Will das das Kind nicht mehr

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von i don´t no 10.04.11 - 22:27 Uhr

Hallo zusammen,

ich hab bereits Kinder und bin erneut schwanger,allerdings schon im 7. Monat. Ich dachte,ich schaffe das. Habe Mann der hinter mir steht,aber eben kaum zu Hause ist und Unterstützung von anderen kann ich auch nicht erwarten,da ich weit weg von Familie und alten Freunden wohne.
Ich fühle mich in meinem Körper überhaupt nicht wohl und mag das Kind schon nimmer....wobei ich es eigenlich so lieb hatte und mich gegen einen Abbruch entschieden habe.

Ih weiss nicht mehr weiter...bleibt wirklich nur noch die Adoption? Mein Mann wäre sicher dagegen und die Kinder würden es auch nicht verstehen... ich bin dem ganzen aber nicht mehr gewachsen,ob psychisch,körperlich oder auch finanziell....


LG broken

Beitrag von ich kenne das 10.04.11 - 23:09 Uhr

#winke

ich kann vollkommen verstehen wie du dich fühlst....
mir ging es in meiner damaligen schwangerschaft auch nicht besser,
ich war am ende mit meinen nerven,
ich konnte einfach nicht mehr, und dann kam die Krönung, 2Wochen vor der Geburt ließ mich mein Mann sitzen!!!
Booooom da stand ich dann, mutterseelen alleine mit einem 17monate alten Kind, hochschwanger, ALLEIN !!!

Der Anfang war schwer, doch als ich den kleinen in den Armen hielt, war alles vergessen ....#liebdrueck

Beitrag von charlotte24435 11.04.11 - 07:23 Uhr

Lass Dich erst einmal umarmen!
Sicher ist Deine Situation nicht einfach. Wieviel Kinder hast Du denn? Wie alt bist Du?
Das spielt alles zusammen eine große Rolle. aber überlege mal, was kann der Krümel dafür, der da zu Euch möchte?
Kannst Du nicht einmal so einen Entspannungstag ohne Kinder einlegen?
Dein Gedanke von Adoption schieb mal weit weg. Du könntest es nicht wenn Du erst den Krümel im Arm hälst. Warum "ich" würde er fragen wenn er könnte.
Versuche einfach Dich ein bisschen zu entspannen, geh raus, genieße den Frühling, erfreue Dich an das Blühen und Spriessen.
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute und, vor allem, dass Du Deine depressive Phase (die übrigens in einer SS nicht selten ist) überwindest.
Charlotte

Beitrag von anyca 11.04.11 - 10:30 Uhr

Wenn ich das richtig verstehe, ist Dein Problem die mangelnde Unterstützung? Wie wäre es, wenn Du Dich mal an eine Beratungsstelle wendest (muß ja nicht das Jugendamt sein, vielleicht haben Caritas oder Diakonie ja auch Tipps?) Vielleicht wäre ja eine "Leihoma" etwas für Euch, damit Du mehr Unterstützung hast?

Beitrag von marjatta 11.04.11 - 12:10 Uhr

Ich kann Dich sehr gut verstehen. Wenn einem so weit weg von aller Unterstützung der Boden wegrutscht und die Kräfte sich dem Ende neigen, dann kommen solche Gedanken ganz schnell.

Mir geht es ähnlich wie Dir, bin die meiste Zeit alleine, mein Partner beruflich unterwegs und nur alle 4-6 Wochen für 2 Wochen zuhause, wenn ich Glück habe auch mal 3. Er ist auch in Bezug auf unseren "Großen" keine wirkliche Entlastung, ohne ihn läuft es da reibungsloser. Ich erwarte meine ungeplante Nr.2.... hatte im Winter drei schwere Infekte und liege einfach nur noch kräftemäßig am Boden. Habe mir Unterstützung geholt (Haushaltshilfe, Babysitter), um wenigstens ein bisschen Luft holen zu können, aber selbst das reicht nicht aus. Ich komme von der Arbeit nach Hause mit dem Großen von der Kita und mehr wie mich mit ihm auf's Sofa lümmeln, mal ein Buch schauen oder eine DVD ist da nicht drin. Mach mir auch schon Vorwürfe, dass ich es nicht besser hinbekomme. Aber ich bin einfach nur noch erschöpft. Und ich hab ja auch noch bis Mitte Juli durchzuhalten.

Dennoch ist mir der Gedanke nie gekommen, ich würde es weggeben. Dafür habe ich mir viel zu lange dann doch wenigstens die zwei Kinder gewünscht.

Willst Du Dir nicht auch lieber Hilfe holen, bei der Caritas, der Diakonie oder ProFamilia? Vielleicht kann Dir auch Deine FÄ helfen, z.B. eine Haushaltshilfe verschreiben, damit Du etwas Entlastung bekommst. Die wird dann von der KK bezahlt.

Es geht ja hauptsächlich darum, wieder zu Kräften zu kommen. Wenn Dein Mann dahinter steht, würde ich den Gedanken an eine Adoption schnell wieder in die Schublade stecken. Meiner hätte nach all den Kämpfen und Auseinandersetzungen, die wir wegen dieser ungeplanten SS hatten, kein Verständnis für so eine Entscheidung. Finanziell ..... hängt davon ab, ob es um die Basisversorgung geht oder um die vielen Extras... Wir haben heutzutage so wahnsinnig hohe Ansprüche an alles... aber ich frage mich regelmäßig, ob die gerechtfertigt sind.

Ich wünsche Dir viel Kraft und dass Du am Ende mit Deiner Entscheidung für das Kind zurecht kommst.... Mach eine Mutter-Kind Kur, wenn Du spürst, dass Du mehr Erholung brauchst und lass Dir von den Ärzten ebenfalls helfen, wenn Du keine Ressourcen mehr hast. Dafür gibt es all diese Möglichkeiten. Du bist damit nicht allein.

Gruß
marjatta mit Sohn und #ei, 27.SSW, der es im Moment ganz ähnlich geht

Beitrag von isi1709 11.04.11 - 15:07 Uhr

Hi,

kann dich gut verstehen und auch nachvollziehen. Finde es sehr wichtig und gut, dass du darüber sprichst. Wende dich doch ans Jugendamt, dort kannst du sehr viel und gute Unterstützung bekommen, eine Haushaltshilfe oder Familienhelfer.....Bin mir sicher, dass du nach einer Übergangszeit das dann auch wieder alles allein schaffst. Und es ist überhaupt nicht schlimm sich helfen zu lassen. Schlimm ist es nur, wenn man sich nicht eingesteht, dass man überfordert ist. Nutze die Hilfen, die dir zustehen!

LG

Isabel

Beitrag von sunflower5 11.04.11 - 17:27 Uhr

Hallo, hat du dich schon beim Jugamt oder Kirchen..nach Unterstützung erkundigt?
Es gibt in einigen Orten entsprechende Projekte, z.B. den Oma-Hilfsdienst, kostenfrei.

Jetzt in der SS kannst du dir ein Attest vom FA geben lassen, da steht dir eine Haushaltshilfe zu, du findest eine Person z.B. bei Diakonie oder ambul. Pflegediensten..

Evt. für längerfristig eine Schülerin ?

glg, sunflower5kids

Beitrag von sharanin73 11.04.11 - 22:20 Uhr

Hallo,

ich kann das was du empfindest durchaus auch nachvollziehen,ich bin auch "ungewollt" schwanger und habe lange gebraucht um mich zu entscheiden was ich will.auch adoption war etwas mit dem ich mich versucht habe auseinander zu setzen, habe das aber sehr schnell wieder verworfen!
Ich bin in der 18.Woche schwanger und habe mich damit abgefunden eben wieder Mama zu werden,ich freue mich sogar darauf!Bei mir ist es das siebte Kind und das war schon ein Schock aber mittlerweile mehr für andere als für mich.Mein Partner und vor allem aber auch die Kinder,so sie es denn vom Alter her können,stehen hinter mir und 2 Menschen um deren Hilfe zu bitten nicht ganz so einfach war.......meine flexible Familienhilfe und meine Haushaltshilfe,beide von der AWO und superliebe Menschen die mir helfen meinen Alltag zu meistern und nicht in ein Loch zu fallen.Meine Flex habe ich wohl schon seit fast eineinhalb Jahren.Der Gang zum Jugendamt war alles andere als leicht,weil man immer mit der Angst behaftet ist die Kinder könnten einem genommen werden aber ich habe festgestellt das diese Angst unbegründet ist,kann nur für mich sprechen,nur seit eben seit ein paar Wochen ebenfalls vom Jugendamt bewilligt meine Haushaltshilfe auch noch da ist, klappt alles wunderbar! Ich kann dir nur raten,wage diesen Schritt dich ans Jugendamt oder direkt an die AWO zu wenden,verkehrt ist es absolut nicht!Und pro Familia wie hier schon vorgeschlagen ist sicher auch eine gute Idee.

Ich wünsche dir von Herzen alles alles Liebe und das du es schaffst aus deinem seelischen Tief herauszukommen!Ich drück dir die Daumen!


Fühl dich mal ganz lieb geknuddelt lg Shara73:-)

Beitrag von sharanin73 11.04.11 - 22:36 Uhr

Hallo,

ich kann das was du empfindest durchaus auch nachvollziehen,ich bin auch "ungewollt" schwanger und habe lange gebraucht um mich zu entscheiden was ich will.auch adoption war etwas mit dem ich mich versucht habe auseinander zu setzen, habe das aber sehr schnell wieder verworfen!
Ich bin in der 18.Woche schwanger und habe mich damit abgefunden eben wieder Mama zu werden,ich freue mich sogar darauf!Bei mir ist es das siebte Kind und das war schon ein Schock aber mittlerweile mehr für andere als für mich.Mein Partner und vor allem aber auch die Kinder,so sie es denn vom Alter her können,stehen hinter mir und 2 Menschen um deren Hilfe zu bitten nicht ganz so einfach war.......meine flexible Familienhilfe und meine Haushaltshilfe,beide von der AWO und superliebe Menschen die mir helfen meinen Alltag zu meistern und nicht in ein Loch zu fallen.Meine Flex habe ich wohl schon seit fast eineinhalb Jahren.Der Gang zum Jugendamt war alles andere als leicht,weil man immer mit der Angst behaftet ist die Kinder könnten einem genommen werden aber ich habe festgestellt das diese Angst unbegründet ist,kann nur für mich sprechen,nur seit eben seit ein paar Wochen ebenfalls vom Jugendamt bewilligt meine Haushaltshilfe auch noch da ist, klappt alles wunderbar! Ich kann dir nur raten,wage diesen Schritt dich ans Jugendamt oder direkt an die AWO zu wenden,verkehrt ist es absolut nicht!Und pro Familia wie hier schon vorgeschlagen ist sicher auch eine gute Idee.

Ich wünsche dir von Herzen alles alles Liebe und das du es schaffst aus deinem seelischen Tief herauszukommen!Ich drück dir die Daumen!


Fühl dich mal ganz lieb geknuddelt lg Shara73