total verfahrene Situation und Gezerre ums Kind

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von tinemaya 10.04.11 - 09:17 Uhr

Hallo,
ich schreibe hier, weil mir die gegenwärtige situation meiner Freundin total leid tut.
Ihr Mann hat sie vor einem Jahr verlassen, da sie ein aktutes Alkoholproblem hatte und das Familienleben unerträglich war. Zu Recht. Aber sie hat die Kurve gekriegt ist clean und lebt wieder bei ihren Eltern. Die Gründe ihrer Sucht lagen auch wohl darin, daß ihre Schwiegererltern sie nie akzeptiert haben, sie stets verbal "nieder" gemacht wurde und als "Nichtsnutz" hingestellt worden ist. Darauf folgten Depressionen und schließlich eine Brustkrebserkrankung. Der Tiefpunkt ein stationärer Aufenthalt in einer Psychatrie und anschl. Klinik für Suchtkranke. Ihr Mann ist ausgezogen hat das Kind mitgenommen. Die Betreuung der Kleine findet nun von den ihr so gehassten Schwiegererltern statt. Das Kind wurde ihr lange Zeit vorenthalten, in dieser Zeit ist sie vor Sehnsucht nach ihrem Kind fast vor die Hunde gegangen, bis sie schließlich Klage eingereicht hat und vor dem Richter sogar Recht bekommen hat, schließlich teilen sich beide nach wie vor das Sorgerecht. Seitdem darf sie das Kind mind. ´1x pro Woche sehen. Beide Parteien sollten sich auf dem Umfang der Besuchzeit einigen - so der Beschluss. Tja und nun steht das gemeinsame Haus vor dem Verkauf. Sie hat am WE die letzten SAchen rausgeräumt und auch Elektrogeräte aus der Küche ausgebaut und mitgenommen. Daraufhin ist er ausgerastet und hat nichts anderes im Sinn als sie an ihrer wundesten Stelle zu bestrafen indem er zu ihren Eltern hingefahren ist und die Kleine abgeholt hat. Mündl. vereinbart war der Besuch über das ganze Wochenende - der Beschluß ist jedoch offiziell nur Samstags bis 17,30 Uhr. Somit musste sie die Kleine rausrücken, da er mit Polizei gedroht hat.
Aber ist das nicht eine Sauerei ? Was kann man tun ?
Das ganze tut mir wirklich leid.

Beitrag von vollmond73 10.04.11 - 12:29 Uhr

Hallo,

das tut mir natürlich Leid, was da mit deiner Freundin ist.

Ich weiss ja nicht, in wie weit sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen hat aber sie sollte sich doch einfach mal an das Jugendamt wenden und sich dort Rat und Hilfe holen.

Vielleicht ist ihr Mann ja auch bereit nochmals ein Gespräch zu dritt zu führen und dort nochmals eine Einigung zu bekommen...abgesehen vom Urteil vom Gericht.

Was ich jedoch unter aller Sau finde....muss ich einfach mal so sagen...das ER seine Macht auspielt und hier das Drohen anfängt, denn so handelt er nicht im Sinne seines Kindes.

das Kind sollte aus dem ganzen raus gehalten werden.

Beitrag von ppg 10.04.11 - 16:16 Uhr

Leider schreibst Du gar nichts über das Kind.

Meine Kinder habe viele Jahre lang unter ihrem psychisch kranken und auch abhänigen Vater gelitten - sie wollen ihn gar nicht mehr sehen!

ich denke, Deiner Freundin ist vermutlich gar nicht klar, wie sehr alle unter ihr haben leiden müssen. Und nur weil sie eine Therapie gemacht hat, heißt das lange nicht das die naderen familienmitglieder nicht noch mit ihren eigen seelischen Wunden zu kämpfen haben.

Wir hören hier nur einen Teil der Geschichte - da würde ich auch gerne die andere Seite dazu hören.

Denn wenn Du meinen Ex - Mann fragen würdest bin ich auch allein diejenige die ihm die Kinder vorenthält. Seine eingenen Verfehlungen, z.B. nicht eingehaltene Versprechungen, sieht er nicht. Und Suchtkranke sind sehr heftig ! Und extrem Ich - bezogen! Ich wäre an deiner Stelle da ganz vorsichtig:

Ute

Beitrag von nadineriemer 10.04.11 - 21:33 Uhr

Hallo,
sie hat die Kurve bekommen und eine Therapie gemacht.Sie hat vor dem Gericht Umgang zugesprochen bekommen, auch deswegen,weil sie ihr Leben in den Griff bekommen hat.Wenn sie jetzt so wie du schreibst clean ist,ihre Therapien gemacht hat,finde ich es unter aller Sau das er seine Macht ausspielt.Sie sollte zum Jugendamt und zum Anwalt gehen.Den Umgang wie bisher abgesprochen wahr nehmen und nach einiger Zeit auf mehr Umgang bestehen mit Hilfe vom Jugendamt und Anwalt.

Nadine

Beitrag von ppg 11.04.11 - 07:51 Uhr

Die Entzugstherapie ist noch nicht einmal 9 Monate her. Da von "die Kurve gekriegt" zu reden ist reichlich verfrüht.

Außerdem geht es hier bei weitem nich um die Kindsmutter und ihre Befindlichkeit , sondern einzig um das Kindeswohl eines Kindes das unter einer saufenden Mutter zu leiden hatte. Und genau in diesem Punkt würde ich gerne mal die andere Seite hören.

Komisch , Du bist es doch sonst, für den das Kind an erster Stelle steht - oder ist das bei Dir nur so, das das Kindeswohl nur durch Väter geschädigt wird?



Ute

Beitrag von nele27 11.04.11 - 10:41 Uhr

Ich gebe Dir absolut Recht.... hier wird wohl mit zweierlei Maß gemessen, weil es der Vater ist, bei dem das Kind lebt. Wäre der Vater der Säufer, würden wohl alle eine jahrelange Abstinenz befürworten, bevor er Recht bekommt...

LG, Nele (mit alkoholkranken Eltern)

Beitrag von nele27 11.04.11 - 10:48 Uhr

Hi,

aus den Zeilen klingt - sorry - die Logik des Alkoholikers. Ihre Schwiegereltern sind also Schuld an der Sucht?? Blödsinn! Dafür ist immer noch jeder selbst verantwortlich... ich mag meine Schwiegereltern auch nicht und fange nicht an zu saufen.

Ich denke, Deine Freundin sollte sich gedulden. Sie hat höchstwahrscheinlich über Jahre (vermute ich mal) ihrer Familie mit ihrer Sucht geschadet. Nun ist sie clean und meldet gleich Rechte aufs Kind an... da wäre ich an seiner Stelle auch vorsichtig.

Würdest Du das auch so sehen, wenn der Vater der trockene Säufer wäre? Da hätten die meisten doch gleich aufgeschrien, nur nicht zu früh treffen, der soll sich erstmal bewähren. Und wenn es eine Mutter ist, soll sofort das volle Programm mit dem Kind gefahren werden??
Wer weiß, was sie ihm angetan hat. Alkoholismus ist kein Pipifax. Es ist schlimm, suchtkranke Eltern zu haben (ich weiß, wovon ich rede).

Sie soll mal halblang machen, sich freuen, wenn sie ihr Kind vereinbarungsgemäß sieht und etwas Verständnis für das Misstrauen des Vaters aufbringen!

LG, Nele

Beitrag von nadineriemer 11.04.11 - 12:35 Uhr

Ich mache kein Unterschied zwichen Mann und Frau.Egal ob Mann oder Frau,wenn die sich Hilfe geholt haben dann sollte jeder eine zweite Chancen haben.

Nadine

Beitrag von nele27 11.04.11 - 15:22 Uhr

Und das Ganze dann so übereilt, so nach dem Motto "Jetzt bin ich clean, gib das Kind her"?? #gruebel

Du schreibst ja, sie konnte es bereits sehen. Ist doch super. Dann können die beiden ja LANGSAM eine Beziehung aufbauen.

Alkoholiker bleibt man übrigens sein Leben lang. Sicherlich gibts trockene Alkis, die alles ganz toll hinbekommen. Aber es ist nicht verwerflich, wenn man erstmal vorsichtig schaut, was draus wird. Schließlich gibts auch genug, die rückfällig werden. Ich weiß ja auch nicht, was Deine Freundin der Familie angetan hat, was evtl. einer Aufarbeitung bedarf.

Warum hat Deine Freundin denn keine Geduld diesbezüglich? Will sie alles, was gewesen ist, dadurch ungeschehen machen?

Beitrag von nadineriemer 11.04.11 - 18:53 Uhr

Hey,
das man vorsichtig ist ja auch ok un kann man auch nach voll ziehen.aber vielleicht beweist sie sich ja und hat wirklich was daraus gelernt.Ich wäre am Anfang auch noch vorsichtig,aber eine Chance,wenn sie die auch nutzt sollte man ihr schon geben.

Nadine

Beitrag von junisonne10 11.04.11 - 22:28 Uhr

#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl

wenn schwiegereltern krank machen, dann wäre mein mann dem tode nahe.

#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl

ganz ehrlich, ich verstehe nicht ganz "euer" problem. er hat das Kind mitgenommen, um es zu schützen. er kümmert sich um die betreuung des kindes, auch wenn es seine verhassten eltern sind, die auf das kind aufpassen, ist es egal, solange das kind in guten händen ist. es hat sie doch scheinbar auch nicht interessiert, wie das kind betreut wird, während sie säuft, oder hat sie nur getrunken, wenn das kind nicht da war.

du weißt nicht, was vorgefallen ist und solltest dir auch kein urteil darüber erlauben. schließlich kann es auch ganz anders gelaufen sein. weder DU noch deine freundin wart dabei, als die kleine abgeholt wurde und wer sagt denn, dass es mündlich vereinbart war, deine freundin? vielleicht stimmt das ja gar nicht.

ich möchte nicht wissen, wie schwer ihre sauferei für die familie war, es muss erst wieder eine gemeinsame basis gefunden werden und ER muss wieder vertrauen aufbauen, vertrauen, dass das gemeinsame kind bei ihr gut versorgt ist.

und ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob elektrogeräte klauen zum aufbau des vertrauens hilft, denn es scheint ja schließlich nicht abgesprochen gewesen zu sein, sonst wäre er nicht so ausgerastet (damit beführworte ich nicht das sofortige abholen, soweit es deswegen stattfand).

Beitrag von badguy 13.04.11 - 13:13 Uhr

Sie hat die Kurve nicht bekommen. Sie ist eine, vermutliche trockene, Alkoholikerin, die sich weigert, die wahren Gründe für Ihre Sucht anzuerkennen.

Wenn deine Freundin wegen ihren SE Alkoholikerin geworden ist, müsste ich mich wegen meiner Familie todsaufen.

Ich kriege das Kotzen, wenn ich höre, wie sehr deine Freundin ihr Kind vermisst. Das arme Kind war aber kein Hindernis um zu saufen.

Feige und verlogen sage ich dazu. Genauso wie die Aktion mit den Elektrogeräten. Elektrogeräte baust du nicht mal eben aus, das planst du.