Wie würdet ihr das machen?- auch Namensfrage zum Kind

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Beitrag von bosseinlove 12.04.11 - 09:44 Uhr

Guten Morgen zusammen,

ich heirate in 46 Tagen #verliebt

Jetzt habe ich aber einen 5 Jährigen Sohn, aus einer vorherigen Beziehung.
Ich habe das alleinige Sorgerecht und er trägt meinen Nachnamen.

Ich werde definitiv den Namen meines Mannes annehmen.
Mein Sohn möchte seinen Namen behalten. Ist ja so auch kein Problem.

Die Standesbeamtin hat versucht mich zu überreden, dass ich einen Doppelnamen trage, damit man eine Verbindung sieht.
Das kommt für mich aber überhaupt nicht in Frage, ich mag Doppelnamen absolut nicht.

Jetzt wollen mir aber alle einreden, dass es Probleme geben wird, wenn mein Sohn anders heißen wird.
Ist das wirklich so?
Ich mein, ich weiß ja, dass es mein Sohn ist.
Und erklären kann man das im Notfall ja auch, oder?

Wie würdet ihr das handhaben?
Wenn er später will, kann man seinen Nachnamen ja immernoch ändern lassen.

Freue mich über eure Meinungen.

Liebe Grüße,
Christin

Beitrag von verena8 12.04.11 - 09:51 Uhr

Mhhh, das ist eine schwierige Frage.
Tja, also es wird sicherlich das ein- oder anderemal eine komische Situation sein. Beim Kinderarzt, beim Elternsprechtag, bei Eltern anderer Kinder, die dich dann als Frau XXX mit deinem Mädchennamen ansprechen.
Da musst du wissen, wie sehr es dich stört, oder nicht.
Und wie es für den Kleinen ist, dass musst du einschätzen. Wenn seine Mama mit "falschem Namen" angesprochen wird. Und wie es ist, wenn er älter wird, und anders heißt als seine Eltern. Wie es ist, wenn er in die Pupertät kommt usw.
Ich denke, dass kannst echt nur du entscheiden.

Beitrag von muckelchen-2008 12.04.11 - 10:10 Uhr

Hallo Christin,

ich trage auch einen anderen Namen, als meine Mutter. Manchmal musste sie oder ich erklären, dass sie anders heißt, aber ein Problem stellte es, soweit ich mich erinner, nie dar.

Bei meinem Sohn ist es im Moment ähnlich, er hat seit der Geburt den Namen seines Vaters, war für uns einfacher, weil sowieso heiraten wollten und am Anfang wurde ich immer mit seinem Nachnamen angesprochen, aber ich habe es erklärt und gut war es.

Ich wollte als Kind nie so heißen, wie meine Mutter, das kam weder für mich, noch für meien Vater damals infrage. Ich bin damit groß geworden und es hat mich nie gestört, ich wusste wer meine Mama war und trotz des Namenunterschieds gab es nichts, was zwischen uns war.

Wenn dein Sohn es nicht möchte, dann lass ihm die Entscheidung, er kann es sich ja immer noch anders überlegen, er indentifiziert sich ja mit 5 Jahren auch schon mit seinem jetzigen Namen, von jetzt auf gleich anders zu heißen kann sehr verwirrend für ein Kind sein, mich verwirrte damals schon die Vorstellung daran.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Liebe Grüße

Alina

Beitrag von bosseinlove 12.04.11 - 11:11 Uhr

Danke, für deine ausführliche Antwort.

Da du die Situation ja kennst, hast du mir sehr weitergeholfen.

Ich denke nämlich, dass es so kommt, wie du beschreibst.
Dass es keine großen Probleme geben wird.

Er kann sich ja später immernoch umentscheiden, oder eben nicht.
Zwingen oder aufdrängen werde ich das sicherlich nicht.

Beitrag von muckelchen-2008 12.04.11 - 11:38 Uhr

Es gibt auch eigentlich keine Probleme, es ist zwar manchmal blöd zu erklären, habe ich erst letztens hinter mir, als ich meinen Sohn zur Kita anmeldete, da hat man gedacht, er wäre nicht mein Sohn, weil er den Namen seines Vaters trägt, also dürfe ich ihn nicht anmelden, aber ich habe es erklärt und da die Hochzeit ja sowieso im Mai ist, ist es im August, wenn er in den Kindergarten geht ist es sowieso egal, dann tragen wir alle denselben Namen.

Ich wollte von Anfang an, dass er diesen Nachnamen bekommt, weil noch nicht feststand, wann wir heiraten, nur dass wir heiraten wollen und wenn er erst meinen Nachnamen getragen hätte, müsste er sich erst umgewöhnen und das wollte ich ihm ersparen, denn er weiß mit seinen 2,5 Jahren schon genau, wie er heißt und das ist auch gut so. Meine Verwandschaft war zwar erst nicht so begeistert, aber sie wurden auch nicht gefragt, denn es ist meine Entscheidung gewesen und es passt vom Namen her besser, als mit meinem Nachnamen.

Es wäre zwar alles etwas einfacher, wenn alle den gleichen Namen tragen, aber es geht alles, auch wenn man manchmal erklären muss, warum es so ist..

Beitrag von catch-up 12.04.11 - 11:35 Uhr

Was ist dir lieber?

1. Dass dein Sohn sein Leben lang grantig auf dich ist, weil ihm entgegen seinen Willen ein Name aufgedrückt wurde, den er nicht haben will

2. Du kurz allen Leuten um dich rum das erklärst.

Meinem Verlobten wurde damals ebenfalls der Nachname seines Stiefvaters aufgedrückt! Er kann damit überhaupt nichts anfangen. Die Familie steht ihm nicht Nahe, es ist eben nicht SEIN Nachname!

Deshalb nimmt er bei unserer Hochzeit meinen Nachnamen an, um seinen endlich los zu sein!

So ein Kind hat auch eine Meinung und die solltest du akzeptieren! Scheiß auf alle anderen drumrum! (sorry)

Beitrag von muckelchen-2008 12.04.11 - 11:47 Uhr

Das finde ich auch, ich wollte damals nicht den Namen meines Stiefvaters annehmen, denn ich habe mich nie damit identifizieren, denn ich war nicht sein Kind und das hat er mich auch manchmal spüren lassen und außerdem war es für mich die Verbindung zu meinem Vater, den ich sehr liebe.
Er hat damals auch gesagt, ich sei seine Tochter, also soll ich auch seinen Nachnamen tragen. Im Endeffekt hat er das ausgesprochen, was ich gefühlt habe und meine Mama hat meine Entscheidung akzeptiert.

Es ist vielleicht einfacher, wenn alle denselben Namen tragen, aber man sollte immer die Entscheidung des Kindes berücksichtigen, denn sonst kann das passieren, was deinem Verlobten passiert ist, nur weil es einfacher ist und man nichts groß erklären muss.

Ich würde immer die Entscheidung meines Sohnes mit einbeziehen, aber er trägt von Anfang an den Namen meines Zukünftigen, gerade um solche Probleme zu vermeiden und ich muss auch immer erklären, warum ich anders heiße, aber das zum Glück nur noch bis zum 20.Mai. Aber es macht mir nichts aus, ich sehe da auch kein Problem..

Beitrag von farfalla.bionda 12.04.11 - 17:15 Uhr

Hallo,

bei uns ist es auch so... allerdings käme es für mich nie, nie, niemals in Frage einen anderen Namen als mein Kind zu tragen ;-)

Ich hatte mich schon mit einem Doppelnamen "angefreundet" (finde das generell total doof!). Aber dann hat mir mein Freund gestern eröffnet, dass er seinen Namen hergibt, damit wir alle (also auch unser gemeinsames Kind) den gleichen Namen haben.

Und mal ehrlich: im Nachhinein interessiert doch eh keinen von wer welchen Namen angenommen hat - solange alle den gleichen Namen haben ;-) ansonsten sind blöde Fragen vorprogrammiert und irgenwie würde es sich für mich so anfühlen, als würde ich mein eigenes Kind "ausschließen", ich hoffe du verstehst wie ich das meine.

Lieben Gruß#blume

Beitrag von lachris 12.04.11 - 17:45 Uhr

Hi,

Du schreibst, das Kind trägt Deinen Nachnamen.
Wenn Du damit Deinen Geburtsnamen meinst, ist der Nachweis das ihr zusammen gehört doch kein Problem, da dein Geburtsname ja in Deinem Pass steht.

Ich würde dem Kind die Wahl des Namens überlassen. Auch mit 5 Jahren hat ein Kind schon eine eigene Meinung dazu. Das heißt ja nicht, dass sich die Meinung nicht vielleicht mal ändern wird.

Ich kenne viele Mütter die anders heißen als ihr Kind. In manchen Ländern ist es sogar normal, das die Frau in der Ehe Ihren Geburtsnamen behält, während das Kind den Namen des Vaters bekommt. Mittlerweile ist es in der Gesellschaft bekannt, dass es so was öfter gibt. Klar wird man manchmal falsch angesprochen, aber das fände ich nicht schlimm.

VG lachris

Beitrag von bosseinlove 13.04.11 - 07:57 Uhr

Guten Morgen ihr Lieben,

ich glaube, ein paar von euch haben mich falsch verstanden.

Ich lasse meinen Sohn das entscheiden.
ich habe nicht im geringsten ein Problem damit, dass er meinen Nachnamen behalten möchte.
Es ist mein Umfeld, was mir versucht einzureden, dass es dadurch zu Problemen kommen wird.
Mir macht es aber nichts aus, sollte ich mit den falschen Nachnamen angesprochen werden und mir macht es auch nichts aus, wenn ich die Situation erklären muss.

Trotzdem danke für eure Meinungen!

Liebe Grüße,
Christin