Ist das jetzt die "Strafe" ????

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von traurig und ängstlich 12.04.11 - 17:33 Uhr

Hallo,

ich habe leider ausser meinem Mann niemanden mit dem ich darüber reden kann wie es mir gerade geht, da er schon langsam nicht mehr weiss wie er mir noch gut zureden soll suche ich nun Hilfe bei euch.

Wir haben uns vor einigen Jahren gemeinsam zu einem Abbruch entschieden (im nachhinein auch wenn es schrecklich klingt war es die richtige Entscheidung).

Nun bin ich wieder schwanger, ein absolutes Wunschkind von beiden Seiten, das oft genannte "drumherum" passt und wir sind einfach nur mehr als bereit den kleinen Wurm in unserem Leben zu begrüssen.

Zu meinem letzten Ultraschalltermin bin ich dann auch mit absoluter Vorfreude gegangen, leider kam alles anders als gedacht.
Das Baby hat sich kaum bewegt, es ist Entwicklungsverzögert 4 Wochen zu klein #schmoll
Meine Ärztin hat erstmal keine weiteren Untersuchungen vorgenommen und wird mir erst nach erneutem Ultraschall einen Mutterpass ausstellen, sie sagte wir werden erstmal abwarten ob wir den überhaupt brauchen.

Ich bin seitdem in einem Zustand der absoluten Fassungslosigkeit, mir will kein klarer Gedanke mehr gelingen ich bin voller angst um mein Baby und habe wahnsinnige Panik vor dem was da eventuell noch auf mich zukommt wenn das Ergebniss nächste Woche wieder schlecht ausfällt.

Ein schlimmer Gedanke nagt seitdem an mir "selber schuld nun hast du die Strafe für das bekommen was du deinem Baby damals angetan hast"

Ich glaube eigentlich daran das Gott schon weiss was er tut und das am Ende alles gut wird, aber was ist wenn ich da diesmal falsch liege???
Zugegeben mein Glaube gerät gerade mehr als nur ins wancken.

Ich mache mir solche Vorwürfe das es alles meine eigene Schuld ist und mir das Baby vielleicht genommen wird damit ich den schmerz spüre den ich damals hätte spüren sollen.

Traurige Grüsse

Beitrag von schadeee 12.04.11 - 18:31 Uhr

Hallo
oh man das finde ich sehr traurig habe es auch mitgemacht es ist abgegangen nach 2 wochen zittern ,mir wurde geraten es von einer anderen seite zu betrachten denn wenn es nicht ordentlich wächst ist auch irgend etwas nicht in ordnung ,ich gehe mal davon aus das du noch nicht sehr weit bist oder? Mach dir keine vorwürfe denn es ist nicht deine schuld und es will dir auch niemand was böses .aber es gibt ja noch hoffnung für euer kleines wunder ich drücke die daumen das alles gut geht .ich weiß nur aus eigener erfahrung und ich weiß wovon ich spreche ....lieber 10 gesunde wie ein krankes und das soll nicht heissen das ich mein kind nicht liebe liebe grüsse

Beitrag von traurig und ängstlich 12.04.11 - 18:55 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Leider bin ich bereits Anfang des 4. Monats (vielleicht wäre es leichter wenn es noch ganz Anfang wäre) das Kind hat zwar einen deutlichen Herzschlag aber es ist eben einfach viel zu klein:-(

Beitrag von nudelmaus27 12.04.11 - 19:38 Uhr

Hallo Du!

Weißt du ich habe eine Bekannte die hatte mit 18 Jahren einen Abbruch. Nun ist sie fast 40 und versucht seit Jahren schwanger zu werden, bisher leider erfolglos. Auch sie meint manchmal es wäre die Strafe dafür, was sie damals getan hat. Ich denke sie setzt sich total unter Druck und aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass das total hinterlich ist.

Weißt du man kann in alles irgendwas interpretieren in schlechten Sachen Strafe sehen und in guten Belohnung. Ich finde das ist Quatsch. Ich selbst gehöre keiner Religion an, habe jedoch z. B. kirchlich geheiratet und auch meine Kinder taufen lassen. Ja ich glaube an etwas aber ich würde nie im Leben denken, dass ist nun die Strafe für irgendwas.

Ich verstehe deinen Zustand total und ehrlich ich würde auch in Angst und Schrecken leben und schon mit einem schlechten Gefühl das nächste Mal zum FA gehen aber dir bleibt nunmal momentan nichts anders übrig als zu hoffen. Falls es dennoch nicht gut endet, bitte dann sieh es nicht als Strafe. Vielleicht ist es dann einfach besser so, eh du nachher ein behindertes Kind bekommen hättest. Es schließt doch nicht aus, dass es nicht nochmal klappen kann im Gegenteil es zeigt doch, dass bei euch beiden alles bestens funktioniert.

Und jetzt lass den Kopf nicht hängen, es wird schon gut gehen.

#liebdrueck, Nudelmaus

Beitrag von froehlich 12.04.11 - 20:35 Uhr

Ich antworte eigentlich nie so für gewöhnlich - bin keine militante Abtreibungsgegenerin, das vorneweg. Aber weisst Du: wenn Du schon daran glaubst, daß der liebe Gott weiss was er tut, dann verstehe ich ehrlich gesagt den Abbruch vor einem Jahr nicht. Denn was ist "göttlicher" als ein neues Leben? Ich kenne Eure Beweggründe nicht und will hier keinesfalls in eine Abtreibungsdiskussion einsteigen - aber Du kannst Dir Deinen Glauben nicht einfach so basteln, wie du es willst. Letztes Jahr hat Dir die Schwangerschaft nicht gepasst, aber dieses Jahr tut sie's? Und nun soll der liebe Gott alles richten? So funktioniert das Leben und religiöser Glaube nicht. Glaubst Du nur an Gott, wenn er das tut, was Du willst? Die Schuldfrage möchte ich nicht diskutieren. Aber Dein schlechtes Gewissen kann Dir auch niemand abnehmen. Und ehrlich gesagt: warum auch?!

Beitrag von traurig und ängstlich 12.04.11 - 22:19 Uhr

Vielleicht solltest du erstmal lesen bevor du solche Antworten gibst!!!

Mein Abbruch war vor EINIGEN JAHREN!!!! nicht letzte Jahr und richtig unsere Beweggründe gehen dich nichts an ebenso wenig wie mein Glaube den ich mir so zu recht bastel wie ICH das möchte damit bin ich sicher nicht alleine das nur mal so am Rande.

Ich habe kein schlechtes Gewissen wegen dem Abbruch!!!! das war und ist die absolut richtige Entscheidung gewesen (sah und sieht mein Arzt im übrigen genauso).

Für mich beginnt Leben erst wenn man einen Herzschlag erkennen kann und das konnte man damals nicht weil es viel zu früh dafür war, soviel mal zu deinem "Leben erschaffen".

Aber hey vielleicht hast du recht und ich sollte mich statt der Angst um mein Kind viel viel mehr einem nicht vorhandenen schlechten Gewissen widmen.

Sorry aber für mich bist du absolut militant was das Thema angeht!!!
Auch wenn es gemein ist aber ich wünsche dir das du auch mal in die unglaublich schwierige Situation kommst vor einer solchen Entscheidung zu stehen Kind ja oder nein, du würdest garantiert NIE WIEDER solch eine Äusserung treffen!!!!

Beitrag von froehlich 12.04.11 - 22:35 Uhr

"ich wünsche dir das du auch mal in die unglaublich schwierige Situation kommst vor einer solchen Entscheidung zu stehen Kind ja oder nein, du würdest garantiert NIE WIEDER solch eine Äusserung treffen!!!!"

Ich stand einmal genau vor so einer Entscheidung und ich habe mich für das Kind entschieden. Gott sei Dank.
Was Du tust/getan hast ist Deine Sache und nein: Du musst Dich vor mir nicht rechtfertigen (dafür interessierst Du mich zuwenig).
Wenn Du aber hier schreibst musst Du Dir auch Antworten gefallen lassen, die Dir nicht passen. Was hast Du denn erwartet?! Daß nun zig tröstende, rückversichernde Worte kommen? Manche ja. Ist ja auch in Ordnung. Aber es gibt eben auch andere Positionen. Im Übrigen: wenn Du kein schlechtes Gewissen hast, warum schreibst Du dann? Du hast doch damit begonnen, Deine Situation und Deine Angst um Dein ungeborenes Kind in Relation zu Deiner früheren Abtreibung zu setzen. (Es ist übrigens völlig wurscht, ob das nun letztes Jahr oder früher irgendwann mal war.) Wenn Du kein Problem damit hast, warum haderst Du dann mit Deinem Glauben? Nehm ich Dir nicht ab. Und nein, ich bin keineswegs militant, da täuschst Du Dich. Ich finde nur, Du solltest zu Deiner Vergangenheit stehen - aber auch in Kauf nehmen, daß nicht alles im Leben so geht, wie Du es Dir einbildest. Vor Jahren hast Du "Gott" gespielt. Und nun stellst Du eben fest, daß das Wunschkind vielleicht nicht einfach so daherkommt, wie Du denkst. Auch Kinder suchen sich ihren Zeitpunkt aus. Ich wünsche Dir trotzdem viel Glück und natürlich drücke ich Dir die Daumen. Aber sei mal ein bisschen selbstkritisch und etwas reflektierter. Hättest du keinen Leidensdruck, hättest Du hier nicht gepostet. Ich denke Du hast etwas aufzuarbeiten. Und da musst du eben mal in die Tiefe gehen, auch wenn's schmerzt.

Beitrag von kanojak2011 12.04.11 - 23:57 Uhr

Die Fähigkeit zur Beteiligung an diesem forum beginnt aber mi dem LESEN oder ?

ich finde dich mehr als arrogant und mit wort feinfühlig hat es auch null zu tun!

Wow, dass du dich für das Baby entschieden hast, dafür kriegst du einen Orden und dass gibt dir mit Sicherheit so viel recht andere so zu kritisieren..

Feinfühlig, ich lach mich schlapp..zmindest aber kein schwarzer Feigling!

Beitrag von froehlich 13.04.11 - 08:49 Uhr

Ob Du mich für arrogant hältst, ist mir völlig wurscht, sorry - und nee, nen Orden brauche ich von Dir garantiert auch nicht. Und zum Thema Schwarz schreiben: trifft auf die Posterin zu, nicht auf mich...eben. Wer also ist hier der Feigling?! Im Übrigen solltest auch DU mal ein bisschen genauer lesen. Ich habe nicht die Abtreibung kritisiert (obwohl das, finde ich, auch o.k. wäre), sondern diese "der liebe Gott wird's dann schon so richten müssen wie ich's mir vorstelle" Einstellung. Daß das der Posterin nicht passt, ist mir klar. Aber damit muß frau eben leben. Fertig.

Beitrag von thaumatine 15.04.11 - 18:06 Uhr

Sehe ich genauso, die Antwort war vollkommen in Ordnung und weißgott feinfühlig genug. #pro

Beitrag von !!!!! 13.04.11 - 13:51 Uhr

Super Antwort!!!!!#pro

Beitrag von kada03 13.04.11 - 13:35 Uhr

Du bist im Moment sehr aufgebracht, verständlich, aber man sollte nie einem Menschen eine solche Situation wünschen.

Beitrag von m 15.04.11 - 09:17 Uhr

"Aber hey vielleicht hast du recht und ich sollte mich statt der Angst um mein Kind viel viel mehr einem nicht vorhandenen schlechten Gewissen widmen. "

Wenn du kein schlechtes Gewissen hast, warum schreibst du dann in "Ungeplant Schwanger" und nicht in "Schwangerschaft"!?

Ich glaube auch das du dir etwas vormachst, evtl jahrelang etwas vorgemacht hast.

"(sah und sieht mein Arzt im übrigen genauso)."

Das macht es nicht mehr und nicht weniger erträglich. Ein anderer Mensch steckt nicht in dir drin, fühlt nicht nicht wie du fühlst.

Ich bin gerade selbst ungewollt schwanger und ich habe die letzten Tage damit überlegt was ich machen soll.
Auch wenn ich mich freue, habe ich doch Angst. Dein Beitrag hat mich nun zu meiner endgültigen Entscheidung gebracht das Baby zu bekommen.

Beitrag von froehlich 15.04.11 - 11:30 Uhr

Das finde ich SUPER und ich wünsche Dir viel Mut und Kraft!!! Ich war auch mal ungeplant schwanger - nein, diese schwarzen Tage, in denen man mit einer Entscheidung ringt möchte man wirklich niemandem wünschen. Ich habe mich für mein Kind entschieden und ich danke dem Herrgott wirklich JEDEN Tag dafür.....ich weiß im Rückblick genau, daß ich niemals mit einem Abbruch fertig geworden wäre - auch wenn dies zwischendurch der einzige Ausweg zu sein schien.
Fakt ist: ich habe noch nie - wirklich noch nie - jemanden getroffen, von jemandem gelesen oder gehört der es bereut hat, sein Kind zu bekommen - auch gegen widrige Umstände. Hingegen haben hier und anderswo schon viele viele viele verzweifelte Frauen geschrieben, die mit ihrer Entscheidung, das Kind abzutreiben letztendlich nicht klargekommen sind. Wenn ich mir heute meinen großen Sohn anschaue kann ich mir nie im Leben vorstellen, daß es ihn vielleicht gar nicht geben würde.... . Daumen nach oben für Dich und Viel Viel Glück!!!! :-)

Beitrag von meandco 12.04.11 - 23:48 Uhr

dein problem hat mit "glauben" zu tun und wenig mit abtreibung an sich ...

für mich hört sich das nach der philosophie meiner mutter an. wenn ich von der schule mit ner schlechten note heimgekommen bin, dann war ich schuld weil ich weiß gott was gemacht hatte #augen und wenn ich ne gute hatte ... willst du raten? genau, der liebe gott hat das für mich gerichtet #klatsch

mein rat?
hör auf zu glauben und beschränke dich auf die realität. leider ist es nun mal so - vor allem mit zunehmendem alter - dass auch mal was nicht so klappt bei der entwicklung in den ersten wochen. da gilt, egal wie alt man ist, das alles oder nichts prinzip. fehlgeburten passieren - wenn damals nix gepfuscht und "kaputt" gemacht wurde, dann passiert das hier eben unter umständen (murphy's gesetz ...). mach dich nicht verrückt #liebdrueck

lg
me

Beitrag von kanojak2011 13.04.11 - 00:02 Uhr

uf, meine gesamte Antwort wurde gelöscht.

Guten Abend, du#liebdrueck

was ungesund ist, soll gehen und eher jezt als später..so hart, wie es dich jetzt trffen wird. Ich wünsche dir, dass du keine Minute mehr auf die folter gespannt wirst!!!

Nein, der gott von dem wir sprechen ist kein gott der Vergeltung. IHR habt damala gewußt, warum ihr euch entshcieden habt. eine hohe Prozentzahl der SS enden im Eimer. Da müsste jede SS dann am Ende sowas sagen. Wenn du die VKs vieler Frauen hier leist, dann hat fast jede zweite en Sternchen..

Du wirst in der Zukunft eine wunderbare Mami sein, nur der Zeitpunkt ist halt ungewiss.

Ich wünsche dir seher, dass du dir so einen Blödsinn nicht einredest, sonst btte therapie machen.

Ich wünsche dir alles alles Liebe#sonne

Beitrag von janimausi 13.04.11 - 09:53 Uhr

Dein Glaube gerät ins Wanken, weil dein Wunschkind evtl. nicht zu euch kommt.

Das das Kind damals aber zu euch wollte, hat euch nicht interessiert, weil es nicht in die Planung passte.

Das passt für mich nicht zusammen.

Ob es jetzt die Strafe dafür ist, das du das Baby damals getötet hast?
Geh in dich, dann weißt du es.

Denn es ist schwachsinn anzunehmen, das Gott ein ungeborenes Baby wegen dem was du damals getan hast töten? Warum sollte er so etwas machen?

und da geb ich einer meiner vorrednerinnen recht, du bastels dir deinen Glauben so zurecht, wie du es gerade brauchst.
Deine Abtreibung sollte so geschluckt werden und nun ist es die Strafe und du kannst nicht mehr glauben.

Aber es ist nunmal so im Leben, das nicht alles so läuft, wie man es will.

Und bevor du mich jetzt angiftest, ich war auch schon in der Situation und habe das Kind behalten.
Denn für mich stand immer fest, ich muss zu dem was ich tue auch stehen.
Wenn ich Sex habe und ich schwanger werde ist das nun mal die ganz normale Konsequenz daraus. Sicherlich verhüte ich, aber wenn da irgendwas nicht stimmt und ich schwanger werde, dann ist das so.

LG

Beitrag von ps.alm-139 13.04.11 - 10:38 Uhr

Hallo Du traurige und ängstliche Frau, ich möchte Dir ausdrücklich als Christin antworten. Du glaubst scheinbar an einen Gott der Strafe und Vergeltung. Wenn es so wäre, würden wir alle Fehlgeburten oder behinderte Kinder bekommen und verdient haben, nicht weil wir abgetrieben haben, sondern weil wir alle Dreck am Stecken haben. Für Gott ist Sünde, Sünde! Ich weiß aber, dass Jesus die Strafe auf sich genommen hat, Gott bestraft Dich nicht, sondern Jesus wurde bestraft. Die Bibel sagt: "damit wir Frieden haben und durch seine Wunden sind wir geheilt!"
Ich bete für Dein Kind und wünsch Dir Vertrauen in einen großen Gott, der Wunder tut und Dich lieb hat.

Beitrag von polediana 13.04.11 - 11:15 Uhr

hallo,

ich hab das selbe "problem" wie du, aber nur bis dahin dass ich auch vor fünf wochen abgetrieben hab.
warum, wieso, welhalb, ich hab das hier schon so oft geschrieben und erklärt, lassen wir das jetzt mal weg, tut auch nichts zur sache.

ich habe einen teil meiner "strafe" verbüst, denke ich im Sinne von wirklich leiden über das geschehene und diese machtlosigkeit es nicht rückgängig machen zu können und diese wochenlange quälerei, wie es hinterher doch hätte gehen können mit dem zwerg.

ich hab mich auch in den gedanken verrant, dass ich wohl zur strafe nun nie mehr kinder bekommen kann und hab mich damit auseinandergesetzt.
tatsächlich denke ich ist diese geschichte mit der strafe ziemlich rationell zu erklären, es ist wohl eher dein unterbewußtsein das dir so ein schlechtes gewissen einredet dass du an die strafe glaubst.
ich glaube da nicht mehr dran denn wie gerecht wäre denn die welt würde immer alles bestraft???

zudem glaube ich nicht so weit gehen zu können, dass der liebe gott deinen organismus und die ganzen biologischen abläufe steuern kann. ich glaube es ist deiner gebärmutter ziemlich egal was der liebe gott zu sagen hat!

ich wünsche dir von herzen dass dein würmchen bleibt und was ich dir noch sagen wollte, verrenn dich nicht in die gedanken, dass du das "vorherige" kind bekommen hättest sollen.....hört sich nicht schön an, aber weisst du ob dieses geblieben wäre? es ist leider so dass viele ss ziemlich früh abgehen, es ist kein trost aber ich glaube das gehört vielleicht zur "natürlichen" regulierung?? ich weiss es nicht aber hatte auch schon einen.

ganz viele #herzlich und ich drück dir doll die daume #liebdrueck
diana

Beitrag von kada03 13.04.11 - 13:32 Uhr

Hallo,

ich kann deine Angst um euer Ungeborenes Kind sehr gut verstehen und wünsche dir von ganzem Herzen, dass du beim nächsten US ein kräftig schlagendes Herzchen sehen kannst.

Ich will und kann hier keine Glaubensfragen beantworten, denn dazu bin ich viel zu überzeugte Atheistin.
Aber ich bin fest davon überzeugt das frühere Taten nichts mit deiner jetzigen Situation zu tun haben, sondern dass das einzig und allein medizinische Gründe hat.

Versuche postiv zu denken, dich aber auch mit dem Gedanken auseinanderzusetzen das Kleine gehen lassen zu müssen.

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe bald schöne Nachrichten von dir zu lesen.

LG kada

Beitrag von heson 13.04.11 - 16:33 Uhr

Hey du ...

... bitte ... mach dich nicht so fertig. Weißt du ... ich würde wahrscheinlich für mich nie den Weg der Abtreibung wählen. Aber ich finde es richtig, dass Frauen diese Möglichkeit haben und diesen Weg gehen, wenn sie der Meinung sind, dass es das Beste für sie ist. Ich finde es vernünftiger zu dieser Entscheidung zu stehen als nachher ein Kind verwahrlosen zu lassen.
Für so etwas wird man nicht bestraft!!! Ich habe im Februar meine Tochter in der 38. SSW tot geboren. Ich hab nie abgetrieben. Wofür werde ich denn dann bestraft? Das ist Quatsch. Ich habe mich natürlich mit diesen Gedanken sehr viel beschäftigt in den letzten Wochen. Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es unser Schicksal ist, was mit uns passiert. Der liebe Gott hat es so gewollt. Auch, wenn ich es (noch) nicht verstehen kann. Wenn es mir weh tut und ich leide. Aber aus irgend einem Grund musste es so kommen.
Mach dich nicht verrückt. Meine Kollegin hat auch mal abgetrieben weil es der falsche Zeitpunkt war und ein paar Jahre später hat sie völlig normal und komplikationslos zwei gesunde Kinder bekommen.

Ich wünsch dir alles erdenklich Gute!

Beitrag von luckypju 13.04.11 - 19:41 Uhr

Hallo du Liebe,

möchte hier gar nicht erst mit einer Glaubensdiskussion beginnen, sondern dir einfach nur mein Mitgefühl aussprechen.

Ich selbst könnte niemals einen Abbruch vornehmen lassen, da ich wüsste, dass ich damit nicht klar kommen könnte, aber ich verurteile niemanden, der sich gegen sein Kind entscheidet, denn aus beruflichen Gründen habe ich bereits sehr viele Frauen während und nach einem Schwangerschaftsabbruch betreut und ihre Geschichten und Gründe erfahren.

Jede Frau leidet früher oder später unter einem Abbruch. Bewusst oder unbewusst. Oft auch erst Jahre später und besonders häufig, wenn es -wie auch bei dir- bei einem späteren Wunschkind zum Abort kommt.

Ein Beispiel: Eine Freundin von mir war in der 22. Woche mit einem Kind schwanger, das multiple Fehlbildungen hatte mit denen es außerhalb des Mutterleibes nicht lebensfähig war, also entschloss sie sich nach langen Überlegungen dazu, die Geburt frühzeitig einleiten zu lassen. Zuvor hatte sie per Kaiserschnitt ein gesundes Kind geboren.
Während der Einleitung bekam sie plötzlich starke Schmerzen und Blutungen und musste notoperiert werden. Sie hatte eine Uterusruptur erlitten (Gebärmutterriss) und die Blutung war kaum in den Griff zu bekommen. Zusätzlich hatte sie auch noch einen Uterus bicornis, also eine herzförmige Gebärmutter und in der Not-Op musste ein Teil der Gebärmutter und ein Eileiter entfernt werden. Sie lag anschließend über zwei Monate im Koma.
Sie darf nun aus medizinischen Gründen nicht mehr schwanger werden und ihr wurde eine Sterilisation nahe gelegt.
Kein Wunder, dass sie dies bis heute als 'Strafe' ansieht, aber mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit wäre das selbe passiert, wenn sie ihr Kind ausgetragen hätte.

Auch wenn man davon überzeugt ist, richtig gehandelt zu haben werden verdrängte Schuldgefühle durch einen solchen Verlust hervorgerufen, das ist völlig normal, aber glaub mir, dich trifft keine Schuld!!!

Ich bin in der 18. Woche schwanger und hatte zuvor zwei Fehlgeburten, unter denen ich sehr gelitten habe.
Und auch an mir nagten Schuldgefühle, Glaubens- und Selbstzweifel, obwohl es keinen Grund gab, mir oder irgendjemandem sonst Schuld zuzuweisen.
Wie du siehst, ist niemand davor geschützt, einen Abort oder eine 'fehlerhafte' Schwangerschaft zu erleiden, egal welche Vorgeschichte man hat.

Ich wünsche dir von Herzen, dass es deinem Krümelchen gut geht und du bald das Muttersein genießen kannst. Vergiss deine Zweifel oder such dir therapeutische Hilfe um mit der Situation besser zurecht zu kommen.
Fühl dich ganz lieb #liebdrueck,

Luckypju mit Bauchkrümel.

Beitrag von fischlein89 13.04.11 - 20:04 Uhr

Hey...

natürlich ist das eine dumme Situation aber gib nicht auf...
Meine Mutter hat mit mal erzählt das wir alle 3 immer nach dem US 3 wochen hintendrann waren..... meine Geschwister sind völlig Gesund!!!!!!
Ich habe einige erkrankeungen kann aber nun wo ich erwachsen bin sehr sehr gut mit leben!!!!!
GIB NICHT AUF!!!!!!

Alles Liebe und Gute