Verhindern eines SS-Diabetes?!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von broe 13.04.11 - 20:47 Uhr

Hi Mädelz!

komme eben vom FA, bin 19+1, Kind entspricht wohl etwas mehr schon. Es ist aber alles supi okay und er war soweit zufrieden.
Nun sagte mein FA zudem aber noch, wir müssten drauf achten, dass ich keinen SS-Diabetes entwickle. Mein 1. Sohn wurde mit 4,3 kg geboren. Und das eine Woche vor Termin. Es wurde aber kein Zucker bei mir festgestellt bei dem Suchtest, und auch mein Sohn zeigte nach der Geburt keine Auffälligkeiten.
Der FA möchte diesmal einen wohlnoch genaueren Suchtest durchführen und sagte, ich solle eben jetzt schon mal beginnen, auf meine Ernährung zu achten. Er hat mir aber keine Tipps oder Broschüren mitgegeben, so dass ich jetzt speiseplanmäßig im Dunkeln tappe.
Ich esse z.b. fast nur Käse und/mit Marmelade auf'm Brot. Ich liiiieeeebe Brot. Was könnte ich denn stattdessen frühstücken?
Und sonst noch so? Irgendwelche Tipps?
Was esst Ihr, wenn Ihr "drauf achten" müsst?

Danke für viele #aha Tipps!
LG, broe mit Louis (27 Monate) und Männlein Nr. 2 (ET 6.09.11)

Beitrag von didyou 13.04.11 - 20:54 Uhr

Huhu #winke

ich habe SS-Diabetes.
Achte bei deiner Ernährung darauf, also gerade beim Brot, dass du Vollkornbrot isst. Also mir sagte man ich solle Brot kaufen mit mindestens 80% Vollkorn. Da ich solches Brot aber so gar net mag und nicht jeden Tag essen kann, esse ich nun oft Mehrkornbrötchen. Ich achte zudem darauf das ich nach jeder Mahlzeit Bewegung habe, also soweit das im Moment noch geht. Auf Marmelade und Nutella, sowie Honig und so verzichte ich komplett, eben weil da doch recht viel Zucker drin ist.
Dann esse ich Vollkornnudeln und Naturreis. Hab auch immer Gemüse oder Salat zu jedem Essen dabei.
Ansonsten eben auf zuckerhaltige Getränke verzichten.

Hoffe meine Tipps konnten dir helfen. Ich denke aber richtige Kontrolle hat man nur wenn man regelmäßig den Blutzucker misst. Und ich glaube nicht das man den Diabetes verhindern kann nur wenn man sich anders ernährt. Vielleicht sind deine Kleinen einfach etwas schwerer auch ohne das du SS-Diabetes hast.

LG Didyou

Beitrag von xyzannika 13.04.11 - 22:40 Uhr

Hallo!

Du darfst Nudeln und Reis essen? Wieviel ißt du dann pro Mahlzeit davon?
Bei mir wurden letzte Woche erhöhte Blutzuckerwerte festgestellt. Habe seit dem auch meine Ernährung umgestellt. So richtig sehe ich aber auch noch nicht durch, was und wieviel ich davon essen kann.

LG Annika

Beitrag von maggirockt 13.04.11 - 20:54 Uhr

Hallöchen,

ich habe ähnliches Problem. In der 1.SS wurde bei mir auch kein Zucker festgestellt, trotzdem kam mein Sohn eine Woche vor ET mit 4850g zur Welt.

Dieses Mal wurde bei mir Zucker diagnostiziert, leider hat mit mir irgendwie keiner nen Diätplan erstellt oder so. Ich wurde auf Insulin eingestellt und das wars. Ich selber habe angefangen auf vieles zu verzichten und durch andere Lebensmittel zu ersetzen. Mein Problem ist, ich habe sehr schnell wieder Hunger oder unterzuckere auch schnell. Und ich kann ja nicht nur Äpfel essen.
GEstern hat sich dann das Ergebnis der falschen Behandlung gezeigt, unsere Maus ist ganze fünf Wochen zu weit in der Entwicklung und wird also wieder ein großer Brocken. Schade, dass es in einer Kleinstadt niemanden gibt der sich mit schwangeren Diabetikern auskennt. Ich kann dir also nur raten, suche dir einen guten Diabetologen...

LG Maggirockt mit Jannis (6) und Bauchprinzessin 33.SSW

Beitrag von broe 13.04.11 - 21:01 Uhr

Danke schonmal ihr zwei!
Werd das mit Vollkorn auf jeden Fall mal berücksichtigen, hab eh den Eindruck, dass meine Liebslingsfrühstücke (Streuselbrötchen und co) 1. einen Fressflash auslösen und 2. natürlich totale Killer in Sache Blutzucker sind...
Dann kann ich wohl nur abwarten...Ich selbst bin auch eher kräftig, also nicht dick, aber "schwer gebaut" (breite Schultern/stämmige Waden). Und mein Mann ist ebenso und wurde auch mit 4,5 kg geboren. Zugenommen habe ich bis jetzt 3 kg. Finde ich eigentlich noch im Rahmen. Aber der FA sagte eben, der Zuckerstoffwechsel hätte mit den zugenommenen Kilos nur indriekt etwas zu tun. Es sei eben ein "Verwertungsproblem".
Puh. Find so ätzend, dass jetzt noch mehr Ess-Verbote auf mich zukommen.

LG, alles Gute für Euch!!!

Beitrag von j.d. 13.04.11 - 22:07 Uhr

Hallo,

schau doch mal, ob du eine Ernährungsberaterin bei dir in der Gegend ausfindig machen kannst. ggf. kann dir dabei deine Krankenkasse helfen. Oder du fragst einfach noch mal gezielt deinen FA nach einer Ernährungsberaterin. Oder du wendest dich an eine Hebamme, hast u ggf. schon eine? ggf. könnte auch ein Heilpraktiker ein guter Ansprechpartner sein...

Also ich würde generell versuchen auf Kohlenhydrate (vorallem Süßigeiten jeder Art und Lebensmittel aus Weißmehl) zu verzichten. d.h. keine Säfte oder Softdrinks trinken, nur wenig Obst (Fruchtzucker!!!) stattdessen viel Rohkost (z.B. Paprika, Möhren, Kohlrabi, Gurke...) als Sticks vorbereiten und diese bei Bedarf essen. Viele Salat/ Gemüse als Beilage essen, Nudeln& Co als Beilage möglichst einschränken, falls doch mal dann Vollkornnudeln/-reis. Und wichtig ist auch den "versteckten" Zucker zu vermeiden, diesen findest du z.B. in Joghurt (stattdessen Naturjoghurt mit etwas frischem Obst essen), Ketchup, vielen Fertigprodukten (auch z.B. Tütensuppen) etc.

Also das ist grob das, was man einem nicht schwangeren Diabetiker rät, denke das sollte für eine Schwangere genauso gelten ;-)

LG und alles Gute!

Beitrag von hasengesicht 13.04.11 - 22:57 Uhr

hallo broe,

habe jetzt in 2. SS selbst das "Vergnügen" und muss seit 1,5 Monaten Insulin spritzen und bin jede Woche beim Diabetologen.

Muss leider aus Erfahrung sagen, dass auch Ernährungsumstellung nicht immer was bringt, durch die dauernden Hormonumstellungen kann sich der SS-Diabetes in jede Richtung entwickeln. Du kannst versuchen, es zu beeinflussen - mehr aber auch nicht. Bei mir ist es leider so paradox, dass ich die Werte nach dem Essen trotz Ernährungsumstellung nicht in den Griff kriege, kaum auf das Insulin reagiere und durch Sport seit einer Woche eher "hochzuckere". Habe aber einen guten Langzeitwert und bis auf 1x nie Zucker im Urin gehabt (bin 14-tägig beim Gyn ). Mit Kind ist aber alles i.O.

Meine Ernährungsberatung beim Diabetologen gab mir folgende Ernährungsempfehlung:
Kohlehydrate 30% Tag
Fett 30% Tag
Eiweiß (Protein) 40% Tag

Und hat mich ERMAHNT, diese Kohlehydrate auch zu essen. Der Körper brauche das! Keinesfalls solle es in Diät ausarten.
Die Verträglichkeit von Lebensmitteln ist auch ganz unterschiedlich. Bei mir geht z.B. Vollkorntoast besser als VK-Brot oder Brötchen:-[:-[, Milch hat kaum einen Einfluss bei mir etc. Das kannst Du nur selbst austesten. Aber auch die Verträglichkeit kann sich jederzeit verändern...

Hoffe aber für Dich, dass Du es mit Ernährung allein hinbekommst! Dir und dem #ei viel #klee