Ab wann Taschengeld???

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von arwen0402 13.04.11 - 11:58 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

mich würde mal interessieren, ab wann ihr Euren Kindern Taschengeld zahlt und ob ihr das monatlich oder wöchentlich zahlt. Und wenn ihr mögt, wieviel.

Meine Tochter ist erst 3 1/2, aber es gibt schon Freundinnen im gleichen Alter, die schon welches bekommen. Andererseit habe ich auch Freundinnen, die ihren Kindern erst ab der Schule Taschengled zahlen.

Bis jetzt hat sie eine Spardose, wo immer mal wieder was drin landet oder sie unseren "Einkaufs-Euro" bekommt.

Momentan möchte sie so viel haben, auch zwischendurch, dass ich halt überlege mit Taschengeld anzufangen. Ihr dann auch erkläre das sie sparen muss und sich dann auch zwischendurch mal was kaufen kann. Oder meint ihr das ist zu früh??
Denke sie würde das schon gut verstehen.

Viele Grüße Arwen

Beitrag von lisasimpson 13.04.11 - 12:28 Uhr

ich glaube mit 3,5 jahren hat sie keinen bezug zum wert des geldes.
von daher fände ich das sinnlos.

Taschengeld fände ich dann sinnvoll, wenn kinder den geldwert in Beziehung zur Leistung bringen können
(was bedeute 1€? was kann ich mir damit kaufen)

lisasimpson

Beitrag von lene77 13.04.11 - 12:48 Uhr

Also ich habe mir überlegt, ich werde mit Taschengeld anfangen wenn mein Kurzer in die Schule kommt.
Also ab September dieses Jahres wird er Taschengeld bekommen ...


LG, Lena

Beitrag von jazzbassist 13.04.11 - 13:32 Uhr

Also ich würde einem Kind Taschengeld geben, wenn es selbst danach fragt (respektive man merkt, dass das Kind dafür Interesse zeigt), oder, wenn es in die Schule kommt. Eine Spardose für ein 3 1/2 Jähriges Kind finde ich sinnlos; da das Kind mit Geld nichts anfangen kann (es also kein "sparen" lernen kann) und, Taschengeld eigentlich dafür gedacht ist, dass ein Kind den Umgang mit Geld erlernt, und, nicht, um damit mit 3 1/2 Jahren anzufangen, für den Führerschein zu sparen. Letzteres sparen (Führerschein, Auto, Eigentumswohnung, erste Wohnungseinrichtung o.ä.) sollten Eltern m.E. gut verzinst bei einer Bank Anlagen, aber, nicht über ein Kindergirokonto oder eine Spardose abbilden.

Bei kleineren Kindern (bis zur weiterführenden Schule) sollte das Taschengeld am besten wöchentlich kommen (da Kinder schlecht einen ganzen Monat finanziell planen und überschauen können; das sollen die ja mit Taschengeld erst langsam lernen). Von der höhe her - bei einem Kindergartenkind (sofern es zählen oder etwas damit anfangen kann) vielleicht 0,5 bis 1 Euro die Woche; bei einem Schulkind ist m.E. irgendwas zwischen 1,5 und 2,0 Euro (wöchentlich) in der ersten Klasse in Ordnung, und, dass können sie dann z.b. mit jeder weiteren Klasse um einen Euro erhöhen. Es sollte halt nicht zu viel oder nicht zu wenig sein, sonst verfehlt es seinen Zweck.

Bei einem 3 1/2-Jährigen Kind jedoch - befürchte ich, sind sie da vzu früh dran. Da geht es eher um eine Sammelleidenschaft als um das Geld an sich; schadet zwar sicherlich nicht, aber, wird jetzt erziehungstechnisch m.E. auch nichts bringen.

Beitrag von mimi1410 13.04.11 - 20:03 Uhr

Hi,
einem Kind Taschengeld geben, ab dem Zeitpunkt der Nachfrage? Unsere Nr 3 (wird 3 im Sommer) fragt auch nach, wann er Taschengeld bekommt - und er wird sicherlich keines kommen, bevor er ein Vorschulkind ist, wie seine älteren Geschwister auch. Ich denke, vor 5 macht das ja gar keinen Sinn, da haben die Kinder ja noch gar keinen Bezug zu Wertigkeit und Wert.

LG Mimi

Beitrag von jazzbassist 13.04.11 - 20:21 Uhr

War zugegebenerweise eine ziemlich dämliche Einleitung von mir #schein. Ich habe mich aber bemüht, dass mit dem restlichen Beitrag irgendwie wieder geradezubiegen und zu erklären :-p

Beitrag von nele27 13.04.11 - 13:37 Uhr

Hi,

Taschengeld unter 5 finde ich Blödsinn. Ich werde zum Schulbeginn welches zahlen...

Anton ist 3 3/4 hat auch manchmal Geld (Centbeträge) in eine Dose bekommen. Aber mehr zum Spaß, er sieht, dass man mit Geld bezahlt, also will er auch mal ne Münze haben. Ich lass es ihm, dann sieht er mal die verschiedenen Münzen. Ab und zu machen wir die Dose leer und er bekommt ein Siku-Auto oder so. Einfach, weil er das mag.

Er peilt aber nicht im Geringsten, wieviel z.B. 1 Euro ist. Letztens zeigte er mir ein "richtiges" Auto auf der Straße und fragte, ob er sich das kaufen kann #rofl

Deine Tochter würde sicherlich verstehen, dass man Ware gegen Geld bekommt, aber was nützt das, wenn ihr gar nicht bewusst ist, in welcher Relation eine Summe Geld zu einer Ware steht...

LG, Nele

Beitrag von zahnweh 14.04.11 - 00:33 Uhr

so ist es bei meiner auch!

für sie kostet alles "ein Euro" oder wie war kürzlich ihre Mehrzahlform. Euren? nee, das wars nicht, aber auf jeden Fall eine interessante Form.

Und wenn die Brezel 1 Euro kostet (schon etwas teuer) und alles andere auch, dann merke, dass sie es noch nicht verstanden hat.

Der Osterhase ist für meine sehr viel konkreter als "wenn du xy Euros gespart hast".

Meine darf auch mal ihre Schuhe selbst bezahlen. Also das Geld hingeben, wenn ich dabei bin. Aber wie viel das jetzt gekostet hat #kratz Wechselgeld zähle natürlich ich nach.

Was ich jetzt schon mache, ihr ein Gefühl für Mengen/Preismengen zu geben!

"Nein, das kaufen wir heute nicht, das ist zu teuer."
"Oh, das Waschmittel ist im Angebot und das brauchen wir sowieso."
"Heute kosten die Nudeln wieder den regulären doppelten Preis, das lohnt sich nicht. Wir kaufen die billigen. Die sind auch lecker"
"schau, das ist billiger. Da unten steht der Preis im Vergleich" (pro 100g/pro kg)
"weil ich jetzt längere Zeit nichts gekauft habe, kann ich mir das Buch jetzt leisten" (könnte ich auch so, aber ich will es etwas betonen. mit 'gutem Gewissen' versteht sie noch nicht)
"das Buch kaufe ich mir nicht. Ich habe gestern schon so viel ausgegeben für ..."

Davon hat sie denke ich mehr, als von abstrakten Zahlen, deren Mengen sie nicht erfassen kann.

Beitrag von sunflower.1976 13.04.11 - 14:13 Uhr

Hallo!

Unser Sohn bekam zum 5. Geburtstag sein erstes Taschengeld und seitdem 50 Cent in der Woche. Er hat schon ein recht gutes Verständnis dafür und hat seit Juni erst ein Mal etwas von seinem Taschengeld ausgegeben (ein kleines Spielzeug von Playmobil, für dass ich dann noch etwas dazu gegeben habe, weil er so fleißig gespart hat).
Als er noch jünger war, hätte er es sicher nicht verstanden. Da ist eine große Münze dann automatisch mehr Wert als eine kleine oder eine "goldene" mehr als eine "silberne" o.ä.

Um wirklich etwas kaufen zu können - abgesehen mal von einem Eis oder einem Kinderriegel o.ä. - müssten die Kinder schon recht viel Taschengeld bekommen. Sonst müssten sie ja für ein kleines Spielzeug monatelang sparen und über diesen Zeitraum haben kleine Kinder überhaupt keinen Überblick. Aber ich bin auf der anderen Seite nicht bereit, einem Fünfjährigen drei oder vier Euro Taschengeld wöchentlich zu zahlen, damit er ein ein, zwei Monaten eine Kleinigkeit von Playmobil kaufen kann. Die Summen würden ja dann ausarten, wenn sie ein bißchen älter werden.

Bei uns ist es daher so, dass es auch zwischendurch mal ein Wunsch erfüllt wird (Bücher und Brettspiele sind bei uns sowieso nicht "begrenzt und gibt es daher öfter mal zwischendurch). Es gibt jetzt nicht z.B. bei jedem Einkauf was oder wenn ein Wunsch sporadisch mal ausgesprochen wird. Aber wenn es ein "extrem wichtiger Wunsch" ist, der darüberhinaus auch noch einige Zeit besteht, wird der auch mal erfüllt. Ich kauf mir ja auch zwischendurch mal was Schönes. Die Regelung gefällt mir für uns besser, als wenn ich früh viel Taschengeld zahlen würde oder mein Kind ewig lange auf eine Kleinigkeit sparen müsste.

LG Silvia

Beitrag von malkasten 13.04.11 - 16:30 Uhr

Huhu

bei uns läuft es genauso. Mein Sohn bekommt seit seinem 5. Geburtstag Taschengeld- 50 Cent.
Er spart es ganz fleissig für Lego. Zu Weihnachten gab es einen 10 Euro schein und auch dieser landete ganz stolz in der Sparbüchse. Vor 4 Wochen hatten wir gezählt: 16 Euro. Es fehlten noch 4 Euro für sein Wunschlegoteil. Da ging er zu seinem Opa und erzählte ihm Geschichte, warum es sooooo wichtig ist,dass er das Legoteil bekommt. Und Opa war einsichtig :-)
Der kleine ging voller Stolz und bezahlte "sein" Spielzeug mit seinem 1.Geld.
Bücher oder Hörspiel CD's sind bei uns auch nicht begrenzt denn das finde ich wichtig. Und ein schönes Buch /CD kaufe ich gerne mal zwischendurch ;-)

Beitrag von sunflower.1976 15.04.11 - 11:31 Uhr

Ja, das sparen ist ganz wichtig und macht stolz, wenn man das Ziel erreicht hat. Aber dafür muss schon ein gewisses Verständnis für Geld da sein.
Ich weiß noch, wie ich als Kind unbedingt das gleiche ferngesteuerte Auto haben wollte, wie mein Spielkamerad. Es hatte damals genau 100 DM gekostet und ich habe lange ggespart (mit ein bißchen "Hilfe" meiner Eltern und Großeltern, damit es nicht zuuuu lange braucht). Als ich dann endlich das Geld zusammen hatte, bin ich ganz stolz mit meinem Vater ins Geschäft gegangen...und das Auto war dann 5 DM teurer als ein halbes Jahr vorher. Diese 5 DM hatte ich natürlich nicht und ich war völlig fertig. Mein Vater wollte den fehlenden Betrag übernehmen, aber der Verkäufer hat mir die 5 DM "erlassen" weil ich so traurig war.
Hätten meine Eltern mir dieses Auto - das es immer noch gibt und auch gut funktioniert - einfach so gekauft, wäre mir das sicher nicht so in Erinnerung geblieben.

Beitrag von malkasten 13.04.11 - 16:34 Uhr

Huhu

mein Sohn bekommt seit seinem 5. Geburtstag 50 Cent/Woche. Diese wandern auch in sein Sparschwein und er spart für "sein" Spielzeug. Oma / Opa werfen ab und an mal was zusätzlich in die Sparbüchse.
Hier mal eine kleine Orientierungshilfe:

http://www.jugendberatung-mobile.de/Taschengeldtabelle.html

Unter 5 Jahren würde ich kein Taschengeld geben.

LG

Beitrag von h-m 13.04.11 - 14:44 Uhr

Bei meiner Tochter hab ich mit 5 Jahren und 1 Euro/Woche angefangen. Da hat sie schon verstanden, dass sie sich dafür ein Ü-Ei oder ein Pixibuch dafür kaufen kann und dass es für so ein Kinderzeitschrift nicht reicht. Sie fing da auch schon an, sich für's Rechnen zu interessieren.

Jetzt ist sie 7 und bekommt 2 Euro/Woche.

Beitrag von kathrincat 13.04.11 - 18:08 Uhr

meine ist so alt wie deine und bekommt eine euro die woche, klar bekommst sie auch mal so was, aber wenn sie was möchte was wir eigentlich nicht kaufen wollen muss sie sparen, z.z. spart sie auf eine barbie mit klo, da sie schon 5 hat, kaufen wir keine mehr, also muss sie sparen, was sie auch mit spaß macht

Beitrag von sam80 13.04.11 - 19:52 Uhr

Mein Großer wird auch mit Schuleintritt Taschengeld bekommen. Zwischendurch bekommt er mal einen Euro oder so. Aber das deine Maus so viel haben will ist in dem Alter normal. Das hatte meiner auch. Wenn du konsequent bleibst legt sich das auch wieder.
Sie kann sich jetzt nicht im geringsten vorstellen was zB 1 Euro wert ist.

Jetzt mit 4 1/2 hat er wieder so eine Phase wo er alles haben möchte was er sieht. Das geht auch bald wieder vorbei.

LG
sam80

Beitrag von mimi1410 13.04.11 - 20:05 Uhr

Hi,
unsere bekommen Taschengeld ab Ostern vor der Einschulung, wöchentlich, erste Klasse 1 €, in der zweiten 2 € - wie es dann weitergeht weiß ich noch nicht ...
LG Mimi

Beitrag von zahnweh 14.04.11 - 00:22 Uhr

Hallo,

meine ist auch 3,5 Jahre und bekommt erst ab Grundschulalter Taschengeld. Dann ist sie 6 Jahre.

Eingeschränkt geschäftsfähig ist sie eigentlich erst mit 7 Jahren (also dass sie sich KLEINIGKEITEN selbst kaufen dürfte ohne mein Beisein). Ich denke, das ist eine ganz gute Grundlage...

Gründe für meine Entscheidung

1. sie will viel, aber wenn sie es hat ist es uninteressant. Egal WER es gekauft hat. Wirkliche Wünsche halten einige Wochen an und dann darf sie auch mal zwischendurch was bekommen (Kleinigkeiten), ansonsten gibt es Neues an Ostern, Weihnachten, Geburtstag, Krank sein mit neuer Beschäftigung, evtl. was praktisches für die Reise. Oder auch mal, wenn ich etwas auf dem Flohmarkt finde für wenig Geld. Alles in Maßen!

Warten lernen kann sie auch ohne Taschengeld!

2. für sie ist Geld noch nicht einschätzbar. Sie findet das Spiel "wir spielen einkaufen" total toll. Damit lernt sie auch mal, dass das Geld weg ist.
Allerdings ist sie der Auffassung (auch schon vor dem Spiel), "Mama wenn du kein Geld mehr hast, gehst du halt zur Bank und bekommst neues"

3. sie sollte einigermaßen rechnen können. Ich habe keine Lust - und sehe auch keinen wirklichen Sinn darin - ihr jeden Tag vorzurechnen, ob sie das gewünschte Objekt schon kaufen kann oder nicht.
Wenn sie jedes mal selbst nachrechnet und zählt, gerne. Denn das ist für mich eines der wichtigen Eigenschaften vom Taschengeld.

Dann nämlich kann sie auch begreifen, ob sie noch weiterspart und sich das nächstgrößere kauft oder jetzt gleich alles ausgibt. Ok, sie könnte es auch schon jetzt lernen. Aber so richtig würde sie es noch nicht verstehen/begreifen. Das Kalkulieren und nachrechnen.

Meine rechnet noch in Objekten! nicht in Preisen der Objekte!!

4. wünschen darf sich mein Kind ALLES, nur haben darf sie noch nicht alles.

Und wie ich meine kenne, würde sie sich genau das kaufen wollen, was ich nicht erlaube. Mit 6-7 Jahren natürlich auch. Aber da darf sie dann auch ohne mich wirklich was kaufen, was ich nicht gut finde. Oder eben nicht. Bin ich dabei wird es das nicht geben.

Jetzt gäbe das einen Brüllanfall mit auf dem Boden schmeißen (sie macht sich ja Hoffnungen, wenn sie darauf spart, egal was ich sage). Mit 6-7 erhoffe ich mir da eher erklären zu können.

Jetzt mit 3,5 Jahren ist bei meiner wichtig: das darf sie vielleicht haben - ich rede mal mit dem Osterhasen/Christkind/Großeltern... (was für meine viiiiiiiiiel toller ist, als wenn sie es gekauft hat, denn was was von Oma/Opa kommt, ist was ganz besonderes) und sie akzeptiert auch, wenn ich sage, dass sie das nicht geschenkt bekommen wird. Sie spart dann nicht drauf oder hegt doch leise Hoffnungen, die enttäuscht werden. Dass man NICHT ALLES mit Geld kaufen kann, hat sie noch nicht verstanden!



ansonsten: anfangs wird sie wöchentlich Taschengeld bekommen für einen besseren Überblick. Das wie viel werden wir dann noch sehen... (mein Einkommen, ihre Wünsche, Zeitschriftenpreise, Süßigkeitenpreise...)

was ich ihr auch ermöglichen werden möchte:
sich ein bisschen was dazuzuverdienen.
Jobs sind erst ab 13 Jahren erlaubt. Wenn sie aber einen tollen Wunsch hat, dass sie die Möglichkeit hat, sich was zu erarbeiten (im echten Leben/Berufswelt verdient man ja auch nicht nur durch warten, sondern während man wartet tut man ja auch was dafür ;-)).
Im Rahmen natürlich!!!

ein bisschen Mithilfe im Haushalt erwarte ich schon, unbezahlt.
Ich meine in diesem Zusammenhang zusätzliche Leistungen, die nicht regelmäßig sind. Z.B. freiwillig Schneeschippen nach ihren Kräften. Den Boden wischen (zusätzlich zu ihren Aufgaben)...

Beitrag von paula74 14.04.11 - 10:17 Uhr

Hallo
Unsere Tochter (4.5) bekommt in der Regel beim Einkaufen einen Brezel (kostet ca. 1 Fr). Manchmal will sie aber lieber in das Schaukelauto vorm Supermarkt (kostet auch 1 Fr). Dann sage ich ihr, dass sie eins davon darf (Brezel oder Auto). Das versteht sie und es klappt gut.
Manchmal wünscht sie sich aber auch ein Pixibüchlein (2 Fr). Im Moment versteht sie die Logik noch nicht, wenn ich ihr sage, dass es aber dann beim nächsten Mal nichts gibt. Oder aber: sie will es vielleicht auch nicht verstehen ;-).
Ich glaube, ich werde ihr demnächst ihren Franken ins Portemonnaie tun und mal schauen, was sie macht, wenn das Geld wirklich konkret da ist und nicht bei Mama in der Geldbörse.
LG Paula

Beitrag von zaubertroll1972 14.04.11 - 23:02 Uhr

Ich find`s noch viel zu früh.
Was willst Du ihr geben? 50 Cent? Wie lange soll sie sparen bis sie etwas kaufen kann? Den Kindern kommt die Zeit dann wie eine Ewigkeit vor und sie haben dann doch auch keine Lust mehr etwas zu sparen oder vergessen es wieder :-)
Ich finde ab dem Schulalter genau richtig. Die Kinder sind dann in der Lage die Geldstücke alle zu unterscheiden, können Preise benennen und lernen rechnen in der Schule. Sie wissen wie lange sie sparen müssen um etwas kaufen zu können oder wieviel Geld noch fehlt um etwas zu kaufen.
Mit 3 oder 4 Jahren würde ich meinem Kind sagen daß es sich die Dinge wünschen kann aber sie die im Moment nicht haben kann.
Du gibst Deinem Kind 1 Euro und woher soll es wissen was es dafür haben kann?

LG Z.

Beitrag von delidazo87 16.04.11 - 14:36 Uhr

Taschengeld bekommen meine auch erst wenn sie zur Schule kommen aber was ich gleich nach der Geburt gemacht habe war einen Bausparvertrag abzuschließen wo jeden Monat Geld eingezahlt wird den bekommen sie wenn sie später eine Ausbildung anfangen um Wohnung , Führerschein , Auto ...zu finanzieren.

Gruß Denise

Beitrag von taewaka 27.04.11 - 19:54 Uhr

Schuleintritt.
Ausgeben durfte mein Kind das Taschengeld übrigens erst, als es zählen konnte bzw. das Prinzip verstanden hatte ... ebenfalls mit / nach Schuleintritt.

Alles andere ist vollkommener Blödsinn in meinen Augen.
Mein Kleinkind kommt mit der Regel übrigens super klar, es ist jünger und bekommt dafür andere Dinge, die beiden sind nicht gleich und werden altersentsprechend behandelt.

Und mit Sparen müssen ... haha, das Taschengeld ist doch dafür da, dass die Kinder das Prinzip des Geldes verstehen und dann auch mal sparen, aber das kommt doch von selbst irgendwann.
Wie soll dein Kind wissen, was es sich von einem Euro kaufen kann, wenn es keine Zahlen erkennt und das Prinzip der Cent nicht verstanden hat?

Und es will doch gewiss viele Dinge, die gar nicht in den Taschengeld Rahmen gehören. Vielleicht liegt es an dir, deinem Kind vorzuleben wie ihr konsumiert und wann was ansteht, z.B. beim Einkauf eine Sache aussuchen dürfen, etc., aber nicht an jeder Ecke ein neues Puzzle kaufen, etc.

LG

Beitrag von sneakermimi 19.07.11 - 15:18 Uhr

Mein Sohn kommt jetzt in die erste Klasse - da werden wir das mit dem Taschengeld mal versuchen!