Zusammenhang L-Thyroxin und Zykluslänge

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von byrdie 11.04.11 - 20:31 Uhr

Hallo, habe da eine Frage, vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, oder ich bilde mir da was ein.
Nach einer FG war mein Zyklus ein halbes Jahr immer länger als vorher, Eisprung auch später und total verschoben.
Mein Hausarzt und mein FA hatten dann unterschiedliche Ansichten was eine möglich Schilddrüsenunterfunktion (hatte schwankende TSH Werte) angeht. Werte hoch aber noch Norm.
Dann wurde mir L-Thyroxin verschrieben (um die Schilddrüse zu unterstützen), der Zyklus war dann total durcheinander, viel zu lang. Auf Nachfragen meinte mein FA da sei kein Zusammenhang und dies könne ja schon mal sein.
Aber jetzt bin ich im Dritten Zyklus danach und alles ist aufeinmal so wie früher (30Tage,ES ca. 16 Tag).
Biologisch normal, oder wg.#augen Medikamente?
Spinne ich?

Beitrag von fraeulein-pueh 11.04.11 - 20:39 Uhr

Naja, dein Körper musste sich ja auch erst einmal an die Medikamente gewöhnen, das dauert auch seine Zeit. Deshalb - ja, ich denke schon, dass das von L-Thyrox kommt. Probleme mit der Schilddrüse können übrigens auch zu einer FG führen.

Wie hoch war denn dein TSH bzw. in welchen Bereichen schwankte er?

Beitrag von byrdie 11.04.11 - 20:48 Uhr

Als die Schwangerschaft festgestellt (6-Woche)wurde TSH 4,0, 2Wochen nach der Ausschabung (10.Woche) 4,0, wieder 4 Wochen 2,7 und dann nochmal 3 Monate später 3,1.
(Hier hatte ich das Femibion mit Jod 3Tage vorher abgesetzt und dann auch nicht weiter genommen).

Letzter Wert 8 Wochen nach Medikamentverschreibung 2,4 super lt. FA.
Ach ja, zu oben der Arzt hatte mir bei Schwangerschaftsfeststellung Femibion mit Jod mitgegeben, welches ich dann genommen habe.

Also, Du siehst, alles noch Norm aber schon doof.#wolke

Beitrag von fraeulein-pueh 11.04.11 - 20:53 Uhr

Nein, das ist kein Normwert mehr (jedenfalls 4,0 nicht mehr). Die Laborgrenzwerte haben sich geändert und viele Ärzte benutzen noch die alten Normen.

In allen Kiwuze, in denen ich bisher war, galt, dass der Wert für Kinderwunsch zwischen 0,5 und 1,5 liegen sollte. In der Schwangerschaft muss er alle 4 - 6 Wochen kontrolliert werden, da er sich hier schnell wieder ändern kann.

Beitrag von byrdie 11.04.11 - 21:06 Uhr

Ja, aber da scheiden sich die Geister, bzw. Krankenkassen, Arzt und FA, der klipp und klar gesagt hat, mein Hausarzt würde bei den Werten nichts machen. Lt KK ist 4,0 o.k. und mein FA meinte bei dem letzten Wert:" da sind Sie ja super eingestellt".

Nächster Blutabnahmetermin ist im September beim FA, bin schon am überlegen ob ich eher hingehe und selbst zahle, weil ich eigentlich gerne die Werte jetzt wissen würde, da mein Zyklus jetzt wieder super ist.
Bin mir da aber noch nicht so sicher, da ich inzwischen schon fast denke ich wär ein Hypochonder.
Hatte auch mal gefragt ob ich nicht zum Facharzt müsste, wurde aber verneint.
Tja, aber andererseits denke ich kenne ich meinen Körper schon ein paar Jahre, und vielleicht kennst Du das, das man sich denk....mmmhh, ist irgendwie nicht ganz so koscher?

Beitrag von fraeulein-pueh 11.04.11 - 21:15 Uhr

Ja, ich kenne das. Wir basteln seit Januar 2008 am Nachwuchs und aktuell sieht es wieder ganz gut aus ;-) Aber wir waren in diesen drei Jahren bei ganz vielen Ärzten - und eine Schilddrüse einzustellen ist eigentlich Sache eines Endokrinologen und ein Kiwuze. Ein Wert, der für den Hausarzt oder Frauenarzt normal ist, muss nicht zwingend für den Kiwu optimal sein. Hier gelten einfach andere Werte. Und auf das, was die KK sagt, kannst du nicht viel geben. Die können auch nur vorgeschriebene Laborwerte ablesen - die Grenzen für Kiwu stehen da aber oft nicht dabei.

Ich kann dir nur den Rat geben, wenn dir meine Meinung nicht ausreicht, nutze die Forensuche bei Urbia. Du wirst genügend Ergebnisse zum TSH finden und da heißt es immer, dass der Wert idealerweise um 1,0 rum liegen sollte. Oder du fragst im Fokiwu noch einmal nach, dann kriegst du direkte Antworten ;-)

Weißt du, das sind einfach so Sachen, Schilddrüse und Kiwu - das ist oft schon zu tief in der Materie für den FA oder gar HA. Deshalb gibt es eben auch die Spezialisten.

Schau mal hier: http://www.kinderwunschklinik.at/eine-blutuntersuchung-kann-hormonstgen-feststellen.html Da heißt es auch, dass der Zielwert zw. 0,5 und 1,5 liegen sollte.

Beitrag von byrdie 11.04.11 - 21:24 Uhr

Ja, super, vielen Dank werde ich machen.
Habe nur leider Bedenken, das mein FA mich ein wenig hintendran schiebt, weil ich ja bereits schwanger war und erst nach einem Jahr was macht. Macht mich ein wenig stinkig, weil ich eigentlich eher die Meinung vertrete entweder ist was, dann muss man was machen, oder nicht.
Tue mich auch somit ein wenig schwer, zu verstehen, warum ich jetzt L.Thyroxin nehmen soll, aber der Wert wo ich schwanger war egal war?

Tja, ich denken ich muss da doch ein wemig über meine Schatten springen und mir da nichts einreden lassen.

Euch auf jeden Fall herzlichen Glückwunsch #herzlichund alles Gute...#klee

Beitrag von kleinehexe74 11.04.11 - 21:33 Uhr

Bei mir hat die FÄ jetzt auch Schilddrüse getestet- TSH 3,4
Sie sagte, unter normalen Umständen müsste man da nichts machen, aber weil ich schwanger werden will, sollte der Wert unter 2, besser unter 1 sein. Sie lässt mir die Tage eine Rezept zukommen und wenn ich das 6 Tage genommen habe, wird der Wert wieder kontrolliert.

Sie ist eine FÄ die auch auf Kiwu-Behandlung spezialisiert ist.

LG

Beitrag von byrdie 11.04.11 - 21:36 Uhr

Danke, also werde ich da nochmal den Wert testen lassen.
Nehme das Zeug dann 3 Monate, da sollte sich ja schon einiges verändert haben....:-)

Beitrag von fraeulein-pueh 11.04.11 - 21:37 Uhr

Dankeschön #herzlich

Ich hab in den drei Jahren jede Menge Bücher und Internetseiten zum Thema Kiwu (speziell zu meinen Baustellen) durchforstet und ja, ich wage zu behaupten, dass ich mich in einzelnen Bereichen fast besser auskenne als meine FÄ. Das liegt aber wohl einfach daran, dass ich halt wirklich gezielt Informationen zu meinen Problemen gesucht habe und meine FÄ in vielen Gebieten fit sein muss und daher das Wissen vielleicht manchmal nur oberflächlich ist. Aber ich denke, dass das menschlich ist ;-)

Was ich aber damit eigentlich sagen will: Lies dir Informationen an. Wenn du weißt, was das Problem ist, kannst du gezielt nachfragen und Auskünfte auch hinterfragen. Das macht dich zwar vielleicht nicht zum Lieblingspatienten deines Arztes, aber du musst dich wenigstens nicht auf Teufel komm raus auf einen Arzt verlassen. Wenn du selbst Hintergrundwissen hast, dann ist es auch nicht mehr so schwer, über deinen Schatten zu springen und bei einem "Gott in weiß" auf klare Antworten zu bestehen ;-)

Verlange von deinem HA oder FA eine Überweisung zum Endokrinologen. Wenn man dir diese nicht geben möchte, dann geh zu einem anderen Arzt oder "drohe" zumindest damit (immerhin haben wir in D freie Arztwahl).