In der Betreuung

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von ma2004 12.04.11 - 18:35 Uhr

Hallo!

Es geht um meine Tochter (1.Klasse) Sie geht immer in die Betreuung (bis 13.00 Uhr) und kann dort freiwillig ihre Hausaufgaben machen.

Heute ist ein Vorfall passiert, zu dem ich mal Eure Meinung hören möchte.

Die Betreuerin hat festgestellt, daß nicht meine Tochter ihre Hausaufgaben gemacht hat, sondern ein Junge aus der 2. Klasse.

Ich persönlich finde das nicht so tragisch, eher lustig und gut, daß sich die Kinder untereinander helfen.;-)#rofl

Aber richtig ist es natürlich nicht. Sie soll natürlich ihre Hausaufgaben selber machen.

Die Betreuerin hat ihr bzw. dem Jungen die Hausaufgaben abgenommen und ihr gesagt: Gehe zu deiner Lehrerin und lasse dir sofort neue Hausaufgaben geben. Wenn sie fragt warum sagst du: Weil ich beschissen habe.#schock:-[

Meiner Meinung nach, hätte es gereicht, wenn sie meiner Tochter erklärt hätte, daß sie ihre Hausaufgaben bitte selber machen soll.

Wie seht ihr das?

Danke

Beitrag von meringue 12.04.11 - 19:03 Uhr

<<sagst du: Weil ich beschissen habe.>>

O-Ton? Aus welchem Wald wurde die denn gelockt?

Hausaufgabenhelfen kommt in unserer Betreuung auch zuweilen vor und wird dann beobachtet, damit es nicht einreißt.

Eigentlich ist es ja der Job der Betreuungsperson, auf solche Dinge zu achten.

Das wäre mir fast ein Gespräch wert.


LG

Beitrag von anyca 12.04.11 - 19:10 Uhr

Der Ausdruck geht gar nicht.

Beitrag von jazzbassist 12.04.11 - 19:20 Uhr

Also ich finde das mit »den Hausaufgaben einen anderen machen zu lassen« auch einen total niedlichen Einfall von ihrer Tochter ;-)

Ich bin mir aber sicher, dass ihre Tochter gewusst hat, dass sie die Hausaufgaben eigentlich selbst erledigen sollte und die nicht einen älteren Jungen machen lassen sollte. In diesem Falle fände ich es schon in Ordnung, wenn man es dann nicht mehr nur bei einer Erklärung lässt, sondern ein Kind dann auch mal mit einer Konsequenz konfrontiert. Zumindest wüsste ich bei meinem Sohn nicht, warum ich ihm etwas erklären sollte, was er bereits weiß. Darf man zwar gerne noch mal wiederholen - aber, an diesem Ansatz alleine stört mich, dass ihre Tochter mit einer Erklärung alleine immer noch besser dagestanden hätte, als, wenn sie die Hausaufgaben nicht einen älteren Jungen hätte machen lassen. Von daher finde ich die Konsequenz, dass sie hier zumindest neue Hausaufgaben holen soll, durchaus noch akzeptabel.

Die Wortwahl geht aber m.E. gar nicht. War das wirklich O-Ton der Betreuungsperson? Hier wäre meine Erwartungshaltung durchaus, dass eine Person, die Kinder betreut, dann mit so einer Situation schon wesentlich feinfühliger umgehen sollen könnte. Zum einen, dass sie mit Kindern anständig spricht, und, zum anderen auch, dass sie erkennt, dass das für einen Erstklässler natürlich schon eine unangenehme Situation ist, hier zur Lehrerin gehen zu müssen und um neue Hausaufgaben zu fragen. Das sollte man m.E. dann wesentlich geschickter und kindgerechter lösen. Ziel einer Konsequenz sollte m.E. nämlich nicht sein, ein Kind bloßzustellen.

Beitrag von anarchie 13.04.11 - 10:12 Uhr

hallo!

ich würde ein Gespräch ansetzten.

1. schätze ich so eine vulgäre Ausdrucksweise überhaupt nicht und möchte nicht, dass meine Kinder so reden - schon garnicht auf Ansage#schock

2. wenn es nur dieses eine mal war, finde iche s völlig übertrieben, das Kind neue Aufgaben holen zu schicken.
Kurze Ansage, dass es so nicht geht und gut ist.
Wenn es allerdings öfter vorkommt , dann frage ich mich, warum die betreuung das nicht sieht und unterbindet anstatt das Kind aufzufordern verbale umweltverschmutzung zu betreiben...

lg

melanie mit 4 kids

Beitrag von bambolina 13.04.11 - 14:25 Uhr

Hallo

regst du dich über das Wort "beschissen" auf oder weil sie zur Lehrerin musste?

Das "beschissen" hätte ich anderst formuliert, aber dass sie zur Lehrerin hin musste und ihr das erklären finde ich ok. In der ersten Klasse sollte sie wissen, dass Hausaufgsaben dazu da sind diese auch selber zu machen und wenn sie das einem 2.Klässler machen lassen zeugt das schon von einen diversen Dreistigkeit.
Dass du das so locker siehst, wundert mich allerdings ein bißchen. Denn wenn sie merkt, dass sie mit so kleinen Betrügereien durch kommt, wird es garantiert nicht besser.

lg bambolina

Beitrag von ilva08 13.04.11 - 19:37 Uhr

Der Ausdruck geht gar nicht, die Konsequenz an sich (neue Hausaufgaben holen) ist okay.

Über den Ausdruck würde ich mit der Betreuerin sprechen.

@ anarchie:

"2. wenn es nur dieses eine mal war, finde iche s völlig übertrieben, das Kind neue Aufgaben holen zu schicken."

Was daran völlig übertrieben sein soll, verstehe ich nicht. Es wird nichts anderes eingefordert, als dass sie die regulären Hausaufgaben macht, die ja noch nicht erledigt (sondern abgeschrieben) wurden.

Beitrag von manavgat 14.04.11 - 14:26 Uhr

Die Betreuerin hat ihr bzw. dem Jungen die Hausaufgaben abgenommen und ihr gesagt: Gehe zu deiner Lehrerin und lasse dir sofort neue Hausaufgaben geben. Wenn sie fragt warum sagst du: Weil ich beschissen habe.

So werden schon kleine Kinder kriminalisiert.

Ich würde den Vorfall nicht auf sich beruhen lassen. Ist das eine qualifizierte Pädagogin oder eine wohlmeinende Hausfrau?


Gruß

Manavgat

Beitrag von ma2004 14.04.11 - 20:35 Uhr

Hallo Manavgat!

Danke für Deine Antwort. Es war eine wohlmeinende Hausfrau.

Ich lege immer viel Wert auf Deine Meinung.

Was hättest du denn in diesem Fall gemacht (als Betreuerin)?

Gruß

Susanne