würde :-( DAS SAß!

Ich könnt noch tausend Dinge aufzählen..

So ein Verhalten ist doch nicht fair, oder?
Oder denkt ihr, dass ich mal wieder zu übertrieben reagiere?

Ich muss dazu sagen, dass ich sehr sensibel bin. Und sie als Mutter müsste das doch am Besten wissen. Meine Kindheit war beschissen, um es mal vorsichtig auszudrücken. Mein Erzeuger war Alkoholiker. Ich musste mit ansehen, wie es täglich Dresche gab und blieb auch nicht immer davon verschont.

Wäre sie mir da nicht irgendwo schuldig, etwas netter zu mir zu sein?! Hört sich jetzt gemein meinerseits an, ich weiß. Aber hab ich es nicth verdient, mit Respekt behandelt zu werden..

Vor allem bei der Erziehung meiner Kinder hängt sie sich ständig rein und lässt mich oft, wie den letztne Deppen aussehen. Dann aber wiederum sagt sie, die beiden sind ja sooo lieb usw...

Eigentlich wollte ich das nicht so bei Urbia alles reinschreiben. Ich schäme mich regelrecht dafür.

Aber mich interessieren mal andere Meinungen.

Reden direkt kann ich darüber nicht. Schreiben fällt mir viel leichter.

Danke für Antwort.
Janine

Beitrag von cherry19.. 09.04.11 - 12:24 Uhr

Achso, das Gemeisnte hab ich ja sogar vergessen:

Bei mir wurde letztes Jahr eine Sarkoidose diagnostiziert. Ich hatte starke Gelenkschmerzen und bekam sehr schlecht Luft. Als sie endlich gefunden hatten, was es war, war ihr Kommentar: "Was werden sie nicht noch alles finden!"

Sie hat nicht einmal nachgefragt, wie es mir diesbezüglich geht.

DAS fand ich das Schlimmste, was bisher so war.

Beitrag von doro16 10.04.11 - 12:49 Uhr

Hallo Cherry!

Nein, du übertreibst überhaupt nicht und deine Mutter ist alles andere als lieb. Dieses Verhalten hat mit Liebe überhaupt nichts zu tun.
Auch schuldet sie dir nichts für deine furchtbare Kindheit ABER auch du schuldest ihr überhaupt nichts, nur weil sie deine Mutter ist.

Wenn ich eines gelernt habe in meinem bisherigen Leben, dann ist es, dass sich die Menschen nicht ändern, oder besser gesagt ich sie nicht ändern kann.
Das bedeutet, habe ich ein Problem mit einer Person, so muss ich etwas ändern. Wenn ich die Beziehung zu meiner Mutter als Beispiel nehme, dann hat das für mich bedeutet, dass ich 1000 km von ihr entfernt wohne, wenig Kontakt habe und mit ihr eine sehr oberflächliche Beziehung führe.
Kurz gesagt, sie weiß so gut wie nichts von meinem Leben und so funktioniert unsere "Beziehung" ganz gut.

Ich rate dir, dich ganz klar abzugrenzen. Nur weil sie dich geboren hat, hat sie nicht das Recht zu einer solchen Behandlung.
Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du nicht gut über sie denkst. Löse dich von ihr, du bist kein Kind mehr, sondern ein erwachsener Mensch, der ganz klar für sich alleine entscheiden kann.

In dem Sinne: lass los und werde erwachsen.

Achso, was deine Kindheit betrifft, so wäre vielleicht eine Therapie ganz gut, einfach um diesen Teil deines Lebens abschließen zu können.

LG
Doro

Beitrag von cherry19.. 11.04.11 - 15:17 Uhr

Danke.

Ja, den Ratschlag bzgl. einer Therapie wegen der Kindheit habe ich schon oftmals erhalten. Jedoch wüsste ich nicht, was es mir bringen sollte, einem wildfremden Menschen über Kindheitserlebnisse zu erzählen. Das frischt alles ja irgendwie eher wieder auf, als dass es gut tun würde. Aber ich denk noch einmal drüber nach.

Beitrag von alpenbaby711 09.04.11 - 13:10 Uhr

Ehrlich wenn ich sowas lese frag ich mich noch wieso du dich mit diesem Pack überhaupt abgibst und dich nicht endlich mal wehrst. Knall denen vor den Kopf wenn sie andere immer nur nieder machen dann können sie dich mal kreuzweise. Dann steh auf und geh. Mach das immer wieder. Entweder respektieren sie dich dann oder du bist sie los und führst ein besseres und ruhigeres Leben.
Ela

Beitrag von sativa 09.04.11 - 13:42 Uhr

Hallo,

entschuldige wenn ich es so direkt sage, aber deine Mutter ist eine richtig blöde Kuh. Wenn man so was zur Mutter hat, braucht man ja keine Feinde mehr. Ich hoff, ich vergreif mich nicht im Ton, aber so was macht mich wirklich rasend...

Weiß jetzt nicht in wie weit du auf sie angewiesen bist, vielleicht hab ich das auch überlesen, aber an deiner Stelle würde ich den Umgang einstellen oder zumindest reduzieren.

Wird dir wahrscheinlich wegen deinen Kleinen nicht leicht fallen, aber sie untergräbt total deine Autorität ihnen gegenüber. Die werden das ja auch mit bekommen. Erzähl ihr nichts mehr, auch nicht wenn sie fragt. Mit den Erziehern deiner Kinder sollte sie überhaupt nichts zu tun haben.

Und wenn nochmal ein dummer Spruch kommt, könntest du ihr sagen, dass du wenigstens deinen Kindern ein stabiles soziales Umfeld ermögichst, wozu sie ja scheinbar nicht fähig war.

Kopf hoch, du musst ihr mal die Hörner zeigen...

Alles Liebe #klee
Sarah

Beitrag von kawatina 09.04.11 - 14:01 Uhr

Hallo

ich würde deiner Mutter und auch der Schwester gar nichts mehr erzählen.
Warum gibst du dich denn mit Leuten ab, die dich nur klein machen und verletzen wollen.

Willst du dir das echt gefallen lassen - eventuell auch noch das du vor deinen eigenen Kindern so bloß gestellt?

Ich rate dir zu einer Auszeit/Kontaktabbruch. Diese Menschen mögen mit dir verwandt sein, aber sie schaden dir.
Ist dir das der Kontakt wer?

Oder aber du schlägst zurück.

Mir würde da gleich ein paar seh passende und treffsichere Sprüche einfallen.#schein

Ich denke deine Verwandtschaft benutzt dich als Blitzableiter - die haben jahrelang eingesteckt und wollen selber austeilen.
Dies halt in verbaler verletzender Form - ob bewußt oder unbewußt.
Dafür haben sie sich jemand ausgesucht, der ihnen unterlegen ist bzw. sich nicht wehrt.

Das ist kein guter Umgang für deine Kinder.

Viele Grüße
tina

Beitrag von zuckerguss86 09.04.11 - 14:31 Uhr

Ich kenne sowas von meiner Mutter auch. Zwar nicht ind em Ausmaß aber so ähnlich. Das einzige was da wirklich hilft: sag ihr die Meinung und geh auf Abstand. Und zwar ganz lang und ganz viel. Wenn sie merkt dass da was falsch läuft kommt sie von sich aus wieder angekrochen. Das verspreche ich dir. Und dann ist der Zeitpunkt für ein offenes Gespräch gekommen... Lg

Beitrag von 1972-mamalein 09.04.11 - 14:53 Uhr

ach menno!!!!

ich dachte nur meine mutter ist ein schrecklicher fall!!!!

ich habe in den ganzen letzten jahren viel einstecken müssen
alles worüber wir uns freuten machte sie uns mies und gab blöde kommentare ab bzw. stachelte meine schwester gegen mich auf

hab vor kurzen hier ein beitrag geschrieben zum thema neid und doofe sprüche meiner mutter

nun haben wir fast keinen kontakt mehr und es geht mir super damit
weihnachten und ostern reicht mir vollkommen

geh auf abstand und gib nicht zu viel von dir und deinem leben preis
laß sie aus deinem leben raus und konzentriere dich auf dein leben und dein glück
wenn du dich auf dauer ärgerst über sowas wirst du vor kummer noch krank
mir gings so !!!!

lebe dein leben und laß die störenfriede draussen !!!!!

alles gute für dich

LG

Beitrag von rosenengel 09.04.11 - 15:01 Uhr

den kontakt unterbinden es sei denn du möchtest irgendwann Therapie bedürftig werden!Du hast mein vollstes verständnis und deine Mutter sollte sich mal schämen und erst mal anfangen über sich abzulästern was sie für ne unfähige Mutter ist.Ich spreche aus Erfahrung und könnte ein Buch schreiben über meine Eltern aber nicht nur über Meine!!!

LG und viel Kraft#winke

Beitrag von 1972-mamalein 09.04.11 - 15:14 Uhr

willkommen im club

ja ich verstehe nicht ob den müttern bewußt ist was sie über jahre für ein psychoterror betreiben und was sie der seele ihres eigenen kindes antun

Beitrag von rosenengel 09.04.11 - 16:15 Uhr

Hallo

Meinen Eltern war es sehr wohl bewußt und das ist ja das (perverse)!!!

So dumm kann ein Mensch nicht sein!

GLG#winke

Beitrag von jule2801 09.04.11 - 17:58 Uhr

Hallo Janine,

fühl dich mal gedrückt. Bei mir und meiner Mutter war es ähnlich (allerdings bei weitem nicht so extrem). Ich konnte es eigentlich nie gut genug machen - egal was es war, es gab immer jemanden der es noch besser gemacht hat als ich. (Als Beispiel: Mein erster Sohn wurde ziemlich genau auf der Hälfte meines Studiums geboren, ich habe trotz allem in der Regelstudienzeit abgeschlossen und wirklich alles rundherum selber organisiert. Ich habe in der Zeit weder Geld noch Babysitterdienste meiner Eltern in Anspruch genommen - dafür wohnten sie auch zu weit weg. Anstatt dass das mal einfach wohlwollend aufgenommen wurde, bekam ich mit meiner SS zu hören, dass ich das Studium jetzt jawohl sowieso nicht mehr fertig machen würde und das ja eine tolle Zukunft für mich wäre....).

Irgendwann habe ich mal mit einer Nachbarin von meinen Eltern einen Kaffee getrunken und erzählte ihr dann, dass ich es doch nett finden würde, von meiner Mutter einfach mal zu hören, dass ich etwas gut gemacht hätte. Daraufhin schaute sie mich völlig verwundert an und meinte, dass das aber so gar nicht rüber kommen würde, wenn meine Mutter über mich erzählen würde und sie stolz auf mich wäre, weil ich meinen Weg so gut gehen würde und all das schaffen würde was ich mir vorgenommen hätte. Danach war mir klar, dass meine Mutter mir gegenüber das einfach nicht zeigen konnte. Das kann sie bis heute nicht, aber ich mache mir auch nichts mehr aus dem ein oder anderen Spruch.

Wie gesagt, bei mir waren bei weitem nicht so extreme Sprüche dabei wie bei dir, aber eventuell würde es auch dir mehr Klarheit bringen mal mit jemanden darüber zu sprechen, der euch beide kennt.

lg und alles Gute
Jule!

Beitrag von 123bhtrsfe456 09.04.11 - 18:29 Uhr

Hast Du den gleichen Vater wie deine Schwester?

Beitrag von cherry19.. 09.04.11 - 21:55 Uhr

Nein, habe ich nicht.

Beitrag von 123bhtrsfe456 09.04.11 - 22:35 Uhr

"Ich muss dazu sagen, dass ich sehr sensibel bin. Und sie als Mutter müsste das doch am Besten wissen. Meine Kindheit war beschissen, um es mal vorsichtig auszudrücken. Mein Erzeuger war Alkoholiker. Ich musste mit ansehen, wie es täglich Dresche gab und blieb auch nicht immer davon verschont."

Irgendwo da liegt die Ursache für das unfaire und verletzende Verhalten deiner Mutter.

Mir tut das wirklich leid, so etwas zu lesen und ich werde auch echt wütend, so ungerecht ist das.

Ich kann Dir auch nur den rat geben, Dich abzugrenzen.

Konzentrier Dich auf deine Familie, triff deine Entscheidungen und suche nicht den Austausch mit deiner Mutter oder Schwester dazu.
Informier sie, wenn Dir danach ist. Vielleicht musst Du ein wenig an der Art und Weise arbeiten, wie Du solche Themen vorbringst. Ein wenig mehr Selbstbewusstsein hilft sicherlich.

Und als erste Hilfestellung für die nächste Diskussion zum Thema Kortison, habe ich ein wenig nach Leitlinien gesucht.

Hier die Arbeitsrichtlinien der Uniklinik Leipzig:

http://kik.uniklinikum-leipzig.de/download/sop_asthma.pdf

Unter Punkt 5.6.1 findest Du Hinweise zur Behandlung von mittelschweren und schweren Anfällen von obstruktiver (spastischer) Bronchitis und da steht auch dass man Kortison (Prednisolonäquivalent) systemisch (also als Tablette oder Zäpfchen) gibt.

Und wenn Du sie ein wenig ärgern willst, schick ihnen doch diese Leitlinien von 270 Seiten. Sollen doch die beiden Frau Dr. Oberschlau sich angeregt über die Fehler der Fachgesellschaften austauschen.

http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/asthma/pdf/nvl_asthma_lang.pdf

Du musst Dir das echt nicht gefallen lassen, nur weil deine Mutter mit ihrer Vergangenheit nicht klar kommt.


Beitrag von elofant 09.04.11 - 20:38 Uhr

Hallo!
Lass Dich erstmal drücken.
Zum Teil hätte ich das hier schreiben können.


Erzähl nicht mehr alles, oder nichts mehr. Damit fahr ich am besten!

Mach Dein Ding. DU bist die Mutter Deines Kindes. DU entscheidest was richtig ist (Arztbesuch, Medikamente etc.)
Ich lass mir von meiner Mutter nicht mehr rein reden. Ich könnt hier auch seitenweise schreiben....

Alles Gute Dir und Deiner kleinen Familie. Lass Dich nicht unterkriegen.

Beitrag von cherry19.. 09.04.11 - 22:03 Uhr

Hallo,

erstmal danke an alle für Eure Antworten.

Ich bin schon ein wenig "erschrocken", wie dies bei euch so ankommt. Klar, man schüttelt freilich immer selber mit dem Kopf bei den Aussagen, aber psychisch flieht man dann doch eher dahin, dass man sagt: is ja doch nicht soooooo schlimm, obwohl einen die Dinge schon sehr verletzen.

Im Übrigen war der Geburtstag heute recht angenehm, wie ich fand. Ein einziges Mal hat sie versucht, mich wie bekloppt dastehen zu lassen. Da ich aber von vorneherein schon wütend war, gabs diesmal gleich Feuer von mir. Vor versammelter Mannschaft. War mir egal.

Ich werde def. den Ratschlag annehmen und nichts großartiges mehr erzählen und den Kontakt mal etwas Schleifen lassen. Vielleicht tut das uns gut.

Ich muss jedoch sagen, dass sie ab und an auch echt lieb sein kann. Aber immer wieder solche Sprüche bringen einen dazu, dass das manchmal nicht mehr ausschlaggebend für etwas ist.

Eine Antwort war ja, dass ich aufpassen soll, darunter nicht krank zu werden. Ich merke zur Zeit schon sehr, wie mir das alles an die Substanz geht. Auch am Telefon immer wieder mal Streitereien.

Wie gesagt, ich halt den Kontakt jetzt etwas zurück und dann sehen wir mal.

Im Übrigen kam dann heute: Ach, der Kleine hustet ja wirklich ganz schön doll. #augen Ich meinte dann, dass ich genau deswegen auch zum Arzt bin und, dass es sich schon nicht mehr so beängstigend anhören würde, wie vorher. Ebenso, dass ich eigentlich ja auch nciht wegen normaler Husterei zum Arzt renne, denn dann wär ich ständig dort! Dann kam von ihr, ich soll ihn halt auch mal Einreiben. Sie hätte was hier.. Oh man.. Selbstverständlich kümmer ich mich um mein Kind und selbstverständlich bekommt er auch was auf die Brust gerieben. Aber bei spastischer Bronchitis brauch man auch nicht mehr schmieren...

Naja. Mal sehen, wie das noch weitergeht..

Jetzt ist unser kleiner Mann erstmal am Wichtigsten, der leider immer noch sehr sehr böse hustet. Wenns morgen immer noch so ist, geh ich lieber nochmal zum Arzt. Eigentlich sollen wir Dienstag erst kommen, aber so richtig gefällt mir die Sache nicht. Auch wenn dies sicher wieder von meiner Mutter belächelt werden würde!

Danke
Janine

Beitrag von felidae01 10.04.11 - 14:04 Uhr

"Klar, man schüttelt freilich immer selber mit dem Kopf bei den Aussagen, aber psychisch flieht man dann doch eher dahin, dass man sagt: is ja doch nicht soooooo schlimm, obwohl einen die Dinge schon sehr verletzen. "

Doch, das IST schlimm. Es verletzt DICH. Es ist emotionale Misshandlung! Und niemand muss sich das gefallen lassen. Steh dazu, Deine gefühle und Empfindungen kann Dir keiner nehmen. Wenn Du es kleinredest ("Alles nicht so schlimm"), dann nimmst Du Dich selbst nicht ernst. Wie soll es dann Deine Mutter tun?

Ich weiß, wovon Du redest. Mein Vater war so, immer wieder drauf - viele Jahre lang. Bis er eines Tages einen soooo bösen Spruch prägte, der mich vollends aus der Bahn geworfen hat. So etwas darf man seinem Kind (und auch nicht anderen Menschen) an den Kopf werfen. Und da hat es bei mir klick gemacht. Seither ist zwischen uns absolute Funkstille. Ab und an versucht mein Bruder zwischen uns zu vermitteln. Aber da es mir ohne meinen Vater besser geht, lehne ich dann dankend ab. Zumal mein Bruder nicht versteht, was damals zwischen uns abgegangen ist. Für ihn ist das nur ein: "Er hats doch nur gut gemeint". Mag sein - aber sicher nicht mit mir, sondern nur um sich selbst besser zu sehen. Von daher hab ich keinerlei Interesse mehr, es war ja auch nicht das erste Mal.

"Ich muss jedoch sagen, dass sie ab und an auch echt lieb sein kann."

War mein Vater auch, solange er einen Vorteil davon hatte. Spürte er, dass ich nicht so mitspiele, wie er das wollte, fing er wieder an mit Spott und Hohn...
Oft wurde ich gefragt, warum ich mir das gefallen ließe. Doch ich habs irgendwann gar nicht mehr so wahrgenommen... Verletzt hats mich dennoch.

"Auch wenn dies sicher wieder von meiner Mutter belächelt werden würde! "

Höre auf Dein Gefühl. Wenn Du meinst, es ist notwendig, dann geh zum Arzt. Ich (und sicher viele andere Mütter auch ;-)) geh lieber einmal mehr zum Arzt, als einmal zu wenig. Mein Kleiner litt sehr oft an einer obstruktiven Bronchitis. Musste regelmäßig inhalieren. Manchmal klang er wie ersticken. Klar geh ich dann lieber öfter...

DU bist die Mutter, DU bist erwachsen und trägst reichlich Verantwortung - für Dich und für Deine Kleinen... Meinst Du nicht, dass Du das selbst sehr gut hinbekommst? Lass sie reden und halt den Kontakt knapp. Und achte auf Dich selbst und Deine Gefühle. Lass sie nicht zerreden und ignorier Du sie selbst auch nicht, denn das würde dich in jedem Fall über kurz oder lang wirklich krank machen... Denn so wie ich das hier verstehe, ist sie Dir keine wirkliche Hilfe. Sie untergräbt Deine Autorität, macht sich über Dich lustig. Das ist unter allem Niveau... Denn die Anerkennung, die Du nötig hättest, wirst Du von ihr sicher nicht bekommen.
SIE kannst Du nicht ändern, aber DU kannst DICH selbst :-) Also, fang damit an... #liebdrueck

Ich drück Dir ganz doll die Daumen.
LG #katze

Beitrag von cherry19.. 10.04.11 - 18:25 Uhr

Wow, danke für die umfangreiche Antwort.

Genau, wie du bruchstückartig deinen Vater beschreibst, passt das auch auf meine Mutter, wenn ich genau drüber nachdenke..

Und klar, du hast Recht!

Ich bin Ich und Ich bin super so, wie ich bin. Denn ich habe zwei tolle Kinder, nen tollen Mann, ich meistere die Erziehung supi (ok, oft komm ich an meine nervlichen Grenzen ;-)) etc..

Def. werde ich den Kontakt sehr bemessen halten. Ich kann mich erinnern, dass ich das schon einmal getan habe. Da gings dann auch kurz besser, aber dann sind wir wieder ins gleiche Muster gefallen. Ich hab mich unterbuttern und auslachen lassen usw...

Ja, es hat wohl niemand verdient, solche Sprüche zu kassieren und von der eigenen Mutter schon gar nicht.

Ich bin mir sehr sicher, dass sie am Geb. jetzt auch bemerkt hat, dass ich etwas ruhiger war. Ich hatte innerlich schon wieder Panik, dass wieder was sein wird, daher hab ich mich mit meinen Kinder etwas abseits gehalten ;-)

Sie war dann im Übrigen zum Schluss noch sehr liebevoll zu mir.

Evtl. liegt es auch wirklich an der Vergangenheit mit meinem Erzeuger. Da hat sie viel einstecken müssen. Vielleicht lässt sie das unbewusst an mir aus. Ich kann mir zumindest nicht so recht vorstellen, dass das alles bewusst abläuft.. Aber gerade da wäre es gut, ihr das mal bewusst zu machen..

Beim nächsten Ding, werde ich die Sache beim Namen nennen und auch nochmals ansprechen, wie ätzend ich das als Mutter von ihr fand, als damals die Sarkoidose bei mir festgestellt wurde. Denn das trifft mich nach wie vor am Meisten. Ich lag hier daheim, konnte nicht laufen, hab heulend im Bett gelegen, wenn ich mich von einer Seite zur anderen drehen wollte und ihr Kommentar: " Was werden sie nicht noch alles finden!" Ich solle mich mal mehr bewegen, denn ich mache ja den ganzen Tag nichts.. Wenn ich dann auf die zwei Kleinen verwies (damals noch nicht mal ein Jahr und noch nicht mal drei Jahre alt), meinte sie, dass wäre halt die falsche Bewegung. KOOOOOTZ!!!!

Ich liebe meine Mutter sehr und daher fällt mir das nicht sehr leicht, den Kontakt jetzt so kurz zu halten.

Ich mach mir immer Gedanken um die Anderen. Zum Beispiel habe ich mir das durch den Kopf gehen lassen, ihr evtl. einen Brief zu schreiben. Aber der könnte ihr sehr weh tun und das bring ich wieder nicht.. Ich kanns nicht beschreiben. Sie verletzt mich ohne Ende, stellt mich oftmals hin, wie nen Depp, aber ich kann nicht sehen, wenn SIE traurig ist..

Beitrag von felidae01 11.04.11 - 08:31 Uhr

"Ich bin Ich und Ich bin super so, wie ich bin. Denn ich habe zwei tolle Kinder, nen tollen Mann, ich meistere die Erziehung supi (ok, oft komm ich an meine nervlichen Grenzen ) etc.."

Genau so ist es. Am Ende musst DU ja auch für Deine Entscheidungen gerade stehen - ob im Positiven oder auch im Negativen. Sie kann Dir zwar raten, aber entscheiden musst Du. War ihr Rat falsch und Du hast es gemacht, stehst ja Du am Ende dafür ein...

"Ja, es hat wohl niemand verdient, solche Sprüche zu kassieren und von der eigenen Mutter schon gar nicht."

Streich das "WOHL". Es hat definitiv niemand verdient. Jeder hat das Recht auf Achtung und Respekt.

"Ich hatte innerlich schon wieder Panik, dass wieder was sein wird"

Oh, das kenne ich nur zu gut. Steh zu Dir selbst und Deinen Entscheidungen, dann wird die Panik nach und nach geringer. Ich weiß auch hier, wovon ich rede ;-) Aber es wird definitiv besser, je mehr man sich selbst ernst nimmt und gegen eine solche Behandlung wehrt... Also nur Mut.

"Evtl. liegt es auch wirklich an der Vergangenheit mit meinem Erzeuger. Da hat sie viel einstecken müssen. Vielleicht lässt sie das unbewusst an mir aus. Ich kann mir zumindest nicht so recht vorstellen, dass das alles bewusst abläuft.. Aber gerade da wäre es gut, ihr das mal bewusst zu machen.. "

Es ist egal, was die Ursachen sind. Zwar spricht es für Dich, dass Du Dir Gedanken darum machst, aber lass Dich davon nicht irritieren. Ich habe auch meine Vergangenheit mit viel emotionalem Terror von Vaters Seite her. Aber das gibt mir nicht das Recht, das meine Kinder spüren zu lassen. Die können nämlich rein gar nichts für ihren Großvater (der sich im Übrigen noch nie für seine Enkel interessiert hat!). Und ebenso gab es meinem Vater damals nicht das Recht, sein Selbstwertgefühl über mich aufzubauen und mich dafür so zu erniedrigen.

Bei Deiner Mutter ist es wohl eher so, dass sie sich nicht traut, Deinem Vater die Stirn zu bieten (mag auch sein, dass es für sie besser so ist, das sind alles nur Vermutungen) - und sich darum einen Schwächeren raussucht. Denn DU wirst Dich nicht so wehren.
Sich über jemanden lustig zu machen oder ihn zu verspotten, zeugt für mich von wenig Selbstsicherheit. Aber sie hat in diesem Moment das Gefühl, über Dir zu stehen, mit ihren Erfahrungen angeben zu können, die Du ja noch gar nicht haben kannst. In ein paar Jahren sieht das ein wenig anders aus... JETZT aber sollte sie Dir eher mit Rat zur Seite stehen und Dich bestärken, Deinen Weg zu gehen.

"Ich solle mich mal mehr bewegen, denn ich mache ja den ganzen Tag nichts.. Wenn ich dann auf die zwei Kleinen verwies (damals noch nicht mal ein Jahr und noch nicht mal drei Jahre alt), meinte sie, dass wäre halt die falsche Bewegung. KOOOOOTZ!!!! "

Ja, das kann ich Dir so gut nachempfinden. Ich war für meinen Vater immer ein Simulant. Mit bösen Folgen...
Ich bin vor 3 Jahren mit einem schweren Erschöpfungszustand zusammengebrochen, habe ein Jahr lang kaum was machen können, weil schon kleinste Tätigkeiten für mich viel zu ermüdend waren. Aber ich habe immens viel daraus gelernt...

"Ich liebe meine Mutter sehr und daher fällt mir das nicht sehr leicht, den Kontakt jetzt so kurz zu halten. "

Ich habe meinen Vater auch geliebt und irgendwo tu ich das auch heute noch. Ich finde es noch immer sehr traurig, dass sich alles so entwickelt hat. Doch es liegt nicht an mir, das zu ändern. Nur er hat das in der Hand, irgendwann vielleicht wieder auf mich zuzugehen.

"Ich mach mir immer Gedanken um die Anderen. Zum Beispiel habe ich mir das durch den Kopf gehen lassen, ihr evtl. einen Brief zu schreiben. Aber der könnte ihr sehr weh tun und das bring ich wieder nicht.. Ich kanns nicht beschreiben. Sie verletzt mich ohne Ende, stellt mich oftmals hin, wie nen Depp, aber ich kann nicht sehen, wenn SIE traurig ist.. "

Es ist nicht verkehrt, sich um andere zu sorgen. ABER: Du darfst darüber nicht Dich selbst vergessen.
Die Idee mit dem Brief finde ich wirklich super. Du musst ihn ja nicht abschicken. Aber Dir mal Deinen Frust von der Seele schreiben und Deine WÜnsche äußern, was DU gern von Deiner Mutter hättest. So kannst Du auf eine ungefährliche Weise mit Dir selbst ins Reine kommen. Also: Schreib ihn - auch wenns nur für Dich selbst sein sollte. Schreib von Deinen Gefühlen, damit nimmst Du Dich selbst wirklich ernst.
Ich habe einen solchen Brief geschrieben. Habe ihn aber nicht abgeschickt, weil ich weiß, wie er darüber denkt.

Wenn Du mehr wissen möchtest oder andere Tipps möchtest, schreib mir doch einmal eine PN...

LG #katze

Beitrag von kathrincat 10.04.11 - 10:53 Uhr

einfach nichts mehr erzählen

Beitrag von snuffle 11.04.11 - 19:11 Uhr

Hhhmmmm, eigendlich scheint ja hier deine Schwester diejenige zu sein, die dich in den Dreck zieht...

Kann es sein das deine Mutter ganz schön unter ihrem Einfluss steht?

Deine Schwester ist wahnsinnig neidisch auf dich. Anders kann ich mir so ein Verhalten echt nicht erklären.

Was willst du noch mit denen? Ganz erlich, ohne bist du besser dran.

Ich hab den Kontakt zu meiner Mutter 2008 komplett aufgegeben und es kommt für mich nicht in Frage nochmal irgendwas mit ihr zu tun haben zu wollen. Meine Schwester war mal genauso. Da hab ich den Kontakt auch abgebrochen.

Mittlerweile ist der wieder da, es läuft aber alles wesentlich besser.

LG