Trotzanfall

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von thaleia 10.04.11 - 21:23 Uhr

Nabend.
Ich hätte mal eine Frage und hoffentlich habt ihr ein paar Antworten und Tips für mich die mir helfen und den Alltag etwas einfacher gestalten lassen.

Es geht darum, ich war gestern mit meinen kleinen Sohn (ist im Februar 2 geworden) spazieren. (ich wollte noch schnell was einkaufen)
Wir hatten keinen Wagen oder ein Fahrrad (mit Fahrradsitz) dabei,wo ich ihn zur Not hätte reinsetzten können.

Es war auch keine lange Strecke,er läuft sehr gerne.
Jedenfalls waren wir schon fast am Ziel angekommen und aufeinmal fing er an einen Wutausbruch zubekommen.
Cholerisch wie nie wies er mich ab und schlug auch nach mir...weiter gehen und ignorieren konnte ich es nicht,da eine Straße so ziemlich in der Nähe war.

Wenn ich mit ihm im Park oder im Wald spazieren gehe ist es möglich dieses erstmal zu ignorieren,aber in dieser Situation war es mir nicht möglich.

Die Leute starrten mich an und schüttelten ihre Köpfe.
Nun stand ich neben meinen Sohn und er kroch am Boden kreischend rum.
Die einzige Lösung,so schien mir,war es ihn unter den Arm zuklemmen.
Hätte ich ihn normal auf den Arm genommen hätte er sich rausgewunden und ganz ehrlich er hat sich so gewehrt das dies auch nicht funktioniert hätte.

Ich hab echt alles versucht,ihn angesprochen,bin auf Augenhöhe gegangen,hab ruhig mit ihm geredet,aber wirklich nichts hat etwas genützt.
Als ich mit ihm dann in Laden war und er den kleinen Kindereinkaufswagen sah,war wieder alles in Ordnung,aber der Kampf dort hin erschien mir wie eine Ewigkeit.

Meine Frage jetzt: Wie verhaltet ihr euch?
Hab ich richtig gehandelt?

LG Thaleia

Beitrag von liasmama 10.04.11 - 21:42 Uhr

Bei meinem Sohn, bei dem solche Anwandlung mehrmals täglich vorkamen, habe ich folgende Lösung praktiziert:

Mich daneben gestzt und gewartet. ;-) JA, auch mitten auf dem Bürgersteig.
Warum auch immer, in dem Moment hatte er solche Seelenpein, dass er sie anders nicht auszudrücken vermochte. Aufheben und "mitschleppen" war keine Lösung, da hat er sich nur noch mehr reingesteigert.
So hab ich ihm gezeigt >ich bin da< und wenn er so weit war, sich trösten zu lassen, dann ist er gekommen.
Kopfschütteln und böse Blicke quittiere ich damals wie heute mit betont aufgesetztem Grinsen und Blickkontakt. Solange bis das Gegenüber lieber weggeht als sich weiter mit mir "blicklich" zu duellieren. ;-)

Beitrag von bine3002 10.04.11 - 21:42 Uhr

Ich würde, wenn es geht, das Kind immer erstmal ausbocken lassen und es möglichst nicht einfach "abtransportieren". Das ist nicht immer möglich. Wenn es regnet, kann man das Kind ja kaum am Boden liegen lassen. Ebenso auf einer Straße. Dann würde ich das Kind aber eben nur so weit wir wirklich nötig transportieren und es dann wieder absetzen. Ich fände es wichtig so eine Situation zu klären und dem Kind auch klar machen, dass es sinnvoller wäre, das Problem zu benennen anstatt einfach nur zu kreischen. Demnach würde ich auch immer loben, wenn das Kind ein Bedürfnis ohne Wutanfall geäußert hat und auch schnell darauf reagieren.

Beitrag von bine3002 10.04.11 - 21:43 Uhr

Ach so: Die Blicke der Leute würde ich ignorieren. Ich denke, dass Du genausoviele freundliche Blicke erntest, wenn Du genauer hinsiehst. Die meisten Leute mit kleinen Kindern kennen das doch.

Beitrag von sister36 10.04.11 - 21:46 Uhr

ja du hast dich richtig verhalten. wenn sie trotzen, helfen erstmal keine wörter. wenn sich meine beruhigt hat, frag ich auf augenhöhe was los war, worüber sie sich denn jetzt so geärgert hat und mache auch klar das ich das jetzt nicht verstanden habe, da sie mir ja nicht gesagt hat was sie hat... das ich aber auch nicht will das sie sich hinschmeißt und so laut kreischt, das sie mir ja sagen kann was sie hat, ich kreische ja auch nicht sondern rede mit ihr...

sie ( 3) nickt dann ich frag ob wieder alles in ordnung ist und wir jetzt das machen können was wir eigentlich wollten.. können wir dann meist auch.. allerdings kam es gott sei dank noch nicht so oft vor das es aus heiterem himmel passiert, meist weiß ich ja warum es so ist, weil ihr einer meiner entscheidungen nicht ganz in den kragen passt...#zitter

:-D lg manchmal kann man nichts machen, nur wundern..und es mit humor sehen. und mir ist wurscht ob die leute gucken, wir haben ja auch mal schlechte laune, nur können wir es anders mitteilen...#rofl

Beitrag von acid-burnxx 11.04.11 - 09:48 Uhr

Weswegen hat er denn so einen Anfall bekommen?

So ganz aus heiterem Himmel?#kratz

Oder ist irgendwas vorgefallen)Hast du gedrängelt (noch SCHNELL was einkaufen)?

Beitrag von thaleia 11.04.11 - 10:08 Uhr

Nein ich habe nicht gedrängelt.
Wir hatten ja auch Zeit und er durfte auch einiges erkunden.
Die Gartenanlagen und alles Mögliche was uns begegnete.
Ich wollte dann über die Straße mit ihm und da fing er an.
Es kommt zur Zeit öfters vor das er aus heiterem Himmel anfängt so zornig zuwerden, oder wegen,wie es mir scheint,Kleinigkeiten


LG Thaleia