Zahnnerv töten und Wurzelbehandlung

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Beitrag von lakritzfan 13.04.11 - 19:35 Uhr

Hallo!

So, heute war mein 2. Zahnarzttermin, an dem das höchst umstrittene, aber als letztes Mittel zu verwendende Medikament Toxavit aus meinem Zahn entfernt und der tote Nerv gezogen werden sollte.

Ich hatte eine Sch... Angst, weil der vorherige Termin und die davor fehlgeschlagene Behandlung recht unangenehm (Untertreibung...) waren. Mein Puls raste dementsprechend und ich wäre am liebsten nicht hingegangen.

Habe dann heute eine Betäubung von geringerem Kaliber als letztes Mal erhalten, dann wurde der Zahn aufgebohrt. Fazit: Spritze setzen und den Mund so weit aufmachen war das unangenehmste heute - seeeehr gut.

Der Nerv wurde mehrmals angepiekst, zunächst flach, dann tiefer. Da wäre ich letzte Woche vermutlich bei gestorben... Heute habe ich es erst beim dritten Mal überhaupt wahrgenommen. Da ich da noch spürbar gezuckt habe, wurde der Nerv doch noch nicht gezogen und ein leichteres Medikament gelegt, welches bis zum 26. im Zahn verbleibt. Der Nerv liegt also quasi schon im Sterben.

Am 26. dann nochmal aufbohren, Nerv raus und Wurzelbehandlung. Ich bin guter Dinge, denn heute war es schon wirklich gut zu ertragen. (Ich brauche jetzt einen Urbini, der sich den Schweiß erleichtert von der Stirn wischt :-p)

Ein Tipp an alle Zahnarztvermeider und Ängstlichen: Geht bitte bei Schmerzen, z.B. bei Luftzug, Kälte etc. lieber gleich los. Ich habe die Entzündung wochenlang herumgeschleppt und bin erst los, als ich vor Schmerzen nicht schlafen konnte. (Was aber auch sehr plötzlich einsetzte, zu meiner Verteidigung) Eine derartige Schmerzerfahrung, auch im Rahmen der Behandlung, kann man sich damit echt ersparen.

Ich gehe beim nächsten Mal auch lieber direkt los, ich möchte nicht mal so spät dran sein, dass ich den Zahn ganz verliere.

Viele Grüße an alle derzeit Mitleidenden (Hallo Darla!)! #winke

Lakritzfan

Beitrag von julia2809 13.04.11 - 23:00 Uhr

Öhm..... Toxavit ist nicht "höchst umstritten", es gilt im Falle einer Klage
vor Gericht als grober Behandlungsfehler und wird von den zahnärztlichen Fachgesellschaften als "nicht mehr indiziert" bezeichnet.
Dennoch schön, daß es dir besser geht!
Grüße Julia

Beitrag von lakritzfan 15.04.11 - 19:29 Uhr

Ja, da gibt es kontroverse Diskussionen, deshalb "höchst umstritten".

Meine Meinung, nach dem lesen von ca. 50 Google-Suchergebnissen: Ich halte es nicht für einen groben Behandlungsfehler, es als letztes Mittel der Wahl statt dem Zahnziehen anzuwenden. Einen Zahn zu ziehen ohne anderes probiert zu haben hielte ich für einen groben Behandlungsfehler. Andere Medikamente hätten bei mir aber nicht mehr angeschlagen. ICh muss da zwar auf meinen ZA vertrauen, habe aber keinen Zweifel daran, dass er weiß was er tut.
Nichtsdestotrotz würde ich es niemandem empfehlen, wenn es eine Alternative gibt, die weniger "gefährlich" ist, das steht fest. Deshalb habe ich es auch geschrieben, nicht dass hier einer glaubt, das sei so harmlos wie ein Traubenzucker... #schein

Wer weiß, vielleicht erfindet mal jemand eine gesündere Alternative, die vielleicht noch besser wirkt - wär mal toll, dann muss man sich während der Behandlung auch keine Gedanken machen. :-)

Schönes Wochenende!

Beitrag von trixie04 14.04.11 - 10:03 Uhr

Hallo...

ich kenn deine geschichte, es hätte meine sein können.
mein zahn hat auch urplötzlich so weh getan, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe, bei mir hat der zahn in den oberkiefer geeitert...war ne laaaange geschichte.
jetzt is aber ruhe, nur hab ich selber das gefühl, dass mein zahn manchmal ein fremdkörper ist, hab ja kein richtiges gefühl mehr im zahn, wenn essensreste dazwischen bleiben, ist das ein doofer druck, aber ich glaub der kommt vom nachbarzahn....

naja, ich wünsch dir alles gute und man lernt ja schließlich aus fehlern und dessen schmerzen.

LG

Beitrag von schwilis1 14.04.11 - 12:57 Uhr

bei meinem zahn konnte nichts mehr gemacht werden. er war doch nur noch wurzel.. ich hätte 2004 eine Wurzelbehanldung gebraucht. bin aber einewoche später für 1 jahr nach neuseeland und der arzt sagte dann solle ich es in neuseeland machen lassen.
ich war in neuseeland nie beim arzt. als ich wieder kam auch nicht. bis ich vor schmerzen irgendwann kaum noch stehen konnte :( wurzelbehandlung (aber total harmlos, gott hat das gut getan als der schmerz endlich weg war, dafür hat sich die wurzelbehandlung gelohnt)
das war dann so um 2008. jetzt letzte woche wurde die Ruine gezogen und ich bin froh dass es endlich vorbei ist (er hatte wieder weh getan.. der wurzelkanal der die letzen 3 jahre offen war ging wahrscheinlich wieder zu, hatte ja nie ein provisiorium oder sonstiges drinnen.
dafür hat eine ganze woche der zahn daneben weh getan. war aber nur druckschmerz,, bzw die wurzel vom zu festen zubeißen auf den Tupfer... ich hab ein tag nichts gegessen und wirklich versucht nicht weiter die kiefer aufeinander zu pressen und voila schmerz weg.

am 2. mai hab ich den nächsten termin. endlich hab ich mal einen Arzt gefunden den ich ok finde :)