Warum ist es für viele Frauen so selbstverständlich das Frau Schwange

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Beitrag von forfour 12.04.11 - 20:23 Uhr

Hallo,

muß das grad mal fragen weil es mich schon Jahre bewegt:

Auf die Aussage "Ich bin Schwanger" kommt gern ja nach der Freude auch ein "das ist ja nichts besonderes".

Doch, ich finde schon.

Es ist was ganz besonderes! Wieso vergessen so viele Menschen das so viele Baby's nicht geboren werden? Jede zweite Frau verliert mindestens ein Baby, was ist daran einfach "normal" Schwanger zu werden.

Warum benutzen manche Frauen die Abtreibung als Pillenersatz? Wieso werden die die keine Kinder wollen "einfach" mal Schwanger. Ich weiß noch als ich mit dem Dritten Schwanger war und bei meinem FA vorher eine Frau war die Geld auf den Tisch gelegt hat und eine heimliche Abtreibung wollte weil sie Moslem war. Ich hab gedacht mein Doc kriegt sich nie wieder ein. Der war so sauer und meinte zu mir Frauen wie sie tun alles um ihre Baby's zu bekommen und dann kommen Frauen die zu faul zum verhüten sind und schmeißen ein leben so weg.

Ja, warum ergeht es den einen so und den anderen so? Verstehen tu ich das ehrlich gesagt auch nicht.

Denen die die Abtreibung als Pillenersatz benutzen bleibt nur zu wünschen das sie diese Entscheidung nie bereuen müssen.

VG forfour

Beitrag von rosa-wolke 12.04.11 - 20:28 Uhr

Da stimme ich dir voll und ganz zu, ich habe dafür auch null verständnis. Oder die die ein gesundes Baby zur Welt bringen und es dann umbringen und wegwerfen wie Müll anstatt es in die Babyklappe zu legen oder zur adoption frei zu geben! Null verständnis. Und andere versuchen über Jahre hin weg ein Baby zu bekommen und würden alles dafür tun!!!

Beitrag von bml 12.04.11 - 20:48 Uhr

Hallo,

das frage ich mich auch habe im Juni 2010 eine FG mit AS gehabt in der 12 SSW. Ich habe es bis heute nicht verstanden warum obwohl ich wieder SS bin und es in 4 Wochen soweit ist.

Habe so jemand in der Familie meine ach so nette Schwägerin 5 Abtreibungen und ich verstehe es nicht warum solche Frauen immer wieder Schwanger werden .

Musste gestern erfahren das meine beste Freundin ihre 2 FG hatte das tut so weh weil sie es sich so wünscht endlich auch ein baby zu haben .

lg bml

Beitrag von ela-80 12.04.11 - 21:42 Uhr

Du hast vollkommen recht.

Meine Meinung.
" Wenn jemand was leicht bekommt dann weiß sie/er es manchmal nicht zu schätzen."

Mfg Ela

Beitrag von birgitsp 12.04.11 - 21:51 Uhr

genau das dachte ich auch grade....

und das Leben ist halt einfach leider (!) nicht gerecht, aber das merkt man erst bzw. wird es einem erst dann so richtig schmerzlich bewusst, wenn man auf der 'ungerechten Seite' steht...

LG
Birgit

Beitrag von carlotka 13.04.11 - 10:40 Uhr

Ich bin problemlos schwanger geworden, hatte unproblematische SChwangerschaften und problemlose Geburten. Dennoch ist es ein Wunder für mich und ich weiß die Schwangerschaft, Geburt und natürlich und ohne Frage meine Kinder sehr zu schätzen!
Dennoch ist eine Schwangerschaft ein natürlicher Vorgang und nicht über alles zu heben, meiner Meinung nach.

Beitrag von cassiopeia76 15.04.11 - 15:28 Uhr

Sehe ich auch so!

Beitrag von aylin80 13.04.11 - 06:58 Uhr

Ist ja alles gut und richtig, bloß da brauchst man gar net anfangen. Warum haben wir Fg, warum sterben Kinder, warum treiben Frauen ab, warum lassen Mütter ihre Kinder verhungern, warum, warum....
Bringt nichts, bringt weder dir noch mir meine #stern#stern#stern zurück.
Und wenn dein FA das wirklich zu dir gesagt hat, fällt mir dazu nur ein, dass das echt unprofessionell ist. Es steht dir auch nicht zu, darüber zu urteilen, wenn du nicht weißt, was dahinter steht.

Beitrag von bens-mama 13.04.11 - 08:14 Uhr

hallo Ich muss dir sagen ich habe es auch als selbstverständlich angesehen ss zu sein. Wenn ich schwanger war wußte ich sofort an dem und dem datum kommt mein kind auf die welt und hält uns nacht für nacht wach... Bei mir war es so was sitzt das sitzt. Bis vor einer woche wo ich mit meinem 5 kind ss war ich habe gestern erfahren vor einer woche erfahren es lebt nicht mehr und heute vor einer woche meine AS gehabt in der 12+1ssw. Glaube mir diese sätze wie ich bin mal wieder schwanger die wird keiner mehr von mir hören... Ich habe auch mal geschrieben in einem brief an meinen stern das für uns selbstverständlich war ein kind zu bekommen. Das ist nun nicht mehr.


lg

Beitrag von golm1512 13.04.11 - 08:44 Uhr

Ich finde deinen Beitrag seltsam.

Jeder Frau bleibt es ganz allein überlassen, ob sie ein Kind austragen möchte oder nicht. Wenn all die Abtreibungen, die du verurteilst, nicht stattfinden würden, hätten die kinderlosen Frauen trotzdem keine Kinder. Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Ich habe zwei gesunde Kinder und mittendrin gab es eine FG. Ich bin sehr spät Mutter geworden, habe nicht mehr damit gerechnet und wir waren hocherfreut als es dann doch noch passierte. Trotzdem sah ich mich nicht als "Wunder". Es war schön, ein Kind zu erwarten. Ich wollte gar nicht, dass es was Besonderes war, ich wollte einfach nur in Ruhe schwanger sein und in Ruhe das Kind bekommen. Deshalb habe ich mich diesem ganzen Vorsorgerummel entzogen, in dem ich einfach nur zu den Hebammen ins GBH gegangen bin.

Die FG dazwischen war doof, aber keine Katastrophe. Für mich genauso normal wie die Tatsache, dass Frauen schwanger werden können. Mir ist schon klar, dass man schwerer daran trägt, wenn das Kind in der späteren Schwangerschaft verloren geht, wenn man noch keine Kinder hat, wenn es vielleicht schon das dritte Mal passiert. Ich habe Verständnis für den Kummer, der darauf folgt, aber meistens ist es eben keine Katastrophe, sondern ein natürlicher und sinnvoller Vorgang.

Ich verstehe die Sehnsucht nach einem Kind. Ich verstehe den Kummer, wenn es nicht so klappt wie man sich das wünscht. Trotzdem denke ich auch, dass das Kinderkriegen im Moment, in dieser Zeit, sehr hochstilisiert wird. Alles ist durchgeplant und alles scheint machbar.
Es ist eben nicht planbar und nicht alles ist machbar. Und manchmal hilft es auch, Dinge anzunehmen. Nicht jede, die kein Kind bekommen kann oder nicht jede, die überhaupt keines haben will, ist weniger wert als Mütter.

Ich kann akzeptieren, dass ihr euch sehnlich ein Kind wünscht. Ich kann aber auch akzeptieren, dass es Frauen gibt, die das alles nicht wollen. Für die wäre ine Schwangerschaft das Gegenteil von etwas Besonderem. So ist es eben.

Beitrag von danja1983 13.04.11 - 09:01 Uhr

Morgen,

"Die FG dazwischen war doof, aber keine Katastrophe."

Ich weiß du beziehst das auf dich, aber für viele hier ist das ein Schlag ins Gesicht.
Ich, obwohl ich noch nie eine FG hatte, finde die Aussage schon hart.
Egal ob man das Kind in der 4 oder 40 Woche verliert, jedem steht eine gewisse Trauer zu.

LG
Dani

Beitrag von golm1512 13.04.11 - 09:24 Uhr

Ich habe auch getrauert. Das hast du falsch verstanden. Aber es war keine Katastrophe, die mich für den Rest meines Lebens begleitet. Ich war traurig, habe geweint und dann weiter gemacht. Was wäre die Alternative dazu gewesen?

Niemand hatte "Schuld" an der FG. Es war keine intakte Schwangerschaft, es sollte einfach nicht sein. Ich wollte schwanger sein und habe das schwanger sein vermisst. Ein Kind habe ich nicht verloren, weil es noch keines war. Es hätte eines werden können und das wäre erwünscht gewesen. Es konnte aber keines werden.
Was ist so schlimm daran, wenn es einfach mal so hinnimmt? So viele Schwangerschaften gehen unbemerkt ab. Was ist für dich die Konsequenz?

Für mich es sehr wohl einen Unterschied, wann eine Schwangerschaft abbricht. Und natürlich ist es ein Unterschied, ob einem das einmal passsiert und man schon zwei Kinder hat oder ob eine FG die andere jagt und man vor Sehnsucht fast umkommt.


Beitrag von asimbonanga 14.04.11 - 00:26 Uhr

Und nochmal #pro


L.G.

Beitrag von king.with.deckchair 13.04.11 - 17:39 Uhr

Sie hat nirgends geschrieben, dass einem dann keine Trauer zusteht!

Beitrag von gingerbun 14.04.11 - 22:06 Uhr

Also jetzt muss ich mich mal einmischen. Eine FG im frühen Stadium ist nun wirklich keine Katastrophe sondern sehr wohl eine sinnvolle Einrichtung und ich mag mich nicht mit Frauen vergleichen die Ihr Baby in der 40. Schwangerschaftswoche verloren haben. Wie kann man denn das auf eine Stufe stellen? Meine Fehlgeburten in der jeweils 7. Woche liessen noch nicht mal ein Baby erahnen. Und Du meinst es ist egal? Dir ist schon klar dass man a) von einer Totgeburt spricht und es b) in der 40. Woche bereits ein fertiger Mensch ist? Ich denke dass was DU schreibst ist ein Schlag ins Gesicht der Frauen die eine Totgeburt hatten. In der Frühschwangerschaft weiss ich ja noch nicht mal das Geschlecht..
Unglaublich ...

Beitrag von ina.morphina 01.04.12 - 17:01 Uhr

Huhu:) ich denk das ist ein sehr schwieriges thema! Jede frau egal ob anfang oder in der 40 . Woche ist traurig über das verlorene kind!!! Ich bin auch "froh" drüber das mein körper so auf ein vl nicht lebensfähiges kind reagiert! Ich hab mein kind in der 10. Ssw verloren. . .es hatte seit der 5. Ssw einen herzschlag und vom positiven test weg war es mein kind!!! Und hätt ichs in der 40. Woche verloren wär es auch MEIN kind gewesen!!!!
Wenn jz schon vorgeschrieben wird ab welcher ssw man traurig sein darf wird mir schlecht! Für MICH war meine fehlgeburt eine katastrophe!!! Eine katastrophe mit der ich mitlerweile gut klar komm. . .es hat eben nicht sein sollen und es wird schon seinen grund haben!!! es gibt kein "dem steht es zu" und "dem steht es nicht zu" und es gibt kein "mein verlust ist schlimmer oder weniger schlimm als ein anderer" für fast jeden ist sein eigener verlust der schlimmste!!!

Beitrag von forfour 13.04.11 - 09:06 Uhr

Hallo Golm,

oh, meine Sehnsucht nach Kindern ist gestillt. Neben 4 #stern habe ich 4 gesunde Kinder an der Hand.

Ich kann auch jeder Frau ihre Kinder ohne Neid gönnen und freue mich für jede Frau die nie ein Kind verlieren mußte.

Ebenso akzeptiere ich jede Frau die keine Kinder haben will. Herrgott, es gibt mehr im Leben wie Kinder und für sehr viele Menschen ist dieses mehr wichtiger, das ist völlig ok.
Aber, und das ist der springende Punkt meines Threads - diese Frauen können doch verhüten oder? Eine Abtreibung ist legitimiert worden um zu helfen, nicht um das Geld für die Pille, die Spirale oder sonst was zu ersetzen.
Ich hab selbst beim Arzt gesessen, wartete darauf dran zu sein zur AS und eine Frau neben mir telefoniert mit ihrem Freund "Denk bitte daran mir die Kanne Kamillentee zu kochen, weißt ja die brauch ich jedes Mal hinterer".... Und dann müssen wir gucken das das im Urlaub nicht gleich wieder passiert weiß gar nicht was ich bei ProFamilia das nächste Mal erzählen soll #schock
Es gibt Mittel und Wege zu verhüten. Ja und ich weiß, da kommen tausende die sagen ich vertrag die Pille nicht, ich hab eine Latexallergie blablabla, aber das es nichts gibt außer einer Abtreibung weil man nicht anders will? Ne, das kann und will ich nicht akzeptieren, dazu ist das nicht da. Und ich glaube auch das es genau diese Dinge sind die weitere Lockerungen im Bereich der SS verbieten.
VG forfour

Beitrag von golm1512 13.04.11 - 09:32 Uhr

Hallo!
Ja, vielleicht,a ber weder du noch ich haben das zu be- oder verurteilen.

Für mich wäre eine Abteibung nie in Frage gekommen, aber -ehrlich- es gab auch noch keine Situation in meinem Leben, in der ein Kind so gar nicht gepasst hätte. Ich hätte immer jemanden gehabt, der mich unterstützt hätte. Ich hatte eigentlich immer ein soziales Netzwerk. Wahrscheinlich bin ich zu "zwanghaft" als dass mir eine Schwangerschaft einfach so passiert wäre.

Trotzdem bin ich ich und andere sind anders und leben anders. Ich finde eine Mutter, die abtreibt, verantwortungsvoller als eine Mutter, die permanent überfordert ist und das an den Kindern auslässt.
Die meisten Frauen, die sich für eine Abtreibung entscheiden, überlegen das doch vorher. Die krassen Beispiele, die Abtreibung als Verhütung nutzen, sind doch eher selten. Die, die so gedankenlos damit umgehen, sollten vielleicht auch wirkich besser keine Kinder haben......

Genauso wenig glaube ich nämlich, dass die Tatsache, ein Kind bekommen zu können, die Lösung für alle Probleme im Leben sind. Ich finde diesen Hype um Schwangerschaften ungesund. Ich fühlte mich nicht als was Besonderes als ich schwanger war. Ich liebe meine Kinder -na klar-, aber sie müssen mir keine Lücke füllen und sie müssen nichts Besonderes sein. Sie sind nicht da, um mich glücklich und zu was Besonderem zu machen, sondern sie sind da, um selber glücklich zu sein.

Gruß
Susanne

Beitrag von ayshe 13.04.11 - 09:31 Uhr

Ich finde das Post auch seltsam.


Schön, was du geschrieben hast.
Allerdings finde ich rein rational, daß eine Schwangerschaft ein besonderer Zustand ist, weil es eben nur einen winzigen Teil der Lebenszeit ausmacht.
Nichtschwanger bin ich ja zig Jahre, schwanger war ich dann so gesehen nur mal kurz zwischendrin und körperlich war es schon ziemlich anders.

Beitrag von golm1512 13.04.11 - 09:36 Uhr

Ja, und die Konsequenzen des Schwangerseins....

Alle denken immer nur an Babys. Schön, meine sind jetzt 5 und 7. Ich liebe sie jeden Tag mehr, meine Mitmenschen finden weiterhin Babys netter.
Irgendwie habe ich hier oft das Gefühl, es wird nicht über den nächsten Eisprung hinaus gedacht.

Beitrag von golm1512 13.04.11 - 10:07 Uhr

Boah, ich habe schon wieder nur oberflächlich gelesen und deshalb so schräg geantwortet.

Eine Schwangerschaft ist was Besonderes, wenn du schwanger sein willst und dich auf das Kind freuen kannst. Sie ist nichts Besonderes, sondern vielleicht auch was Bedrohliches, wenn die Umstände nichts anderes zulassen.

Das Empfinden des Besonderen ist doch sehr individuell. Biologisch gesehen ist es nichts Besonderes. So war das eher gemeint. Ich war während der Schwangerschaften auch nicht "normal" und habe all das gedacht und getan was vor mir auch schon Miliionen Frauen gedacht und gemacht haben. Für mich war das besonders, für die Biologie eher nicht. Ich konnte mich auf das Besondere einlassen, es gibt Frauen, die können und wollen das nicht.

Gruß
Susanne

Beitrag von ayshe 13.04.11 - 10:20 Uhr

Ach so, ja klar, rein biologisch ist es nichts besonderes, das stimmt.
Das sehe ich auch so.

Es ist nur für einen selbst eben neue Erfahrung und ein neues Gefühl und natürlich in dieser Hinsicht etwas besonderes usw. :-)

Beitrag von windsbraut69 13.04.11 - 11:24 Uhr

So realistische Worte über das Thema liest man leider ganz selten von Frauen, die Kinder haben.
"Global betrachtet" ist eine Schwangerschaft einfach nichts Besonderes, sonst wäre die Welt nicht so übervölkert.
Natürlich neigt man dazu, sich selbst als Nabel der Welt zu betrachten und das gilt dann auch für das "Wunder" der Schwangerschaft aber das ist die eigene subjektive Empfindung, die der Rest der Welt nicht teilen muß.

LG,

W

Beitrag von ayshe 13.04.11 - 11:37 Uhr

Ich denke, ich weiß, wie du das meinst.

Aber ein "Wunder" ist es schon, finde ich.
Ich meine damit überhaupt die Vermehrung im Sinne von Natur.
Es ist schon beeindruckend, daß zb aus einem Ei ein Küken schlüpft, daß aus winzigen Samen große Pflanzen mit kompliziertem biochemischen Prozessen entstehen usw.
Und dazu gehört eben auch der Mensch und die Säugetiere.

Beitrag von windsbraut69 13.04.11 - 12:07 Uhr

Ja, in dem Kontext paßt es!
Es kommt aber meist so rüber, als wäre die Fortpflanzung der Menschen eine außergewöhnliche persönliche Leistung, was sie aber eben nicht ist, wenn selbst Einzeller und Pflanzen das hinbekommen :)