Reanimieren in der Schwangerschaft?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sunmik 12.04.11 - 14:15 Uhr

Vielleicht eine dumme Frage, aber es gibt ja bekanntlich keine dummen Fragen :)

ist es aus irgend einem grund schädlich für das kind wenn man jemanden reanimiert? die körperliche belastung ist ja schon sehr groß und leider finde ich im netz oder im muschugesetz nix treffendes.

die frage ist also, ist es lieber zu unterlassen? habe im mai abschlussprüfung. werde da vielleicht reanimieren müssen. bin dann ca. in der 12-14. woche. wenn es dem kind schadet werde ich mich natürlich weigern dürfen. da es hier nur um eine puppe geht und nicht um das wirkliche retten eines menschen (und mir der ablauf natürlich klar ist ;) ) würde ich mich da natürlich auch dagegen entscheiden.

im richtigen notfall moralisch natürlich nicht, wenn ich alleine wäre.

lg und danke im voraus

wir 2 #verliebt

Beitrag von angelcare-85 12.04.11 - 14:17 Uhr

Wieso sollte das schädigend sein?
Du bist ja nicht krank und wirklich anstrengend ist das nicht.

Beitrag von sunmik 12.04.11 - 14:20 Uhr

ja in der prüfung lassen sie einen sicher keine halbe stunde reanimieren, aber hast du mal in echt jemand alleine reanimiert?
natürlich ist das anstrengend.

Beitrag von angelcare-85 12.04.11 - 14:22 Uhr

Ich rede von einer Prüfung :-) bin rett-ass durfte das schon öfter machen.

Beitrag von miasophie85 12.04.11 - 14:18 Uhr

Hey,

ich arbeite in einer Notaufnahme.
Ich denke du solltest es nicht machen.
Aber!Du hast doch die Möglichkeit zu zeigen wo man ansetzten muss, und dann drückst du 2-3x um zu zeigen das du auch weißt, welche Tiefe du brauchst.Und ich denke das reicht.
Denn so eine komplette Reanimation zerrt enorm an allen Kräften.Aber für eine Prüfung reicht doch dieser kline Teil voll aus.

LG, eine schöne #schwanger und erfolgreiche Prüfung

Beitrag von angelcare-85 12.04.11 - 14:20 Uhr

Du kannst nicht von einer normalen reanimation ausgehen. In meiner rett-ass prüfüng musste ich auch keine stunde reanimieren.
Ist ja nicht so das sie dann schon ne riesen kugel hat

Beitrag von miasophie85 12.04.11 - 14:25 Uhr

genau deswegen denke ich ja.Wenn sie alles kurz zeigt und man sieht das sie das Grundprinzip verstanden hat, reicht es.

Wenn ich an unsere Prüfung denke-wir mussten das 20min durchhalten.Und das muss sie ja nicht.Ja nachdem wie sie es dort machen.

Beitrag von little2007 12.04.11 - 14:18 Uhr

Was genau soll daran denn körperlich anstrengend sein?
Also du wirst ohne Bedenken eine Puppe ins Leben zurück holen können!

LG

Beitrag von hannah696 12.04.11 - 15:28 Uhr

Eine Puppe 8 Minuten lang zu reanimieren ist sowas von absolut anstrengend. Die Herzdruckmassage so lang durchzuführen ist echt schweißtreibend und sehr anstrengend.

Beitrag von mini-ei 12.04.11 - 14:20 Uhr

Die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Leider habe ich noch keine passende Antwort gefunden.
Im Moment habe ich fuer mich beschlossen, dass ich die Reanimation leiten wuerde. Also den anderen sagen, was sie wie machen sollen. Wenn im Notfall natuerlich keiner da sein sollte, muss ich eben ran.
Aber ich denke, das ich einer gesunden Fruehschwangerschaft reanimieren ungefährlich ist. Aussdauersport ist ja zb auch erlaubt. Und doll anders ist reanimierne ja nicht...

Lg mini-ei:-)

Beitrag von melo8 12.04.11 - 14:23 Uhr

Bei uns im Kiga machen wir Erzieherinnen alle 2 Jahre ein Erste Hilfe Kurs am Kind. Dies war auch der Fall, als ich mit unserem Großen schwanger war. Habe damals mit meiner FÄ gesprochen und die meinte ich sollte die Herz Lungen Wiederbelebung sein lassen, da die Gefahr besteht das ich dadurch Wehen auslöse. Habe es dann auch nicht gemacht und es war kein Problem. Allerdings war ich ca im 6. Monat.

Frag doch einfach bei deinem FA nach.

Beitrag von sunmik 12.04.11 - 14:25 Uhr

danke für die antworten. die paar geworfenen steinchen geb ich allerdings dankend zurück #winke

ich denke ich werde das püppchen schon wieder aus dem tiefschlaf holen, ansonsten bring ich einen prinz mit.

Beitrag von mikale09 12.04.11 - 14:46 Uhr

Hey!

Ist doch keine doofe Frage!!!

Habe mir die am Anfang öfter gestellt...
Ich habe auf einer Intensivstation gearbeitet und als noch keiner wusste das ich ss bin, habe ich mehrmals reanimiert!

Eine richtige Reanimation zerrt ziemlich an den Kräften....

Ich würde es entscheiden, wir es DIR geht und dann entweder einfach die Schritte erklären oder einfach "leichter reanimieren"!

Viel Glück bei der Prüfung und alles Gute für dich!

LG mikale + baby boy (morgen 24ssw)#verliebt

Beitrag von zwergnummer3 12.04.11 - 16:48 Uhr

Hallo.

ich arbeite im Krankenhaus, und bei uns dürfen Schwangere nicht bei einer Reanimation mitwirken, deshalb sollten sie auch am Besten gar nicht dort arbeiten, wo sie in diese Situation kommen, das heisst, sie bekommen meistens ein BV! Man erklärt es damit, dass es ein enormer Gewissenskonflikt wäre, wenn eine Schwangere in eine Rea-Situation kommt und nicht mithelfen kann, das sollte vermieden werden. Nachdem ich Bescheid gesagt habe, dass ich schwanger bin, habe ich trotzdem bei Reanimationen mitgemacht, alle wussten, dass ich es eigentlich nicht machen durfte, aber irgendwie ging es organisatorisch so schnell nicht anders zu regeln. Es hat meinem Kind sicherlich nichts ausgemacht, aber ich denke, dass es grundsätzlich richtig ist, es zu verbieten.

LG #sonne

Beitrag von eymama 12.04.11 - 16:53 Uhr

Ich halte es für unbedenklich.
Wie schon einige hier geschrieben haben, wirst du nicht lange reanimieren müssen.

Und du bist zu dem Zeitpunkt auch noch nicht weit was die SS angeht!


Oder würdest du jemanden auf der Straße liegen lassen nur weil du SS bist und ihn deshalb nicht reanimieren?

Ich hab auf einer Herzintensiv gearbeitet und täglich gabs mehrere Reanimationen.Das ist da ganz normal.
Und wenn einer meiner Patienten reanimiert werden musste, hab ich auch nicht auf andere gewartet sondern zack zack angefangen.

Der Körper und das Baby verträgt schon ne ganze Menge.

Beitrag von sunmik 12.04.11 - 19:11 Uhr

das mag alles sein, aber wenn man schon mal ein kind verloren hat, muss man es nicht gleich wieder haben und schreit dann nicht bei jedem risiko hier...

Beitrag von karolin84 12.04.11 - 21:53 Uhr

Man darf meines Erachtens keine echte Reanimation durchführen, da man dort potentiell das Baby schädigen kann, genau so darf man kein Blutabnehmen, keine Zugänge legen, nicht in den OP während einer Anästhesie mit Narkosegas, keine Wunden versorgen, keine potentiell infektiösen Patienten behandeln... Zumindest wurde mir das alles verboten.
Beieiner Prüfung mit Puppe ist es glaub ich was anderes. du gefährdest ja nicht das Baby. Also ich denke das ist erlaubt.
lg, Karo