Osteopath

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von phoenixe84 13.04.11 - 16:52 Uhr

Hallo Mädels...

Mein Sohn ist wohl ein sogenanntes "Bananenkind". Er liegt oft in so einer Krümmung auf der Decke... sieht dann von oben aus wie die Krümmung einer Banane.

Die Hebi meinte, wenn er das oft macht und es auch in Zukunft noch weiterhin macht, sollte ich ihn mal einem Osteopathen vorstellen.

Leider weiß ich nicht, wie das mit den Osteopathen ist... die Behandlung wird doch nicht von den Krankenkassen bezahlt, oder? Habt ihr ne Ahnung, was so eine Behandlung in etwa kostet? Und wie finde ich einen guten Osteopathen meiner Nähe?

LG, Nina

Beitrag von missanjachen 13.04.11 - 17:33 Uhr

Hey,

wir haben die Krümmung auch und waren bis jetzt 2 mal beim Osteopathen. Meist ist es eine Eigenleistung, der KiA sowas wohl aber auch verschreiben.
Entweder fragst du deine Hebamme, ob sie jenanden kennt evtl auch deinen KiA.

Ansonsten im Internet eingeben und einen nehmen der auf Kinder spezialisiert ist.

Ich bezahle pro Behandlung 50,- €, da gibt es aber wohl auch Unterschiede.

Lg

Beitrag von maerzschnecke 13.04.11 - 18:39 Uhr

Wenn das Kind in der gesetzl. Krankenkasse familienversichert ist, musst Du den Osteopathen selbst bezahlen, es sei denn Du findest einen netten, fairen Orthopäden, der auch Osteopath ist und das unter der Hand macht und als Kassenleistung abrechnet.

Ich habe den Osteopathen selbst gezahlt. Bei uns kosten 1,5 Stunden 70 EUR. Heute war ich mit Emilia das zweite Mal dort - aber nicht wg. einer Krümmung, sondern wg. bestehenden Verdauungsproblemen.

Einen guten Osteopathen findet man in der Regel durch Mundpropaganda. Hör Dich im Bekanntenkreis um - zum Osteopathen gehen inzwischen ganz viele Eltern mit Babys.

Beitrag von allessoneu 13.04.11 - 21:02 Uhr

Sorry, meine Antwort ist ziemlich lang geraten. Wahrscheinlich wollte ich einfach selber Mal Frust ablassen.

Meine Kleine (13 Wochen) überstreckt sich ebenfalls schrecklich nach hinten.
Das hat sie schon im Bauch getan, wie wir auf dem großen Ultraschall in der 23. Woche sehen konnten. Als Sternengucker (Kopf nicht eingezogen bei der Austrittsphase, sondern hoch gestreckt) wurde sie dann bei der Geburt am Ende dann auch doch noch mit Kaiserschnitt geholt.

Wie dem auch sei, zurück zu deiner Frage.
Schon im Krankenhaus empfahl der Kinderarzt die Überstreckung mit Osteopathie behandeln zu lassen. Unsere Hebamme stimmte dem zu, und meinte damals, wir sollten mit der Behandlung so schnell wie möglich beginnen, weil das Baby sehr unruhig war. Sie schlief kaum (ein Mal fast 7 Stunden am Stück nicht richtig!) und musste ständig gestillt werden. Beim Stillen gab's wiederum Probleme, weil sie - wenn ihr irgendwas dabei nicht passte - sich nach hinten - also von der Warze wegstreckte, schrie, und ich sie so erst recht nicht stillen konnte. (Das macht sie noch heute gegen Abend manchmal.)
Die Hebamme und später auch die Osteopathin meinten, Stillen sei für sie anstrengend, weil sie sich dabei etwas nach vorne krümmen müsse, was gegen ihre Vorzugshaltung sei.

Wir hatten also ab der 3. Woche insegesamt 7 Termine bei einer einfühlsamen Osteopathin, die allerdings eher Cranio Sacrale gemacht hat, was bei den Osteopathen gerne als Unterart der Osteopathie deklariert wird. (Eine Freundin von mir ist ausgebildete Cranio Therapeutin und ärgert sich immer über diese Klassifizierung.)

Die letzten beiden Termine waren nicht mehr wöchentlich; stattdessen sollte ich jeweils erst nach 4 Wochen wieder kommen.
Viele Bekannte und Freunde haben sehr gute Erfahrung mit Osteopathie bei Babys gemacht. Vielleicht ist es auch nur eine Mode, aber die positiven Erfahrungsberichte sprechen für sich. Eine Bekannte war z.B. ebenfalls wegen Überstreckung einer ihrer Zwillinge bei einer Osteopathin und fand es super.

Ich hingegen kann - was die Überstreckung angeht - keinerlei Erfolge melden. Schon beim vorletzten Termin riet die Osteopathin mir, auch mit Krankengymnastik oder Bobath anzufangen. Beim letzten Termin fragte ich sie, ob sie denn eine Verbesserung spüre. Sie verneinte, meinte, aber, ich sollte neben der Krankengymnastik zur Unterstützung weiterhin alle vier Wochen kommen. Das lehnt mein Freund allerdings ab, weil ein 25-Minuten-Termin 39 Euro kostet und von der gesetzlichen Kasse nicht übernommen wird.

Was aber besser geworden ist, ist das Schlaf- und Stillverhalten unserer Maus.
Ob das an der Osteopathie liegt oder ein natürlicher Reifungsprozess ist, kann ich allerdings nicht sagen. Und gut ist auch noch längst nicht alles.
Sie schläft jetzt zwar normal viel, aber leider nicht lange am Stück. Tagsüber stille ich alle 1-3 Stunden, nachts außer einer ersten 4-Stunden-Schlaf-Phase mindestens alle 2 Stunden. Vor lauter Müdikgkeit war ich schon drauf und dran auf eine hoffentlich sättigendere und schlafförderne Flaschennahrung umzustellen. Ich mach jetzt aber doch erst Mal mit Stillen weiter, auch, weil es ja keine Garantie gibt, dass sie mit Kunstmilch länger schläft.

Mein Kinderarzt schiebt das häufige Trinken auch auf die Überstreckung. Er ist übrigens der Osteopathie sehr skeptisch gegenüber eingestellt. Meint, dass keine Studien tatsächlich Erfolge belegt hätten.
Er gab mir den Namen einer guten Krankengymnastin und machte mir Hoffnung, dass damit das "Problem" schnell behoben werden würde.
Wenn meine Kleine nicht wegen der U4 Impfung zwei Tage gekränkelt hätte, wäre ich heute zu meinem ersten Termin gegangen.

Ich hoffe dringend auf Besserung!
Die Überstreckung hat wirklich einige Nachteile, nicht nur was Unruhe und Stillen anbelangt. Z.B. auch, dass sie sich ständig nach hinten weg stemmt und ich sie so schlechter auf dem Arm halten kann, sie ihre Fäuste nicht so gut in den Mund stecken kann und sie die Beugung zur Körpermitte, die auch für die Bauchdrehung notwendig ist, nicht schnell lernt.

Mich wundert, dass sie trotzdem so fidel ist und auch nicht viel schreit.
Sie ist wirklich sehr süß.

Vielleicht war auch einfach die Osteopathin nicht gut, vielleicht ist die Haltungsstörung bei meiner Kleinen auch einfach nicht mit Osteopathie behandelbar.