Paranoide Schizophrenie

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Beitrag von igoar 10.04.11 - 14:03 Uhr

Hallo zusammen,

ich hoffe ihr könnt mir mal ein wenig Licht ins dunkle bringen bzw. vllt erkennt der eine oder andere ja soeinen fall :) Zuerstmal zur Geschichte, wie alles anfing.

Im Jahre 2003 fing ich meine Ausbildung zum Fachkraft für Brief- und Frachtverkehr an. Die Arbeit machte mir Spaß (Ausser bei Regen :D ) und ich ging gerne Arbeiten. Mitten in der Ausbildung erkrankte ich dann aus unerklärlichen Gründen an "Paranoide Schizophrenie" mit den Symtomen, mich selbst zu Verletzen, Stimmen zu hören, Warnvorstellungen zu haben und Depressionen, die irgendwie nie aufhören wollten. Ich hielt es fast 1 Jahr aus, bis diese Selbstverletzungen meine Ausbilder und meine Kameraden mitbekommen haben und sie mich baten, doch in eine Therapie zu gehen. Dieses überlegte ich mir damals und suchte einen Psychater auf. Er verschrieb mir zuerst Anti-Depressiver, auf die ich aber garnicht klar gekommen bin ( Depressionen bedeutend schlimmer als ohne, habe mich nur noch verkrochen zuhause, stimmen hörte ich noch öfter als ohne Medis). Daraufhin wurde ich dann auf ein Neuroleptikum eingestellt "Amisulprid 400 mg" Diese schlugen gut an, jedoch war es ja nicht sinn der sache, das ich die ganze Zeit Medis nehmen sollte. Also erkundigte ich mich bei meinem Psychater, was es noch für möglichkeiten geben würde, ausser Medikamente. Dieser schlug ein Klinikaufenthalt in der offenen vor. Dieses Angebot nahm ich damals auch sofort an, da ich mich nicht mehr selbst verletzen wollte und ich wollte, das dieser "Traum" ein ende hat. Innerhalb von 2 Tagen sollte ich dann Stationär aufgenommen werden. Nach dem Klinikaufenthalt ging es mir auch eine lange Zeit gut (ca 3 1/2 Jahre).

Im Jahre 2007/2008 kamen die ersten "Vorsymptome" wieder (Warnvorstellungen und leichte Depressionen, angst vor unbekanntem etc.), wobei ich mir aber nichts gedacht hatte und ignorierte sie. Ich lebte weiter und im Oktober 2008 kam dann meine kleine Tochter zur Welt. Ich nahm mir den Erziehungsurlaub um für die kleine da zu sein. Nach der Geburt wurde es mit meiner Krankheit jedoch immer schlimmer. Die Warnvorstellungen waren immer schlimmer und häufiger, Depressionen kamen häufiger, hatte angst; arbeiten zu gehen und brach diese ab, neue arbeitsstellen konnte ich durch meine angst nicht antretten und suchte dann meinen Psychater wieder auf. Ich erklärte ihm meine Symtome und er verschrieb mir direkt wieder "Amisulprid 400mg" jedoch sollte ich nur 1/2 am Abend nehmen. Gesagt getan. Nach gut 4-6 Wochen reichte die Dosis nicht mehr und ich habe mit absprache die Dosis erhöht. Es ging nun auch wieder 2-3 Wochen gut. Nun empfohl mir mein Psychater wieder in die Klinik zu gehen und dort eine Therapie zu machen. Dieses stimmte ich mit einem knaussern zu. Genauso wie damals hatte ich innerhalb von 1 Tag einen Platz in der offenen. Ich ging also zur Klinik, machte die Aufnahme durch und bekam dort dann nach 3 Stunden solche Panik-Attacken, das ich die Klinik sofort wieder verlassen hatte. Wie ich zuhause angekommen bin, sprach ich mit meinem Psychologen darüber und er war natürlich nicht erfreut darüber. Aber da ich mich strigst weigerte, in die Klinik zurück zu gehen, hatte er die Dosis auf 800 mg am Tag erhöht (2 Tabletten). Nach gut 3-4 Tagen tratten dann Nebenwirkungen des Medikaments auf wie z.b. 3 Nervenzusammenbrüche in 1 Woche, überforderung, hatte Probleme, meinen Tag zu gestallten und den Tag zu Strukturieren, unruhe, schlaflosigkeit, Panikattacken, Atemnot uvm. Ich setzte darauf die Medikamente sofort ab und es dauerte einige Tage, bis es mir etwas besser ging. Nach langem überlegen und schlaflose Nächte, hatte ich mich für einen Platz in der Tagesklinik entschieden und fand den weg richtig. Daraufhin ging ich zu meinem Psychologen, der auch zustimmte und mir die Einweisung schrieb und hatte alles in die Wege geleitet. Mit großer Freude hatte ich den Termin zum Vorgespräch erwartet. Am Freitag war es dann soweit, der Termin war und ich war vor Ort um mit dennen zu reden, warum ich zu dennen möchte etc. Nach dem Gespräch wurde mir dann mitgeteilt, das ich keine Chance auf eine Therapie in der Tagesklinik zu bekommen, da es mir derzeit ja gut geht, und sollte es mir mal wieder schlechter gehen, würde es mir zu schlecht gehen, um eine Therapie bei dennen im Hause zu machen. Dieses hatte mich ziemlich mitgenommen und wieder runtergerissen. Ich war enttäuscht und frusstriert, da ich mir fest vorgenommen hatte, diese Therapie durchzuziehen und auch anzugehen.

Nun weiß ich nicht, was es noch für möglichkeiten gäbe, da der Herr von der Tagesklinik sagte, das es noch andere möglichkeiten gäbe, wie z.b. bei der AWO oder dem SBZ, wo man Therapien im Sozialen Bereich machen kann.

Nun ist meine Frage an euch, was gibt es denn noch für Therapien? Welche Anlaufstellen habe ich noch ausser meinem Psychater? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Ich hatte überlegt, zu einem Psychotherapeuten zu gehen, jedoch haben alle in meinem Wohnort eine Wartezeit von 6 Monaten und solange möchte ich nicht noch warten, sondern was tun, solange es mir derzeit so gut geht.

P.S: Hab noch vergessen dort mitzuteilen: Derzeit nehme ich keine Medikamente (obwohl ich neue Verschrieben bekommen habe), aus Angst, das es mir wieder schlechter geht. Denn derzeitlich geht es mir relativ wieder gut.

Beitrag von danyela25 10.04.11 - 18:27 Uhr

Hallo!
Nimm deine Medis,du hast doch eine Verantwortung für dein Kind.Bei deiner Erkrankung gibt es nicht viel Möglichkeiten.

Lg dany

Beitrag von danyela25 10.04.11 - 18:37 Uhr

Ne also sorry das klingt jetzt echt bescheuert was ich da geschreiben habe.Ich will es mal so sagen,ich habe in der Psychiatrie gearbeitet und in einem akuten Stadium wie Stimmen und Wahn greift man immer zu Medikamenten da man nie weiß was diese Symptome anrichten können.Ich würde definitiv wieder in eine Klinik da dort im akuten Stadium am besten geholfen werden kann.Du musst eben auch an deine Kleine denken die bekommt alles mit und das ist sehr schlimm für Kinder.
Ich leide seit 3 Jahren an einer Angststörung und Zwangsgedanken und bin heilfroh dass ich Medis habe die mir helfen wieder normal zu leben.
Es ist völlig normal dass bei den Medikamenten die ertsten 2-3 Wochen die Symptome schlimmer werden aber danach wird es meist besser.Komm schon,du schaffst das!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

LG dany

Beitrag von scura 11.04.11 - 10:28 Uhr

Paranoide Schizophrenie muss ein lebenlang medikamentiert werden, da es eine Fehlfunktion des Gehirns ist. Ich denke nicht das eine Therapie da hilft.

Du solltest Dich in stationäre Behandlung geben und Dich richtig auf die Medikamente einstellen lassen. Du hast eine Verantwortung für Dein Kind.

Ich weiss, das die Medikamente Nebenwirkungen haben und deshalb von Erkrankten gerne abgesetzt werden. Eine zeitlang geht das gut, bis die Krankheit wieder ausbricht.
Ein guter Freund ist erkrankt und es gibt ein ständiges hin und her mit Medikamenten absetzen, wahnvorstellungen und Klinikaufenthalten. Es ist ganz furchtbar.