Gibt es auch einen "Baby-Blues" nach dem Abstillen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von coconut05 09.04.11 - 19:06 Uhr

... denn genauso fühle ich mich jetzt #heul
Ich hatte einen sehr starken und auch recht langen Baby-Blues nach der Geburt und mir ging es richtig schlecht.

Jetzt habe ich meinen Kleinen abgestillt, er ist 9,5 Monate. Für mich ging es einfach nicht mehr, die Nächte wurden nicht besser. Seit er die Flasche trinkt, schläft er wirklich besser und mittlerweile sogar durch. Ich wollte ihn eigentlich Abends dennoch weiterhin stillen, aber irgendwie hat es sich dann doch anders ergeben und er will/wollte auch nicht mehr. Tagsüber hat es schon länger nicht mehr funktioniert. Ab und zu biete ich ihm die Brust immer noch an, aber das wird nichts mehr. Er mag nicht mehr richtig und viel Milch kommt wohl auch nicht.

Seit ein paar Tagen merke ich, wie ich wieder so nah am Wasser gebaut bin. Und vor allem Abends geht jetzt die Heulerei wieder los. Ich "trauer" dem Stillen nach, sehe wie groß er schon ist und schon bald kein Baby mehr sein wird #heul #heul Die Zeit ist sooooo schnell vergangen. Ich weiß nicht ob ich jemals wieder stillen werde, genau wie ich nach der Geburt traurig darüber war, weil ich nicht weiß ob dies meine letzte Geburt war.

Wem ging es ähnlich? Ich hoffe es geht schnell vorbei. Nach der Geburt hat es bei mir einige Wochen gedauert bis ich mich wieder gut gefühlt habe und stark. Gerade fühle ich mich wieder so schwach und verletzlich :-(

LG Sandra

Beitrag von karra005 09.04.11 - 19:25 Uhr

Ich hatte im KH(war 4 Tage da) nen Babyblues und einige Tage nachdem ich dann wieder zuhause war fing die Wochenbett-depri an. Sie hört allerdings mit Hilfe meiner Hebamme bald wieder auf.
Das Problem des Gefühlstief nach dem abstillen hatte ich nicht, da ich zum teil abstillen wollte und langsam abgestillt habe.
Die Hormone fallen stark ab, wenn man zu schnell abstillt. Dadurch entsteht so ein Emotionstief nach dem abstillen.

Beitrag von coconut05 09.04.11 - 19:52 Uhr

Bei meinem Großen hatte ich das nach dem Abstillen auch nicht. Da lief das Abstillen fast 1:1 wie jetzt bei meinem Kleinen. Auch langsam und nicht von heute auf morgen.

Es wird hoffentlich besser und ich "gewöhne" mich einfach an die Situation.

Beitrag von sarahjane 09.04.11 - 19:57 Uhr

Hmh, so gehts vielen Frauen, wenn die Babys (sich) von Brust/Fläschchen entwöhnt wurden/haben.

Ist nichts Schlimmes und man sollte sich einfach darüber freuen, dass das Kind wächst und gedeiht.

Lasse Dir ggf. von Deiner ehemaligen Hebamme, Deiner Gynäkologin etc. helfen.

Beitrag von berry26 09.04.11 - 19:59 Uhr

So ein Schwachsinn! Beim Stillen sind Hormone im Spiel, beim Flasche geben nicht!#klatsch

Beitrag von vchilde1976 09.04.11 - 20:59 Uhr

Ich fühle mit Dir#liebdrueck. Mir ging es nach der Geburt und dem Abstillen genau wie Dir. Erst die Überforderung und die völlig neue Situation mit einem kleinen Menschen daheim, der fortan unser Leben bestimmt und uns so manche Freiheiten genommen hat. Dann das Abstillen: Ich mußte Simon bereits nach zwei Monaten abstillen; ich hatte von Beginn an nie genügend Milch für ihn gehabt (trotz stetigen Anlegens, Stilltee etc.), nachts wurde Simon jede Stunde wach#schrei#schock, weil er ja nie richtig satt war, und an Schlaf war in den ersten Wochen überhaupt nicht zu denken. Er hat kontinuierlich abgenommen, bis man schon die Rippen sehen konnte. Und nach langem Ringen (weiter stillen UND Sondennahrung oder gleich abstillen) habe ich mich schweren Herzens für's Abstillen entschieden. Es sind viele, viele Tränen geflossen#heul, und auch jetzt, wenn ich mir hier meinen eigenen Beitrag durchlese, könnte ich #heul. Aber es war letztendlich die richtige Entscheidung.