Umziehen trotz ALGII

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Beitrag von lady2u 13.04.11 - 19:57 Uhr

Hallo Ihr lieben,

hätte nicht gedacht, dass ich diese Frage stelle.

Ich beziehe ALGII arbeite auch auf 400€ Basis. So wie es aussieht, werde ich nicht mehr Stunden bekommen.

Mein LG und ich haben beschlossen, dass es das Beste wäre, wenn ich zu ihm ziehe. Wäre für uns beide die beste Lösung wegen seinem Beruf.

Ich bin schon als Kind in der Stadt in der ich wieder hinziehe, aufgewachsen, hätte also neben mehr Berufschancen auch meine Familie zum Teil wieder.

Nun ist es so, dass ich ja noch Hilfe vom Amt bekomme, mein Plan sieht sowieso vor mir baldmöglichst dort eine Arbeit zu finden.

Wie habt ihr es angestellt, dass euch das Amt den Umzug genehmigt hat, Ich mache den Umzug selbst, mir geht es hauptsächlich unter anderem auch um die Krankenversicherung. Ich bin chronisch krank und dringend auf die Medikamente angewiesen.

Bin z.Zt krank geschrieben, weil ich einen fürterlichen Nervenzusammenbruch hatte, meine AG verlangt von mir dass ich kündige, ich weiß echt nicht was ich in der Richtung tun soll.

vielen Dank im Voraus

Beitrag von hedda.gabler 13.04.11 - 20:25 Uhr

Hallo.

Wenn Du keine finanzielle Hilfen für den Umzug beantragen möchtest, ist es völlig sekundär, ob die ARGE Dir den Umzug genehmigt (dafür müssen eh zwingende Gründe vorliegen, die ich aufgrund Deiner Beschreibung nicht sehe) ...

... viel wichtiger wäre es zu wissen, ob Du aufgrund des Einkommens Deines Freundes, ihr wärt dann ja eine Bedarfsgemeinschaft, überhaupt noch Leistungen beziehen würdest. Und diese wären die Voraussetzung, damit Du weiterhin über die ARGE versichert bist.

Außerdem muss natürlich geklärt werden, wie es mit Deinem Job weitergeht. Einfach kündigen ist nicht, darauf können Sanktionen folgen (es sei denn die Differenzen mit Deinem AG werden anerkannt), aber ewig krank geschrieben bleiben, kann ja auch keine Lösung sein.
Wenn Du zu Deinem Freund ziehst, wirst Du ja wahrscheinlich zwangsläufig kündigen müssen, das solltest Du also mit der ARGE alles klären.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von king.with.deckchair 13.04.11 - 21:28 Uhr

"darauf können Sanktionen folgen"

Ich weiß, es wird teils von Kollegen versucht, aber Aufgabe eines Minijobs darf nicht ohne Weiteres sanktioniert werden. Neulich erst wieder einen erfolgreichen Widerspruch bei einer Kollegin gesehen.

http://wdbfi.sgb-2.de/paragraphen/p31/p31_10003.html

Die §§ haben sich zwar seit 01.04. geändert, aber hier ist es in der Sache inhaltlich gleich geblieben.

LG
Ch.

Beitrag von hedda.gabler 13.04.11 - 21:31 Uhr

Hallo.

Danke ... interessant zu wissen.

LG

Beitrag von musterli70 14.04.11 - 06:59 Uhr

Ich würde nicht kündigen, ich würde mich weiterhin krank schreiben lassen, aber nicht länger wie 6 Wochen am Stück für die gleiche Krankheit.
Und würde mal schauen, wie lange der Arbeitgeber das durchhalten kann, er ist schließlich zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall verpflichtet, auch bei nem 400 € Job.

Was den Umzug angeht, dazu benötigt man keine Genehmigung, mein ist arbeitslos und nicht Leibeigener der Arge.
Soweit die Theorie, jetzt zur Praxis, wenn man den Umzug bezahlt haben möchte, muss man allerdings nach deren Spielregeln spielen.

Wenn Du zu ihm ziehst, würde die Arge Euch zuerst mal als Bedarfsgemeinschaft sehen und sein Einkommen voll mit anrechnen wollen (nach Abzug von Freibeträgen natürlich) , müsste man also im Vorfeld mal prüfen ob Ihr da überhaupt noch Anspruch hättet, oder vielleicht sogar mit Wohngeld, etc.... besser stehen würdet als mit ALG II.

Gründe für die Arge den Umzug zu bezahlen swären z.B.: eine Zusage von nem ortsansässigen Arbeitgeber für ne sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, Familienzusammenführung (im Sinne von wir wollen heiraten, oder dem Kindeswohl, weil die Kids den neuen Vater schon fast wioe den eignen ansehen und durch die ständige Trennung belastet sind, etc..... )
Alternativ könnte es auch nützlich sein, wenn einem einfach der derzeitige Vermieter kündigt, dann steht es fest das man schnell ne Wohnung braucht und wo man sich die sucht ist nicht Sache der Arge.
Sprich Wohnung suchen, vom SB absegnen lassen und Antrag auf Umzugskosten stellen.

Notwendigkeit gegeben weil sonst Obdachlosigkeit mit 2 Kids, spurt die Arge nicht eben Klage im EA-Verfahren einreichen, da machen Richter auch nicht lange Spielchen der Arge mit.

Im Gesetz steht nämlich für solche Fälle das die Berhörde in solchen Fällen "die Kosten übernehmen soll" "soll" ist in dem Fall Amtsdeutsch und bedeutet übersetzt nichts anderes als "muss".

Ergo im letzteren Fall würdest Du Dir erstmal ne eigne angemessene Wohnung für Dich und die Kids am neuen Wohnort suchen und nicht direkt mit Deinem Freund zusammenziehen, was danach kommt ist dann ne andere Sache.



Beitrag von lady2u 14.04.11 - 22:11 Uhr

Hallo ihr Lieben,

erstmal vielen Dank für die Antworten, wir wollen den Umzug selbst machen, und ich habe auch meinem Freund klargemacht, dass die auch sein Einkommen mit anrechnen.

Ich habe eigentlich oder vielleicht noch nicht, den Stress mit der Firma, ich wollte lediglich damals um eine Auszeit bitten, wegen der Neueinstellung der Medis.

Aber der Druck der sich in dem Betrieb aufbaut ist für mich nicht mehr physisch und psychisch aushaltbar, wie für etliche meiner Kollegen auch. Ich hätte da auf jeden Fall wieder mehr Arbeitsperspektiven, als in meiner jetztigen Stadt.

Ich möchte mit Sicherheit der Arge nicht noch mehr auf der Tasche liegen, deswegen bin ich ja auch gleichzeitig auf der Suche nach einer anderen Arbeit.

Vielen Dank und lg