Frust über die Zeit des Wartens und die Enttäuschung - Umfrage

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von georgiasleute 11.04.11 - 13:43 Uhr

Ich habe eben mein BT-Ergebnis bekommen - leider negativ.

Es ist paradox: ohne ernsthafte Erwartungshaltung, dass es gleich klappt, sind wir in den Kryozyklus gestartet. Doch während der WS entwickelten sich so ziemlich alle Anzeichen einer Schwangerschaft, sogar zwei schwach positive Tests hatte ich in der Hand. Und doch - es ist nicht gelungen. Ich bin nicht verzweifelt, wie vielleicht viele, die sich seit Jahren einen Baby wünschen, aber unendlich traurig, denn wir haben in unserem Inneren ganz fest an eine Schwangerschaft geglaubt. Es ist, als sei mir etwas genommen worden. Dabei war ja gar nichts da....

Eigentlich wollen wir nur nach vorn schauen, doch ich glaube, es geht nicht anders: die Enttäuschung muss man annehmen, verdrängen hilft nichts.

Wie geht Ihr damit um? Wenn es mal wieder einmal heißt: leider negativ? Wie lebt Ihr mit der scheinbaren Mühelosigkeit Eurer Bekannten, die mal eben schwanger werden und kein Bewusstsein für die Schwierigkeiten haben, die uns unsere ungewollte Kinderlosigkeit bereitet? Ich denke manchmal: das ist ja auch nicht das Problem der anderen. Mit unerfülltem Kinderwunsch müssen die Betroffenen eben lernen, umzugehen, aber wie?

Was macht Ihr mit Eurer Traurigkeit?

Liebe Grüße und allen Hoffenden: alles Gute!

georgiasleute


Beitrag von via165 11.04.11 - 14:19 Uhr

Hallo,
fühl dich zu allererst ´mal gedrückt und in den Arm genommen.


Manchmal habe ich schon gedacht, dass ich für´s positive Denken bestraft werde, was natürlich Quatsch ist.

Wenn du eine wirklich gute Lösung gefunden hast, lass mich daran teilhaben, bitte!

Du musst halt lernen damit klar zu kommen. Du musst die Traurigkeit lernen zu beherrschen, bevor sie dich beherrscht.
Mit wem soll man denn darüber reden? Mit den Freundinnen, die gerade schwanger sind und sich darüber wahnsinnig freuen? Die wollen das nicht hören.
Mit den Eltern? Mit denen, die sagen:"Kinder kommen halt wann sie wollen und nicht wenn´s gerade passend ist."?
Mit denen die sagen:"Euch geht´s doch gut, also seid doch zufrieden mit dem was ihr habt." Oder:"Lieber kein Kind als ein Krankes!"
Mit denen die sagen:"Naja, für das Geld hättet ihr euch schon zwei, drei Kinder kaufen können." - Ja, die gibt´s tatsächlich!

Ich bin bei anderen immer gut gelaunt und optimistisch und, das tut mir gut, weil ich - für den Moment- daran glaube, dass das auch so ist. Aber wenn ich dann alleine bin.... Manchmal geht´s gut und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich innerlich aufgefressen werde von dieser traurigen Hilflosigkeit. (Je nach Hormonhaushalt denke ich)
Hoffnung bringt dann nur die Hoffnung auf einen neuen Versuch.

Alles Gute für dich und deinen Kinderwunsch

Beitrag von sonnenblumen-stern 11.04.11 - 23:21 Uhr

hallo

würde das gena so ausdrücken

Beitrag von almala 11.04.11 - 14:20 Uhr

Hallo,

tut mir leid, dass es nicht geklappt hat.
#liebdrueck unbekannter Weise, aber irgendwie verbindet einen ja der tiefe Wunsch nach einem Baby doch miteinander.

Du schreibst es schon richtig: die Enttäuschung muss man hinnehmen und annehmen, verdrängen hilft nichts. Genauso gehe ich damit um wenn es mal wieder heißt: negativ.

Ich lass die Trauer zu, weine und versuch mich mit dem Gedanken dass im nächsten Zyklus ein neuer Hoffnungsschimmer auf mich wartet zu trösten.

Wir haben bereits einen kleinen Sonnenschein von jetzt gut 2 Jahren. Der Weg zu ihm war schon hart und lang aber ich habe die Hoffnung nie aufgegeben und werde das auch beim Geschwisterchen nicht tun.

Dir alles Liebe und viel Kraft, Du weißt wofür Du das alles machst, das muss und wird Dich auch weiterhin motivieren und Dir die Kraft geben all das durchzustehen! Glaub dran #klee


LG almala

Beitrag von sonnenblumen-stern 11.04.11 - 23:26 Uhr

hallo

darf ich fragen wie lange du auf deinen ersten schatz warten mußtest weil wir sind jezt fast 5 jahre dabei und es hat endlich geklappt doch nach 18 ssw müßten wir unseren schatz hergeben müßen:-(

manchmal denk ich ich halte es nicht mehr aus aber man möchte auch nicht aufgeben

Beitrag von georgiasleute 12.04.11 - 12:44 Uhr

Dann sind wir ja in sehr ähnlichen Situationen. Wir haben ja auch schon eine 2 Jahre alte Tochter, die auch erst nach langem Weg und großer Anstrengung entstand. Sie ist unser Sonnen schein und wir wüschen uns ein Geschwisterchen für sie. Auch diesmal werden wir, wenn nötig, einen langen Weg dafür aus uns nehmen. Aber gestern waren wir sehr traurig, dass nach allen Symptomen und den positiven Tests es doch hieß: leider negativ. Nun schauen wir aber auch nach vorn. Denn ich glaube wirklich daran, dass ich eines Tages wieder ein Baby bekommen werde.

Euch ebenfalls alles Gute!!!

georgiasleute

Beitrag von -anonym- 11.04.11 - 14:37 Uhr

Hallo
Bei mir besteht ja der Kinderwunsch schon seit 2004 in Behandlung gingen wir Ende 2008. Wir haben mittlerweile 11 ICSI/Kryo Versuche hinter uns.

die letzte ICSI und auch die darauf folgende Kryo ging Positiv aus dank Fremdsperma endete aber alles beide in einer Fehlgeburt in der 5/6 Woche. Einmal mit Zwillingen einmal mit einem Kind. Bei der darauffolgenden Kryo passierte auch mir das was dir passiert ist.. Positive Tests was wohl bedeutet hatte es fand eine kurze Einnistung statt aber auch mein Bluttest war wieder Negativ.

Ich habe erhöhte Killerzellen mein Problem zeigte sich erst mit Fremdsperma. Ich mach dagegen jetzt eine Behandlung und hoffe das meine nächste Schwangerschaft hält.

Mir hilft eigentlich nur das Wissen das wir es weiterversuchen. Geld spielt in der Richtung also keine Rolle. Obwohl ich ehrlich gesagt Angst vor einer Schwangerschaft habe. Ich finde daran nichts mehr schönes. Mit den Fehlgeburten gehe ich erstaunlicherweise gut um also sie ziehen mich nicht runter. Aber vielleicht kommt das irgendwann noch wenn alles vorbei ist. Ich stufe das im Moment einfach noch als negativen Versuch ab.

Ich habe ehrlich gesagt meine Kontakte zu Bekannten/Familie ein wenig einschlafen lassen damit ich schon gar nicht in so eine Situation komme.
Ich habe mir damals mal gesagt ich baue mir hier ein Leben auf und dann habe ich vielleicht die Kraft auf die anderen wieder zuzugehen und sie wieder komplett in mein Leben zu lassen. Meine Familie akzeptiert dies und meine Freunde müssen das auch akzeptieren.

Ich kann aber eines sagen es geht immer irgendwie weiter der Schmerz lässt auch nach und man hat wieder Hoffnung.

Beitrag von funny276 11.04.11 - 15:17 Uhr

Auch ich habe im letzten Monat diesen Anruf bekommen: leider negativ! Das war der erste Anruf dieser Art, nach dem ersten Clomizyklus. Es war wie ein Schlag, ich hatte noch gar nicht mit einem Ergebnis gerechnet. Bereits nach zwei Wochen nach dem Eisprung ein Ergebnis, na super... wer braucht so etwas. Es reicht doch wenn die Mens wieder da ist und man dann traurig ist. Jetzt hat sich eine Zyste gebildet, somit ist dieser Zyklus wohl verloren. Hoffe auf den nächsten und veruche mit viel Tapferkeit die Zeit zu überwinden. Doch Tränen fließen viele, ich drück Dich und wünsche uns allen hier, dass unser Wunsch zum Kind erfüllt wird.

Liebe Grüße Funny