1970: Was hätten hier wohl für Themen gestanden...

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Forum: Baby

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Beitrag von felicia2010 12.04.11 - 21:32 Uhr

Hey Mädels,

wenn ich hier so ab und an im Forum lese wie manche Schwiegereltern, bzw. Eltern, Omas und Uromas etc. alles falsch gemacht haben, dann frage ich mich manchmal was in dem Zeitalter in dem sie junge Eltern waren alles als richtig oder falsch gegolten hat, was heute total verpöhnt ist, wo wir den Kopf scchütteln.
Wie hätten die Themen in einem Babyforum gelautet? Wäre man als Rabenmutter bezeichnet worden, nur weil man länger als sechs Monate gestillt hätte und dem Kind die "gute" Flaschennahrung verweigert hätte? Wäre man beschimpft worden, nur weil man dem Baby nicht den Esslöffel Zucker in die Milch gerührt hätte?
Oder wäre man gar gelobt worden, weil man sein Kind schon mit drei Monaten die ganze Nacht durchschreien lassen hat, nur damit man es nicht verwöhnt?

Ich weiß, absolutes Silopo, aber ich wollte nur mal daran erinnern, das auch Eltern und Schwiegereltern immernur nach besten Wissen und Gewissen handeln, auch wenn es uns (und mich auch manchmal) tierisch nervt...

Grüßle!

Beitrag von brille09 12.04.11 - 21:44 Uhr

Schöner Beitrag! Wobei uns z.b. auch nie Zucker ins Fläschen gemischt wurde und schreien musste weder ich noch meine Mutter als Baby. Wir wurden wohl alle ziemlich verwöhnt ;-). Hat aber nicht geschadet. Ich glaub, das liegt eher an der Person der Mutter denn an der Mode. Siehe "Jedes Kind kann schlafen lernen" und so Schrott.

Egal. Wahrscheinlich hätten sich die Mütter 1970 eher über politische Sachen oder über die Radieschen im Garten (je nach sozialem Hintergrund) unterhalten. Die Kindererziehung ging damals zumindest in Alltagssachen wohl vernünftigerweise noch eher nebenbei.

Beitrag von felicia2010 12.04.11 - 21:59 Uhr

Gefällt mir dein Beitrag!

Beitrag von skbochum 12.04.11 - 21:47 Uhr

Hallo,

naja, nach bestem Wissen und Gewissen ist ja immer so eine Sache...
1970 waren Kinder von Unverheirateten Bastarde, die Prügelstrafe waren in den Schulen noch Gang und Gebe und Behinderte konnte man ohne große Nachfragen in Heime abgeben.
Da fällt Flaschennahrung und Zucker eher in den PillePalleBereich, meiner Meinung nach...

GrussGruss

Beitrag von felicia2010 12.04.11 - 22:02 Uhr

"Behinderte konnte man ohne große Nachfrage in Heime abgeben." - Wir reden hier nicht von vollkommenen Idioten, die es auch heute noch gibt, sondern vonnormalen Müttern wie du und ich.
In China kann man behinderte Kinder immernoch ohne weiteres abschieben und sogar heute noch sind Kinder unverheirateter Leute teilweise als Bastarde abgestempelt.

Idioten gibt es auch noch heute, aber das war nicht das Thema

Beitrag von skbochum 12.04.11 - 22:11 Uhr

1970 - das waren halt die Themen....

Und du hattest gefragt, was hier so für Themen gestanden hätten. Was meinst du denn was in "ungeplant schwanger" so gestanden hätte?

Ich persönlich glaube nicht, dass all die Frauen, die sich der damaligen Politik und der Gesellschaft unterworfen haben, "vollkommene Idioten" sind oder waren....



Beitrag von felicia2010 12.04.11 - 22:33 Uhr

Gut, das glaube ich auch nicht. Hab mich da vielleicht auch etwas falsch ausgedrückt. In ungeplant schwanger hätte ich damals auch gerne reingespickt :-)

Beitrag von skbochum 12.04.11 - 22:57 Uhr

Für dieses Forum hier kann ich mir einen Beitrag meiner Schwiegermutter vorstellen:

#cool Wieviel Honig muss ich an den Schnuller machen, damit ihn mein Baby besser nimmt?

#schwitz

Beitrag von felicia2010 12.04.11 - 23:20 Uhr

#rofl ist das witzig!

Beitrag von yaisha 12.04.11 - 22:18 Uhr

Huhu!

Interessanter Beitrag.. Auf jeden Fall hätte sich niemand über Kindersitze unterhalten, damals gabs ja noch nicht mal Anschnallgurte. Es wären anhand der Bauchform und des Befindens in der SS Mutmaßungen über das Geschlecht getroffen wurden, denn auch US gab es noch nicht, bzw war rudimentär.

Vielleicht hätte man auch die ein oder andere entsetzte Miene gesehen bei der Bemerkung dass man Brei erst später einführen möchte und dass man keinen Karottensaft in die Milch tut. Nicht zu vergessen dass das Baby auch zu Hause eine Mütze zu tragen hat.

Über Tragehilfen wäre wohl auch nicht diskutiert worden.

Und auch "Wegwerfwindeln" gab es noch nicht, ich glaube die wurden erst irgendwann Mitte/Ende der 70er eingeführt und waren anfangs sauteuer. Ich hatte als Baby 1981 schon manchmal welche und die sahen echt aus wie ausgestopfte Plastiktüten, nix mit netten Motiven oder so ;)

Tja igendwie schon schade dass es damals noch kein Internet gab, wir werden in 30 Jahren nachlesen können was wir 2011 so alles angestellt haben und uns wahrscheinlich darüber totlachen weil da schon wieder ganz andere Standards gelten ;)

Aber nett mal drüber nachzudenken "was wäre wenn" ;)

LG
Yaisha + Clara *14.07.2010

Beitrag von mss.fatty 12.04.11 - 22:19 Uhr

hey,

ich spare mir mal das neu schreiben, hier ein frisches post von gestern

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=9&tid=3102464&pid=19647936

lg anna

Beitrag von kathrinsche1 12.04.11 - 22:27 Uhr

Kurz vor der Entbindung war ich mit meinem Vater in Augsburg in der " Babywelt" da sagte er doch tatsächlich zu der Dame an der Kasse: "Was haben die Leute eigentlich früher gemacht als es noch keine Babywelt gab? Denn die sachen die es jetzt heut zu Tage gibt hat es früher nicht gegeben und die Kinder leben heut noch :-)

Beitrag von felicia2010 12.04.11 - 22:34 Uhr

Echt spannend was hier für Antworten zusammen kommen, da kommt man echt ins Grübeln :-)

Beitrag von kanojak2011 12.04.11 - 23:17 Uhr

Ein absolut süßer Beitrag! Heute war gerade so ein Tag an dem ich in der Lage war meiner Mutter zuzuhören. Wenn diese Mama dann etwas erzählt und man stellt fest, die hat eigentlich recht, frag ich mich, warum ich (2wir) in einer Opposition stehen.

Damals war normal, dass die Kids alle in einer Bauchlage geschlafen haben. So bin ich und meiner Bruder aufgewachsen. Heute, ich weiss nicht, was ich tun würde, wenn ich meine Mama nicht hätte..gerade die Bauchlage erleichtert uns tagtäglich das Leben, anscheind war es nicht so dumm, was damals so modisch war.

Es sind viele andere Kleingikeiten. Bei meiner Mutter in der Umgebung wurde fast jedes Kind gepuckt, es gehörte im KH damals zur gewohnheit, dass die Kids schon schliefen...heute entdeckt man es ,,neu´´..

Ich bin dankbar, dass es meine Mama gibt und ich bestimmte Sachen nicht neu entdecken muss.

Was hätte hier wohl gestanden ? Nach einem jahr wie 1968 ? aufsteigende Emantipation und Eigenwahrnehmung der Frau. Es musste absolut spannend sein.

LG

Beitrag von wemauchimmer 13.04.11 - 08:16 Uhr

Naja, ich würde sagen, 1970 herrschte Vollbeschäftigung, die Leute hatten wesentlich längere Arbeitszeiten (und Fahrtzeiten), die Hausarbeit war wesentlich anstrengender mangels der ganzen modernen Gerätschaften, die Leute waren allgemein fest in ein soziales Netzwerk in der Nachbarschaft, Freundeskreis und Familien eingebunden - da wäre so ein Angebot wie urbia der volle Flop geworden, weil niemand die Zeit hatte, sich stundenlang an so eine Kiste zu setzen und niemand das Bedürfnis verspürt hätte, seine privaten Angelegenheiten anonym mit wildfremden Menschen zu diskutieren....
LG

Beitrag von grinsekatze85 13.04.11 - 11:40 Uhr

#pro

Beitrag von claerchen81 13.04.11 - 09:37 Uhr

Hallo,

lustig ist es sich gewahr zu machen, dass heute vieles wieder entdeckt wurde, was VOR der Industrialisierung intiuitiv-notgedrungen bereits so gehandhabt wurde (Familienbett, Tragen, viel und lange stillen, pucken....).
Die Industrialisierung hat zu einer Entfremdung der Mütter/Frauen von den natürlichen Abläufen geführt. Nun erfolgt eine Rückbesinnung, da die Medizin mittlerweile herausgefunden hat, dass Neugeborene nichts weiter als biologisch-programmierte Zellbündel sind, die von den Errungenschaften unserer heutigen Zeit noch gar nichts wissen (können) und nur danach rufen, was ihnen biologisch in die Wiege gelegt wird (Muttermilch, Nähe zur Mutter).

Grundsätzlich kann ich heute nicht verstehen, wenn jmd. sagt "Das hat meine Mutter früher so gemacht, das mache ich auch so, ich lebe schließlich auch noch.". Ich würde mich nach dem aktuellen Stand der Forschung richten und die Logik dahinter versuchen zu verstehen.

Grundsätzlich ist Erziehung immer Moden unterworfen, je nach eigener und wirtschaftlicher Situation. Dessen bin ich mir zumindest bewusst. Daher übernehme ich nicht einfach Vorgaben ("man macht das so...."), sondern versuche es in den Einklang mit der menschlichen Biologie zu bringen.

Juul gesteht mir zumindest 20 Fehler täglich zu, mit denen ich noch eine ganz passable Mutter bin - die werde ich nutzen #schein.

Gruß, C.

Beitrag von grinsekatze85 13.04.11 - 11:33 Uhr

Erst dachte, ich du bist älter. #hicks:-p

Aber du bist ja in meinem Alter;-)
Also ich selber höre mir sehr gerne die *alten Weisheiten und Geschichten* von meiner Oma an.
Sie hat immer viel zu erzählen und manchmal sind wirklich sehr sehr gut Tipps dabei! Aber ob ich das alles umsetzte, entscheide ich für mich.:-)

Ich habe viel auf mein Bauchgefühl gehört, *puckte*mein Kind, hatte keine Nachsorgende Hebamme sondern meine Mama, Oma und auch tatsächlich meine Schwiegermama, die mir auch geholfen haben. Auch mal besser und mal dachte ich: Nie wieder frage ich da nach! #rofl

Dennoch find ich nicht alles super, was früher so gemacht wurde aber auch was heute teilweise die Leute für ein *THEATER* um ihr Kind machen, finde ich schrecklich #augen
Da wird das Kind regelrecht aus Zeitschriften, Büchern erzogen und jede Entwicklungsphase genau studiert und an dem Kind quasi abgehakt #klatsch

Also nicht alles was neu ist, ist auch gut!#nanana
Ich finde teilweise die Babygeschäfte schrecklich, was teilweise für ein *Müll* an die werdenden Eltern verkauft wird und auch noch gekauft wird. Wieviel Geld teilweise die Leute für allen Möglichen Kram ausgeben und die Kinder da garnicht brauchen!! Aber das ist meine Meinung. Und nicht mein Geld. Also sollen sie machen.

Ich selber wurde früher zb. noch in der Hartschale vom KiWa im Auto angeschnallt, einfach Gurt rüber und fertig.
Und meine Cousine hatte immer in ihrem Gefrei gegessen und schrie wenn sie da raus sollte. Und wir sind alle gesund und munter.

Denke das muss jeder für sich selber entscheiden, was das Beste ist. Für mich ist es eine Mischung von alt und neu!!!!#pro und das ist PERFEKT für UNS!!

LG
grinse#katze


Beitrag von brille09 13.04.11 - 12:33 Uhr

Leute, wenn man das so liest, könnte man meinen, 1970 wäre VOR der Steinzeit gewesen! Soooo lang ist das doch auch wieder nicht her. Ich z.B. bin 1981 geboren und - ganz ehrlich - soooo viel Unterschied zu heut war damals auch nicht mehr. Waschmaschine, Fernseher, Telefon, Auto, all das hatte man auch schon 1970 - sogar bei uns hier auf dem absoluten Land.

Beitrag von skbochum 14.04.11 - 00:48 Uhr

Naja, vor der Steinzeit war das nicht, aber 1970 ist ja immerhin auch 41 Jahre her. Da hatte nur jeder vierte Haushalt ein Telefon, jeder dritte ein Auto, die Trommelwaschmaschine setzte sich erst Anfang der 70ger durch etc. etc.
Das war schon was anderes als unser heutiger Standart.....