Auf die "normale"schule schicken oder in eine Förderschule !

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von diva-82 09.04.11 - 22:00 Uhr

Hallo !!

Mir stellt sich die Frage auf welche schule ich meine Tochter nächstes Jahr schicke. Ganz nornale Grundschule oder auf die Förderschule.

1. meine Tochter ist kerngesund.

aber es wird hier demnächst angeboten das auf diese schule auch normale kinder gehen können das die klassen so gemischt werden.

Hier mal ein Link : http://www.kv-galen-haus.de/

muss mich da auch ncohmal genau informieren..was würdet ihr machen ?

LG

Beitrag von nana141080 09.04.11 - 22:05 Uhr

Hi!

Ich geb meine Kinder nie als "Versuchsobjekt" her, daher würd ich mein Kind dort nicht anmelden.
Wenn sich das neue Konzept in ein paar Jahren etabliert hat, die Eltern begeistert sind und die Kinder trotz des "besonderen" Umfeld gut entwickelt sind, DANN würd ich es mir überlegen....

Bisher liest sich die Schule gut, für Kinder mit besonderen Ansprüchen.

VG Nana

Beitrag von diva-82 09.04.11 - 22:19 Uhr

Ich denke einerseits finde ich es gut das sie es lernt das es auch andere Kinder gibt aber andererseits weiß ich nciht ob die normalen kinder da unter gehen in der klasse bzw. nicht genug gefördert werden.

Beitrag von lydia08 10.04.11 - 06:56 Uhr

Hallo!

Auf der Seite fand ich noch nichts zum Integrationsversuch?! Aber vielleicht habe ich auch nicht gut genug gesucht;-)

Ja ich würde mein Kind auf jeden Fall dort hin schicken.

Sie wird dort lernen, dass es nicht selbst verständlich ist, gesund zu sein, Rücksichtnahme, soziales Lernen steht hier auch mit im Vordergrund. Desweiteren steht hier die Förderung im Bereich der Motorik im Vordergrund, wobei Schüler mit diesem Schwerpunkt meistens sowieso mit Grundschullehrplan und Regelschulplan unterrichtet werden.
Desweiteren haben Pädagogen dort in ihrer Ausbildung un d Erfahrung gelernt auf die unetrschiedlichsten Bedürfnisse einzugehen, wie es oft an den Grundschulen merkt....das merkt man leider heute noch in der Ausbildung;-(

Es gibt unzählige Vorteile, die sich aus der integrativen Beschulung erleben, was aber nicht heißt das es auch Probleme, wie an jeder anderen Schule auch geben kann.

Desweiteren eine Grundsatzfrage, über die es sich lohnt nachzudenken: Wieso sollte man Kinder überhaupt in unterschiedlichen Schulen beschulen. Gehören wir nicht alle zu einer Gesellschaft in der alle möglichst die gleichen Rechte haben? Jedes Kind braucht individuelle Förderung, jedes Kind ist einmalig und in seinem Lernprozessen individuell! ...dies nur mal zum Nachdenken über das Thema Integration allgemein. (Leider stehen dem das Förderalistische Schulsystem und einige Finanzierungsfragen im Weg!)

Viele Grüße

Lydia08.


Beitrag von lydia08 10.04.11 - 07:03 Uhr

Entschuldigung:

Es sollte natürlich heißen: "...wie es oft an den Grundschulen bzw Grundschullehrern fehlt. "

Beitrag von cori0815 10.04.11 - 12:14 Uhr

ich finde nichts darüber, wie die Klassen aufgebaut sein sollen. Wie viele Förderschulkinder und wie viele "normale" Kinder sollen da gemeinsam in einer Klasse unterrichtet werden? Und wie wird auf das versch. Lernniveau der Kinder eingegangen?

Grundsätzlich finde ich es gut, Kinder in integrativen Gruppen zu unterrichten. Aber ob man wenigen Kindern zwischen Förderkindern gerecht wird, ist für mich fraglich. Darum würde ich es wahrscheinlich nicht machen und lieber auf eine integrative Grundschule ausweichen.

LG
cori

Beitrag von diva-82 10.04.11 - 14:07 Uhr

http://www.kv-galen-haus.de/uploads/pics/OV100311S13_01.jpg

Beitrag von ma-lu 10.04.11 - 13:04 Uhr

Hallo,

da es sich um eine Schule für Kinder mit Körperbehinderungen handelt, würde ich wohl auch überlegen, mein Kind dorthin zu geben. Für mich gibt es keinen Grund zur Annahme, dass mein gesundes Kind dort nicht gefördert werden würde, die geistige Reife dürfte ja bei körperbehinderten Kindern genauso vorhanden sein wie bei den anderen.

Bei uns in Ba-Wü wird es in zwei Jahren nur noch Grundschulen für ALLE Kinder geben. Die Eltern "besonderer" Kinder dürfen entscheiden, ob sie ihr Kind lieber in ein sonderpädagogisches Zentrum (Förderschulen im bisherigen Sinne wird es dann nicht mehr geben) oder auf die normale Grundschule. Förderschullehrer werden in die Grundschulen kommen und die besonderen Kinder besonders fördern. Das wird dann ein ganz neues Grundschulleben werden.

LG
Ma-Lu

Beitrag von sunflower.1976 10.04.11 - 15:13 Uhr

Hallo!

Grundsätzllich finde ich integrative Modelle gut. Auch gesunde Kinder können davon sehr profitieren - wenn alles gut geplant ist und die gesunden Kinder nicht einfach "nebenher" laufen.
Informieren würde ich mich auf jeden Fall und mir vorher genaue Fragen überlegen, also z.B. Klassengröße (wie viele behinderte/nicht-behinderte Kinder), welche Formen von Behinderung, wie viele Lehrer in welchen Fächern und mit welchen Qualifikationen (und auch, ob das umgesetzt wird, oder ob die Zweitkraft ständig in einer anderen Klasse vertreten muss), Fördermöglichkeiten der gesunden Kinder usw.

Ganz ausschließen würde ich diese Schulmöglichkeit auf keinen Fall, v.a. wenn´s in erreichbarer Nähe ist.

LG Silvia