Spielzeug Krankenhaus

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von anke-1983 09.04.11 - 15:37 Uhr

Hallo,
meine Tochter(2,5 Jahre) hat immer panische Angst vor Ärzten.
Sie hatte jetzt zufällig einen Playmobil Katalog gesehen und guckt sich jetzt immer das Krankenhaus an. Wenn sie denn OP- Tisch sieht sagt sie immer, Aua. Eigentlich kann sie sich garnicht mehr an die OPs erinnern, die letzt hatte sie mit sieben Monaten. Anscheinend ist da doch was hängen geblieben.
Habt ihr euren Kindern Spielzeug gekauft, damit sie nicht mehr so viel Angst vor Ärzten bzw. Krankenhäusern haben.
Findet ihr sowas sinnvoll oder sollte man sie nicht da ständig dran erinnern.
Bin mir echt unsicher.
Über eure Antworten würde ich mich freuen.
Vg Anke

Beitrag von krokolady 09.04.11 - 19:14 Uhr

das hat sicher nichts mit eigenen Erinnerungen zu tun, sondern mit verstehen.
Ein Krankenwagen kommt wenn jemand Aua hat.....im KKH liegen Leute die Aua haben......Kinder kriegen sowas mit und merken sich das.
Auch sieht man es ja oft im Fernsehen.....also KKHs von innen und was da passiert.

Spielzeug um die Angst zu nehmen? Hm....nicht direkt.....höchstens nen Doktorkoffer.

Aber meine ist es seit Baby an oft im KKH und oft zum Blut abnehmen und irgendwelchen Untersuchungen.....die hat eh noch nie vor irgendwas Angst gehabt weil sie es halt kennt.

Beitrag von manyatta 09.04.11 - 20:07 Uhr

Hey!

Also uns bzw meinem Sohn hat solch Spielzeug sehr geholfen.

Es kommt darauf an, ist deine Tochter denn chronisch krank? Hat sie viel erlebt diesbezüglich im Krankenhaus, schlechte Erfahrungen gemacht, wird sie noch weitere vor sich haben?

Mein Sohn ist schwer krank und hat sehr viel schon erleiden müssen und ist traumatisiert. Er hat irgendwann angefangen gern mit solchem Spielzeug zu spielen, er hatte einige Playmobil Figuren (Krankenschwestern, ein krankes Kind, Rettungswagen, ...) Dabei hat er sehr viele Situationen die er selbst erlebt hat nachgespielt. Ich denke, dass er dadurch viel aufarbeitet hat, ja.

Aber selbst wenn dein Kind nun gesund ist, kann es meiner Meinung nach nicht schaden. Wenn sie solche Panik hat macht es durchaus Sinn das aufzuarbeiten über das Spiel. Daran erinnert wird sie ja sowieso immer, wenn vielleicht auch unbewusst. Denn zum Arzt wird sie immer wieder müssen.

LG

Beitrag von kati543 09.04.11 - 21:21 Uhr

Da ist nichts hängen geblieben. Ich weiß nicht, was du deiner Tochter alles zutraust, aber in Narkose erinnernt man sich eigentlich an nichts - oder ist da irgendetwas schief gelaufen? Ich hatte 4 OP's im Erwachsenenalter. An den OP-Tisch erinnere ich mich nicht. Die Schmerzen kamen eigentlich immer erst im Zimmer wieder.
Ich denke, mit 2,5 Jahren ist deine Tochter nun soweit, dass sie versteht, was da vor sich geht.

Beitrag von girl08041983 11.04.11 - 09:11 Uhr

Hallo Anke,

Jerry hatte auch jahrelang panische Angst, es ging soweit dass er vor jedem neuen Haus wo er rein sollte geschrieen und geweint hat. Obwohl die Ärzte zu dem Zeitpunkt noch nichts außer den Kinderärztlichen Untersuchung gemacht haben.
Spielzeug extra haben wir nicht gekauft. Wir haben viel mit ihm darüber geredet und mittlerweile hat er nicht mehr solche Angst, auch wenn ihm die Untersuchungen selber Angst machen, aber selbst vor der Spritze bei der Humangenetikerin hat er keine Angst mehr und quatscht während der Spritzen sie dermaßen voll, dass er das schon kaum mehr mitbekommt und sich dann wundert wenn sie fertig ist. Wir verbinden die Krankenhausbesuche auch mit Dingen die ihm Spass machen, sprich dass er nicht nur Krankenhaus hat, sondern einen kleinen Ausflug etc.

Lg

Beitrag von barzoli 11.04.11 - 11:59 Uhr

Hallo Anke,

unsere Tochter hat seit sie 2 Jahre und4 Monate alt ist die Diagnose Krebs, jetzt ist sie 4 und hat durch ihre Erkrankung sehr, sehr, sehr viel Zeit im Krankenhaus und mit Ärzten verbracht.

Wir haben das Krankenhaus von Playmo zu Hause und sie spielt sehr viel damit, sie hat auch eine Schublade voll mit Krankenhausutensilien, Tupfer,Infusionsflaschen und Schläuche , Pfllaster,Spritzen usw.

Sie beschäftig sich jetzt 1 Jahr nach der Therapie immernoch sehr viel damit, versorgt ihre Puppen usw.

Die Psychologin, bei der sie nun in der Nachsorge ist, sagte mir, dass das sehr gut ist, weil Kinder in diesem ALter, Erlebtes durch spielen verarbeiten, jeh mehr desdo besser.

Wenn Kinder sich nicht mehr mit dem Thema beschäftigen wollen, bleibt das SPielzeug links liegen aber die Möglichkeit DInge mit Spielzeug zu verarbeiten finde ich eine sehr gute Lösung.

Grüsse
Barzo

Beitrag von anke-1983 11.04.11 - 12:44 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten.
Meine Tochter hat einen Herzfehler und wird noch mehrere Krankenhausaufenthalte hinter sich bringen müssen.
Ich glaube, ich werde ihr das Krankenhaus doch bald kaufen.
Zur Zeit verarztet sie ihre Puppen.
Vg Anke