Geburtsplanung- ging das bei euch auch so schnell?

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Beitrag von derhimmelmusswarten 12.04.11 - 17:06 Uhr

Heute hatte ich im Krankenhaus einen Termin zur Geburtsplanung, da meine erste Geburt nicht gut lief. Saugglocke und 10 Tage Intensivstation für meine Tochter. Daher hielt die FÄ es für besser, wenn ich mich diesmal vorher im Krankenhaus vorstelle.

Es kam eine Oberärztin, der ich dann die Geburt meiner ersten Tochter schilderte. Sie meinte aber direkt, dass es sehr unwahrscheinlich wäre, wieder eine Saugglockengeburt zu haben. Sie meinte, die 2. Geburten wurden immer am Besten laufen.

Ich hätte zwar auf einen Kaiserschnitt bestehen können, aber mehr wurde da auch nicht gesagt. Sie hat dann nur noch einen Ultraschall gemacht und das war´s. Größe und Gewicht wurden aber auch nicht ausgemessen.

Ging das bei euch auch so schnell? Ich höre immer wieder, dass bei sowas dann geguckt wird, ob man nicht zu eng gebaut ist und deshalb einen Kaiserschnitt braucht etc. Jetzt bin ich doch genauso schlau wie zuvor.

Beitrag von tragemama0709 12.04.11 - 18:40 Uhr

Hallo,

kann es sein das dein Fa dich nur zur Geburtsanmeldung geschickt hat nicht zur Planung

Beitrag von derhimmelmusswarten 12.04.11 - 18:48 Uhr

Nein, auf der Überweisung stand Geburtsplanung. Ich habe jetzt nicht erwartet, dass man mir einen Kaiserschnitt aufdrängt. Aber mehr als ein kurzes Gespräch und einen Ultraschall (ohne Ermittlung von Gewicht und Länge) hätte ich ja dann doch erwartet.

Beitrag von ellewoods 13.04.11 - 08:55 Uhr

In dem Krankenhaus in dem ich entbinde laufen die Gespräche auch nicht anders (habe schon 2 hinter mir), ausser es gibt einen Grund für ausführlichere Untersuchungen. Im Normalfall ist eigentlich nur eine Hebamme anwesend, die mit Dir Deine Wünsche und Vorstellungen zur Geburt bespricht. Wenn Dein FA ausführlichere Untersuchungen gewünscht hätte, hätte er wahrscheinlich eine medizinische Indikation für weiterführende Untersuchungen im KH reinschreiben müssen. Eine traumatische erste Geburt ist zwar tatsächlich schlimm, aber je nach Ursache für den Geburtsverlauf ist eine Wiederholungswahrscheinlichkeit eben eher gering und kein Anlaß für Untersuchungen ausserhalb des Standard.

Warum kam es denn zur Saugglockengeburt? War denn Dein erstes Kind so groß, gab es Anhaltspunkte für ein Mißverhältnis zwischen Kopf und Becken? War Dein Krümel schon bei den letzten US-Untersuchungen sehr groß (den MuPa werden sie ja schon angeschaut haben)?

Wenn nein, was hätte dann eine Größenermittlung gebracht? (zumal dann zu einer weiteren Beurteilung auch ein MRT fällig gewesen wäre. Das macht man schon aus Kostengründen nicht mal einfach so)
Klar, ich freue mich auch immer sehr, wenn ich einen US ausser der Reihe kriege und dann nicht nur was zum Gucken habe, sondern auch ein paar Daten bekomme. Aber zum Standard gehört es eben nicht dazu.

Im Zweifel würde ich nochmals mit Deinem FA sprechen. Sollte er spezielle Untersuchungen empfehlen, dann wird er das dann wohl auch konkret veranlassen müssen...

VG, ellewoods

Beitrag von derhimmelmusswarten 13.04.11 - 11:14 Uhr

Laut Krankenhaus kam es zur Saugglockengeburt, da die Herztöne meiner Tochter schlecht wurden. Ich hatte eine sehr schnelle Geburt, aber am Schluß blieb sie dann stecken und musste schnell raus geholt werden.

Ich selbst habe das Gefühl, dass ich sie niemals aus eigener Kraft da heraus bekommen hätte. Sie war mit 3340 g und 52 cm ja normal groß, aber ich selbst bin sehr klein und zierlich und laut Frauenärztin habe ich ein enges Becken. Meine Angst ist, dass aufgrund meiner Statur wieder sowas passiert. Aber scheinbar interessiert das niemanden. Ich habe schon mehrfach gehört, dass bei Frauen spezielle Untersuchungen gemacht wurden. Und man dann sagte, dass es wohl wieder zu Komplikationen kommt. Tja. Irgendwie ist das schon eine dumme Situation.

Beitrag von ellewoods 13.04.11 - 15:31 Uhr

Tja, schlechte Herztöne und selbst ein "Steckenbleiben" kann viele Gründe haben. Vielleicht hatte sie die Nabelschnur irgendwo rumgewickelt, hatte sich schlecht in den Geburtskanal eingestellt, etc.
Alles Gründe, die sich nicht wiederholen müssen.

Tatsache ist, dass die Kleine durchgepasst hat und deshalb wohl auch Nr. 2 - wenn Sie nicht wirklich viiiiel grösser sein wird - durchpassen wird.
Deshalb wohl auch keine "automatische" Veranlassung weiterführender Untersuchungen (die tatsächlich, wenn vernünftig gemacht, auch ein ziemlicher Kostenfaktor sein dürften).

Ich kann allerdings verstehen, dass Du Dir Sorgen machst. Hast Du denn schon eine Hebamme?
Mit dieser würde ich auf jeden Fall mal ein Gespräch führen.
Diese kann z.B. einen Blick auf Deine Michaelische Raute werfen (die Form kann ein Anhaltspunkt für ein Mißverhältnis zwischen Kind und Becken sein) und Dir Geburtspositionen empfehlen, die für einen maximalen Durchtrittsraum sorgen.

Mein erstes Kind war sehr gross (57cm, 4250gr und 38cm KU) und auch ich habe für meine Körpergrösse ein eher schmales Becken. Trotzdem hat er - wenn auch mit Kristellerhilfe - durchgepasst. (war ebenfalls eine schnelle Geburt - nur 5 Stunden - und am Ende haben dem OA auch die Herztöne nicht mehr gefallen)

Da Nr. 2 diesmal noch grösser zu werden scheint hat man im KH tatsächlich auch noch einmal die Grösse ermittelt. Allerdings mit dem Hinweis, dass die Fehlerquote gegen Ende der SS bei 20% Abweichung liegt. Deshalb ist das auch keine direkte KS-Indikation. Aber sie müssen mich halt aufklären, dass es bei einer spontanen Geburt zu Komplikationen kommen kann. Das Schätzgewicht liegt diesmal über 4500 gr.

Ich denke mal, sie werden mich aber nicht allzu lange über ET gehen lassen wollen.
Trotzdem werde ich eine natürliche Geburt versuchen und habe auch meinen Mann schon instruiert, auf welche Positionen er mich hinweisen soll, falls ich unter den Wehen nicht daran denke. Ausserdem hat er den Auftrag, die Hebamme auch entsprechend zu bearbeiten (obwohl ich davon ausgehe, dass die von selbst daran denkt)

Vielleicht kann Dir eine gute Vorbereitung helfen, Vertrauen in Deinen Körper und Deine Fähigkeiten zu gewinnen.
Falls das nicht der Fall sein sollte wäre ein KS allerdings vielleicht keine schlechte Option.
Für eine natürliche Geburt ist Angst und Verkrampfung keine gute Voraussetzung, da werden Komplikationen nur umso wahrscheinlicher.

Horche in Dich hinein und treffe eine Entscheidung für Dich und Deinen Krümel. Egal wie sie ausfällt, sie wird die Richtige sein.

VG, ellewoods

Beitrag von derhimmelmusswarten 13.04.11 - 20:35 Uhr

Bei mir war es so, dass die gesamte SS und auch die Geburt an sich bis zum Schluß ganz normal verliefen. Ich lag einige Zeit in einem Wehenzimmer und wurde dann gegen 22 Uhr in den Kreissaal gebracht. Meine Tochter wurde kurz nach 23 Uhr schon geboren. Kristellergriff wurde bei mir auch angewendet. Aber trotz zweier Hebammen und einer Ärztin, die wie verrückt drückten und Wehentropf, kam meine Tochter nicht raus. Dann brach Panik aus und die Oberärztin rannte rein. Sie hat dann einen Dammschnitt gemacht und die Saugglocke geholt.

Was mir Sorgen macht ist, dass es meiner Tochter so schlecht ging. Es war allerhöchste Zeit und wären wir nicht in einer großen Klinik mit Kinderintensiv gewesen, hätte es für sie sehr schlecht ausgehen können. Es war so schlimm, dass die Ärzte anfangs nicht sagen konnten, ob sie überlebt und sogar nachts noch der Oberarzt für sie gerufen werden musste.

Aber es kann natürlich auch bei einem Kaiserschnitt was schief gehen. Würde ich nun darauf bestehen, würde ich mir auch Vorwürfe machen, wenn was schief geht. Sowohl Hebammen als auch Ärztinnen meinen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass sowas wieder passiert.

Naja. Eigentlich ist das Risiko dafür auch sehr gering. Aber wenn man Pech hat, dann hat man Pech. Beispielsweise ist mein Opa letztes Jahr unter ganz schlimmen Bedingungen in einem Krankenhaus verstorben. Da denkt man sich als Angehöriger: sowas passiert bestimmt nicht nochmal. Dass man so schwer erkrankt und dann so leiden muss. Und auch jeder Arzt würde sowas bestätigen. Und nun: kein Jahr später liegt meine Oma urplötzlich in einem ähnlichen Zustand ebenfalls ganz erbärmlich wahrscheinlich im Sterben... Da macht man sich schon so seine Gedanken.

Vor allem, wenn man mitbekommt, dass wirklich alle Frauen aus der Bekanntschaft völlig problemlos ihre Kinder bekommen und mit nach Hause nehmen können. Ich glaube, wenn mir sowas wieder passiert, dann flipp ich echt aus.

Beitrag von tragemama0709 14.04.11 - 09:05 Uhr

Hallo

das war sehr keine tolle Geburt und für dich auch traumatisch, aber für die Ärzte so keine gefährliche Geburt.

Beim unserm Zwerg waren während der Geburt die Herztöne weg und die bekam starke Blutungen. Das ganze Notfallteam stand plötzlich im Kreissaal und der Arzt meinte der der Narkosearzt soll schonmal beginn und sie versuchen das Kind rauszuschieben, da man nicht weiß ob das Kind überlebt wenn erst die Narkose eingeleitet wird. Der Zwerg kam so raus. Für mich war es der Horror. Aber der Arzt meinte das war noch okay.

Und das der Oberarzt gerufen wird ist oft auch normal und sehr gut von der Klinik, weil meistens nur Assistenzärzte auf Station sind die nicht so viel erfahrung haben und auch manche Dinge einfach nicht entscheiden dürfen. Meine Freundin ist Ärztin in einer großen Kinderklinik und muss z. B. immer den Oberarzt rufen wenn ich bestimmte Medis geben will

Beitrag von ellewoods 21.04.11 - 10:14 Uhr

Sorrry für die späte Antwort, aber unser Kleiner wurde zwischenzeitlich geboren. ;-)

Geburtsdauer diesmal noch eine Stunde kürzer - auch ohne vorzeitigen Blasensprung. (diesmal 4 Stunden)
Bei der Größe haben sie sich gewaltig verschätzt: 53cm, 3710gr, 37cm KU
also ganz normal.
Und die Geburt: kein Kristeller, kein Dammschnitt/-riss, kein Wehentropf.
Der Kleine ist optimal runtergerutscht, hat sich prima ins Becken eingestellt, aus Hebammen- und Arztsicht ein optimaler Geburtsverlauf.

Es kann also auch ganz anders laufen als beim ersten Mal.
Nur Mut und alles Gute für Deine Geburt.

VG, ellewoods

Beitrag von pipim 12.04.11 - 19:37 Uhr

Hallo!

Da schon einmal ein Baby bei dir durchgegangen ist, ist dein Becken nicht zu eng.

Ich finde es aber seltsam, dass die dich nciht näher untersucht haben. Bei uns sind sie im KH sehr sehr vorsichtig. Da wird alles lieber 3mal kontrolliert.

Wie groß und wie schwer dein Baby ist, ist ja auch nur eine Schätzung. Es wird wohl nur die Versorgung gecheckt worden sein.

Ich würde morgen mal deinen FA anrufen und ihm das Erlebnis dort schildern.

lg PIpim

Beitrag von jurbs 13.04.11 - 09:37 Uhr

bei mir wurde kein US gemacht oder so .. wir haben sagen wir 5 Minuten miteinander gesprochen .... und die meiste Zeit davon nicht über die Geburt ...

Beitrag von nele27 13.04.11 - 13:23 Uhr

Hi,

diese Länge/Gewicht-Messung ist eh für die Tonne... wie oft verschätzen sich die Ärzte um 600 oder 700 Gramm. Da gabs sicherlich schon viele unnötige KS...
Bei uns hieß es, sie wird ca. 3100g wiegen, es waren dann nur 2750.

Ich hatte übrigens auch so eine ätzende Schlussphase bei meinem Großen, es wurde eine "oben-drücken-unten-ziehen"-Geburt. AUA! Kann Deine Angst gut verstehen.

Hatte aber nun meine Traumgeburt in 3 Std. 45 min ohne Schmerzmittel, ohne Eingriffe, ohne Untersuchungen. Schau hier: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=43&id=2913428

Was ich damit sagen will: Du kannst es leider nicht ermitteln, wie es wird. Das einzige, was Du aktiv tun kannst ist Dir entweder einen WKS verpassen lassen (das scheinst Du ja nicht zu wollen) oder Vertrauen in Deinen Körper aufzubauen.

Ich habe mich für letzteres entschieden. Ganz bewusst probiert, mit den Wehen klarzukommen, mitzumachen etc. Nicht nur auszuhalten wie beim 1. Mal.
Und dann flutschte es auch am Schluss besser :-)

Hab das Ganze mit dem Mitmachen, Wehen begrüßen etc. vorher immer für Hebammen-Simsalabim gehalten - tja, aber es hat funktioniert...

LG, Nele