Beschäftigungsverbot?!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von katja_maximilian 13.04.11 - 19:57 Uhr

Hallo zusammen..

ich bin jetzt in der 14. SSW mit unserem dritten Kind..
es war absolut nicht geplant, aber nu.. es ist so und wir freuen uns auch drauf..
ich bin momentan noch in Elternzeit von unserem Zweiten.. die endet Mitte Juni 2011..
Anfang September 2011 beginnt mein Mutterschutz..

der Kontakt zum AG bzw. zum Büro ist gleich Null..
meine damaligen Sekr.kolleginnen sind nicht mehr da, die Neuen kenn ich nicht..

bislang hat sich mein Chef noch nicht wieder bei mir gemeldet..
in zwei Monaten müsste ich ja wieder anfangen zu arbeiten..
ich habs bislang immer noch rausgezögert mich dort zu melden, weil ich nicht wusste was ich machen soll..
arbeiten? oder sagen, nee ich verzichte aufs Geld usw!?

nun hat mir heut ne Mami aus dem KiGa gesagt, ich solle meinem Chef vorschlagen, dass ich mir ein BV ausstellen lasse und keiner hätte finanzielle Einbußen dadurch etc.

ich war total platt.. wusste nicht, dass das geht..

wie sind eure Erfahrungen / Meinung etc. dazu?
würdet ihr es so machen?
Funktioniert das "ohne Probleme"?

Freu mich über einige Antworten von euch.. :-)

Beitrag von arkti 13.04.11 - 20:12 Uhr

Du glaubst also das jeder Arzt einfach so ein Beschäftigungsverbot ausstellt?

Gut das das nicht so ist und Ärzten die sowas machen sollte man die Praxis dicht machen.
Schwanger sein ist keine Krankheit und schwanger sein ist auch kein Grund Geld in den Hintern geschoben zu bekommen was einem nicht zusteht wenn man arbeitsfähig ist.

Beitrag von katja_maximilian 13.04.11 - 20:21 Uhr

ich will kein Geld in den Hintern geschoben haben.. danke
und einfach so, soll mir meine Ärztin das auch nicht ausstellen..

während meiner ersten Schwangerschaft war ich dort Vollzeit beschäftigt..
es war nicht gerade ein Zuckerschlecken... das Klima war vorher schon mies und seitdem ist schwanger war, war es noch mieser...
ich durfte Überstunden kloppen wie ne Doofe.. alles mögliche wurde mir angehängt.. meine damalige Kollegin war sooo nett, dass ich einen Tag vor meiner Hochzeit (im 5. Monat) noch ewig länger arbeiten durfte und mein Mann draußen im Auto gesessen und auf mich gewartet hat, weil SIE unbedingt den Montag Urlaub brauchte wegen nem Festival am WE vorher..
ich hatte immer schon Magenschmerzen hinzugehen..

ich könnte hier nun noch einige Dinge aufzählen.. aber dann wäre ich morgen noch nicht fertig..

meine "Nachfolgerin" wurde dann auch gleich unbefristet eingestellt und nicht als Elternzeitvertretung..

mir wurden an sich nur Steine in den Weg gelegt und ich musste um alles mögliche was mir als Schwangere zustand kämpfen.. egal worum es ging, ob es meine Urlaubstage waren, der Mutterschutz, der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld........ ganz egal..

und genau aus dem Grund möchte ich ganz ehrlich nicht wieder zurück in das Büro..

so.. sorry.. hab eben nicht dran gedacht davon noch was mit reinzuschreiben, fiel mir auch erst hinterher ein..

Beitrag von zwiebelchen1977 13.04.11 - 21:06 Uhr

Hallo

Ein Bv erhälst du, wenn die Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet sind.

Und melden must du dich beim Ag, nicht er sich bei dir.

LG

Bianca

Beitrag von shampoo 13.04.11 - 21:10 Uhr

nun, wenn das arbeitsklima so mies war, dann sollte man sich doch etwas anderes suchen. steht jedem arbeitnehmer frei.

Beitrag von katja_maximilian 13.04.11 - 21:47 Uhr

das ist mir schon klar..
ich hab auch vor meiner ersten Schwangerschaft mehrfach Bewerbungen geschrieben und Vorstellungsgespräche genug gehabt..
aber es wollten quasi alle jemanden zu sofort haben und mein AG hat mich nicht freiwillig vorzeitig aus meinem Arbeistverhältnis rausgelassen.... also aus nem bestehenden Arbeitsverhältnis nicht unbedingt das einfachste..

während meiner Elternzeit habe ich nun auch immer mal geschaut und ich habe auch auf 400,-EUR-Basis gearbeitet..
es ist nicht so, dass ich da vollkommen untätig war..
aber das war jetzt auch an sich nicht meine Frage..

Beitrag von goldie99999 14.04.11 - 09:16 Uhr

Deine Frage ist doch beantwortet: ein Beschäftigungsverbot erhältst Du nur aus medizinischen Gründen, wenn die Ausübung der Tätigkeit die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden würde. Dies ist nicht der Fall, nur weil Du die Kolleginnen nicht magst.

Wenn Du nicht wieder arbeiten wollen würdest, hättest Du mit Frist von 3 Monaten zum Ende der Elternzeit selbst kündigen müssen. Diese Frist hast Du bereits verstreichen lassen, wirst also entweder den Kontakt mit dem AG suchen müssen, um ggf. einen Aufhebungsvertrag zu erbitten, oder ganz normal arbeiten gehen. Was hättest Du denn getan, wenn Du nicht ungeplant schwanger geworden wärst?

Wenn Du kündigst wirst Du auch eine Sperrzeit beim ALG erhalten, welches Du ggf. bis zum Mutterschutz beantragen könntest. Für ALG 1 sind gewissen Bedingungen zu erfüllen, siehe www.arbeitsagentur.de, Merkblatt 1 für Arbeitslose.

Wie lange hast Du denn EZ genommen beim zweiten Kind? Möglicherweise kannst Du die EZ einfach verlängern bis zum Beginn des Muschu. Ich glaube kaum, dass Dein Chef widersprechen würde, welches Interesse sollte er für die 3 Monate an Dir haben... Dann könntest Du für´s 3. Kind 3 Jahre EZ nehmen und zu deren Ende hin selbst kündigen und Dir etwas neues suchen.

Gruß, Goldie

Beitrag von munirah 13.04.11 - 21:04 Uhr

Hättest du denn einen Grund für ein Beschäftigungsverbot??? Ich hatte einige mögliche Gründe und habe einen sehr verständnisvollen Arzt - und eine Arbeit, wo man körperlich auch mal mehr zupacken muss.
Aber ich wurde nur von Krankschreibung zu Krankschreibung vertröstet. Es war zusätzlich zu meinen Erkrankungen und den schon vorhandenen Kindern sehr nervenaufreibend, so dass ich aufgegeben habe und mit dem Chef ein ruhendes Arbeitsverhältnis ausgehandelt habe. Da es Aushilfsarbeit mit unterschiedlicher Stundenzahl war, war der Verlust meines Lohns nicht so schlimm. Dafür hatte ich nicht mehr den Stress...