In der Partnerschaft IMMER die Wahrheit sagen?????

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von hin-und-her-gerissen 11.04.11 - 09:28 Uhr

Servus,

ich bin durch den Beitrag von letzter Woche, den ich erst am Wochenende lesen konnte ins Grübeln gekommen

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=16&tid=3099478

Einerseits finde ich es ganz scheusslich dem Partner gegenüber nicht die Wahrheit zu sagen und das so etwas auch Vertrauen zerstört. Auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob die Wahrheit immer gut ist.

Bsp: Wenn mein Mann mit fremd gehen würde und es wäre einmalig, dann will ich das eigentlich nicht wissen. Denn wenn ich es erst wissen würde dann könnte ich ihm vielleicht nicht mehr vertrauen und wenn er mal unterwegs wäre müßte ich mir direkt wieder Gedanken machen.

Klar sollte man versuchen in der Beziehung offen und ehrlich zu sein aber es kann ja mal vorkommen dass einer von beiden einen Fehler begeht. Sollte man das immer wissen wollen??? Wahrheit ist doch auch was was sehr weh tun kann. Will man das wirklich???

Ich bin da echt hin und hergerissen und ich fand in dem Beitrag unten auch ein paar Argumente nachvollziehbar dass die Frau um die es geht es besser verschweigt.

Vielleicht könnt ihr mir ja mit euren Gedanken helfen!;-) Allgemein meine ich, nicht nur wegen dem Fall von letzter Woche den ich schon sehr krass fand.

Grüße#blume

Beitrag von salia 11.04.11 - 09:41 Uhr

Grüß dich !


Ich habe das Posting auch gelesen und war schon sehr schockiert. Das passt nun gar nicht zu meinen Moralvorstellungen ;-)

Ich persönlich ziehe die Wahrheit vor. Ich denke mir, dass wenn man in einer gut funktionierenden Partnerschaft ist, gar nicht auf die Idee kommt einen Seitensprung zu begehen.

Wenn dem doch so ist, würde ich die Beziehung überdenken und mich lieber trennen bevor ich hinterher mit schlechtem Gewissen herumlaufe.

Ich habe aber auch schon oft gemerkt dass die Wahrheit weh tun kann.
Aber lügen brechen nunmal auch vertrauen.

Ich habe da mal so einen tollen Weihnachtsfilm gesehen und einen spruch werde ich nie vergessen :

" Was ist Ihnen lieber ? Eine Lüge die ein Lächeln entlockt oder die Wahrheit die eine Träne entlockt ? "

Ich nehm die Wahrheit ;-)

Beitrag von lichtchen67 11.04.11 - 09:47 Uhr

Ich bin für die Wahrheit. Eindeutig. Fehler können passieren, logisch, aber dann bitte auch mit allen Konsequenzen dazu stehen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Ich bin auch der Meinung, dass so große "Familiengeheimnisse", wie das Kind ist von einem anderen oder mein Partner geht fremd, ich will aber nicht wissen was mit den Betroffenen machen, wenn sie so unterschwellig gären. Die Geschehnisse werden nicht ungeschehen - nur weil man nicht drüber spricht.

Lichtchen

Beitrag von thea21 11.04.11 - 10:00 Uhr

Wahrheit.

Ich WILL nicht belogen werden und hätte sowas auch garnicht verdient.

Beitrag von hezna 11.04.11 - 10:27 Uhr

Ich habe die Antworten auf den Beitrag nicht nachgelesen. Meine Gedanken hierzu:

Geht es um einen One-night-stand ohne Folgen, ich würde es nicht wissen wollen. Wozu auch? Ich bin durchaus der Meinung, das so etwas IMMER passieren kann, egal wie gut die Partnerschaft ist.

Wäre es wie in dem von dir zitierten Beispiel, wäre ich für Offenheit.

1. kann immer mal was mit dem Kind sein und dann paßt die Blutgruppe nicht zum Vater .... somit wäre es wichtig, daß das Kind im Notfall weiß, wer sein Vater ist.

2. geht hier die Affäre über Jahre, also läuft zu Hause grundlegend was falsch.

Es kommt in meinen Augen also darauf an, welche Umstände zur Lüge führten.

Kommt niemand dabei "zu Schaden", ist ein Verschweigen der Wahrheit nicht immer die schlechteste Lösung.

Muß man mich dauerhaft belügen, dann bin ich für Wahrheit.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von seelenspiegel 11.04.11 - 10:35 Uhr

Redest Du jetzt von der Wahrheit oder von "was ich nicht weiss macht mich nicht heiss" ?

Beides hat nicht unweigerlich etwas miteinander zu tun !


Lügen heisst, dem anderen wissentlich etwas zu sagen dass nicht stimmt. Sowas sollte in einer Beziehung nichts zu suchen haben.

Etwas zu verschweigen bei dem man weiss dass es keinen Einfluss auf die Beziehung haben wird, den anderen aber unweigerlich verletzen würde.....das steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Beitrag von elofant 11.04.11 - 11:15 Uhr

Du möchtest EIGENTLICH nicht wissen, wenn Dich Dein Partner betrügt? Oder vielleicht doch?

Ich möchte von meinem Partner nicht angelogen werden. Und genauso wenig möchte ich, dass er (gewisse) Dinge verschweigt.

Ich tue das auch nicht.

Beitrag von .doctor-avalanche. 11.04.11 - 12:40 Uhr

Die Wahrheit sollte dann ausgesprochen werden, wenn diese unmittelbar Folgen für den Partner beinhaltet.

Bsp.: Man hat sich anderweitig orientiert, auch emotional, die alte Beziehung neigt sich nach eigenem Ermessen dem Ende zu, dann ist eine zügige Konfrontation mit der "Wahrheit" (Gefühle geändert, Folge: Ändern des Partners) notwendig.

Alles was keine Auswirkungen hat oder nicht haben soll (auch hier eigenes Ermessen), kann man von Fall zu Fall entscheiden, was und wieviel davon dem Partner gesagt werden soll.


Generell ist das Thema mit der sog. Wahrheit immer das: Wenn Pandoras Box geöffnet ist, dann ist es raus und kann nicht mehr eingefangen werden. Das Unheil nimmt seinen Lauf.

Deswegen sollte man wohl dosiert und vorsichtig damit umgehen, ganz generell, was man dem Partner zumuten will oder muss.

Beitrag von veela 11.04.11 - 15:26 Uhr

hallöchen

also, das mit dem kind ist schon ein starkes stück und da müsste sie meiner meinung nach auch reinen wein einschenken. aber sonst sehe isch das eher so. wenn es was einmaliges war will ich es auf keinen fall wissen!!!

lg veela

Beitrag von mitti8 11.04.11 - 17:59 Uhr

Hallo,

so einen einmaligen Ausrutscher, wie du ihn schilderst, würde ich auch nicht wissen wollen. Das bringt meiner Meinung nach nichts, wenn man wegen so einem Fehler eine Beziehung, die ev. schon seit Jahren besteht, gefährdet.

Aber das, was die Frau in dem Threat eventuell vor hat, ist für mich etwas anderes. Sie hat schon länger eine Affäre mit einem Mann, mit dem sie öfter schläft als mit ihrem eigenen Mann. Dazu kommt noch, dass ihr Mann sie ja offensichtlich miterhält, weil sie ja nicht arbeitet. Nun überlegt sie allen Ernstes, dem Mann ein Kind unterzuschieben. Was ist, wenn sie sich einmal scheiden lassen? Lässt sie ihn dann die Alimente zahlen? Da geht es meiner Meinung nach schon um mehr als nur einen einmaligen Vertrauensmißbrauch.

lg,
mitti

Beitrag von serafina.nr.1 11.04.11 - 20:34 Uhr

ich kenne einen ziemlich ähnlichen fall aus dem bekanntenkreis.
die ehefrau/kindesmutter hatte in diesem fall auch mit ihrem mann noch kein kind,
allerdings mehrere schlimme fehlgeburten, die beiden sehr zusetzten-
die babys waren immer missgebildet ( keine arme, keine beine) ohne dass die ärzte einen grund dafür finden konnten.
der kindesvater war selbst verheiratet und hatte zwei gesunde söhne, die schon etwas älter waren( nicht im kleinkindalter).
diese affäre lief über etwa drei jahre. allerdings nicht so intensiv wie im beschriebenen fall.
als die schwangerschaft bekannt wurde, wusste die betroffene frau allerdings -durch zufall - ganz genau dass es nicht von ihrem eigenen mann sein konnte.
ich wurde in einem stadium eingeweiht als es noch keiner ( von den beiden männern) wusste.
ich sagte ihr gleich mal dass sich mir sofort der verdacht aufdrängt dass das eher absicht war, um sich mit hilfe des zweiten mannes, d.h. des liebhabers, den wunsch nach einem gesunden kind zu erfüllen.
( denselben gedanken hatte ich allerdings auch beim lesen des erwähnten threads sofort...;-)- auch diese frau hatte ja erwähnt dass beide schon länger für ein gesundes baby "übten"- anscheinend ohen erfolg...!!!:-)

ich hab damals in dieser situation dafür plädiert es auf jeden fall sofort allen beiden männern zu sagen, erstens natürlich dem ehemann, der von ihrem entschluss dieses baby auf jeden fall bekommen zu wollen, informiert werden musste.- wie ich fand. weil alles andere in meinen augen unfair wäre, ihm gegenüber.
zweitens dem kindesvater, um auch ihm reinen wein einzuschenken und die situation mal offen zu besprechen.

es wurden befürchtungen laut- ganz ähnlich wie im thread- die ehe wäre dann aus, seine ehe auch, etc.- ich meinte damals, nun ja, wenn man krisen vermeiden will sollte man sich das alles vorher überlegen...!!!;-)
( ich meinte hier bevor man schwanger wurde)

der liebhaber hatte ihr allerdings schon länger gesagt, er würde gern mit ihr zusammensein und sich scheiden lassen, sie sollten sich beide scheiden lassen und ihre ehepartner verlassen. etwas, das nicht auf gefallen stiess...wie es so eben häufig ist: beide hatten haus mit pool, und waren befreundet...auch das ganze wie in diesem thread...( ich sag es gleich ich würd nie in schwarz schreiben;-)-also bitte keine verdächtigungen!!!;-)

das "problem" bestand darin, dass bei einer trennung beide nicht nur ihre ehe ( und einer seine kinder im alltag), sondern auch ihre häuser und ihren lebensstandard verlieren würden.
zitat: wenn er sich scheiden lässt, bekommt sie ( seine ehefrau) das haus, und er muss für sie und die beiden kinder auf jahrzehnte hin ca. die hälfte seines einkommens abtreten. ;-)
tja- bei aller freundschaft...-so falsch lag diese einschätzung nicht...!!!:-)

und sie würde ja bei einer trennung nie im haus bleiben können, da sie ja kinderlos und ohne eigenes einkommen sei...!!!;-)

nun- es kam so wie ich es ihr damals als in meinen augen scheinbar faire lösung nahegelegt hatte.
kaum nahmen die dinge ihren lauf war ich mir plötzlich nicht mehr sicher ob das alles dieses chaos, das hier losgetreten wurde, wer war...!!!

ihr ehemann erfuhr es als erster und sagte, er liebt seine frau, will auf keinen fall eine scheidung und schlägt vor sie behalten das kind als ihr eigenes, er würde es an kindes statt annehmen und möchte als vater in der geburtsurkunde stehen. allerdings sollte seine frau es dem anderen -dem richtigen vater- nie sagen. (!)

sie sagte es aber auch danach dem richtigen vater des kindes, und er schlug ihr sofort eine abtreibung vor, da alles andere seine ehe und mit einer scheidung auch "sein leben zerstören" würde...!!!(!):-)er wollte nur dass es seine frau auf keinen fall erfährt...(!)

sie erfuhr es durch puren zufall ( ein sms das er nicht rechtzeitig gelöscht hatte) und machte ihrem mann die hölle heiss, sagte aber auch, sie wolle sich auf keinen fall scheiden lassen ( auch sie verheiratet und ohne eigenes einkommen. sie hätte langfristig arbeiten gehen müssen wenn sie sich scheiden lassen hätte...) allerdings war ihre bedingung dass ihr mann keinen kontakt mehr zu seiner ex-geliebten hat, und auch nicht zum kind.

unterm strich kam dann mit hilfe der glorreichen wahrheit folgendes szenario raus:

beide paare sind offiziell absolut zerstritten und haben keinen freundschaftlichen kontakt mehr zueinander.
der ehemann steht in der geb.urkunde, nicht der biologische vater.
der biologische vater zahlt inoffiziell alimente an seine ex-geliebte,
es gibt eine notarielle übereinkunft über deren höhe.
beide ehen sind weiterhin aufrecht.
die ehe mit dem "kuckuckskind" ( bin mir nicht sicher ob man es so nennen kann da es ja der ehemann weiss, dass es nicht sein kind ist...)
ist meiner meinung nach weit "glücklicher" als die andere.
klar, sie hatten endlich ihren langgehegten kinderwunsch erfüllt.
die zweite ehe hält auch noch, der ehemann ist offiziell ab dieser krise total treu, und seiner ehefrau total ergeben.
und nun zum schluss- die affäre besteht noch immer.
allerdings noch heimlicher als früher, er sieht natürlich auch sein kind und das alles hinterm rücken seiner frau.

hieraus ist jeder gerne eingeladen seine eigenen schlüsse zu ziehen.
mit ganz lieben grüssen!!!
von serafina.

Beitrag von JAAA 11.04.11 - 23:05 Uhr

Hallo,

ich muss nicht alles wissen, aber bei Dingen, die wirklich relevant sind für unsere Beziehung würde ich das wissen wollen.

Ich möchte jedenfalls nicht mit einem zusammein sein, der fremdpoppt, einmalig hin oder her, aber ich liebe den Mann, weil ich eben glaube, dass er sich diesbezüglich zusammenreissen kann, wenn dem nicht so wäre, dann liebe ich ja den Falschen.

Und das fände ich sehr niederschlagend.

LG

Beitrag von sweetelchen 11.04.11 - 23:35 Uhr

Ganz ehrlich, ich habe auch schonmal gelogen aber es geht um Kleinigkeiten! Und auch nur die ersten paar Monate. Nach dem 6 Monat ist mir klar geworden das es ernst ist und es vielleicht der Mann fürs Leben. Hab ihm erzählt wo ich mal geflunkert habe und wir haben über die Sachen gelacht. Jetzt würde mir nie in den Sinn kommen ihn anzulügen- wozu auch? Ich habe eine reine Weste und kein Grund meinen Mann zu belügen :-)