zwangsweise abstillen :o(

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Wann soll ich mit dem Abstillen beginnen und mit Beikost starten? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von nalamaus 11.04.11 - 20:41 Uhr

Hallo zusammen!

Noah ist nun 5,5 Monate als und ich habe die ganze Zeit voll gestillt. Leider wurde nun bei mir eine Schilddrüsenerkrankung festgestellt und nach einem weiteren Bluttest bekomme ich morgen gesagt, ob ich Medikamente nehmen muss oder nicht. Das Medikament ist nur in geringer Dosierung stillverträglich, wahrscheinlich werde ich mehr einnehmen müssen. Ich muss also von jetzt auf gleich abstillen, was ich sehr traurig finde, ich wollte eigentlich ganz gemütlich nacheinander die Mahlzeiten ersetzen und bis Ende des ersten Lebensjahres weiterstillen. Habe also vor 4 Tagen angefangen Brei einzuführen, hab noch ein bißchen MuMi eingefroren und dann muss Noah mit Pulver auskommen ... Ich frage mich nur wie meine Brust das verkraften soll? Wie lange braucht man denn um "sanft" abzustillen? Ich werde abpumpen müssen (hab ne Handpumpe #schwitz) ... und sonst ausstreichen? Pfefferminztee, Salbeitee und Phytolacca-Globoli hab ich besorgt. Kann mir jemand sagen wie man die dosiert? Oder Abstilltablette? Aber eigentlich ungern ... Oh jeh ...

Vielen Dank im Voraus für eure Tipps!!
nalamaus

Beitrag von felicia2010 11.04.11 - 20:44 Uhr

Hallo,

kannst du eventuell noch drei Wochen warten mit den Medikamenten? Dann kannst du nach und nach reduzieren ohne Tabletten zu nehmen....

Beitrag von nalamaus 11.04.11 - 20:48 Uhr

Hab ich auch schon drüber nachgedacht, aber ich habe wohl eine massive Überfunktion und meint Arzt meint ich müsse sofort mit einer Therapie beginnen, "sonst könne das gefährlich werden" ... #zitter

Beitrag von lilly7686 11.04.11 - 21:02 Uhr

Hallo!

Wenn dein Baby die Flasche(-nmilch) annimmt, dann ist das schon mal ein guter Anfang.
Dann kannst du auch schneller abstillen.

Was hilft:
- Salbeitee, 4-6 Tassen pro Tag, der hilft super :-D Auch Pfefferminztee kann gut helfen.
- wenn die Brust spannt bitte ausstreichen! Nicht pumpen! Denn pumpen könnte die Milchproduktion wieder anregen!
- einen gut sitzenden BH anziehen

Ich wünsche dir gute Besserung!

Beitrag von danny1878 11.04.11 - 21:26 Uhr

Hallo!
Ist das auch wirklich ganz sicher abgeklärt?
Bei meinem Sohn war das nämlich damals auch und ich sollte abstillen, weil ich eine massive Überfunktion hatte. Die Schilddrüse wurde geschallt und es wurden keine Knoten gefunden. (Da gibts ja heisse und kalte, was wie ist, weiss ich nicht mehr...) Die Schilddrüse war auf dem Schall unaufällig. Auf jeden Fall hat man mir gesagt, ich solle die Medis nehmen und abstillen, weil das beim Stillen nicht geht. Ich hab mich geweigert SOFORT abzustillen und siehe da, bei der nächsten Kontrolle war alles in Butter!!! Ich brauchte keine Medis und hab auch nicht abgestillt.
Ein paar Monate später hatte ich dann sogar ne Unterfunktion, bis alles im Normbereich war.
Im dritten Anlauf zum Kinderwunsch war mein Wert dann nochmal schräg und ich musste zum Abklären zum Endokrinologen und der meinte nämlich, dass es total häufig so wäre, dass die Schildkröte nach der SS spinnt. Sich dieser Zustand aber oft von selber gibt...
Ich will dir ja jetzt keinen Floh ins Ohr setzen, aber hol dir ev noch ne zweite Meinung...

Viel Glück!

Beitrag von barberina_hibbelt 11.04.11 - 21:30 Uhr

Hallo,

ich bin Morbus Basedow Patientin, derzeit (mal wieder und letztmalig #schwitz im Auslassversuch)...
Bei meinem ersten Kind kam der Basedow auch wieder in der Stillzeit, ich habe mich aber geweigert abzustillen.
Mein Medikament heißt Carbimazol, hier darf man während der Stillzeit 10mg/ tgl einnehmen. Ein besseres Mittel wäre Propylthiouracil, s. auch hier
http://www.embryotox.de/propylthiouracil.html
Sprich deinen Arzt darauf an!

Mein Sohn hat(te) keine Probleme, seine SD- Werte wurden anfangs regelmäßig überprüft... Übrigens habe ich bei beiden Kindern bis zur Hälfte der Schwangerschaft Medis nehmen müssen. Lediglich die Antikörper waren bei ihnen erhöht, was aber in dem Fall normal ist. Sie mussten nur sinken. Alle anderen Werte waren ok. Beim zweiten Kind bin ich weiterhin ohne Rückfall *klopfaufholz*, trotz 12 Monate vollstillens...

Bist du bei einem Endokrinologen in Behandlung? Wenn nicht, würde ich dir in jedem Falle nahelegen, einen aufzusuchen, BEVOR du komplett abstillst!

Du wolltest ja eh mit Beikost anfangen. Dann kannst du die Tabletteneinnahme ja auch so legen, dass mind. 6h anschließend nicht gestillt wird. Embyotox hilft übrigens auch telefonisch...

Und wenn du doch komplett abstillen willst, würde ich dies nur unter Aufsicht von FA oder Hebi machen...

#winke
lg B

Beitrag von sarahjane 11.04.11 - 22:38 Uhr

Wie lange die Brust benötigt, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen, lässt sich leider nicht pauschal sagen.

Aber Du kannst Dir selbst mit Folgendem helfen:

- trinke 4 bis 6 Tassen Salbei- oder Pfefferminztee am Tag
- trage enge BHs
- streiche die Brüste aus, wenn sie spannen (bevorzugt unter der warmen Dusche)
- pumpe NICHT ab, weil dies die Milchproduktion ankurbeln kann
- lutsche Salbeibonbons
- lege das Kind immer kürzer und seltener an

Sei nicht traurig. Deine Gesundheit/Dein Wohlbefinden sind sehr wichtig. Und Dein Kind hat ja monatelang Frauenmilch bekommen. Freue Dich, dass Euch dies so lange möglich war.
Vielleicht ist es Dir auch ein Trost, dass es neuesten Empfehlungen nach reicht, 4 Monate ausschließlich Frauen- und/oder hypoallergene Säuglingsmilch zu füttern, um ein etwaiges bestehendes Allergierisiko zu senken bzw. den Ausbruch bestimmter Allergien zu verschieben bzw. Auswirkungen zu mildern.

Auch mit Premilch und B(r)eikost wird Dein Baby gut gedeihen.


Gute Besserung! :-)


Beitrag von kiki-2010 12.04.11 - 09:25 Uhr

Ich kann Dich soooo gut verstehen!!!!

Ich bin derzeit ganz übel krank (Trommelfellriss durch eine Mittelohrentzündung) und meine Medikamente waren auch so hoch dosiert und vor allem zahlreich, dass ich seit ein paar Tagen notgedrungen Flasche füttern muss. Ich bin das üebrhaupt nicht gewohnt, da ich auch den Großen lange vollgestillt habe und nun sehe ich, dass schon nach einer Woche (trotz regelmäßigem Abpumpen, zwar für den Ausguss aber um den Milchfluss zu erhalten) die Produktion zurückgefahren ist. Gestern sind mir deshalb schon die Tränen gekommen...

Und mein Sohn (11 Wochen)? Der findet die Flasche ganz toll und scheint satt und zufrieden zu sein #schock!

Und die Mama? #heul....

Lg Kiki

Beitrag von nalamaus 12.04.11 - 14:59 Uhr

Mädels, vielen vielen Dank für Euren lieben Antworten! Weiß nicht ob das hier noch jemand liest, die Beiträge rutschen ja leider immer so schnell nach hinten, aber ich kann Euch Gutes berichten: Hab eben beim Arzt angerufen, meine Blutwerte sind "grenzwertig" und da ich keine Symptome habe, muss ich erstmal keine Medikamente nehmen und muss in 8 Wochen wieder zur Kontrolle. Juhuuuu! Ich freu mich so ... Ich werde zwar trotzdem anfangen abzustillen und die Mahlzeiten durch Brei bzw. Flaschenmilch zu ersetzen, aber eben langsam und eins nach dem anderen! #huepf
P.S.: für die die sich auskennen: es deutet wohl alles eher auf Hashimoto als auf MB hin, aber das wird sich erst im Verlauf zeigen ...