Wie sag ich es unserem Sohn?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von tinki33 11.04.11 - 22:05 Uhr

Hallo zusammen,

wir haben soeben von meinen Schwiegereltern erfahren, dass deren Hund Aika eingeschläfert werden muss.
Aika war oder ist sehr alt, 15 oder 16 Jahre, das sind wohl gut 90 Erwachsenen-Jahre, von daher ist das ein stolzes Alter und da sie in den letzten 2 Jahren oft krank war bzw. immer träger wurde, ist das jetzt keine riesige Überraschung für alle, obwohl es natürlich weh tut.

Aber: wie sage ich es unserem 2 1/2jährigem Sohn, der total auf diesen Hund abfährt?? Wenn es heißt, dass wir Oma und Opa besuchen fragt er immer sofort nach seiner Aika...
Natürlich ist unser Sohn erst 2 1/2, aber die Fragen werden kommen und ich bin im Moment unsicher, wie ich das Thema überhaupt bewältige...

Wer hat einen Tipp??

Liebe Grüße,

Ladina

Beitrag von ronjaleonie 11.04.11 - 22:09 Uhr

Hallo!

Du sagst es am besten so wie es ist, Kinder nehmen das in aller Regel besser auf als wir denken.

Ich würde sagen, das Aika sehr sehr krank und sehr sehr alt war und nun gestorben ist, weil er einfach keine Kraft mehr hatte und nun im Himmel wohnt.

Lügen finde ich unangebracht, da dein Sohn eh spürt was ist. Wichtig ist, offen und ehrlich mit diesem Thema umzugehen und dennoch kindlich.

LG
Nicole


Beitrag von haruka80 11.04.11 - 22:12 Uhr

Liebe Ladina,

ich bin zum Glück selbst noch nicht in der Situation gewesen, unser Kaninchen ist auch erst 2 und der Hund der Eltern erst 4, aber letztes Jahr starb die Katze der Nachbarin und die älteren Kinder (letztes Jahr 2,5 Jahre) waren total betrübt, weil die Katze nicht mehr da war.
Die Eltern haben erzählt, dass die Katze zu den Engeln geflogen ist, weil sie so alt war und wenn man ganz, ganz alt ist, man irgendwann zu den Engeln fliegt und dann als Stern am Himmel auf alle Menschen aufpasst.

Ich selbst habe mir vorgenommen, meinem Sohn zu sagen, wenn xyz nicht mehr lebt und jetzt im Himmel ist und auf uns aufpasst.


Ich weiß noch, als eins meiner Kaninchen starb und mein Babysitterkind (damals 3) fragte, wo denn Klopfer sei und ich erzählte ihm, dass er im Himmel ist. Da schaute der mich an und sagte: Ach, der ist also tot, meine Oma ist auch tot, dann sind die jetzt zusammen da.

Ich dachte nur: hui, da versteht aber einer schon mehr als ich dachte.

L.G.

Beitrag von pauli1983 11.04.11 - 22:15 Uhr

Ich würde auch die Wahrheit sagen, dass der Hund krank war und gestorben ist. Nun aber im Himmel sei und auf uns aufpasst. Für Kinder ist der Tot nicht so schlimm wie für Erwachsene.

Blöder Vergleich, aber als die Mutter meines Mannes gestorben ist, war seine Nichte 3 Jahre und sein Neffe 7 Jahre. Sie waren nicht so traurig wie wir alle. Sie haben uns sogar versucht zu trösten und haben uns gesagt, dass Oma jetzt im Himmel wohnt und dass sie immer als Engel auf uns aufpasst.

Liebe Grüße

Beitrag von beni76 11.04.11 - 22:17 Uhr

Ich habe das meinem Sohn damals (allerdings ist eine Freundin von mir gestorben #schmoll)
so erklärt:
Nina war doll krank und ist gestorben und passt nun vom Himmel aus auf uns auf! (er hat ja auch gemerkt, dass ich sehr traurig war!)
Er hat natürlich gefragt, was Tod ist und ich habe ihm das erklärt, dass diese Menschen dann nicht mehr bei uns auf der Erde sind sondern als Sternchen am Himmel leuchten! Da muss man halt für sich eine "Lösung" finden...wie man es definiert, an was man selbst glaubt!
Er hat auch gefragt, was sie für eine Krankheit hatte (Hirntumor) und ich habe ihm gesagt, dass sie im Kopf etwas hatte, was ihr weh tat und das sie nicht mehr richtig laufen u sprechen kann und dass sie deswegen gestorben ist! (er hatte sie im Krankenhaus auch einmal mit einem Verband um den Kopf gesehen, als es ihr noch "gut" ging)

Beim Hund kannst Du ja probieren zu erklären, dass er einfach alt war und das alte Tiere und Menschen irgendwann sterben!

Ist ein schwieriges Thema, aber ich habe probiert trotzdem ehrlich zu ihm zu sein!


Alles liebe für Euch
#blume beni

Beitrag von sabrinimaus 11.04.11 - 22:40 Uhr

Hallo Ladina,

sag es ihm, wie es ist! Kinder nehmen sowas oft besser als Erwachsene.

Als mein Sohn etwa so alt war wie eurer ist unser Kater (17) mittags im Beisein meines Sohnes im Wohnzimmer ohne Vorwarnung einfach tot umgefallen! Ich selbst war fix und fertig. Mein Sohn hat es eigentlich ganz gut verkraftet. Er kam zuerst mit seinem Arztköfferchen angerannt und wollte ihm helfen. Das war so lieb von ihm! Ich habe ihm dann alles erklärt, dass der Kater schon sehr alt war und jetzt gestorben ist. Die Erklärung war für ihn in Ordnung. Gelegentlich hat er danach noch darüber gesprochen....aber ich hatte nie das Gefühl, dass er damit nicht zurecht kommt.

LG Sabrina