an die Elterngeldprofis...

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von leah82 11.04.11 - 15:18 Uhr

Halli hallo,

bitte nicht gleich mit den #augen rollen...mich nervts ja auch!

Ich möchte gern 16 Mon. Elternzeit nehmen und mein Mann dann nochmal die 2 Vatermonate...geht das?

Hab schon viel gelesen, aber so langsam werd ich blöd von diesem ganzen #bla...
In diese Elterngeldrechner kann man irgendwie nur 12 Mon. berechnen lassen?..Was mach ich falsch?

LG Susi

Beitrag von geraedts 11.04.11 - 15:26 Uhr

Es gibt für dich alleine max. 12 Monate volles Elterngeld. Das sind 65% vom durchschnittlichen Nettogehalt der letzten 12 Monate vor Entbindung, wobei das Mutterschutzgeld darauf zu 100% angerechnet wird.

Alternativ kannst du aber das Elterngeld quasi "halbieren" und auf 24 Monate strecken. Das spart Steuern!!!

Beitrag von leah82 11.04.11 - 15:47 Uhr

Ich kann aber 16 Mon. machen und darauf wird das Elterngeld berechnet oder? also auf 16. Mon. aufteilen?

Wie ist das gemeint, dass das Mutterschaftsgeld 100% angerechnet wird?

Beitrag von geraedts 11.04.11 - 18:09 Uhr

Beantragt habe ich das Elterngeld noch nie. Ich kenne mich quasi nur theoretisch aus. Aber m.E. kannst du entweder 12 Monate voll oder 24 Monate halb beantragen. Eine andere Aufteilung geht soweit ich weiß nicht.

Das Elterngeld ist zwar steuerfrei, aber es unterliegt der Steuerprogression, sprich es wird am Ende des Jahres fiktiv deinem Ehemann draufgerechnet und von diesem fiktiv höheren Gehalt muss er dann Steuern nachzahlen. Also macht es Sinn es auf 24 Monate zu strecken. Das hält das zu versteuernde Einkommen deines Mannes niedrig, vorausgesetzt ihr könnt es euch leisten.

Das Mutterschaftsgeld ist wie das Elterngeld eine Entgeltersatzleistung. Die Leistung kann nur einmal bezogen werden. Demnach wird es voll auf das Elterngeld angerechnet. In der Regel stimmen aber die beiden Leistungen komplett überein.

Beitrag von susannea 11.04.11 - 19:27 Uhr

Diese Auskunft ist falsch, denn 1. kommt ein Anspruchsberechtigter für Mutterschaftsgeld nie auf 24 Monate und 2. kann man zu jeder Zeit die Halbierung beantragen oder widerrufen, womit jede Länge möglich ist!

Und nein, es macht nicht immer Sinn zu strecken, eine Auszahlugn auf ein Jahr kann steuerlich günstiger sein!

Und nein, Mutterschaftsgeld und Elterngeld stimmen nicht überein, denn Elterngeld ist nur ein Prozentsatz während Mutterschaftsgeld das komplette Einkommen ersetzt!

Beitrag von geraedts 11.04.11 - 20:02 Uhr

Ich habe damit auch nicht gemeint, dass man Mutterschaftsgeld für 24 Monate bezieht. Das ist ja wohl mit 8 Wochen nach der Geburt festgelegt. Wie man das Elterngeld strecken kann, weiß ich nicht wirklich, aber ich habe gedacht, dass es nur die zwei Varianten gibt. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren ;-)

Da das Elterngeld der Steuerprogression unterliegt, macht es m.E. schon Sinn, es zu strecken. Je weniger man in einem Jahr bekommt, desto weniger Steuern müssen für dieses Jahr nachgezahlt werden, oder nicht?!?

Das mit dem Mutterschaftgeld und Elterngeld stimmt. Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Das Mutterschaftsgeld entspricht in der Regel 100% und das Elterngeld nur 65%. Von daher überwiegt das Mutterschaftsgeld.

Beitrag von susannea 11.04.11 - 20:15 Uhr

Ja, es ist möglich, dass man dann in em Jahr weniger Steuern zahlen muss (ob nachzahlen ist eh fraglich), aber dafür kanns dann isngesamt mehr sein, also macht es nicht immer Sinn, mal davon abgesehen von Zinsen usw.
Ich kenne also keinen Grund, außer eben um länger beitragsfrei krankenversichert zu sein, warum man dem Staat ein Darlehen geben sollte!

Beitrag von susannea 11.04.11 - 19:29 Uhr

Ja, kannst du, aber nicht gleichmäßig!

Beitrag von susannea 11.04.11 - 19:28 Uhr

So ein Blödsinn, das spart überhaupt nicht immer Steuern, wenn das Steuersystem so einfach wäre, bräuchte es keine Steuerberater!

Und nein, 24 Monate erhält keine Berufstätige Mutter!

Beitrag von geraedts 11.04.11 - 19:56 Uhr

Wieso sollte eine Streckung keine Steuern sparen?!? Verstehe ich nicht so ganz. Mal angenommen der Ehemann verdient 30.000 EUR im Jahr (davon zahlt er natürlich laut Tabelle seine Steuern) und die Ehefrau erhält 10.000 EUR Elterngeld, dann werden diese 10.000 EUR auf das Gehalt des Ehemannes geschlagen. Somit muss er für 40.000 EUR Steuern zahlen. Wenn ich allerdings das Elterngeld Strecke und somit für ein Jahr 5.000 EUR erhalte, dann muss man logischerweise nur für 35.000 EUR Steuern zahlen. Und demnach weniger! Die Rechnung hängt natürlich vom Geburtstermin des Kindes und auch von der Art der Steuerveranlagung ab.

So habe ich das immer verstanden, aber ich werde gerne eines besseren belehrt ;-)

Beitrag von susannea 11.04.11 - 20:00 Uhr

Aber dann zahlst du in zwei Jahren mehr Steuern und das kann eben auch mehr sein als es auf einmal zu zahlen, außerdem gibts ja auch Leute mit unterschiedlich hohem EInkommen in unterschiedlichen Jahren, dann Teilzeitarbeitende Mütter usw. usw. Du siehst, es gibt soviele Möglichkeiten, wo es nicht besser sein muss und schon gar keien Steuern spärt, eher im Gegenteil!

Beitrag von piperpims 11.04.11 - 15:28 Uhr

Das liegt daran, dass Elternzeit und Elterngeld zwei völlig unterschiedliche Bereiche sind, die leider ständig verwechselt werden. In Grundzügen gilt folgendes: Elternzeit kann zwischen den beiden Elternteilen aufgeteilt werden und zwar bis zu drei Jahre lang. Elterngeld gibt es je nach Beschäftigungsart bis zu 14 Monate lang. Üblicherweise werden aber die 8 Wochen Mutterschaftsgeld angerechnet, so dass (mit mind. 2 Partnermonaten) 12 Monate gezahlt wird. Erfolgt keine Anrechnung gibt es 12 bzw. mit Partnermonaten 14 Monate. Elterngeld wird nur für das erste Lebensjahr des Kindes (ggf. + 2 Monate) geleistet.

Beitrag von windsbraut69 11.04.11 - 15:28 Uhr

ElternZEIT könnt Ihr jeder bis zu 3 Jahren nehmen, Elterngeld gibt es aber für Euch beide zusammen nur für max. 14 Monate, wobei Dein Mutterschaftsgeld angerechnet wird, Ihr dann also zusammen nur 12 Monate beziehen könntet.

LG

Beitrag von nele27 11.04.11 - 15:35 Uhr

Hi,

Du kannst 16 Monate Elternzeit beim Arbeitgeber einreichen und Dein Mann 2.

Da Ihr zusammen nur 14 Monate Elterngeld bekommt (bzw. in den ersten 2 Monate kriegst DU weiter volles Gehalt, danach EG) , musst Du schauen, wie Du die anschließenden Monate finanziell überbrückst.

Eine Möglichkeit wäre, dass Du mal ausrechnest, was Ihr 14 Monate lang bekommt und durchrechnest, wieviel zu davon auf ein Sparkonto packen müsstest um die letzten Monate gut über die Runden zu kommen.

Oder Du gibst das Geld aus, was da ist und ihr müsst eben die letzten 4 Monate mit einem Gehalt leben.

Wir werden von meinen Elterngeld etwas wegpacken für die PArtnermonate meines Mannes, da er nur sehr wenig Elterngeld bekommt. Wir könnten zur Not auch von meinem Gehalt leben, aber das wäre ausgerechnet zu Weihnachten... nicht so schön. Daher werden wir die Variante an die Seite packen nehmen.

LG, Nele

Beitrag von leah82 11.04.11 - 15:49 Uhr

Aber ich könnte doch auch das Geld was ich 12 Mon. bekommen würde, auf 16 Mon. aufteilen lassen oder?

Beitrag von nele27 11.04.11 - 15:51 Uhr

Nee, das geht nicht. Entweder ein Jahr volles EG oder zwei Jahre die Hälfte.

Anders Aufteilen musst Du privat machen... bzw. in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Deiner Bank :-)

Beitrag von leah82 11.04.11 - 16:02 Uhr

Echt ? Da bin ich jetzt platt. Ich dachte man kann das EG aufteilen wie man will!? Danke für Augen öffnen:-)

Beitrag von susannea 11.04.11 - 19:30 Uhr

Doch, das geht, aber nciht gleichmäßig.

Sie kann die Splittung ja jederzeit nachträglich beantragen oder widerrufen!

Beitrag von leah82 11.04.11 - 15:43 Uhr

erstmal danke für eure Antworten, dachte schon, ihr habt alle die Nase voll von solchen Threads#schein

Ok, ich hab die pdf Elterngeldantrag schon fast fertig, bis auf die 3. Seite:-[

Wenns euch nix ausmacht, würd ich gern noch mehr fragen.#hicks

Ich hab von meinem Sohn damals schon ein Aktenzeichen, muß ich das auf dem neuen Antrag wieder in die Kopfzeile eintragen oder bekomm ich ein neues?

Was kreuz ich bei "Auszahlungsvariante" an?
Was bei "Mutterschaftsgeld" ( besteht für mich Anspruch auf Mutterschaftsgeld als laufende Zahlung#kratz-Bedeutung???)?

Ich war von Anfang bis Ende der ss im Beschäftigungsverbot, was kreuze ich dann bei 13. an?

ENTSCHULDIGUNG für die vielen Fragen, aber wir haben keine Elterngeldstelle in der Nähe...#blume

Beitrag von susannea 11.04.11 - 19:32 Uhr

Du kriegst ein neues Aktenzeichen natürlich.
Auszahlungsvariante nimmst du eben entweder einfache oder doppelte Laufzeit.

Wenn du kein Bundesland angibst (jedes hat seinen eigenen Antrag) wirds schwierig mit den Zahlen usw. ;)

Beitrag von leah82 12.04.11 - 23:00 Uhr

Ich wohne in Sachsen#winke

Beitrag von susannea 12.04.11 - 23:16 Uhr

erwerbstätig, nicht selbstständig und dann eben die "normalen" Wochenstunden usw. eintragen. Lohnersatzleistungen hast du ja keine erhalten.

Beitrag von leah82 14.04.11 - 19:53 Uhr

Dankeschööön...#winke

Beitrag von susannea 11.04.11 - 16:25 Uhr

Elternzeit könnt ihr nehemn, wie ihr lustig seid, Elterngeld gibts nur für 14 Monate und zwar bis zum Ende des 14. LM. Die Verlägnerung geht nur für einen verlängernd, nicht für den Zeitraum!