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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von putzemann 13.04.11 - 14:57 Uhr

Warum hat das Stillen von Kleinkindern in Österrreici/Deutschland so ein negatives Image?


(BITTE ALLES LESEN,BEVOR IHR ETWAS DAZU SAGT-DANKE!)

1) Es werden, auch durch die Babynahrungsindustrie, viele Ammen-märchen über das Stillen verbreitet. Einige Beispiele:
(denkanstoß : Millionen scheffeln)

- Brei sättige mehr als Muttermilch.
Es herrscht die Meinung, die Muttermilch sättige nach einiger Zeit nicht mehr oder sei nur noch Wasser. In Wahrheit enthält 100g Muttermilch 70 kcal, 100g gekochte Möhren dagegen nur 27 kcal, 100g Apfel 52 kcal, 100g Gemüsebrei mit Fleisch ca. 50kcal. Kein Wunder also, dass das Kind die Brust dem Brei vorzieht.

- Mit einem Abendbrei würde das Baby durchschlafen.
Das stimmt nicht. Forscher haben mit Experimenten nachgewiesen, dass Kinder nicht deshalb durchschlafen, weil sie Brei gegessen haben. Während der ersten Lebensjahre ist es normal für ein Kind nachts auf-zuwachen, sowohl weil es vielleicht Nahrung braucht, aber auch weil es die Nähe der Eltern braucht. Die Brust kann glücklicherweise beide Be-dürfnisse gleichzeitig stillen.

- Ab dem 6. Lebensmonat brauche das Baby Folgemilch.
Auch das ist Quatsch und wird von der Babynahrungsindustrie ver-breitet. Denn leider ist die Werbung für Folgemilch nicht verboten, so wie die für Säuglingsanfangsnahrung. Die Botschaft, die bei den Müt-tern ankommt, ist, dass Muttermilch irgendwann nicht mehr ausrei-chend ist. Mangel ist jedoch das Problem der Säuglingsnahrung, nicht das der Muttermilch, denn diese ist perfekt auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt und passt sich zudem dem Alter des Kindes an.

- Das Kind benötige ab dem 6. Lebensmonat zusätzliches Eisen.
Auch das ist ein Problem der Flaschennahrung, da Eisen aus künst-licher Nahrung nur zu 5-7% aufgenommen werden kann, im Gegensatz zum Eisen der Muttermilch, das zu 50-75% aufgenommen werden kann. Bei gestillten Kindern im Alter von 12 Monaten wurde zwar bei einem Viertel eine Eisenerschöpfung festgestellt, Anämien konnte man jedoch nicht feststellen, auch hatte die zusätzliche Eisenzufuhr bei gestillten Kindern im Alter von 6-9 Monaten keinen Vorteil. Dagegen fördern zu hohe Eisenwerte im Blut der Kinder das Wachstum von bestimmten Bakterien, während das Laktoferrin (ein Eisentransport-protein) der Muttermilch das Eisen bindet und somit hemmend auf das Wachstum von Bakterien wirkt.


2) Stillen wird in unserer Gesellschaft lediglich als Ernährung betrach-tet, dass das Stillen aber weit mehr ist und gerade diese emotionalen und Beziehungsaspekte des Stillens mit zunehmendem Alter des Kin-des an Bedeutung gewinnen, ist weitgehend unbekannt.
(!!!!!!!!!!)


3) In der Babypflege in Industrieländern herrscht allgemein eher ein so genannter distaler Pflegetyp(leider), d.h. viel Abstand zwischen Mutter und Kind, z.B. durch die starke Verbreitung der Flaschenfütter-ung, Schnuller, Kinderwagen, Autoschale, Spieldecke, Laufstall, Wiege, eigenes Kinderzimmer, Babyphon usw. Die Mutter spricht zwar viel mit ihrem Baby und schaut es oft an, dies erfolgt jedoch oft über eine ge-wisse Distanz. Viel körperliche Nähe, wie beim langen Stillen unum-gänglich, passt einfach nicht zu diesem Typ der Babypflege.
(natürlich ist das nicht alles schlecht...nicht falsch verstehen)


4) Darüber hinaus herrscht in Deutschland eine große Sorge vor den Gefahren des Verwöhnens (lächerlich)eines Babys. Dies hat seine Wurzeln in der Säuglingspädagogik der Nationalsozialisten, die von 1934 bis 1945 ve-hement vor dem Verwöhnen warnten und durch diverse strikte Regeln die gute Mutter-Kind-Beziehung nicht entstehen lassen wollten. So sollte das Baby von Anfang an zur Regelmäßigkeit erzogen werden, Zärtlichkeiten sollten unterbleiben und auf Schreien und Unmutsäuß-erungen des Babys durfte nicht reagiert werden, damit das Baby bald aufgibt zu weinen und von vornherein lernt, was jedes soziale Wesen lernen müsse: Unlustgefühle zu ertragen, ohne andere damit zu beläs-tigen.



5) Viele Menschen hierzulande glauben auch, dass langes Stillen die Kinder abhängig macht, obwohl das Gegenteil wahr ist. Die Bindungs-forscher haben festgestellt, dass ein Kind, dessen altersgemäße Be-dürfnisse konsequent und adäquat erfüllt werden, dadurch erst das so wichtige Urvertrauen entwickelt und durch die daraus folgende sichere Bindung an die Mutter später dazu in der Lage ist, sich zu dem ihm ent-sprechenden Zeitpunkt besser von ihr zu lösen.


6) Unseligerweise wird in dieser Gesellschaft mit langem Stillen häufig auch ein emotionaler oder sogar sexueller Missbrauch des Kindes durch die Mutter unterstellt. Obwohl ich nicht ausschließen will, dass es so etwas geben könnte, so habe ich selber bislang noch keine lang stilende Mutter getroffen, bei der mir der Verdacht kam. Alle lang stillenen Mütter, die ich kennen gelernt habe, waren im Gegenteil sehr einfühlsam mit ihrem Kind und bemühten sich eben gerade darum, von ihrem Kind keine Dinge zu verlangen, für die es noch nicht bereit war. Zudem ist es auch gar nicht möglich ein Baby oder Kind zum Stillen zu zwingen, wenn es nicht selber will.

(Stillen ist durch die natürliche Ausschüttung der Hormone Oxytocin und Prolaktin auch für die Mutter mit angenehmen, entspannenden und liebevollen Gefühlen verbunden, weil es von Natur aus eine existentielle Bedeutung für das Überleben des Nachwuchses hat. Was also sollte daran verkehrt sein, wenn auch die Mütter das Stillen genießen?)


7) Weibliche Brüste werden heute durch die Werbung und Medien sex-ualisiert, sie dienen als Kaufanreize in der Konsumgesellschaft oder sind ein rein pornografische Darstellung für männliche Sex-Phantasien. Dabei wird ihre biologische Funktion als Nahrungsquelle und Trost-spender für das Baby vollständig negiert.
(!......ohne Worte)


So ist gerade das Stillen in der Öffentlichkeit bei uns keinesfalls normal, sondern wird als eklig oder abstoßend bezeichnet und ist oft genug Gegenstand hitziger Diskussionen. Da werden stillende Mütter schon mal vom Personal aus einem Restaurant oder Museum verwiesen, noch dazu, wenn das gestillte Kind kein Baby mehr ist. Die logische Folge ist, dass viele Mütter ihr größeres Stillkind in der Öf-fentlichkeit nicht mehr stillen, was aber wiederum bewirkt, dass kaum jemand in der breiten Bevölkerung ahnt, wie viele Kinder mit einem Jahr und älter noch gestillt werden.


8) Viele Mütter haben auch selbst Probleme mit Nähe, da sie möglich-erweise selbst als Kinder diese nicht ausreichend bekommen haben. Demzufolge löst die Vorstellung einer so intensiven und lang andau-ernden Nähe zwischen Mutter und Kind, wie sie beim Stillen entsteht, viele Ängste und entsprechende Abwehr bei ihnen aus, wie sich an den entsprechenden Äußerungen, wie z.B. "Ich könnte das nicht", unschwer erkennen lässt.




Was macht es Müttern, die lange stillen, besonders schwierig?
Mütter, die länger als üblich stillen, werden von ihrer Umwelt oft sehr stark unter Druck gesetzt, doch endlich abzustillen. Das liegt vor allem daran, dass bei uns der Begriff "normal" sehr eng gefasst wird, und alles was nicht diesem "Normalen" entspricht, gilt daher als "nicht normal" und damit potentiell gefährlich.

Sehr schwierig für die Mütter ist daher vor allem der Umgang mit negativen Reaktionen ihres Umfeldes, wie etwa kluge Ratschläge, dumme Kommentare oder schiefe Blicke, sowohl von Laien (z.B. Freunde, Verwandte, Passanten) wie auch von Fachleuten (z.B. Ärzte, Psychologen), die jedoch eigentlich immer auf Vorurteilen und Unwissen beruhen.

Oft haben die Mütter in ihrem Umfeld keine Vorbilder oder Gleichgsinnte, mit denen sie Erfahrungen austauschen oder die Fragen und Schwierigkeiten ihrer besonderen Stillbeziehung erörtern können. Heute ist das Internet da sicher eine große Hilfe.
Müttern, die lange stillen, wird oft ein schlechtes Gewissen gemacht, dass sie mit ihrem Kind etwas zu sehr übertreiben oder ihrem Kind damit sogar schaden würden. Zum Beispiel: Weil sie selbst ein Problem hätten, da sie das Kind nicht loslassen könnten. Oder: Dass nach 6 Monaten in der Muttermilch doch nichts Wertvolles mehr drin wäre bzw. die Schadstoffe zunähmen. Oder: Dass SIE diejenige wären, die nicht wollen, dass ihr Kind etwas "Richtiges" isst.

Auch der Umgang der Medien mit dem Thema ist oft sehr problematsch, weil dort hauptsächlich Extrembeispiele präsentiert werden, die möglicherweise tatsächlich einen pathologischen Hintergrund haben und dann verallgemeinert werden.

Andere Mütter, die gar nicht oder nicht lange gestillt haben, argumen-tieren manchmal gegen das lange Stillen und kritisieren die lang stillenden Mütter, weil sie möglicherweise unbewusst ihr eigenes schlechtes Gewissen wegen des frühen Abstillens abwehren müssen.
(ohoh....nicht Hauen)

Bei berufstätigen Müttern gibt es vom Arbeitgeber oft wenig Verständis, wenn sie weiterhin die gesetzlichen Stillpausen verlangen oder keine längeren Abwesenheiten von Zuhause möchten, z.B. durch Geschäftsreisen mit Übernachtungen.



Mütter, die lange stillen, brauchen daher sehr viel Selbstvertrauen, d.h. Vertrauen in ihren eigenen Instinkt, und Vertrauen in ihr Kind, um sich durch die Kommentare der Umwelt und der Fachleute nicht verunsichern und vom Stillen abbringen zu lassen. Als größte Hilfe wird dabei oft der Partner genannt, wenn er das lange Stillen unterstützt. Ist der Vater nicht mit dem langen Stillen einverstanden, fällt es den Müttern meist sehr schwer, damit fortzufahren.




So und nun liebe Muttis,sitze ich entspannt auf dem Sofa,mit meier maus, die an der Titte hängt, und erwarte eure LIEBEN UND NETTEN NICHT AGGRESIVEN antworten und Denkanstöße zu diesem Thema!
PS: dies ist KEIN Angriff- auf niemanden!


liebe grüße

Beitrag von zweiunddreissig-32 13.04.11 - 14:59 Uhr

Ich sage dazu nur eins: wozu zweimal posten???#kratz

Beitrag von putzemann 13.04.11 - 15:07 Uhr

weil ich will das dass jeder liest (der will...)

Beitrag von zweiunddreissig-32 13.04.11 - 15:09 Uhr

Dann lass den Post aus Baby-Forum einfach übetragen. Sonst gibt es jede Menge Crossposting, die stillgelegt werden müssen.

Beitrag von vam-pir-ella 13.04.11 - 15:15 Uhr

Hi!

Ups, da hat sich aber jemand Gedanken gemacht!

Ich habe jedes meiner Kinder über ein Jahr gestillt. Auch in der Öffentlichkeit. Da hat sich niemand drüber aufgeregt oder fands seltsam...
Ich hab mir aber ehrlich gesagt noch nie Gedanken übers Stillen gemacht. Obs es jetzt besonders gut ist, wann ich mit Beikost anfangen soll, wer was über mich denken könnte wenn ich mein Kind in der Öffentlichkeit stille...
Ich fands einfach praktisch ohne diese ganzen Flaschenutensilien auszukommen.

Gruß,

v.

Beitrag von margarita73 13.04.11 - 15:21 Uhr

Hallo Putzemann (bzw -frau?! ;-) ),

ich finde es auch sehr schade, dass das LZS so schwer gemacht wird. Ich habe meinen Mittleren 1 Jahr gestillt, dann wollte er nicht mehr, war dann auch okay für mich. Meine Kleine jetzt wird übermorgen 11 Monate und ich stille sie noch abends und nachts. Mein Mann fragt immer wieder mal, wann es denn mal genug sei mit Stillen. Meine Schwiegis sprechen mich auch immer mal wieder drauf an. Das macht es echt schwer für mich, besonders das Nachfragen meines Mannes. Ihn stört aber nicht, dass sie mir immer noch "an der Brust hängt", sondern dass sie nachts noch die Brust verlangt und wir deshalb nicht mal weggehen und sie bei den Großeltern übernachten lassen können. Ich arbeite jetzt darauf hin, sie mit 12 Monaten abzustillen. Ich würde sie wenn es nur um mich ginge auch noch weiterstillen, aber langsam wird es schwierig mit meinem Mann und eine funktionierende Partnerschaft und daraus folgende Zufriedenheit der Eltern ist ja auch wichtig für´s Baby, denke ich.

LG

Beitrag von lilly7686 13.04.11 - 15:49 Uhr

Hallo!

Stimmt. Jeder Punkt davon.

Weißt du, erst vorige Woche war ich bei unserer Mutterberatung. Eine Mutter fragte den Arzt und die Kinderschwester dort, wie das mit dem Stillen ist. Ob sie denn nun wirklich abstillen müsse? Das Mädchen ist nun 13 Monate alt und jeder würde ihr sagen, sie müsse jetzt endlich abstillen.
Zum Glück sind beide Stillfreundlich und sagten ihr, sie könne stillen, solange sie möchte.
Ich habe sie dann angesprochen und ihr gesagt, dass sie sich keine Gedanken machen soll, denn Kinder würden sich irgendwann selbst abstillen.
Ich habe ihr auch gesagt, dass das im Durchschnitt mit etwa 2,5 Jahren passiert. Es kann aber auch sehr viel später sein. Jede Stilldauer ist normal und in Ordnung, egal, wie lange sie dauert.
Die Dame war sichtlich erleichtert und bedankte sich mehrmals und meinte, sie würde so gerne stillen und möchte eigentlich gar nicht aufhören.

Voriges Jahr, meine Kleine war gerade 2 oder 3 Monate alt, hab ich mich mit einer Mama unterhalten, deren Sohn mit meiner Großen im KiGa war.
Ihre jüngste versuchte, der Mama das Shirt runter zu ziehen, das Mädchen war gerade 20 Monate alt.
Ich sagte, "Na, da hat wohl jemand Durst?"
Die Mama war peinlich berührt und meinte, nein, sie hätten mit 18 Monaten abgestillt. Sie fing dann gleich an, sich verteidigen zu wollen. Ich hab sie unterbrochen und gesagt, dass es toll ist, wenn jemand so lange stillt, und dass wir das auch vor haben.
Auch sie war plötzlich erleichtert und meinte, ihre Große habe auch fast 2 Jahre lang gestillt. Nur ihr Mittlerer stillte nur 9 Monate.

Diese "Vorfälle" zeigen mir, dass es wirklich verpönt zu sein scheint, wenn ein Kind lange gestillt wird.
Was ich nicht verstehe, denn wie schrieb hier jemand so schön? Hätte Gott gewollt, dass mein Baby ne Flasche kriegt, wär die mit der Nachgeburt mit raus gekommen.

Lg

Beitrag von emilia82 13.04.11 - 16:05 Uhr

Find ich gut geschrieben!
Sollten mal alle LZS- Gegner durchlesen, die nie angegriffen werden wollen, warum sie nicht stillen, aber die LZS-Mütter gleich als komisch und nicht normal abstempeln!

Meine Maus ist jetzt bald 1 Jahr und stillt noch seeeehr oft, ich denke dass wir noch lange stillen werden, und es interessiert mich nicht, was andere darüber denken, schließlich frage ich auch nicht,was andere mit ihren Möpsen machen!#schein

Beitrag von julchen-mama 13.04.11 - 16:36 Uhr

Ich habe meine ersten beiden Söhne 21 und 17 Monate gestillt. Ich habe niemals!!!! etwas Negatives zu hören bekommen. Im Gegenteil! Mein Großer hatte eine Kuhmilchunverträglichkeit und alle fanden es toll, daß ich so stillen konnte. Bei meiner jetzigen Tochter kämpfe ich momentan um jede Stillmahlzeit, weil sie seit 3 Wochen nur die Brust anschreit. Ich war schon so oft kurz vor der Flasche (1x hab ichs vesucht, aber sie wollte die nicht), aber ich hoffe, daß wir noch lange stillen können. Jetzt erstmals hab ich die Erfahrung gemacht, daß Freunde und Verwandte sagen, ich solle aufhören, aber nur, weil ich ein nervliches Wrack bin und meine Mausi gar nicht so recht genießen kann. Auch meine Kinderärztin meinte, ich solle bitte bitte bitte (wirklich wahr) wenigstens 4 Monate voll stillen, danach könne ich machen was ich wolle, aber diese Zeit wäre extrem wichtig. Ich habe also noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Und Stillen ist (wenns nicht so stressig ist) die schönste Sache der Welt. Ich genieße es immer so sehr, wenn ich meine Tochter endlich (meistens im Halbschlaf) an die Brust bekommen habe. Allerdings akzeptiere ich es aber auch eindeutig, wenn eine Mutti nicht stillen möchte. jeder muß das für sich entscheiden (können) Liebe Grüße #winke

Beitrag von simse1975 13.04.11 - 16:59 Uhr

Hallo,

also ich verstehe das auch nicht, dass immer so ein Trara um LZS gemacht wird.
Es ist das NATÜRLICHSTE DER WELT sein Kind zu stillen!!! Leider halt bei uns in den westlichen Industrieländern anscheind nicht mehr........
komischerweise ist es wirklich so, dass es heute noch oft heißt "trag doch das Kind nicht dauernd mit dir rum, du verwöhnst es zu sehr!"
Ehrlich - meine Schwiegermutter ist auch so ein Fall. Die Kinder würden verwöhnt, wenn sie mit im Bett schlafen oder wenn man sie gleich nimmt, wenn sie weinen usw....
Sie fragt auch ständig: "Na, wie lange willst du denn noch stillen....."

Ich stille nun seit 5 Monaten voll und werde auch erstmal dabei bleiben. Noch denke ich nicht daran ganz abzustillen. Natürlich wird es demnächst mal Beikost geben zum Probieren, aber es wird weiter gestillt. Und das auch in der Öffentlichkeit - wer es nicht sehen will soll wegschauen!
Immerhin brauchen die Kleinen im ersten Jahr auf jeden FAll immer noch Milch und warum sollte man dann die "Ersatznahrung" geben, wenn man das Original hat, das um einiges besser ist für´s Kind???

Aber ich finde auch in Ordnung, wenn sich eine Mama dazu entschließt das Baby mit Fläschchen groß zuziehen. Meinen ersten Sohn habe ich auch nur 6 Wochen lang gestillt, weil ich damals noch sehr jung war und keiner damals mich unterstützte mit dem Stillen. Und er ist auch ein gesunder junger Kerl geworden (ist jetzt schon 15 Jahre alt). Jedem wie er möchte, denke ich mir. Aber deshalb sollte man halt auch die LZS tun lassen, wie sie es möchten.

LG
Simse

Beitrag von schwilis1 13.04.11 - 18:09 Uhr

ich finde nicht dass das langzheitstillen einem schwer gemacht wird. und ich bin auch resistent was Werbung angeht. ich hab mich irgendwann mal entschlossen zu stillen und ich hab mich irgendwann mal entschlossen so lange zu stillen wie wir bede das gut finden. alles andere naja was soll ich sagen... geht mir an meinem aller wertesten vorbei...
und da ich shcon immer eher ein freigeist war.... find ich es nicht shcwerer als naja... ich weiß auch nciht :D

Beitrag von sparrow1967 13.04.11 - 20:37 Uhr

Ich habe 3,5 Jahre gestillt und wir haben es genossen. Denn diese innigen Momente werde ich mit meinem Sohn nie wieder haben.

Allerdings haben wir mit ca. 2 Jahren aufgehört in der Öffentlichkeit zu stillen - denn man wurde ziemlich komisch angesehen ( auch wenn wir uns in eine dunkle Ecke verkrümelt haben ;-))

Und selbst hier bei Urbia wurde ich als pervers und unnormal betitelt, weil ich Langzeit gestillt habe ;-).

Unsere Gesellschaft ist auf schnelles abnabeln und drillen programmiert und nicht auf liebevolle Zuwendung, Zeit und Verständnis.....so kommt es mir zumindest vor.


sparrow

Beitrag von familie_kraft 13.04.11 - 22:25 Uhr

Hallo,

ich stille jetzt mein 3. Kind, die ersten beiden habe ich jeweils 2 Jahre ca. gestillt und eigentlich wegen Kinderwunsch abgestillt. War aber auch absolut kein Problem für alle.

Die meisten Vorurteile beruhen wirklich auf Unwissenheit (oder einfach Neid? ;-)), dass die durchschnittliche Stilldauer weltweit bei 4,2 Jahren liegt wird natürlich auch mit dem Hunger in der 3. Welt begründet...

Die Menschen sind leider so degeneriert, dass die natürlichsten und ursprünglichsten Dinge als unnormal angesehen werden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle es ganz toll finden, wenn man nach 6 Monaten noch stillen "kann", wenn die Kinder allerdings mal laufen oder sogar sprechen, erntet man schon befremdete Blicke ;-)
Nicht verrückt machen lassen von anderen, die wissen's eh nicht besser, ich mach mein Ding, macht Ihr Euers und wen's stört, der muss ja nicht GLOTZEN ;-)

Ganz liebe Grüße

Tanja mit Marlene (*26.12.2003), Eva (*16.09.2006) + Charlotte (*02.08.2009)

Beitrag von sarahjane 13.04.11 - 23:12 Uhr

Gegenfrage: Warum wird so viel Blödsinn über Säuglingsmilchnahrung aus dem Handel verbreitet?

Beitrag von littlelight 14.04.11 - 09:42 Uhr

Was zum Beispiel?