Keine Lust mehr nach Geburt

Archiv des urbia-Forums Liebesleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von brittany 11.04.11 - 12:16 Uhr

Hallo,
vielleicht kennt Ihr das Problem oder könnt mir einen Rat geben.
Unser Kleiner ist jetzt 9 Monate alt.
Die Geburt war schwer, ich bin ziemlich gerissen und genäht worden.
Bei mir wurde 7 x eingeleitet. Das nur ganz kurz.
Mittlerweile ist alles gut verheilt, aber die Erinnerungen an die Geburt sind geblieben. Ich bin die glücklichste Mami der Welt und liebe meinen Sohn über alles. Aber ich glaube, ich habe im Kreißsaal ein Stück Sexualität gelassen.
Momentan ist es so, dass ich einfach keine Lust mehr habe.
Es gut mir meinem Partner gegenüber leid, aber ich möchte mich auch nicht dazu zwingen. Und eine Maschine bin ich erst recht nicht. Er kommt abends von der Arbeit nach Hause. Wenn Ihr Mamis seid, dann wisst Ihr selbst, wie stressig ein Tag sein kann. Ich bin abends eigentlich immer totmüde. Wenn der Kleine im Bett liegt, dann möchte ich einfach nur duschen und mich dann gemütlich aufs Sofa legen.
Aber da ist dann immer der Druck bzw. es ist im Hinterkopf, ach wir müssten ja mal wieder miteinander schlafen, ist ja schon wieder ein oder zwei Wochen oder auch länger her. Ich habe mittlerweile 10 kg mehr auf der Waage als vor der Schwangerschaft. Ich treibe Sport, bin viel an der frischen Luft etc. Aber ich denke dann auch oftmals, meine Güte, was ist nur aus deiner Figur geworden. Ich war drei Monate bemüht, abzunehmen, aber das Gewicht klebt.
Und oft denke ich auch an die Zeit vom Krankenhaus. Ich war lang im Krankenhaus, ich wurde etliche Male untersucht, dann das Einleiten, dann wieder Untersuchungen. Ich habe manchmal das Gefühl, diese ganzen Erfahrungen haben mir meine Sexualität geraubt.
Kennt jemand das Problem?
LG

Beitrag von lagefrau78 11.04.11 - 12:58 Uhr

Hallo!

Ich kenne Dein Problem gut. Zwar war die Geburt meines Sohnes nicht soooo hart, hat mich aber auch mehr mitgenommen als zunächst gedacht.
Bei uns hat es 10 Monate gedauert, bis ich wieder mit meinem Mann geschlafen habe, und dann war es, als finge man ganz von vorn an. Bis es wieder Spaß gemacht hat wie vorher, hat ein weiteres halbes Jahr gedauert.
Bin jetzt wieder schwanger und hab jetzt schon Angst vor der Durststrecke...

Kann gut sein, dass Du nach der Geburt traumatisiert bist und dass dadurch die Libido auf der Strecke geblieben ist. Und natürlich ist man mit einem Baby abends auch echt platt. Eigentlich würde ich Dir sagen, dass Du Dich nicht unter Druck setzen sollst. Aber Du leidest ja unter der Situation, und Deine Entbindung war echt nicht ohne. Insofern würde ich mal mit dem Gynäkologen darüber sprechen und fragen, was man da machen kann. Vielleicht kannst Du das Ganze therapeutisch aufarbeiten, möglicherweise gemeinsam mit Deinem Mann? Was sagt der eigentlich zu der Situation?

Alles Gute!

Beitrag von maja0811 11.04.11 - 18:09 Uhr


Hallo,

nach unserem ersten Kind hat es bei meinem Mann und mir auch knapp ein Jahr gedauert bis wir wieder miteinander geschlafen haben.
Der Sex war aber nicht mehr der selbe...das hat noch eine ganze Weile gedauert..
Die Geburt meines Sohnes war auch sehr schwierig und anstrengend, ich kann also glaube ich ziemlich gut nachvollziehen wie es dir geht.
Mein Sohn war ziemlich groß und schwer und das hat bei mir auch zu ettlichen Rissen geführt.

Bei unserer kleinen Maus haben wir nach etwa 7 Monaten wieder miteinander geschlafen...Bis es aber wieder wie davor war hat es noch etwas länger gedauert...
ich muss dazu sagen die 2. Geburt war auch wesentlich einfacher..

Aber ich denke das ist normal...

Alles Gute & liebe Grüße Maja

Beitrag von peppina79 12.04.11 - 17:23 Uhr

Ein Jahr kein Sex? Mein armer Mann würd die Krise kriegen. Lach. Scherz beiseite. Es sollte so sein, dass es unverkrampft ist, das ist das wichtigste.

Beitrag von maja0811 12.04.11 - 19:35 Uhr

Hallo,

meinem Mann hat das auch nicht immer gut gefallen. Letztendlich hat er dann aber eingesehen und auch selbst gesagt, das es erstmal das wichtigste ist, dass ich mich wohlfühle dabei...

Ich meine es heißt für einen Mann ja eig. nie "garkeine Befriedigung".
Klar ist es schade, aber ich denke er wird schon etwas finden, wenn es für dich okay ist kannst du ihm ja auch dabei "helfen"...

Lg. Maja