Dazu verdienen in der Elternzeit

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von beckie83 10.04.11 - 22:20 Uhr

Hallo #winke

ich muss hier mal meine Wut rauslassen.

Bin ja noch in der Elternzeit. Jedoch bekomme ich nicht gerade viel Geld. Es sind knapp 750,-- Euro dann noch den Unterhalt für meinen Kleinen und eben Kindergeld.
Was soll ich sagen, Ihr wisst sicherlich wie das ist : Es reicht gerade so.

Nun hat mir meine Chefin angeboten wieder Stundenweise zu arbeiten.
Wäre auch super da ich alles von zuhause aus machen kann.

Ich also bei dem Amt für "Soziales und Familie" angerufen und mich erkundigt und was darf ich hören : Jeden Eure den ich dazu verdiene wird mir sofort vom Elterngeld abgezogen.

Das ich alleinerziehend bin und das Geld knapp ist hat den guten Mann mal garnicht interessiert.
Ich weiss, er kann nichts dafür, er tut auch nur das was man ihm sagt, aber ganz ehrlich. Ich finde das eine Frechheit.

Hätte ich einen Mann der monatlich noch gut 1000€ mit heim bringt würde ich auch nichts sagen, aber so.
Ich bin total baff.

Da will man arbeiten und dann sowas.... ich könnt echt kotzen.
Da wundern die sich noch das soviele schwarz arbeiten gehen.

Naja, wollte ich nurmal loswerden.

Lg Beckie

Beitrag von a11ure 10.04.11 - 22:44 Uhr

Betreuungsunterhalt vom KV für Dich?

Beitrag von beckie83 11.04.11 - 07:47 Uhr

Nein, bekomme ich nicht.
Unterhalt für den Kleinen sprich 241 €

Beitrag von susannea 11.04.11 - 13:43 Uhr

Dann stellt sich aber die frage warum du den dir zustehenden Unterhalt nicht erhältst.

Beitrag von beckie83 11.04.11 - 19:57 Uhr

Wir sind und oder waren ja nie verheiratet.

Beitrag von susannea 11.04.11 - 20:01 Uhr

Ja und, aber er ist der Vater des Kindes und damit hast du Anspruch auf Betreuungsunterhalt. Ob ihr verheiratet ward ist dafür irrelevant!

Beitrag von matata 10.04.11 - 23:26 Uhr

noch frecher geht immer:

ich habe einen 30h job
beziehe ergänzend alg2

Arge und andere öffentliche Stellen waren nicht bereit meine Ausbildung zu finanzieren, ich studiere als derzeit nebenher und klaube mein geld zusammen,

ich könnte sie über Steuererklärung refinanzieren, aber diese rückzahlung würde dann vom amt als einkommen berechnet werden und schwupps bekomme ich keine ergänzung wieder....

alg2 ist nicht für initiave menschen in schwierigen lebensumständen gemacht sondern nur ein instrument damit unser leckerer "sozialstaat" seine berechtigung behält....

mir scheint du bist dazu gezwungen dich anderweitig umzuschaun.... aber mit 750 elterngeld solltest du schleunigst noch wohngeld beantragen bzw. schauen ob du ergänzend alg2 beziehen kannst.....

lg tata die mit ihrem leben jongliert damit sie irgendwann mal nicht mehr so abhängig ist.

Beitrag von 123bhtrsfe456 11.04.11 - 00:10 Uhr

Du säumst das Pferd vom falschen Ende auf.


Du studierst und wenn man studiert, gibt es die Möglichkeit Bafög zu beantragen.

Warum solltest Du also Alg II bekommen? Solange Du studierst stehst Du ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und bist aber anscheinend in der Lage zu arbeiten.

Beitrag von matata 12.04.11 - 05:45 Uhr

blubb blubb blubb

du denkst wirklich, dass ich diese möglichkeit noch nicht beleuchtet habe?!

ich studiere berufsbegleitend an einer akademie, falle damit aus dem bafögspiel heraus und leider nennt es sich "studiengang" und damit bezahlt es mir auch nicht die arge.... du wirst lachen, es scheitert hier tatsächlich an der formulierung...

(leider) ist meine arbeitsstelle vom europäischen sozialfond gesponsort, dass für mich somit auch alle anderen förderungmöglichkeiten hinfällig sind, das diese meist auch durch den esf gefördert werden und eine doppelförderung nicht möglich ist

und die tatsache, die paar euro aufstockend alg2 zu bekommen akzeptiere ich nur, weil eben meine tochter da ist, ansonsten würde ich mir den käse sparen, wir brauchen nur leider das geld.

ich hab das scheiß pferd von jeder seite versucht zu zäumen, nur leider hat es keinen kopf....

und hättest du genau gelesen, hättest du auch heraus gefunden, dass ich dem arbeitsmarkt nicht zur verfügung stehe, weil ich schon fröhlich meine steuern zahle und meinen niedlichen pummelhintern 30 stunden die woche im büro platt sitze und sogar spaß dabei hab, auch wenn die bezahlung miserabel ist.....

wer lesen kann ist klar im vorteil!

Beitrag von grauntoene 11.04.11 - 00:02 Uhr

Hallo,


hast Du auch mal Wohngeld beantragt?

Ich habe in meinem Elternjahr etwa genausoviel bekommen wie Du an Elterngeld, dazu Unterhaltsvorschuss (130€) und Wohngeld, sowie Kindergeld, ich bin damit eigentlich sehr gut über die Runden gekommen.

LG

Beitrag von 123bhtrsfe456 11.04.11 - 00:05 Uhr

Es stimmt aber nicht, dass Dir jeder Euro, den Du verdienst vom Elterngeld abgezogen wird.
Es sieht so aus, dass Du bis zu 30 Stunden arbeiten darfst und Du dann von der Differenz von jetzigen Einkommen zu bisherigen Einkommen zwei Drittel an Elterngeld, aber mindestens 300 Euro bekommst.

So ungerecht ist das nun wirklich nicht. Der Staat bietet dir die Möglichkeit einen Ersatz für deinen bisherigen Verdienst zu bekommen, damit Du dein Kind zuhause in Ruhe betreuen kannst.
Warum sollte man Dir das Geld auch geben, wenn Du Dich arbeiten kannst?

Das ergibt doch keinen Sinn.

Beitrag von susannea 11.04.11 - 13:45 Uhr

Es wird jeder Euro angerechnet, das ist ein Unterschied zu jeder Euro wird abgezogen!

Beitrag von beckie83 11.04.11 - 07:52 Uhr

Den Antrag vom Wohngeld werde ich heute abgeben... das hat sich leider alles bissl in die Länge gezogen.

Ich sage auch nicht das ich nicht über die Runden komme, aber ich finds schon bissl "unfair".
Ich sehe meine Freundin mit Baby und Mann, der Mann verdient Geld unsd sie darf ohne Abzüge arbeiten gehen.

Ich geh schon davon aus das es einen Sinn hat das der Staat das so einrichtet, aber ich finds trotzdem blöd.

Beitrag von windsbraut69 11.04.11 - 15:17 Uhr

"Ich sehe meine Freundin mit Baby und Mann, der Mann verdient Geld unsd sie darf ohne Abzüge arbeiten gehen."

???
Was darf Deine Freundin, was Du nicht darfst?

Beitrag von pink-pearl 13.04.11 - 10:19 Uhr

Verstehe das Problem nicht ganz... Du hast 750,- € Elterngeld, 241,- € Unterhalt und 184,- Kindergeld - dass sind 1175,- €... für zwei Personen!! Das sind 100,- € mehr als der Alg II Satz...

Beitrag von gchantrea 11.04.11 - 11:02 Uhr

Hallo Beckie,

sagt ja auch niemand, dass du nicht arbeiten kannst. Und es ist doch schön, wenn man sich das Geld, von dem man lebt, selbst erarbeitet - auch wenn es nicht viel ist.

Ich wäre froh um jeden Cent, der nicht vom Staat kommt. Das soll kein Vorwurf sein...also nicht falsch verstehen.
Ich glaube nicht, dass dir jeder Euro, den du dazu verdienst, gleich angerechnet wird. Ich weiß jetzt nicht, wie das mit dem Elterngeld ist, aber da besteht doch sicher auch ein Mindestanspruch, oder?

Am Telefon kann man dir viel erzählen - das Beste ist, du gehst da hin und lässt dich beraten.

Die Chance, die dir deine Chefin bietet, würde ich aber annehmen. ^^

LG Chantrea

Beitrag von miau2 11.04.11 - 11:03 Uhr

Hi,
die Auskunft war falsch, es wird nicht jeder euro abgezogen.

Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung, ergo bekommst du nur Elterngeld für den Lohn, der ersetzt werden muss.

Und daraus ergibt sich, dass du beim Dazu-Verdienen im ersten Jahr bzw. bei dir wohl 14 Monaten (ich gehe mal davon aus, dass du in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes bist) nur der Teil vom Lohn "ersetzt" wird, den man weniger hat als vorher.

Also altes Gehalt - minus Dazuverdienst, und davon ungefähr 67%. Da ja der Prozentsatz (die 67%) mehr wird je weniger Gehalt ersetzt wird (also wer "nur" 500 Euro ersetzt bekommt bekommt deutlich mehr als 67%) kann sich auch daran etwas ändern.

Heißt, du hast also mit Dazuverdienen trotzdem mehr als ohne.

Abgesehen davon fördert es vielleicht deinen Wiedereinstieg in den Beruf, wenn du jetzt stundenweise arbeitest. Vielleicht zahlt es sich jetzt nur wenig aus, aber später dafür um so mehr?

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von susannea 11.04.11 - 13:46 Uhr

DAs hat das Amt dir sicherlich nciht gesagt. Das Amt wird sicher gesagt haben, dass jeder Euro angerechnet wird und das stimmt auch, allerdings wirds nicht abgezogen!