Ich weiss nicht mehr was richtig und was falsch ist...

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von aurora-borealis 09.04.11 - 23:20 Uhr

Hallo,
ich habe mir immer eingebildet, das man trotz Trennung noch Eltern sein kann.
Ich wollte einfach nicht das meine vier Kinder, genau wie ich, ohne Kontakt zu ihrem Vater aufwachsen.
Ich wollte es besser machen als meine Eltern.
Ich wollte es richtig machen, ich wollte einen guten Kontakt zum Vater.
Mir war das immer sehr wichtig und weil es mir so wichtig war, ich mich selber irgendwie deshalb unter Druck setzte, ertrug ich so einiges.
Eifersucht (er wollte eine neue Chance), Kontrolle, Stalking, Telefonterror und Unterstellungen.
Ich grenzte mich zwar ab (z.t durch Hilfe einer Psychologin), gab ihm aber Kontaktmöglichkeit über dritte, was er aber nur spärlich wahrnahm.

Ich wollte das beste für die Kinder.
Ich gab ihm immer die Möglichkeit die Kinder zu sehen, wenn er in der nähe war (er wohnt weiter weg), habe lange die Füße still gehalten was den fehlenden Unterhalt angeht und ihm immer informiert.

Dann erzählten mir meine Kinder Dinge wie z.B "Papa hat gesagt, du bist an allem schuld und versaust uns die Zukunft" oder "Papa hat mir an den Hals gefasst, weil ich zu laut war. Das tat weh." oder "Ich möchte nicht mit Papa telefonieren, der fragt mich eh nur aus was du machst, ob du oft weg bist oder Männer triffst" und immer der Nebensatz "Papa hat gesagt, ich darf dir das nicht erzählen"!

Ich habe mich öfters beim J-amt beraten lassen und bin den Ratschlägen auch gefolgt, stand immer hinter der Entscheidung meiner Kinder und habe eben auch versucht den Kontakt aufrecht zu erhalten, obwohl es mir persönlich immer schlechter ging dabei.

Nun ist der Vater endlich neu liiert und entsinnt sich plötzlich an seine rechte
(komischerweise nicht an seine Pflichten, wie z.b Unterhalt).
Im Prinzip finde ich das ja toll, aber er bombadiert die Kinder mit Post, die leider mehr unterschwellige Vorwürfe als gute Worte enthält und selbst meine Psychologin sagte "sowas gehört nicht in Kinderhände".

Seine Enttäuschung, wegen der neuen Chance die ich ihm nicht gab, hat sich nun wohl in Hass und Frust geändert und ich bekomme Post mit herbsten Beleidigungen.
Das Niveau seiner Briefe liegt so hoch, das hätte selbst im Keller noch Höhenangst.

Er droht mir nun mit Behörden, Polizei und was weiß ich nicht alles, weil er plötzlich der Meinung ist, das ich eine ganz schlechte Mutter bin.
Ich bin ungebildet, biete den Kindern nur Fernsehen und Fast Food, habe keine Erziehungsziele und er hört allerhand negatives, bezüglich meiner Person, über dritte und von den Kindern.
Er hätte sich z.b in der Schule schlau gemacht und dort nur negatives gehört.
Ich habe mit der Schule gesprochen, komischerweise können die mir nur positives berichten und sind sich 100% sicher, das kein Gespräch mit dem Vater stattgefunden hat.
Sie dürfen nicht einmal mit ihm reden, da das Sorgerecht bei mir liegt.
Ich konnte noch andere Dinge durch Nachfrage wiederlegen.

Nun verlangt der Vater, die Kinder in der Ferien für einen längeren Zeitraum und droht mir gleich mit Konsequenzen, wenn ich dem nicht zustimme.

Ich möchte mit diesem Menschen nichts mehr zu tun haben und habe mich beim J-amt beraten lassen.
Leider war nur eine Vertretung vorhanden und der sagte mir, das ich die Kinder nicht hergeben muss
Schon gar nicht für einen Urlaub im Ausland.
Den wilden Drohungen mit Polizei und Behörden soll ich gelassen entgegen sehen. Er empfahl mir zudem, den Kontakt nur noch über das J-amt laufen zu lassen inkl. Besuche.
Für mich eine gute Idee.

Nun habe ich mich zusätzlich noch mit einem Sozial Pädagogen unterhalten.
Mein Sohn (11) hat eine Lernbehinderung, er ist sehr sensibel, hat ein minderes Selbstbewusstsein und hat von jeher ein etwas gestörtes Vater-Sohn Verhältnis.
Seitdem der Vater aus dem direkten Umfeld verschwunden ist, hat sich das alles aber merklich gebessert.
Dieser SP hat tgl. Kontakt mit meinem Sohn und das seit nun 2 Jahren.
Ich habe ihm in dieser Zeit immer wieder ein "Update" über unsere Situation gegeben, er kennt also eine menge Hintergründe und vor allem meinen Sohn sehr gut.

Ich gab ihm letzte Woche ein neues "Update" und erzählte ihm auch, das ich inzw. wirklich Angst vor meinem Ex habe.
Klingelt es bei mir an der Tür und ich erwarte niemanden, bekomme ich regelrechte Panikanfälle.
Er hat mir körperlich nie wirklich etwas getan, aber seelisch ist das eine andere Geschichte.
Er hat geschworen er macht mich fertig, sogar gegenüber einer unabhängigen Person hat er das geäußert und jeder der ihn kennt, zweifelt nicht an seinen Worten.

Um zum Punkt zu kommen, der SP sagte zu mir, ich solle zusehen das es zu einem Umgangsverbot kommt. Keine betreuten Besuche über das J-amt, sondern Kontaktverbot.
Er würde den Kindern schaden, eine Manipulation wäre vorhersehbar und der zustand wäre für uns alle äußerst belastend.
Es müsse endlich ruhe bei uns einkehren.
Er sagte mir mehrfach, das der Vater den Kindern nicht gut tun, und er würde die Kinder auf lange Sicht kaputt machen.
Der Vater macht was er will, und es muss jetzt einfach mal eine Konsequenz folgen, die die Kinder schützt.

Ich habe langsam den Punkt erreicht an dem ich das genauso sehe, aber ich frage mich, ob ich da nicht zu viel von mir mit einbringe.

Seine Beleidigungen gegen mich, sind ja nicht auf die Kinder übertragbar.
Ich habe Angst vor ihm, es schränkt zwar unsere Lebensqualität ein, aber das liegt ja an mir.
Ich lege z.b am Tag die Kette an der Tür vor und lasse die Kinder ungern auf dem Spielplatz vor der Tür.
Ich hole die Kinder täglich von der Schule ab, immer mit dem Gedanken er könnte die Kinder nehmen und verschwinden.
Leider auch ein Punkt, den auch Personen befürchten die ihn gut kennen.
Ihm geht es nicht einmal um die Kinder, sondern es geht dabei nur um mich.
Es geht ihm darum mir weh zu tun und mir eines aus zu wischen, wie bei allen seinen Aktionen, Drohungen und Beleidigungen.
Woher ich das weiß? Erfahrung und auch in diesem Falle, nicht nur meine Meinung.

Mir wurde zu einer einstweiligen Verfügung geraten, ja aber wegen was denn?
Wegen Briefen mit beleidigendem Inhalt, Vorwürfen und Unterstellungen auf Kindergarten Niveau?
Sein Stalking hat er eingestellt.
Er wohnt ja nicht mal im direkten Umfeld, er wohnt inzw. 1000 km weit weg (glaubt mir, das behindert Stalking nicht im geringsten)

Ein Umgangsverbot erzielen? Wegen was denn?
Lieber Herr Richter, ich möchte ein Umgangsverbot weil mein Ex ein Problem mit mir hat und ich Angst vor ihm habe?

Die Dinge die vorgefallen sind, kann ich größtenteils doch nur erzählen.
Ich habe keine Beweise das er unseren Sohn gewürgt hat, das er unsere Tochter versucht hat gegen mich aufzuhetzen, sie über mich ausgefragt hat und versucht hat alle Kinder zu manipulieren.
Das mein Sohn z.b leidet und z.b längerer Kontakt ihm nicht gut tut, sind doch im Grunde nur meine Beobachtungen.
Sicher, meine Eltern, der SP und Freunde von mir haben das auch schon festgestellt, aber dort wird es sicher heißen, ich hätte alle manipuliert.

Er wird es alles abstreiten, das ist sicher und er wird versuchen allen klar zu machen, das ich verlogen bin.
Er erzählt jetzt schon jedem das ich lüge, Geschichten erfinde und mir sehr in der Opferrolle gefalle.

Vieles kann ich wiederlegen, aber ich stehe ja auch erst einmal in der Beweispflicht.

Ich mag nicht mehr, ich würde gerne mal zur Ruhe kommen aber ich sehe keinen Ausweg.
Er wird mich nicht in Ruhe lassen, soviel steht fest.

Ich habe nun schritte bzgl des Unterhaltes eingeleitet.
Ich bekam heute gerade eine Abschrift des Briefes, der vermutlich am Montag in seinem Briefkasten landen wird.
Ich weiß jetzt schon, das wird "nett"!
Er liebt seine Kinder, das würde ich nie abstreiten oder bezweifeln.
Leider kann er so gar nicht mit Kindern umgehen, er kann sich nicht in ihre Lage versetzen oder hat Verständnis für die Lage der Kinder.
Sicher, das macht ihn nicht zum schlechten Vater, aber das ganze drumherum lässt ihn nicht im guten Licht erscheinen.
Wie oft höre ich in meinem Umfeld, das er den Kindern nicht gut tut.

Die Kinder lieben ihren Vater natürlich, aber sie suchen keinen wirklichen Kontakt mehr.
Was sicher zum einen auch mit daran liegt, das sie trotz meiner Vorsicht, immer noch viel zu viel mitbekommen und zum anderen, spiegelt es irgendwo auch das Verhalten ihres Vaters wieder. Er ruft sie ja auch nie an, schreibt seit kurzem bunte Briefe voller Vorwürfe und wer mag auf sowas schon antworten?

Ich bin sicherlich nicht perfekt, ich habe auch meine Fehler gemacht und trage sicher keinen Heiligenschein.
Ich wollte doch nur ein gutes Verhältnis zwischen uns allen, aber ich kann einfach nicht mehr.


Lg Aurora
mit Sohn , zwei Grunschulmädchen und einem Kindergartenkind

Beitrag von sarai2110 10.04.11 - 09:22 Uhr

Guten Morgen Aurora,

Mach dich nicht mit Vorwürfen kaputt,du brauchst die Nerven für deine Kinder.
Nach allem was du hier geschildert hast,musst du die Schuld nicht bei dir suchen.
Er hat deinem Kind an Hals gefasst,weil er zu laut war#schock
was soll passieren wenn die Kinder mal etwas schlimmeres tun?#zitter

Auch darüber,dass deine Kinder vielleicht deine Ängste mit bekommen,brauchst du dir keine Vorwürfe machen.Das muss wohl eher ER sich anziehen.Du kannst dir noch so viel Mühe geben,alles zu verbergen,Kinder haben dafür ein Feingefühl und bekommen oft mehr mit als wir denken.

Ich kämpfe auch gerade für mein Kind,dafür das sie ganz in Ruhe,ohne diese Ängste gross werden darf.

Ich kenne auch deine Zweifel,kann nichts wirklich belegen.Aber ich bin jetzt diesen Schritt gegangen,ich möchte mir nicht später die Vorwürfe machen,dass ich mein Kind nicht geschüzt habe und nicht alles versucht habe.

Du hast deine Eltern,den SP,und wie ich verstanden habe das JA.Das ist doch schon mal sehr positiv.

Ich wünsch dir viel Kraft und denk immer daran,deine Kinder haben es verdient,zur Ruhe zu kommen.Und du auch!#klee

Alles Gute

Beitrag von aurora-borealis 10.04.11 - 10:30 Uhr

Ja, ich habe eine menge hinter mir und alle sagen, inkl dem Amt, ich solle mir keine Gedanken machen.

Ich fühle mich trotzdem schlecht.
Ich kann einfach nicht begreifen, das sich die Dinge so entwickelt haben und gleichzeitig, kann ich auch einfach nicht mehr.
Wo ist der Punkt, an dem man anfangen muss die Kinder vor ihrem Vater zu schützen?
Wie schützt man sie am besten?
Wie schafft man es sich, nicht von seinen eigenen Gefühlen beeinflussen zu lassen.

Was ist richtig und was ist falsch.


Ich wünsche dir für deinen Kampf alles gute #klee

lg aurora

Beitrag von janamausi 10.04.11 - 09:29 Uhr

Hallo,

ich finde hier wird ganz klar ein Machtkampf über die Kinder ausgetragen. An dem Machtkampf habt ihr beide Schuld. Dein Ex weil er sich so verhält und auch Du, weil Du dir viel zu viel gefallen lässt.

Hast Du denn psychologische Beratung? Ich denke das ist sinnvoll, wenn es schon so weit geht, dass Du die Kette anlegst, Angst hast wenn es klingelt und die Kinder schon nicht mehr alleine vor die Tür lässt.

Wie oft sind denn die Kinder bei ihrem Vater? Wenn er so weit weg wohnt, ist es doch sicherlich nicht so oft? Daher würde ich das Umgangsverbot evtl. erst mal hinten anstellen und schauen, dass ihr euren Alltag "geregelt" kriegt. Ihr wohnt so weit weg und es scheint, dass dein Ex noch so viel - viel zu viel - Macht über dich ausübt.

Fast dein ganzer Text betrifft dich und wie es dir geht. Über deinen Sohn schreibst Du wenig und über deine anderen drei Kinder gar nichts. Wie soll ein Kind auch ein gutes Verhältnis zum Vater aufbauen wenn es ihm täglich von der Mutter vorgelebt wird, dass diese Angst vorm Vater hat...

LG janamausi

Beitrag von aurora-borealis 10.04.11 - 10:20 Uhr

Da hast du recht.

Meinem Sohn geht es heute recht gut, er hat einen langen weg hinter sich und auch wenn es brutal klingt, ihm tut dieser Vater Sohn Abstand sehr gut.
Er äußerte sich vor einiger Zeit mal meinem Schwager gegenüber und sagte er habe Angst vor Papa.
Er vermisst seinen Papa, aber ehr aus dem Betrachtungspunkt weil es sein Papa ist.
Bis Papa wegzog, war er seelisch ganz tief unten, verweigerte fast alle Anforderungen an ihn, war sehr unsicher und still, er verweigerte zum teil die Nahrung.
Über seinen Papa sagt er, "Der schreit immer nur"!

Heute ist er in jeder Hinsicht stabil. Er isst wieder normal, bringt Leistungen und kann auch damit leben wenn etwas nicht klappt.
Er hat keine Angst mehr zu versagen.
Der Weg dorthin war lang und nicht leicht.
Er verfällt in alte Muster, wenn er mit seinem Vater länger als 2,3 Tage zusammen ist.
Sind aber eben meine Beobachtungen.


Meine große Tochter, ist Papas Lieblingskind.
Sie ist sehr vernünftig, manches mal zu vernünftig für ihr alter und von ihr stammt der Satz "der horcht mich dich eh nur über dich aus"!
Im Gespräch mit der Lehrerin erzählte diese mir, das es vor einem guten Jahr einen Leistungsabfall bei meiner Tochter gab, dieser sei aber ausgestanden.
Ich überlegte und stellte fest, das der Leistungsabfall genau in dem Zeitraum lag, in dem mein Ex für einigen Ärger sorgte und auch den Versuch unternahm, die Kinder (insbesondere meine große Tochter) gegen mich aufzuhetzen.
Sie vermisst ihren Papa auch, aber sie hat nicht das Bedürfnis ihn anzurufen.
Vor ein paar tagen forderte ich sie auf, Papa mal einen Brief zu schreiben.
Sie schrieb;

Hallo Papa,
mir geht es gut.
Viele Grüße xxxxx

Ich fragte sie ob sie nicht etwas mehr schreiben möchte und sie sagte "Nein", das reicht.

Den Brief hat sie am ende zerrissen und weigert sich bis heute einen neuen zu schreiben.
Das J-amt, sagt, ich soll sie lassen.

Meine zweitjüngste.
Ich glaube sie war einfach zu jung (ist ende 6) und hat zum Glück nicht viel mitbekommen. Ihr geht es gut. Sie fragt ab und an, wann wir ihn wieder besuchen fahren, sagt aber auch das sie nicht ohne Mama dahin möchte, weil Papa immer soviel schimpft.

Die kleinste ist außen vor. Sie ist definitiv zu klein und mein Ex interessiert sich nicht für sie. Ihm geht es nur um die drei großen.

Im großen und ganzen kann ich sagen
Sie freuen sich, wenn Papa kommt, aber sie weinen nicht wenn er wieder geht.
Mein Sohn wollte ihn beim letzten mal nicht mal sehen.



Die Angst hat mich erst einmal so richtig kalt erwischt, vor wenigen tagen.
Liegt vermutlich an der letzten Post, den wilden Drohungen und meinen Nerven.
Ich bin in psychologischer Behandlung (hatte vor ein paar Jahren Depressionen. Ich bin heute frei von Depressionen, habe aber die Behandlung aufgrund der schwierigen Situation aufrecht erhalten.) und tausche mich oft mit meiner Therapeutin aus.
Sie gibt mir Tips und ich gebe mein bestes dieses umzusetzen.
Ich berate mich auch regelmäßig mit dem SP und dem Amt um die Kinder eben möglichst nicht zu beeinflussen.

Natürlich bekommen die Kinder mit, das ich nicht wirklich freudig auf das Thema Papa reagieren und es gelingt mir nicht immer so wie es vielleicht wünschenswert wäre.
Ich bin aber auch nur ein Mensch.
ich stelle mich den Kindern nicht in Weg und ich gebe es zu.."ich finde es ziemlich schwierig, die Kinder aufzufordern ihren Papa mal anzurufen, mit dem Hintergedanken das dieser Mensch alles daran setzt, mir das Leben schwer zu machen.
Aber ich muss meine Gefühle halt außen vor lassen, es geht dabei nicht um mich oder ihn, sondern um die Kinder.

Ja, es ist ein Machtkampf und der wird auf dem rücken der Kinder ausgetragen.
Ich sehe momentan einfach nicht mehr den Punkt, an dem ich die Grenze ziehen soll.
Ich persönlich habe den Kontakt rigoros abgebrochen, lese nun auch "endlich" seine Post nicht mehr und weil ich nicht mehr reagiere, geht er nun über die Kinder.
Was nun?
Ich weiss es einfach nicht mehr.




Beitrag von janamausi 10.04.11 - 18:59 Uhr

Hallo,

setzt Du dir evtl. selber zu hohe Ziele?

Warum forderst Du deine Kinder auf den Papa anzurufen oder ihn einen Brief zu schreiben? Das mußt Du doch gar nicht. Und ich würde da die Kinder auch nicht unter Druck setzen.

Und die Grenze wäre bei mir: Mein eigenes Leben (mit den Kindern) zu leben und wenn den Kindern danach ist den Papa anzurufen, beim schreiben zu helfen aber mehr nicht.

Ich schreibe auch nur einen langen Brief wenn mir danach ist und nicht wenn ich aufgefordert werde.

Können Kinder ab 12 Jahren nicht ein bißchen mitbestimmen ob sie zum Papa möchten? Wäre das nicht evtl. ein Ansatzpunkt um den Konakt so gering wie möglich zu halten bzw. ganz abzubrechen?

Hast Du denn Angst dass er den Kindern etwas antut? Glaubst Du das mit dem Würgen? Wenn ja, dann ist das schon heftig und ich würde mich mal beim J-Amt und Anwalt erkundigen was Du unternehmen kannst.

LG janamausi

Beitrag von janina81 10.04.11 - 09:35 Uhr

guten morgen!

ein seeehr langer text, aber ich habe ihn in ruhe gelesen!!
nun bin ich bissle baff!

ich wüßte nicht, wie ich an deiner stelle klar kommen würde. aber ich denke, ich würde mir auch solche mühen machen, wie du es getan hast.
da deine mühen nicht gefruchtet haben und er dich auch nicht in ruhe lassen kann, geh doch zu einem anwalt, erzähl ihm alles (die briefe von ihm an dich mitnehmen) und lass dich dort beraten.
die kinder werden dann eventuell von einem/r psychologen/in gesondert befragt, sollte es zu einer verhandlung kommen.
wenn er wirklich so viel wut über dich im bauch hat, dann wird er diese vor gericht nicht für sich behalten können. und richter sind ja nich blöd und merken so einiges ;)

deine angst vor seiner reaktion bezüglich des briefes (mit wunsch nach unterhalt) kann ich gut nachvollziehn. war bei mir genauso. nichts desto trotz mußt du das für deine kindern einfordern, sie selbst können das ja nicht. vater sein heißt eben nicht nur die kinder sehen sondern auch für sie zu sorgen! und das geht eben meist nur mit unterhalt.

ich glaube, du bist auf dem richtigen weg. ich glaube auch, es gibt kein "richtig" oder "falsch" in dieser sache.
DU bist DU! und DU hast 4 kinder, die DICH brauchen!!!

ich wünsche dir viel kraft für alles noch kommende #klee
(und sorry das ich keine patentlösung für dich habe :-( )

janina



Beitrag von aurora-borealis 10.04.11 - 10:26 Uhr

Danke.
Ich gebe mir mühe und scheue auch nicht davor, mir Hilfe von außerhalb zu holen.
Ich weiß das ich nicht perfekt bin und ein klares unabhängiges Bild, eines aussenstehenden auch meine Sichtweise verändern kann.

Ich finde diese ganze Situation einfach untragbar.
Es gibt tage da würde ich am liebsten die Kinder nehmen und verschwinden.
Natürlich ist das nur ein Gedanke, aber ich bin einfach an einem Punkt, an dem ich nicht mehr mag.

Ich weiß wie er drauf ist, ich weiß das er immer recht haben muss und sogar schon Richter wegen Befangenheit angezeigt hat, weil das Urteil nicht zu seinen Gunsten ausging.

Beitrag von bouncecat 11.04.11 - 09:56 Uhr

Hallo Aurora,

ich habe nun deine Geschichte gelesen und bin ein bissl baff.

Ich verstehe deine Ängste sehr genau, da ich es bei dem Vater meines großen auch miterlebe. Ich muss auch diese Verbale Gewalt zulassen, wie du es tust. Denn solange ich mein Wort erhebe, heißt es gleich ich würde ihm das Kind entziehen. Auch muss ich mir Unterstellungen übelster Art, Beleidigungen erlauben. Es interessiert in dem Sinne dem Familiengericht nicht sowie auch dem Jugendamt, was er mit dir tut. Sondern nur um die Kinder.

Jedoch hat er auch diese Verbale Gewalt vor Gericht gezeigt, so das beschlossen wurde, dass er nur noch seinen Sohn per Umgangsbetreuung sehen darf. Sonst gar nicht mehr.

Den einzigen Tipp den ich dir geben kann, den ich auch getan habe, ist, ihn wegen Verbaler Gewalt anzuzeigen. Alles vorlegen. Das wirkt sich bei ihm dann auch schlecht aus, gerade weil er dies vor seinen Kindern auch tut. Und wenn du die Beweise dazu hast, dann umso mehr.
Außerdem würde ich nochmal vors Familiengericht gehen. Plediere dann auch darauf, dass du eine Verfahrenspleger/-in bekommst. Sie ist spezialisiert deine Kinder in der Sache anzuhören. Auch dich und später den Vater. Doch ihr Ziel sind die Kinder. Sie selbst kann vor dem Gericht etwas beitragen, gerade wegen der Sache was der KV vor deinen Kindern und deinem Sohn angetan hat. Denn sie wird dann entscheiden, ob der KV deinen Kindern gut tut oder nicht. Denn das ist wichtig, dass es solch eine Person gibt, die vom Gericht gestellt wird, wenn die Gefahr besteht das das Wohl deiner Kinder gefährdet ist, von seiten des KV's.

Ich drücke dir jedenfalls fest die Daumen. Denn verstehen tue ich dich sehr gut in der Sache. Auch hoffe ich, dass eines Tages bei dir der Spuck endlich vorbei ist und du mit deinen Kindern endlich in Frieden leben könnt.

Lg
bouncecat