AMH-Wert

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Beitrag von sawadee79 13.04.11 - 14:52 Uhr

Hallo miteinander,


hier eine Kurzfassung unserer Kinderwunschzeit,die nun exakt ein Jahr dauert: 3 frühe FG. Vor ein paar Wochen Diagnose bei meinem Mann: Balancierte Translokation, wenig gesunde Embryonen zu erwarten, daher Entscheidung für PiD im Ausland.
Jetzt kam heraus, dass mein AMH-Wert bei 0,2 liegt ... ich bin 31!!
Die Klinik in Prag ist jetzt sehr zögerlich, was die Stimulation für die PiD angeht, weil sie dafür viele Eizellen benötigen... und ich nun wohl ein low responder bin.

Wie könnte es jetzt weitergehen? Auf natürlichem Wege werde ich ja wohl nicht mehr schwanger, Eizellspende ist wegen des Chromosomenfehlers meines Mannes nicht sehr schlau, bleibt nur die Embryospende...?

(Wenn man das so liest... Vor einem Jahr hätte ich komplett Bahnhof verstanden ... Aber ein Teil von euch kann dieser abstrusen Geschichte sicher noch folgen ;-)

Gibt es hier zufällig Mädels mit miesem AMH-Wert und Männern, die auch Einschränkungen hatten? Wie seid ihr dann vorgegangen?

Über Antworten würde ich mich freuen!
Liebe Grüße

Beitrag von fraeulein-pueh 13.04.11 - 15:10 Uhr

HHallo,
ich würd erst mal abwarten, bevor du die Flinte ins Korn wirfst. Es bedeutet nicht zwingend, dass ihr zumindest nicht die Eizelle von dir verwenden könnt, wenn du einen niedrigen AMH-Wert hast. Das heißt, wenn überhaupt, dass die Stimulierung schwierig wird - aber auch das muss es nicht zwingend bedeuten.

Aber aufgrund der 3 FG und des nun bekannten Chromosomenfehlers bei deinem Mann würd ich an deiner Stelle auf Fremdsperma zurückgreifen. Sprich, deine Eizelle mit Sperma eines anderen Mannes befruchten. Klar, das muss auch für deinen Mann akzeptabel sein.

LG, Püjh

Beitrag von sawadee79 13.04.11 - 15:16 Uhr

Vielen Dank für die Antwort ... hast völlig recht, die Option hab ich noch gar nicht gesesehen.

Beitrag von -anonym- 13.04.11 - 16:29 Uhr

Hallo
Ich kann dir zwar nicht helfen aber auch wir sind zb den Weg der Samenspende gegangen. Für uns ist aber beiden klar es ist unser Kind.
Ich habe heute eine Seite gefunden die Embryonenspende macht. Dies ist ja leider in Deutschland verboten.

http://www.institutocefer.com/de/

Hört sich eigentlich alles seriös an..

Ich denke mal ihr solltet euch zusammen setzen und über alle Möglichkeiten sprechen die es gibt euch aber auch Grenzen setzen sonst vergeudet ihr Zeit und Geld.

Sehe es an mir. Ich bin Ende 2008 in Behandlung und wir haben gesagt wir versuchen es mit der TESE meines Mannes. Da mein Mann zu 99,99% unfruchtbar ist waren diese Spermien leider auch alle defragmiert. 8 Versuche gingen Negativ aus und das bis auf einen als Selbstzahler und als wir uns entschieden haben auf Fremdsperma zu gehen hat sich mein Problem gezeigt das vorher ja nie richtig rauskam weil alle Versuche auf Negativ getrimmt waren. Meine Versuche mit Fremdsperma gingen alle Positiv aus aber da ich erhöhte Killerzellen habe wurde das Embryo bekämpft und ich erlitt eine Fehlgeburt. Jetzt haben wir fast Mitte 2011 und wir sind immer noch keine Eltern. Hätten wir früher gesagt es ist nun mal so wie es ist wäre sicher schon was kleines da.

Ich zb persönlich würde sofort eine Embryonenspende machen. Ich muss nicht unbedingt meine Gene weitergeben.

Beitrag von immerkate 13.04.11 - 17:37 Uhr

Hallo Sawadee,

ich kann leider nichts zu dem Chromosomenfehlers Deines Mannes sagen, aber ich habe eine Bekannte, die nicht viel älter ist als Du und einen noch niedrigeren AMH-Wert. Ihre Kinderwunsch-Ärztin hat da gar nichts drauf gegeben, sie meinte in unserem Alter gibt es da eine hohe Fehlerquote. Im Moment läuft die Stimulation für die nächste ICSI und es wachsen genug Follikel. (mit sehr hoher Stimulation, klar, sicherlich ist man dann ein Lowie und "erntet" keine 10 aber sechs tun es ja im Zweifel auch )
Das fand ich in Sachen AMH sehr interessant. Meine Bekannte war vor Kurzem noch echt angeknackst deswegen und jetzt sieht sie ziemlich optimistisch der Punktion gegeben. Und die Eizellqualität war bis jetzt auch immer gut und es hat bei ihr auch schon mal geklappt.
Vielleicht ist das mit dem AMH Wert bei Dir dann ja auch nicht so gravierend.

Alles Gute,
Katharina

Beitrag von rock.n.roll-fairy 13.04.11 - 18:37 Uhr

Hallo Sawadee,

zu der Diagnose deines Mannes kann ich leider nichts sagen. Aber wegen des AMH Wertes kann ich dir nur die Aussage unseres Kiwu Arztes mitteilen, der meinte, das ist einfach nur eine Zahl und hat erstmal gar nichts zu bedeuten. Es scheint wohl für die Kiwu Zentren wichtig zu sein, diesen Wert zu ermitteln, um einschätzen zu können, wie hoch die Dosierung der Stimualtion sein soll, aber nicht, das es nicht mehr funktioniert. Achso und meine Endokrinologin meinte, dass der AMH Wert auch Schwankungen unterliegen würde und deshalb auch gar nicht so aussagekräftig sei. Klingt doch erstmal ganz gut, oder?

Liebe Grüße!

Beitrag von sawadee79 13.04.11 - 20:39 Uhr

Euch allen vielen Dank für eure aufbauenden und hilfreichen Antworten!
Ja, Fremdsperma und Embryospende sind für uns auch keine Horrorvorstellungen, damit könnten wir absolut leben.
Und wer weiß, vielleicht hab ich ja doch noch mehr Eizellen in petto als vermutet... Ich denke im Moment auch, eine Stimulation wäre einen Versuch wert.
Wenn ich eins gelernt hab in der ganzen Zeit: Irgendwie gehts immer weiter!