Sohn mag nicht mehr in den KiGa gehen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von muehlie 11.04.11 - 11:57 Uhr

Mein Sohn Jonas (seit Januar 4 J.) geht seit Dezember in einen wirklich schönen Kindergarten (Montessori-Einrichtung). Wir hatten den Platz nur bekommen, weil ganz plötzlich ein Kind wegen Umzug den Kindergarten gewechselt hat. Durch den Einstieg mitten im Kindergartenjahr wurde Jonas also nicht so wie die anderen Kinder eingewöhnt. Seine Eingewöhnung lief nur über knapp 2 Wochen, wobei er da schon nach kürzester Zeit verlangte, dass wir gehen und ihn erst am späten Nachmittag abholen sollten. War also alles toll und problemlos.
Zwei Wochen ging er leidenschaftlich gerne dorthin, dann kam Weihnachten und wir fuhren für drei Wochen weg. Im Januar fing er dann an, immer öfter zu mosern, dass er gar nicht in den Kindergarten möchte oder dass wir ihn noch vor dem Mittagessen abholen sollten. Im Kindergarten war davon aber nie was zu merken: die Verabschiedung verlief problemlos, und beim Abholen konnte er sich kaum vom Spielen trennen. Allerdings war er seit Januar auch immer wieder krank und insgesamt nicht so oft im Kindergarten. Dann waren wir im März noch mal für über zwei Wochen weg, so dass er wieder für drei Wochen aus dem Kindergarten raus war. Als er schließlich zurück in den KiGa ging, war seine reguläre Erzieherin im Urlaub. Zwei Tage ging das gut, dann kam am dritten Tag am Nachmittag plötzlich ein Anruf mit der Frage, ob ich Jonas früher abholen könnte, weil er nach Hause wollte und einfach nicht aufhörte zu weinen. Am nächsten Tag klappte es von vornherein nicht, so dass wir Jonas letztendlich schon am Vormittag nach Hause holten. Die Woche danach (letzte Woche) war er wieder mal krank.
Tja, und heute klappt es wieder nicht. Mein Mann ist schon den ganzen Vormittag im KiGa, weil er dort auch noch was arbeiten muss, und wird Jonas nachher wohl wieder mit nach Hause nehmen.

Ich weiß mittlerweile von anderen, dass solche Phasen bei Kindern durchaus keine Seltenheit sind. Aber wie geht man damit um und wie kommt man da wieder heraus? Müssen/Sollten wir ihn noch mal von vorne eingewöhnen mit Dableiben etc.? Oder wird sich die Lage erst verbessern, wenn sein kleiner Bruder auf der Welt ist? Bin momentan ein wenig ratlos und gefrustet. :-(

Beitrag von scrollan01 11.04.11 - 12:49 Uhr

Hallo

meine Kleine ist auch in einem Montessouri - Kiga - als intergratives Kind.

Sie geht freudig hin aber jeden Abend sagt sie: morgen gehe ich nicht mehr dahin!

Mittags kommt sie entweder freudig auf mich zu oder aber ich muss noch etwas warten bis zu ende gebastelt hat o.ä.

Ich höre dies nun seit 1,5 Jahren und reagiere nicht darauf!
Bislang ging sie ohne Theater dahin.
Wenn ich jetzt drauf einsteigen würde und selber unsicher geworden wäre, dann hätte ich mit Sicherheit auch Geheule hier.

Mein Rat an dich: sagt ihm klipp und klar, dass es nunmal so ist - ihr geht ja auch arbeiten obwohl ihr nicht immer Lust dazu habt. Aber so ist es nun mal eben. Und zeige ihm KEINE Unsicherheiten ...

Da er "neu" da ist - naja, nun nicht mehr - kann es aber sein, dass er selber noch Unsicher ist und wenn er von Euch aus noch Unsicherheiten spürt - und glaube mir: sie spüren ALLES - dann wird ihn das nur in seiner Angst bestätigen.
Macht ihn stark, lobt ihn und ladet evtl. mal ein anderes Kind ein!
Jede Erkrankung wirft die Kleinen dazu meist nochmal in mini Stück zurück . Auch ganz normal!

Keine Angst!

LG Scrollan

Beitrag von muehlie 11.04.11 - 14:55 Uhr

Naja, ich bin bisher nie darauf eingestiegen und ich habe es ihm auch schon mehrfach erklärt, warum er in den Kindergarten soll. Aber jetzt funktioniert es einfach nicht mehr: er weint und lässt sich nicht beruhigen. Und ihn da einfach stundenlang weinen zu lassen, mag weder ich noch die KiGa-Leitung. Er lässt sich dann auch nicht durch Spielen oder so ablenken, sondern hockt traurig und deprimiert in der Ecke.

Ich gehe übrigens nicht außer Haus arbeiten, sondern arbeite von zu Hause aus, und seine kleine Schwester bleibt ebenfalls zu Hause. Wahrscheinlich kommt das auch noch dazu.
Ich weiß eben nur nicht, was im Moment besser ist: Augen zu und durch oder doch lieber vorsichtig von vorne anfangen.

Beitrag von nele27 11.04.11 - 15:14 Uhr

Hi,

ich denke, durch das ganze Hin und Her (wofür ja keiner was konnte) hat sich für Euer Kind erst die Option eröffnet, auch NICHT hingehen zu können. Und nun will er das natürlich selbst entscheiden.

Ziel sollte es für Euch sein, dass der Kigabesuch wieder etwas ganz selbstverständliches wird, wie Zähne putzen. Da sagst Du ja wahrscheinlich auch nicht, och nö, heute bleibt das Essen kleben.

Ich würde mich daher auf keine Diskussion einlassen, sondern Jonas klipp und klar morgens sagen, dass es in die Kita geht. Alle gesunden Kinder gehen in die Kita, basta (musst Du ja nicht dazu sagen).
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder so unumstößlich erscheinende Dinge auch akzeptieren.
Mal n Tag frei oder Urlaub würde ich wenn möglich auf einen Zeitpunkt verschieben, zu dem ihr das Problem gelöst habt.

Wenn Ihr lange rumeiert, wird er das dagegen merken und es wird für ihn eine Option bleiben. Letzendlich ist das für ihn blöder, weil er immer wieder frustiert ist.

Daher ist mein Rat: Mach ein Gesetz draus und lasse ihm keine Wahl.
Unterstütze ihn, indem Du ihn immer fragst wie es wahr, die Aktivitäten im Kiga lobst etc. Aber stelle nie in Frage, dass er hingeht.
Auch die Erzieheinnen sollten ihm meiner Meinung nach keine Wahl lassen...

Ich habe den Terz übrigens auch gerade mit Anton. Er hat noch dran zu knabbern, dass er von Vollzeit auf 5 Stunden umgestellt wurde. Jeden Morgen ein Drama, weil er hinmuss und jeden Mittag eins, weil er weg muss #augen Bei uns klappts auch besser, wenn er dann wirklich IMMER hingeht.

LG, Nele

Beitrag von kanojak2011 11.04.11 - 23:39 Uhr

Guten Abend. Muhlie,

bei euch läuft es bischen schief, ich wundere mich sehr, dass aber der kiga mitmacht. Sie müsstne doch als Fachleute in der Lage sein, euch genau zu erklären, was gut und nicht gut wäre...

Wie es Nele schrieb..besser kann man es an sich nicht ausdrücken. du konntest es nciht wissen aber wenn ein Kind gerade die auch schon gekürzte Eingewöhnung hinter sich hat, dann könnt ihr nicht für 3 wWochen in den Urlaub abhauen. Nach einer Eingewöhnung sollte eine gaaaanz lange Zeit vergehen, in der das Kind lernt, dass der Kiga jetzt zum Alltag gehört. Im Allgemeinen ist es vollkommen normal, dass Kids nach 3 Wochen probleme haben da reinzukommen..Ist aber passiert..für die Zukunft wäre es wirklich wichtig, einen längeren Zeitraum ohne Untebrechungen zu haben.

Wie geht man mit dieser Situation um ? Mit sicherheit nicht, dass das Kind rausgenommen wird. Da muss jetzt der Kiga kräftigst mithelfen. Wenn dein Kind in den kiga geht, dann gibst du ihm kuss, du verabchiedest dich und du gehst. Das Weinen müssen jetzt die Erzieherinnen übernehmen. Und gute Erziehrin schafft es ein 4jähigen Kind zu beruhigen (!) Du kannst den Kiga positiv fördnern. Dein Kind darfst eine Sache immer mit von zuhause nehmen, macht meine Tochter auch. Du unterstützt es wirklich verbal, wie stolz du bist etc.
Dein kind kann dir nicht anstzweise ansehen, dass du mit der Situation ratlos und gefrustet bist..diese Unsicherheit übernimmt er, manche Kinder n utzen sie auch aus.
Der kiga, wenn es wikrlich nich ein Gurkenverein ist, nimmt sich so ein gefühlvolles Kind unter Arm und das Kind wird doch durch die ganzen akitivitäten und alltag so beschäftigt, dass es dich vergessen kann. Und noch besser: er muss wissen, Theater, Weinen alles...wird nichts nutzen. Er bleibt da..jedes rausnehmen macht die Sache noch komplizierter...

Nee, du stellst die Frage, ob es mit dem Bruder besser sein wird... wird nicht, warum solltes es sein. Es kann dir genauso passieren, dass es dem kind umso bewußter sein wird...Weiso kann mein kleiner Bruder zuhause sein und ich muss in den Kiga ? doch gleiches recht für alle.. je stabiler dein Kind im Kiga ist, bis Kind geboren wird, dest oweniger probleme danach..

du hast geschrieben, am Anfang war alles bestens, st vollkommen normal. Bei jeder Eingewöhnung ist das Kind am Anfang fasziniert, weil es was neues ist. Dann kommt irgendwann der Punkt, an dem dem Kind bewußt wird: aha, ich muss eigentlich darein. Der alltag. Und dann kommt es sehr oft zur Erstverschlimmerung. kind beginnt rumzuzicken und bekommt probleme..an sich Sachen, die dir alles im Kiga erzählt werden sollen, ist aber egal..

Du stehst glaube ich an einer Kreuzung..werdet ihr es innerlich nicht schaffen, die Situation so kompliziert zu akzeptieren und auch akzeptieren ,dass mein Kind jetzt weint..kommt ihr kaum daraus...
Dann kannst du das Kind fast zuhause lassen..

Unsere Situation ist mit euch fast zu 1:1 zu vergleichen, nur bei uns war nicht der Urlaub der Grund für die Unregelmäßigkeit..Jetzt geht sie knallhart hin, der Kiga unterstütz mich nur. es zebricht mir das Herz, ich weiss aber wir müssen dadruch.
wir hätten längst in Urlaub fahren sollen, tue ich aber nicht, nciht wgen ihr.Wenn sie sich an manchen Taagen von mir trennt und weint, geht es mir in dem moment wirklich schlecht, ich komme daraus, muss tief durchatmen und es macht mir sehr truarig.
Die Sachen verbessern sich aber, es dauert nur eben. Wenn sie ihre Lieblingserzieherin da hat, wenit sich nicht mehr und ist auch kein problem mehr. Wenn sie jetzt seit 3 sochen krank ist...uf, dann gibst es Probleme..
ich bleib aber am ball..die Eingewöhnung ist Unsinn aber am Ende..weder ich noch anderen..

Die Lösung musst du mit kiga ausmachen...Mein Kiga hätte keine neue Eingewöhnung mitgemacht.