Ist es normal, das die Lehrer so oft anrufen ?!?!?!

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von mami2kids 11.04.11 - 21:35 Uhr

Guten Abend!

Mein Sohn geht aufgrund seiner Wahrnehmungsstörungen und Sprachprobleme auf eine Förderschule. Er bekommt nebenbei noch Logopädie und Ergotherapie

Leider wird er in der Schule sprich seine Lehrerin nicht so akzeptiert. Er ist ein sehr aufgeschlossener Mensch, hat seine Meinung, seinen Dickkopf.
Ist aber bei seinen Mitschülern sehr beliebt

Mir ist jetzt in dem Jahr stark aufgefallen das die Lehrerin sich mehr an die weiblichen Schüler hält, oder an Schüler die "ruhig" sind!!

Leandro ist einfach ein kleiner süsser Fratz, der gerne mal seine Grenzen testet ;-) Im Grossen oder Ganzen ist er sehr umgänglich. Ich habe keinerlei Probleme mit ihm!

Da er halt nicht so ruhig ist, wie ihre "Lieblings" Schüler, fällt er halt direkt auf, und bei mir klingelt oft das Telefon
zB "Leandro hat seinen Mitschüler in der Pause geschubst, oder lernt nicht mit, kann nicht rechnen, kann dies nich, kann das nicht :-( Ehrlich gesagt, kann ich es nicht mehr hören !!

Seine Lernbücher sind voll mit negativen Kommentaren !!! Jeden Tag lese ich was neues, oder altes - es steht ja meist dasselbe drin

Sowas von verhaltensauffällig, das ist doch nicht wahr. Klar hat er seine Macken, aber er ist ein herzensguter Mensch. Im Kiga war er nur wegen seine Wahrnehmung und Sprache auffällig - aber nie wegen seinem angeblichen Verhalten

Mir geht das so gegen den Strich, habe mich nun öfters mal morgens mit in die Klasse gesetzt um es zu beobachten. Er hat Defizite, leichte Lernschwäche, aber er ist ruhig, hört zu. Und das er manchmal zwischendurch Quatsch macht, mein Gott, er ist 6. Dann muss man mit ihm reden und gut ist.

Meiner Meinung nach wird es sehr sehr übertrieben..und man merkt total das die Lehrerin sich auf ihre (ruhigen) Lieblingsschüler konzentriert und die "Lauten" ihr ein Dorn im Auge sind.

Leider kommt man dagegen nicht an, daher bin ich noch ruhig. Aber ich schimpfe mittlerweile oft mit ihm, obwohl ich den Schwachsinn nicht ganz glaube was mir immer erzählt wird. Es belastet mich halt schon in einer Art.

Mindestens 3 mal die Woche geht mein Telefon, ich hab schon keine Lust mehr dran zu gehen. Leandro ist nachmittags manchmal so feritg, das er hier auf der Couch einschläft. Ich frage mich, was die mit ihm machen !! Er sagt immer nur, er wird nur ausgeschimpft . Prima!

Will nich gleich zum Direktor oder zum Schulamt rennen, in Prinzip schade ich meinen Sohn ja auch damit. Eine Weile schau ich mir das noch an, aber irgendwann platzt mir echt die Hutschnur

Vielleicht bekomme ich hier einige Meinungen dazu, würde mich sehr darüber freuen!

Beitrag von mami2kids 11.04.11 - 21:38 Uhr

Achso, anfang des Schuljahres wurde mir mitgeteilt das Förder Schüler medikamentös eingestellt werden.

Da hab ich sofort gegen gesprochen, der Kinderarzt schüttelte auch nur mit dem Kopf.

Der Kurze hat kein ADHS, also warum soll er ruhig gestellt werden? Ausserdem ist er ein ruhiger Junge! Sonst wäre mir doch zuhause was aufgefallen. ER spielt stundenlang im Zimmer, ganz ruhig, spielt mit seinen Nachbarsfreunden, alles in einen ganz normalen Rahmen

Beitrag von .nefur. 11.04.11 - 21:51 Uhr

Hallo,

es ist etwas schwer, da man nur deine "Seite" kennt. Das Problem ist sicher vielschichtiger.

Wenn die Anrufe nichts bringen und es nur darum geht, dass du jetzt mit Problemen vollgeladen wirst, dann würde ich mir Telefonnotizen machen und mich privat (einer anderen Mutter?) unterhalten. Wenn die Anrufen tatsächlich keinen Sinn haben, würde ich überlegen, an welche Stelle ich mich wende.

Oder schlägt sie Lösungen vor? Was hat sie davon. Es scheint irgendwie engagiert. Aber so häufige Anrufe?

Beitrag von mami2kids 11.04.11 - 21:55 Uhr

Ja, ich weiss!
Ich mach die Lehrerin ja in dem Sinne nicht schlecht, sondern erläutere nur das, was mir sehr stark aufgefallen ist in den ganzen Monaten!
Ich ziehe keine voreiligen Schlüsse

Naja, ich warte einfach mal ab - aber mir ist echt nicht mehr wohl bei dem Ganzen!

Beitrag von savina 11.04.11 - 21:59 Uhr

Also, ob es normal ist, dass die Lehrer daheim anrufen, kann ich nur für die Regel-Grundschule beantworten: mich hat noch nie ein Lehrer angerufen, meine Kinder bekommen einen Zettel mit, oder es steht eine Notiz im Hausi-Heft.

Vielleicht meint die Lehrkraft es nur gut, hast Du daran schon mal gedacht? Offensichtlich will sie mit Dir in Kontakt kommen; warst Du schon mal in einer Sprechstunde?
Falls nicht, fände ich es unangemessen, das, was die Lehrerin sagt, als "Schwachsinn" zu bezeichnen...
Mag doch sein, dass Dein Kind sich in der Schule anders gibt, als Du ihn von zuhause kennst, oder wenn Du mit dabei sitzt...

Mein Rat: persönliches Gespräch mit der Lehrerin, evt. zusammen mit dem Vater des Kindes oder einer anderen vertrauten Person. Dann kann man hinterher nochmal besprechen, was die Lehrerin gesagt hat und was sie evt. anders gemeint hat, als man selbst es verstanden hat.
Alles Gute, Savina



Beitrag von himbeere_11 11.04.11 - 22:17 Uhr

normal ist das ganz bestimmt nicht - jetzt stellt sich nur die Frage: Liegt es an Eurem Sohn oder an der Lehrerin, die nur ruhige Schüler mag... Dieser Frage würde ich versuchen, intensiv auf den Grund zu gehen.

Beitrag von abenteuer 11.04.11 - 22:21 Uhr

Was hält denn dein Sohn von seiner Lehrerin? Offenbar stimmt die Chemie zwischen den beiden nicht. Sollte das anhalten, denk über einen wechsel in die Parallelklasse nach.

Du kämpfst wie eine Löwin, um dein Junges zu verteidigen. Das ist ok (und das macht auch jede Mutter mehr oder weniger). Möglicherweise ist aber genau diese Tatsache das Problem der Lehrerin. Dein Kind wird nicht immer lieb sein. Vielleicht fühlt sich die Lehrerin von dir aber nicht ernst genommen, wenn sie dir Probleme mit deinem Sohn schildert. Du erklärst ihr möglicherweise dann wie lieb Leandro doch eigentlich ist und dadurch will sie dann verdeutlichen, dass er eben nicht immer lieb und artig ist und versucht dagegen zu halten. Du möchtest beweise, dass Leandro ein artiges Kind ist, sie möchte beweisen, dass sie sich das nicht ausgedacht hat und ruft nun bei jeden kleinen Vorfall an um dir (ihrer Meinung nach) "die Augen zu öffnen"

Es ist wie eine selberfüllende Prophezeihung. Die Lehrerin erwartet schlechtes Verhalten von ihm und er benimmt sich dann auch daneben. Kinder brauchen Lob. Wenn die Lehrerin schon so oft anruft, würde ich das gleich thematisieren.

Ich würde mit der Lehrerin an diesen Fragen arbeiten:

Weshalb benimmt er sich in der Schule so schlecht?
Welche Gründe hat das?
Wie kann man das (bei ihm) ändern?
Wie geht sie mit seinem Fehlverhalten um?
Was könnte man daran (bei ihr) ändern?

Versucht einfach zusammenzuarbeiten. Sei kooperativ, höre der Lehrerin genau zu und hinterfrage ihr Verhalten.

Beitrag von fraeulein-pueh 11.04.11 - 23:49 Uhr

Ich bin Referendarin an einer Regelschule und wir bekommen es quasi von unseren Seminarlehrern beigebracht, dass wir den Kontakt mit den Eltern suchen sollen. Ein Gespräch bringt oftmals mehr als ein Zettel, der mit nach Hause gegeben wird, denn so lernt man auch die persönliche Seite kennen - sowohl beim Lehrer als auch bei den Eltern. Außerdem können dabei nicht so leicht Missverständnisse aufkommen, als beispielsweise bei einer kurzen Information via Zettel.

Ich bin mir sicher, dass dein Sohn ein liebenswerter Kerl ist. Das würde ich von so ziemlich allen meinen Schülern sagen, wenn - und jetzt kommts - ich mich ALLEIN mit ihnen unterhalte. Im Klassenverband bzw. in der Gruppe mit Gleichaltrigen ist aber von dieser Liebenswürdigkeit manchmal echt nichts mehr zu erkennen. Da hetzt einer den anderen auf und keiner steckt zurück oder kann einmal zugeben, dass es zu weit geht. Dabei sein ist alles und oft fehlt es am nötigen Weitblick (altersbedingt betrachtet), die Tragweite des eigenen Handelns zu erkennen.

Ich will damit sagen, dass wahrscheinlich ihr beide Recht habt - sprich, die Lehrerin, aber auch du. Nur jeder von euch kennt unterschiedliche Seiten deines Sohnes. Wichtig ist es nun eigentlich, dass ihr an einem Strang zieht und das Beste für deinen Sohn herausholt.

Weißt du, dieses Aufgewecktsein schön und gut, aber wenn in einer Klasse mehr drinnen sind, die so sind, dann ist unterrichten schier unmöglich. Und das geht halt dann zu Lasten der "ruhigen" Schüler - was ja eigentlich auch nicht der Sinn und Zweck von Unterricht ist.

Vielleicht triffst du dich zunächst mit der Lehrerin (ohne Rektor oder Schulamt), evtl. noch mit einem unvoreingenommenen Vertrauenslehrer, der zu schlichten versucht. Im Prinzip gehts wohl darum, dass Regeln aufgestellt werden, die deinem Sohn klar sind und an denen er sich orientieren kann. Wichtig ist, dass ihr die Spannung aus dem Ganzen rausnehmt, damit auch deinem Sohn die Schule wieder Spaß macht.

Ich weiß nicht, wie alt er ist, aber vielleicht würde eine Art "Verhaltensvertrag" helfen, den er auch unterschreiben muss, sowas ist bei jüngeren Kindern oft hilfreich. Denn dann kann man darauf verweisen und der Sch. weiß im Vorfeld, was passiert, wenn er das und jenes tut. Oder Schiedsrichterkarten (gelb bei der ersten Verwarnung, rot bei der zweiten und letzten), die die L deinem Sohn (und natürlich auch anderen in der Klasse) gibt, wenn ein Verhalten zu weit geht. Dann weiß der Sch. dass er eine Grenze überschritten hat und mit Konsequenzen rechnen muss, wenn er es wieder tut. Man könnte diese Verhaltensregeln übrigens auch gemeinsam mit der Klasse festlegen und im Klassenzimmer aufhängen. Hmn... ein Belohnungssystem wäre vielleicht auch denkbar? Nach einer guten UR-Stunde könnte der L einen grünen Punkt in das Klassentagebuch kleben, bei einer best. Anzahl kann man etwas besonders Schönes unternehmen. Das würde vielleicht dazu motivieren, sich im UR ruhiger zu verhalten?






Beitrag von imzadi 12.04.11 - 01:52 Uhr

Normal ist das sicher nicht. Von der Leherin meines Sohnes kam bisher nur zweimal ein Eintrag ins Hausaufgabenheft. Zum reden hab ich nur Kontakt an den Elternsprechtagen.

Das Verhalten eines Kindes zuhause und in der Schule muss nicht dem Verhalten entsprechen das du zuhause kennst. Ich sehe das oft genug wenn mein Sohn mit Freunden zusammen spielt und sich unbeobachtet fühlt.

Du solltest es der Leherein anrechnen das sie nach der Schulzeit noch Gedanken um deinen Sohn macht und versucht mit dir eine Lösung zu finden.

Ich hab das Gefühl du siehst in deinem Sohn nur das Positive, aber Kinder sind nicht nur lieb und nett wie sie sich dir zeigen. Ich würde an deiner Stelle zuhören und reagieren. Wäre der Lehrerin dein Sohn egal oder lästig wäre er wohl im nächsten Schuljahr nicht mehr bei ihr.

Beitrag von juniorette 12.04.11 - 08:13 Uhr

Hallo,

ich denke, eine Lehrerin hat was Besseres zu tun, als nach Unterrichtsende die Eltern ihrer Schüler anzurufen.
Was ich damit sagen will: das wird ihr auch keinen Spaß machen und schriftliche Einträge nach Hause mitzugeben wäre für die Lehrerin auch sicher angenehmer und der einfacherere Weg.

Wenn diese Lehrerin trotzdem wiederholt bei euch anruft, dann muss ihr das Wohl deines Sohnes sehr am Herzen liegen.

"Leandro ist einfach ein kleiner süsser Fratz, der gerne mal seine Grenzen testet Im Grossen oder Ganzen ist er sehr umgänglich. Ich habe keinerlei Probleme mit ihm! "

Wenn die Lehrerin sich nur um Leandro kümmern müsste, hätte sie sicher auch keine Probleme mit ihm, aber Leandro ist nun mal nicht ihr einziger Schüler.
Umgekehrt:
würdest du dir zutrauen, die ganze Schulklasse deines Sohnes im Griff zu haben UND ihnen das nötige Schulwissen zu vermitteln, ohne dass ein Kind zu kurz käme?
Natürlich ist es der Job der Lehrerin, dass keiner ihrer Schüler zu kurz kommt, aber ich finde es vollkommen legitim, wenn sich Lehrer die Eltern ins Boot holen, gerade bei gehandicapten Kindern und das versucht diese Lehrerin ganz offensichtlich.

"Er sagt immer nur, er wird nur ausgeschimpft ."

Anscheinend fehlt euch beiden das Unrechtbewusstsein, dass man z.B. für Schubsen völlig zu Recht ausgeschimpft wird #kratz
Dein Sohn ist entschuldigt, denn wie soll er Unrechtbewusstsein bekommen, wenn du zu Schubsen o.ä. nur sagst "das ist bei Kindern normal" (es ist normal, trotzdem muss man seinen Kindern erklären, dass es falsch ist und im Wiederholungsfall auch Konsequenzen walten lassen bzw. mit den Konsequenzen der Schule leben).


"oder lernt nicht mit, kann nicht rechnen, kann dies nich, kann das nicht "

Das kannst du ja zu Hause nachprüfen, ob das stimmt. Kann er rechnen, lesen, die Aufgaben aus seinen Schulheften lösen, usw.?
Es muss ja auch in deinem Interesse sein, ob bzw. dass er Lernfortschritte macht.

"Ehrlich gesagt, kann ich es nicht mehr hören !! "

Wenn du Augen und Ohren vor den real existierenden Problemen deines Sohnes verschließt, wird er nur noch weiter abrutschen.

Und noch eine persönliche Erfahrung von mir, die du nicht auf dich beziehen musst:
ich hatte ein Nachbarskind mit schwersten Sprachstörungen, Konzentrationsschwäche, Lernschwäche, Wahrnehmungsstörungen. Dessen Mutter war auch immer der Meinung, was für ein liebes Kind ihr Sohn ist, für mich war dieses Kind einfach nur durch und durch unerzogen (und seine Mutter stand teilweise milde lächelnd daneben, wenn er was angestellt hat).
Ich sehe da gewisse Parallelen zu eurer Situation, nicht böse gemeint ;-))

Mein Tipp:
bitte die Lehrerin doch um einen Gesprächstermin, der zum Ziel hat, eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten, wie man die Situation verbesserin kann.
Was erwartet die Lehrerin genau von dir?
In dem Gespräch kannst du dann auch die Position deines Kindes schildern (z.B. dass es mittags völlig fertig nach Hause kommt und sich ungerecht behandelt fühlt).

Ich könnte mir vorstellen, dass der Lehrerin etwas Engagement von dir fehlt, etwas an der Situation deines Sohnes zu ändern.

LG,
J.

Beitrag von manavgat 12.04.11 - 08:34 Uhr

Leandro ist einfach ein kleiner süsser Fratz, der gerne mal seine Grenzen testet


Aha.


und die Lehrerin soll das klasse finden?


Du blockst ganz gut ab. Wende Dich ruhig ans Schulamt. Mal sehen, was die meinen.


Es ist übrigens normal, dass die Kinder sich - sobald Mama oder Papa im Klassenraum sind - ganz anders verhalten als sonst.

Gruß

Manavgat

Beitrag von meringue 12.04.11 - 08:43 Uhr

Hallo,

dein Kind hat ja wohl erhebliche Probleme bei seinem Start ins Leben, das kannst du nicht leugnen. Sein ganzes Leben muss doch bisher gespickt gewesen sein von Defiziten, Diagnosen, Konflikten.
Wahrnehmungsstörungen zB. bringen oft Aggressionen und fehlende Empathie Anderen gegenüber mit sich.

Es ist mir völlig unbegreiflich, wie man als Mutter eines solchen Kindes
g e n e r v t sein kann durch Anrufe der Lehrer. Was vermutest du denn? Dass sie deinen Sohn auf dem Kieker haben? Er ist auf einer F ö r d e r schule- sie können ihn nicht abschieben. Die Lehrer dort haben ihren Beruf erlernt, um gerade Kindern mit erheblichen Problemen beizustehen (ich glaube, es gibt wahrhaft einfachere Berufe...).

Diese Anrufe sind doch ein Indiz für dich, dass etwas falsch läuft. Da müssen doch in deinem Hirn die Alarmglocken schrillen: Mein Sohn fällt sogar an einer Förderschule derart auf, dass ich ständig angerufen werde.

Und jetzt möchtest du in diesem Forum lesen, dass das empörend ist und du dich am besten heute noch mit dem Schulamt in Verbinung setzen solltest-?#rofl

Sei verdammt froh, dass professionelle Kräfte deinen Job machen. Sorry, so sehe ich es. So, wie du dich hier präsentierst, komme ich zu diesem Schluss. Du bist nicht besorgt wegen seiner Zukunft, es ist dir einfach alles lästig.

Alles Gute für deinen Sohn- und dass immer jemand WIRKLICH nach ihm schaut!

Beitrag von mami2kids 12.04.11 - 09:16 Uhr

Ich fand deinen Text wirklich sehr unüberlegt und nicht gerade "freundlich"

Es ist einfach so, das er wirklich - seit er ca 4 ist - nur Probleme hat (Da wurde auch die Wahrnehmungsstörung diagnostiziert) Ich bin mit ihm vom Arzt zu Arzt gerannt und tue ALLES, damit ihm geholfen wird!

Ich bin seit Geburt an alleinerziehend - und auch ICH komme irgendwann einfach mal an den Punkt wo mir das alles zuviel wird. Das heisst nicht, das ich nicht mehr mit meinem Kind klar komme, im Gegenteil. Nur jede Mama hat doch mal solche "Tage" bzw eine schwierige Zeit zu meistern.

Bei mir auf der Arbeit (Büro) läuft momentan auch nicht alles rund, Stellenabbau und es ist einfach so - das mich alles runterzieht.. dann der ständige Anruf der Schule, es kommt immer alles auf einmal

Andere haben noch den Vater/Mann - mit dem sie drüber sprechen können oder ggf Er mal in die Schule geht oder an den Telefonhörer. In dieser Sache ist es einfach so, das ich damit ständig konfrontiert werde und irgendwann nervt mich das alles einfach nur noch, es belastet mich.
Ich habe doch erstmal hier im Forum gefragt, anstatt zum Schulamt oder sonstiges zu rennen.

Ich bin mehr als besorgt um seine Zukunft!!!! Ich möchte das er was vernünftiges lernen wird - und einen richtigen Abschluss bekommt
(Förderabschluss auf Lebenslauf sieht nicht gerade vielversprechend aus)

Trotzdem Danke für deine Meinung!

Beitrag von meringue 12.04.11 - 11:46 Uhr

<<Da er halt nicht so ruhig ist, wie ihre "Lieblings" Schüler, fällt er halt direkt auf, und bei mir klingelt oft das Telefon
zB "Leandro hat seinen Mitschüler in der Pause geschubst, oder lernt nicht mit, kann nicht rechnen, kann dies nich, kann das nicht Ehrlich gesagt, kann ich es nicht mehr hören !!

Seine Lernbücher sind voll mit negativen Kommentaren !!! Jeden Tag lese ich was neues, oder altes - es steht ja meist dasselbe drin

Sowas von verhaltensauffällig, das ist doch nicht wahr. Klar hat er seine Macken, aber er ist ein herzensguter Mensch<<

Entschuldige, aber so ein Text kommt bei mir so an, als wäre es dir zu viel, über die Probleme deines Sohnes nachzudenken. Dein zweites Post klingt ganz anders. Wie es in den Wald hinein ruft...

Klar wird es Einem mal zuviel. Aber ich verstehe nicht, wie man die Meinung der Lehrer so abtun kann. Was hat dein Sohn davon, wenn alle heile Welt spielen und er später im Leben überall aneckt? Er kann so herzensgut sein wie er will, wenn er gesellschaftliche Regeln nicht anerkennt, wird er niemals sein Potenzial írgendwo einbringen können, einfach, weil er allen auf den Wecker geht.

Un sag´jetzt nicht, er sei doch erst 6....
Die Probleme bleiben die gleichen!

Ich an deiner Stelle würde die Kritik der Lehrer annehmen und sie fragen, welche Lösungsansätze sie sehen. Es ist doch toll, dass sie den Kontakt zu dir suchen. Würde man sich an so mancher Regelschule wünschen.

Alles Gute!

Beitrag von bambolina 12.04.11 - 11:11 Uhr

Hallo,

zuerst mal, könnten wir die Lehrer tauschen, mein Sohn ist eher ruhig und introvertiert und die Lehrerin mag die quirligen, lebhaften Kinder.

Zur Schulleitung würde ich an deiner Stelle auch nicht gleich gehen, aber hast du mal einen Geprächstermin mit der Klassenlehrerin vereinbart? Aus deinem Posting geht das nicht hervor.

Auf der einen Seite finde ich es ja toll, dass die Lehrerin so engagiert ist und auf Probleme in der Schule bzw. mit deinem Sohn hinweist. Auf der anderen Seite sollte es natürlich nicht ausarten. Deshalb - sprich sie an.

Wenn mal wieder ein Anruf oder eine Notiz kommt, wie gehts du damit um? Sprichst du mit deinem Sohn darüber?
Merkt er, dass die die Anrufe und Notizen der Lehrerin eigentlich schon gar nicht mehr ernst nimmst?

Welche Tabletten hätten die Kinder bekommen sollen?
Im übrigen ist es gar nicht erlaubt, dass Kinder von den Lehrern Medikamente verabreicht bekommen.

lg bambolina

Beitrag von leiahenny 12.04.11 - 12:16 Uhr

Auch wenn fast alle im Posting auf die berühmten 2 Seiten hinweisen. Fakt ist viele Lehrerinnen mögen Jungs nicht!

Mein Tipp wende Dich an den schulpsychologischen Dienst und bitte um Unterstützung, teilweise geht dieser dann mit in den Unterricht und in den Gesprächen danach zeigt sich dann oft ein ganz anderes Bild als die Lehrer behaupten.
Überlege auch ob dein Sohn die Schule oder Klasse wechseln kann, sprich mit den anderen Eltern von Jungs ob sie die selbe Erfahrung machen.
Gibt es einen Elternsprecher, einen Vertrauenslehrer oder Erzieher der Dich unterstützen kann? Auf keinen Fall alleine zu dem Gespräch mit der Lehrerin gehen, sonder einen "Zeugen" mitnehmen.

Jungs sind - mit und ohne Wahrnehmungsstörung - die Verlierer an vielen Schulen.
Warte nicht bis dein Sohn gar keine Lust mehr auf Schule hat, sondern handele jetzt.
Alles Gute.

Beitrag von manavgat 12.04.11 - 13:48 Uhr

Fakt ist viele Lehrerinnen mögen Jungs nicht!

Unsinn!


Imho ist es vielmehr so, dass Eltern, besonders die Mütter, ihre Jungs nicht erziehen. Da wird einfach gesagt: Jungs sind eben so. In der Schule birgt das Konfliktpotential. Umgekehrt ist es leider so, dass Mädchen so sozialisiert werden, dass sie sich anpassen. Ich bezweifle, dass das für die Mädchen so gut ist.

Gut wäre, allen Kindern, unabhängig vom Geschlecht, eine gute Erziehung mit festen Regeln zu bieten, die sozial kompetent und trotzdem frei macht. Wäre das so, dann hätten vermutlich gleich viel Mädchen und Jungs Probleme in der Schule oder eben nicht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von leiahenny 12.04.11 - 17:06 Uhr

Nun da bin ich aber nicht allein anderer Meinung.

Nicht mehr die Mädchen, sondern die "Jungen sind die Verlierer im deutschen Bildungssystem", sagt der Ratsvorsitzende und Präsident der Freien Universität Berlin, Dieter Lenzen. Statt auszugleichen, verstärke die Schule den Bildungs- und Leistungsrückstand der Jungen. Am schlimmsten sei die Benachteiligung in den ostdeutschen Ländern.

Beitrag von ilva08 12.04.11 - 17:20 Uhr

"Fakt ist viele Lehrerinnen mögen Jungs nicht!"

Ich hätte gerne die Studie, die diesen "Fakt" belegt. #bitte

Beitrag von leiahenny 12.04.11 - 18:31 Uhr

Hallo,
die Debatte um die Feminisierung der Bildung läuft seit über 10 Jahren.
Sicher ist das mit dem 2nicht mögen" etwas flapsig formuliert . aber iNfos findest Du z.B. hier
http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,612997,00.html
und
http://www.aktionsrat-bildung.de/fileadmin/Dokumente/Geschlechterdifferenzen_im_Bildungssystem__Jahresgutachten_2009.pdf
und hier
http://www.erziehungstrends.de/node/588

Aktuell hat die GEW zwar eine Studie draussen, die dies bestreitet. Habe sie aber noch nicht im Detail gelesen, auf den ersten Blick ist die Aussage "Jungs sind nicht benachteilgt, da später im Beruf erfogreicher" - das hat aber ja nichts mit der schulischen Förderung zu run.

Beitrag von ilva08 12.04.11 - 19:01 Uhr

"Sicher ist das mit dem "nicht mögen" etwas flapsig formuliert ."

Es ist eine undifferenzierte und unreflektierte Schuldzuweisung, das niemanden weiterbringt.

#danke für die Links. Ich werd sie mir in Ruhe angucken. Ich hoffe, dass sie mich als Lehrerin weiterbringen. Vieles ist sicher nicht neu, trotzdem wird es sich lohnen.

Wobei ich in den ersten Artikel schon reingeschaut habe und leider sagen muss: Ich kann auch keine männlichen Lehrer an die Grundschulen zaubern. ;-) Da müssen die Herren der Schöpfung schon selbst ran.

Beitrag von ilva08 12.04.11 - 17:18 Uhr

Hallo,

dass du dich überfordert fühlst von den Anrufen, weil deine Lebenssituation schwierig und stressig ist, kann ich verstehen.

Das ändert allerdings nichts daran, dass du zuständig bist. Man gibt seinen Erziehungsauftrag nicht von acht bis eins an die Schule ab.
Dies ist übrigens im Schulgesetz verankert: Eltern MÜSSEN bei Problemen vom Lehrer in die erzieherische Arbeit einbezogen werden.

Die Frage: "Mein Kind ist so auffällig, dass der Lehrer dauernd anruft - ist der Lehrer noch normal?" entspricht doch der Einstellung "Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld."

Die Theorie "Der Lehrer übertreibt und kann sowieso ganz bestimmt mein Kind nicht leiden" hört man häufig von überforderten Eltern. Weil diese nicht anders können als die Schuld bei anderen zu suchen, um die Verantwortung zu verschieben. Leider hilft dies dem Kind nicht, im Gegenteil, hierdurch verschärfen sich die Probleme.

Sorry, das ist harter Tobak, ich hoffe du kannst damit umgehen.

Meine Tipp:

Setze dich mit der Lehrerin zusammen. Überlegt, was ihr gemeinsam tun könnt, damit sich das Verhalten deines Kindes bessert.
Stecke deine Energie in die Frage: Wie kann ich meinem Kind helfen, sein Verhalten zu ändern?

Und nicht in die Frage:

Wie kann ich die Lehrerin dazu bringen, mich in Ruhe zu lassen.