Bewerbung öffentlicher Dienst - Wann Rückmeldung?

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Beitrag von .nefur. 13.04.11 - 11:20 Uhr

Hallo,

ich habe mich auf eine Stelle im Öffentlichen Dienst beworben.

Kurzer chronologischer Ablauf:
- Bewerbungsende abgeschickt: 20.3.
- Bewerbungsende: 27.3.
- Am 1.4. Rückmeldung, dass sie mein Abizeugnis haben wollen.
- nachgereicht am 1.4.
- seit dem nichts mehr.

Kennt sich jemand mit den Bewerbungsverfahren aus. Was dauert da so lang? Bitte mal orakeln ;-)

Warum brauch man im Öffentlichen Dienst eigentlich ein Abizeugnis aus dem 1990 er Jahren? (Habe 2 Studienabschlüsse und arbeit schon lang)

Beitrag von wombatmuc 13.04.11 - 11:45 Uhr

ist es eine neue stelle

oder eine umsetzung auf eine höhere oder gleichwertige stelle ??


ich weiß das es wenn es nicht brennt also schnell besetzt werden muß auch mal locker 8 wochen dauern kann

Beitrag von .nefur. 13.04.11 - 13:01 Uhr

Hallo,

ich bin in der freien Wirtschaft. Die Stelle, auf die ich mich beworben habe, wird völlig neu geschaffen. Es ist ein Projekt, welches 4 Jahre dauert.

Danke für deine Antwort!

(Wie findest du das mit dem Abizeugnis? Gibt es da ein Formularfeld, welches durchgearbeitet wird. In dem Motto: Abizeugnis vorliegend? -> Kreuz gemacht. So stelle ich mir das vor. Ich hätte nicht gedacht, dass das Abizeugnis mal jemanden interessieren wird.)

Beitrag von aschera 13.04.11 - 12:16 Uhr

hallo,

das kann wirklich dauern. Habe auch einige im ö.D. laufen, die älteste ist von Ende Januar, habe dort angerufen und sie meinten das baaaaaaaaald die Einladungen rausgehen, die von Anfang Februar sind auch noch offen...#zitter#schwitz#kratz Finde diese Warterei furchtbar, warum steht dann immer "nächstmöglicher Einstellungstermin"

Geduld, Geduld, Geduld :-[

Beitrag von .nefur. 13.04.11 - 13:02 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort. Du wartest ja schon deutlich länger. An die Formulierung "nächstmöglicher Einstellungstermin" musste ich auch denken.

LG

Beitrag von emmy06 13.04.11 - 12:29 Uhr

im dez. beworben
anfang januar einladung zum vorstellungsgespräch
mitte januar vorstellungsgespräch
anfang februar zusage bekommen
15.2. arbeitsbeginn



lg

Beitrag von .nefur. 13.04.11 - 13:05 Uhr

So stelle ich mir das auch vor. Allerdings könnte ich nicht so zeitnah anfangen, da ich kündigen müsste. Faierweise würde ich meinem Chef früh genug Bescheid geben wollen.

(Brauchtest du das Abizeugnis?)

LG

Beitrag von emmy06 13.04.11 - 13:32 Uhr

ich hab meine elternzeit frühzeitig beendet, daher der schnelle beginn. der alte arbeitsvertrag war auch nur bis ende februar befristet.
eigentlich sollte es zum 1.2. losgehen, aber wir hatten noch urlaub gebucht und ich bat um einstellung zum 15.2.

das abizeugnis habe ich bisher immer beigelegt.



lg und daumen sind gedrückt

Beitrag von .nefur. 13.04.11 - 19:23 Uhr

Ah, okay.

Und danke fürs Daumendrücken.

LG

Beitrag von amory 13.04.11 - 13:38 Uhr

Hallo,

das kann ewig dauern.
habe Anfang Januar eine Bewerbung rausgeschickt und letzte Woche eine Einladung zum Vorstelungsgespräch bekommen. Musste dann absagen, weil ich schon etwas anderes geufnden habe.

grüße, Amory

Beitrag von .nefur. 13.04.11 - 19:24 Uhr

Ja, so kanns auch gehen.

LG

Beitrag von kajulju 13.04.11 - 14:03 Uhr

Hi, ich mache bei uns (ö.D.) die Besetzungsverfahren und ja wir sind sehr langsam. Es gibt eine Auswahlkommission von 4-5 Leuten, den Personalrat, Frauen - und Behindertenvertretung. Und alle lesen die Bewerbungen mit und entscheiden mit. Zusätzlich müssen ALLE Bewerbungen ausführlich in einer Exceldatei erfasst werden und es sind ja meist mehrere hunderte .... mindestens 8 Wochen dauert es bei uns immer bis zum Vorst.gespräch und die Absagen gehen an alle erst dann raus, wenn der erfolgreiche Kandidat den Vertrag unterschrieben hat - falls er doch noch abspringt. Die Bewerber bei uns vom Januar haben teilweise erst jetzt ihre Absagen bekommen. Ist schlimm ich weiß, aber ich krieg es auch nicht schneller koordiniert weil die Gremien wie Personalrat und so auch nicht so oft tagen.
LG,
Kathi

Beitrag von aschera 13.04.11 - 14:34 Uhr

hallo kathi,

mit diesem ganzen Prozedere kann ich die lange Warterei natürlich nachvollziehen. Aber warum schreibt man dann in die Ausscheibung nicht einen konkreten Arbeitsbeginn (nicht nächstmöglich), sodass man sich als Bewerber darauf einstellen kann? Haben die wirklich guten Bewerber, denn in der Zwischenzeit nicht oftmals was anderes?

Beitrag von snowwhite1974 13.04.11 - 19:19 Uhr

Hallo,

um es mal salopp zu sagen - die wirklichen guten Bewerber haben sehr oft was anderes in der Zwischenzeit.

Der öffentliche Dienst kriegt auch nicht die wirklich guten Bewerber, dazu sind die KOnditionen z.B. für Juristen oder Leute, die nach dem Studium Geld verdienen wollen, einfach ein Witz.

Für Sozpäds ist der ÖD ok, weil die Bezahlung überall bescheiden ist, der ÖD aber wenigstens sichere Arbeitsplätze bietet, meistens jedenfalls.

Gruß snowwhite

Beitrag von .nefur. 13.04.11 - 19:29 Uhr

Das ist bei der Stelle auch das einzigste Manko. Das niedrige Gehalt. Ich würde hier starke Abstriche in Kauf nehmen. Dafür reizt das Projekt.

Grüße

Beitrag von kajulju 14.04.11 - 12:19 Uhr

ja, so ist das leider bei uns auch!

Beitrag von kajulju 14.04.11 - 13:26 Uhr

wir wir selbst nie wissen wielange es wirklich dauern kann. Ein fester Termin würde uns mehr unter Druck setzen. So haben wir Luft nach hinten. Und, ganz ehrlich, jeder Monat, der nicht besetzt ist, spart uns natürlich auch Personalkosten ein. Und sparen müssen wir schon arg.
Warum die dein Abizeugnis brauchen verstehe ich aber auch nicht.
LG und viel Glück!

Beitrag von .nefur. 14.04.11 - 20:13 Uhr

Das stimmt. Die eingesparten Personalkosten sind hilfreich. In meinem Fall allerdings nicht, da das Projekt einen festen Zeitrahmen hat.

Danke für deine Antwort!

LG

Beitrag von .nefur. 13.04.11 - 19:26 Uhr

Hi Kathi,

danke für die Darstellung. Ich hoffe nicht, dass ich die Wartezeit als Absage interpretieren muss. #zitter Da sie das Abizeugnis noch haben wollten. Naja, mal sehen.

LG

Beitrag von brynlie 14.04.11 - 17:16 Uhr

Hallo,

das kann noch dauern. Ich hatte das jetzt zweimal schon durch. Beworben im September, Eingangsmeldung relativ zeitig, Nachforderung von Unterlagen im November oder Januar, Einladung zum Bewerbungsgespräch im Januar bzw. Februar, Gespräch im Januar oder März, Einstellung im März und Juni.

Und beim Abizeugnis geht's um die Vollständigkeit. Aus Prinzip.

Und was so lange dauert, exemplarisch: einer prüft die Vollständigkeit der Unterlagen, ein anderer gibt die Daten in irgendein System ein, ein anderer trifft die Vorauswahl, die Unterlagen der geeigneten Kandidaten werden an die betroffene Abteilung geschickt, die setzen sich zusammen - irgendwann zumindest - und wählen aus, wen sie einladen wollen, der Vorauswähler terminiert mögliche Gesprächstermine mit künftigen Vorgesetzten, Personalrat und co und lädt die Kandidaten ein.

Je länger es dauert, bis Du etwas hörst, um so besser - außer es kommt irgendwann die Nachricht, dass wegen irgendwelcher Formfehler bei der Ausschreibung der Prozess wiederholt werden müsste. Hatte ich auch schon.

Dass die Besten Kandidaten nicht gerne so viel Zeit abwarten, ist aber auch im öffentlichen Dienst allmählich klar geworden.

LG,
brynlie

Beitrag von .nefur. 14.04.11 - 20:11 Uhr

Hallo,

danke für deine lange Antwort. Mal sehen.. Wenn man nichts hört ist es auch nicht gut, da jemand schon zurecht schrieb, die Absagen werden nach Vertragsuntschrift verschickt. Aber ich gedulde mich noch etwas und werde mal per mail nachfassen.

LG

Beitrag von brynlie 15.04.11 - 15:10 Uhr

PS: Ich vergaß: Wenn dann noch der/die Gleichstellungsbeauftragte die Liste überprüft und moniert, dass nicht genügend Personen aus benachteiligten Randgruppen eingeladen werden, kann das auch noch in Hickhack ausarten und den Prozess verzögern.

Extremster Fall, der mir zu Ohren gekommen ist: Bewerbungsverfahren um eine Geologenstelle irgendwo an der Nordsee. Der Bekannte, von dem ich die Geschichte zugetragen bekam, hatte die mündliche Aussage, er wäre im Favoritenkreis und solle eingeladen werden. Wurde er aber nicht. Warum? Es hatten Mitbewerber Wind von der Einladungsliste bekommen und sich ins Verfahren geklagt. Alle, die geklagt hatten, sämtlich Mitglieder normalerweise unterrepräsentierter Gruppen, wurden eingeladen, sonst niemand.

Beitrag von .nefur. 15.04.11 - 21:48 Uhr

Hallo,

ich hoffe, sie haben noch nicht eingeladen. Ich habe jedenfalls noch keine Einladung. Ich denke, die Gleichstellungsbeauftragten usw. sind sinnvoll. Dumm nur, wenn das wie in deinem geschilderten Fall umschlägt.

LG