Vorhaut gerissen

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von nilchen 13.04.11 - 20:17 Uhr

Guten Abend,

ich war heute mit meinen Jungs beim Kinderchirurgen, zwecks Phimose OP Besprechung und Vorstellung. Naja, jedenfalls hat der liebe Doktor bei meinem Grossen (7) die Vorhaut wohl ein ganzes Stück zurück gezogen.
Der Grosse meinte dann auch gleich "Aua". Hab aber garnicht reagiert.
Als er sich jetzt heute abend jedenfalls auszog, meinte er sein Penis blutet.
Und tatsächlich ist er so ein bißchen an der Vohraut aufgerissen und blutig. #zitter
Der Arme Kerl, auch das pinkeln tat ihm weh.
Habe jetzt zum schlafen etwas Vaseline drauf gemacht, damit es über Nacht nicht so eintrocknet.
Was meint ihr soll ich damit morgen zum Arzt gehen?

Mein Sohn meinte dann nur noch ganz traurig, warum der Arzt das so gemein gemacht hat. Das dürfe man doch mit Kindern nicht machen. :-(

Grüsse Antje

PS: Wer hat so eine OP schon machen lassen? Und wenn wie? Vorhauterhaltend oder komplett Beschneidung?

Beitrag von carlotka 13.04.11 - 21:11 Uhr

Ganz klar würde ich damit morgen beim Arzt auf der Matte stehn!

Beitrag von ylenja 13.04.11 - 21:58 Uhr

Hallo,

also bei so etwas fehlt mir dem Arzt gegenüber jedes Verständnis !
Ich würde da morgen auf der Matte stehen, ihn fragen, ob mein Sohn mit ihm auch machen darf, was er gemacht hat, und dann würde ich die OP bei ihm absagen - falls er der operierende Arzt ist.
Meiner Meinung nach geht so etwas ja gar nicht #nanana
Aber ich bin in solchen Dingen eh sehr, sehr kritisch.

LG

Ylenja

Beitrag von nilchen 13.04.11 - 22:02 Uhr

Ja, ich finde das auch echt schlimm, das das passiert ist.
Und ich möchte den Arzt auch garnicht in Schutz nehmen. #schwitz
ABER, es ist der einzigste Kinderchirurg hier am Ort. Und er war sehr sehr nett, und hat uns sehr gut aufgeklärt.
Ein sehr sympatischer, ruhiger Arzt.
Und bei dem Kleinen ist ja auch nix passiert.

Ich denke, das der Arzt selbst sehr überrascht war, das es doch soooo eng ist.
#schwitz

Ach Keine Ahnung. :-(

Beitrag von parzifal 14.04.11 - 04:57 Uhr

Du würdest wirklich fragen, ob Dein Sohn das auch bei ihm machen darf?

Und gleich auch die OP absagen?

Und das alles bei dem wenigen Sachverhalt.

Beitrag von marion2 14.04.11 - 09:14 Uhr

Hallo,

genau, #augen wenn die Vorhaut bei der Untersuchung schon reißt, kann man auf eine OP locker verzichten...

Gruß Marion

Beitrag von nilchen 14.04.11 - 11:50 Uhr

Hallo

das meinst du ironisch oder?

Gruss Antje

Beitrag von marion2 14.04.11 - 20:15 Uhr

Hallo,

klar! wie sonst #augen

Gruß Marion

Beitrag von nilchen 14.04.11 - 20:55 Uhr

Hier kann man sich da nie sicher sein #augen

Beitrag von marion2 15.04.11 - 08:06 Uhr

Stimmt - da hast du auch wieder Recht #augen

Beitrag von westberliner 14.04.11 - 16:17 Uhr

Ja, anzeigen sollte man ihn, und wahrscheinlich hat er sich auch noch an dem Pimmelchen aufgegeilt, das widerliche Schwein!

Leute wie du sind es, die vielen Ärzten den Spaß am Arztsein verderben.

Wo gehobelt wird, da fallen nun mal Späne.

Beitrag von gr202 14.04.11 - 09:40 Uhr

Als unser Sohn knapp 3 war, war ich mit ihm beim Urologen, weil seine Vorhaut auch zu eng war. Er meinte zu mir, da muß man nur einmal etwas kräftiger die Vorhaut zurückziehen, dann lösen sich die Verklebungen#schock, dann wäre alles ok. Zu diesem Arzt sind wir natürlich nie mehr gegangen, der hätte besser eine Metzger-Ausbildung machen sollen. Später waren wir bei einer Urologin, die meinte, da hilft 1 Monat Cortisonsalbe, dann klappt es von alleine mit dem Zurückziehen. Und siehe da - sie hatte Recht.

Überleg Dir, ob Du nicht zu einem anderen Arzt gehst mit Deinem Sohn.

Gruß
GR

Beitrag von nilchen 14.04.11 - 11:48 Uhr

Hallo,

also ganz so schlimm war es dann doch nicht. Zum Glück.

Habe ihm gestern abend noch Vaseline drauf geschmiert und siehe da, heute morgen ging es schon besser. Er ist jetzt auch in der Schule und ich werd es mir dann natürlich nochmal anschauen.
Aber ich glaub es ist doch alles "halb so wild".
Natürlich ein total blöder Vorfall. Besonders für meinen Sohn, da sehr schmerzhaft.
Wir werden die OP trotzdem bei ihm machen lassen.

Liebe Grüsse antje

Beitrag von etwas 14.04.11 - 21:24 Uhr

Der Doc hat die Vorhaut nach hinten bekommen - wenn auch ziemlich rabiat, wie man es natürlich nicht macht.

Damit ist aber klar, dass die Vorhaut zwar eng ist, aber keinesfalls SO eng, dass sie einer dringenden OP bedarf. Dies wäre nämlich nur dann der Fall wenn die Vorhaut so eng wäre, dass er nicht mehr richtig pullern könnte.

Da das offenbar nicht der Fall ist und eine problemlos verlaufende, enge Vorhaut bei einem 7-Jährigen keinen Krankheitszustand darstellt, sehe ich absolut keinen Grund, warum man dann eine OP machen lässt. Nur weil der Junge "schon" 7 ist?

In der Regel weitet sich die kindliche Vorhaut mit den Jahren von selbst. Dies ist ein hormonell gesteuerter Prozess, der jedoch erst im späten Grundschulalter überhaupt einzusetzen beginnt. Bis dahin sind aber 3/4 der Jungs schon zwangsweise operiert worden, völlig unnützerweise!

Also bitte, wenn dein Sohn mit seinem "Zustand" keine Probleme hat, erspare ihm die OP. In 90 % der Fälle ist sie absolut überflüssig, nur wird i. d. R. überhaupt nicht genug gewartet. Denn sofern sich die Vorhaut nicht von selbst ausreichend weitet, erledigen die Jungs durch gewisse "Spielereien", die sie ab 9/10 Jahren für sich entdecken, fast immer von selbst.
Wenn sich mit 11/12 noch so absolut ÜBERHAUPT nichts getan hat und sich auch trotz "Spielerei" nichts tut, UND ES DEN JUNGEN STÖRT, kann man DANN noch immer mit einer gezielten Dehnung der Vorhaut unter Zuhilfenahme spezieller Kortisonsalbe die Vorhaut weiten. Und erst wenn DAS auch fehlschlägt, kann man - sofern der Junge das unbedingt will, und darauf sollte man schon Rücksicht nehmen, schließlich ist es SEIN intimstes Teil - immer noch über eine vorhauterhaltende OP nachdenken.
Eine vollständige Beschneidung ist aus funktionellen wie auch aus optischen Gründen zu 100% abzulehnen. Schließlich ist die Vorhaut kein funktionsloser Hautlappen!

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist eine OP aber gänzlich unangebracht. Es ist einfach noch viel zu früh.


Mehr dazu gibt es bei http://www.phimose-info.de/elternratgeber - eine Lektüre, die ich jeder ratsuchenden Mama dahingehend nur DRINGEND ans Herz legen kann.


Bitte lass' deinen Sohn jetzt nicht operieren.



Viele Grüße

Beitrag von nilchen 14.04.11 - 21:30 Uhr

"Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist eine OP aber gänzlich unangebracht. Es ist einfach noch viel zu früh."

Bist Du ein Arzt? #gruebel Ich finde Deine Äußerung echt ziemlich krass. Wie kannst Du Dir dieses Urteil erlauben, Du hast ihn doch nicht gesehen. #kratz

Ich hatte bisher nicht geschrieben, das mein Sohn inzwischen alle 2-3 Wochen Entzündungen unter der Vorhaut hat und deswegen haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen.

Beitrag von etwas 14.04.11 - 22:00 Uhr

OK OK, kein Grund gleich so aufzubrausen und mir einen Vorwurf zu machen, nur weil ich diese Aussage nicht als Arzt getroffen habe. Du darfst mir glauben, dass ich bzgl. dieser Thematik seit nunmehr rund 10 Jahren Recherchearbeit betreibe, da mein eigener Sohn ebenfalls von dieser Problematik betroffen war, ich jedoch eine OP ablehnte. Ohne überheblich wirken zu wollen, aber ich habe im Laufe der Zeit leider feststellen müssen, dass ich teilweise mehr Recherche auf diesem Gebiet betrieben habe als mancher sog. "Facharzt".

Bzgl. der Entzündungen wirft sich die Frage auf, woher die kommen. Von einer einfach nur zu engen Vorhaut nicht, denn dann müssten ALLE Jungs von Kleinauf ständig Entzündungen haben.
Irgendeinen Auslöser muss es dafür also geben und DEN gilt es zu finden, denn sonst kann es gut sein, dass die Vorhaut völlig für umsonst operiert wird und die Problematik hinterher immer noch da ist.

Wie wird er dort gewaschen? Benutzt er Duschgels oder Seifen in dem Bereich? Oder schärfere Badezusätze (insbesondere Brausetabletten sind besonders schlimm)? Wird irgendwie sonst an der Vorhaut herumbewegt, -gezogen etc.? Hat er sich dort mal verletzt?
Tupft er sich z. B. nach dem Pullern Urinreste, welche immer in den Fältchen der Vorhaut haften bleiben, mit Toipapier ab?

All das sind Fragen, die ich beileibe natürlich nicht von selbst wissen kann und somit meine Antworten immer nur mit dem Wissen, was hier offen gelegt wird, verfassen kann.
Deswegen frage ich jetzt mal so èn Detail zurück.

Ich habe einfach in diesen 10 Jahren Recherchearbeit so viel Mist und Müll diesbezüglich zu lesen und zu hören bekommen, dass ich mittlerweile SEHR genau hinterfrage, bevor ich jemandem zustimme, dass die OP nötig ist. Ich mache das nicht um den-/diejenigen zu ärgern, sondern weil rund 90% der OP's überflüssigerweise erfolgen und ich schon mit einigen Eltern diesbezüglich Kontakt hatte, die nach der Umsetzung von so manchem Tipp plötzlich freudig vermeldeten "wir haben keine Probleme mehr - ganz ohne OP".
Und natürlich würd's mich freuen, wenn deinem Jungen das auch erspart bleiben könnte. Ist also keine böse Absicht wenn ich hier kritisch hinterfrage - im Gegenteil.


Lieben Gruß

Beitrag von engelchen28 14.04.11 - 19:33 Uhr

hallo antje!

zwecks beschwerde würde ich sofort morgen früh auf der matte stehen bei betreffendem arzt. zwecks behandlung würde ich zu jemand anderem gehen, ganz klar!

lg