Erfahrungen mit nächtlichem Abstillen?

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von sept10 13.04.11 - 21:24 Uhr

Unser Sohn ist jetzt 7 Monate alt und wird nachts (schläft im Familienbett) noch sehr häufig gestillt. Mit Beikost haben wir vor 2 Monaten angefangen, er bekommt mittags uns abends Brei. Etwa eine Std nach dem Abendbrei begleite ich ihn ins Bett, wo er gestillt wird. Neuerdings schläft er meist nicht mehr beim Stillen ein, sondern erst später. Ich bleibe dann so lange bei ihm liegen und stelle mich schlafend. In der Nacht fordert er jedoch vehement die Brust zum Wiedereinschlafen.

Da ich, wenn er 1 Jahr alt ist, wieder arbeiten gehe, frage ich mich nun, ob ich ihn bis dahin nicht nachts abgestillt haben sollte. Er ist aber generell ein sehr schlechter Schläfer, sodass ich Angst habe, eine Einschlafhilfe zu verlieren, wenn ich das tue. Die andere Theorie wäre ja, dass er, wenn es nachts keine Milch mehr gibt, auch nicht mehr so oft wach wird (bzw. dann allein wieder einschläft). Es gibt hier sehr unterschiedliche Empfehlungen, auch von Fachleuten.

Daher würden mich Erfahrungen von Müttern interessieren, die das Ganze schon hinter sich haben: Haben Eure Kinder dann besser geschlafen? Oder sind sie immer noch so oft aufgewacht? Meine Horrorvorstellung wäre, nachts stundenlang ein weinendes Kind durch die Wohnung zu tragen und am nächsten Morgen arbeiten zu müssen....

Vielen Dank für Eure Antworten :-)!!!

Beitrag von queequeg 13.04.11 - 21:36 Uhr

Hallo,

ich kann dir leider keine Tipps/Erfahrungen geben weil ich selbst noch Nachts stille. Stelle mir aber ganz genau die gleichen Fragen.

Ich habe verschiedene Beispiele in meinem Bekanntenkreis. Eine hat abgestillt kurz vorm ersten Geburtstag und seitdem schläft das Kind weitestgehend durch. Eine andere hat wiederum abgestillt aber die Kleine weckt meist genauso oft auf wie vorher auch....es kann immer so oder so kommen. Das hängt vom Kind ab denk ich mal.

Ich habe auch schonmal versucht ihr Nachts keine Brust zu geben, das endet bei meiner nur in Geschrei....sie läßt sich quasi gar nicht abstillen. Ich glaube sie muß das selbst irgendwann sein lassen. Andere sind wiederum zufrieden wenn sie sattdessen mit kuscheln oder Nucki beruhigt werden...

Lg

Beitrag von sept10 13.04.11 - 21:47 Uhr

Danke für deine Antwort - genauso ist es bei uns auch - er lässt sich auch nicht anders beruhigen. Er nimmt auch gar keinen Schnuller, obwohl wir das am Anfang mit zig verschiedenen Modellen versucht haben.
Fürchte auch, dass es da kein Patentrezept gibt. Ich hab nur echt Sorge wegen der Arbeit. Bin, wenn der Kleine nachts so oft wach wird, morgens ziemlich gerädert... Das stellt man sich ja vorher nicht so kompliziert vor...

Beitrag von perserkater 13.04.11 - 21:52 Uhr

Hallo

Ich habe so abgestillt:
http://www.rabeneltern.org/index.php?option=com_content&view=article&id=152:besser-schlafen-im-familienbett&catid=72:wissenswertes&Itemid=85

Allerdings ist es für Kinder ab 1 Jahr geschrieben und früher würde ich es auch nie machen! Meine Tochter war selber 21 Monate alt als ich sie nachts abgestillt habe. Seit dem schläft sie durch. Ein Baby braucht ganz einfach noch seine Milch, auch und gerade nachts.

LG

Beitrag von sept10 13.04.11 - 22:04 Uhr

Ja, das habe ich auch schon gelesen, vielen Dank!. Wie gesagt, zu dem Thema gibt es sowas von unterschiedliche Meinungen. In einem anderen Forum (Rund ums Baby) gibt es einen Kinderarzt, der die Meinung vertritt, dass Babys im zweiten Lebenshalbjahr nachts nach Möglichkeit abgestillt werden sollten (wenn sie tagsüber genügend Nahrung zu sich nehmen), da man sonst ein Zeitfenster verlässt, in welchem das noch relativ gut klappt. Er ist sonst sehr großer Befürworter von Co-Sleeping und bindungsförderlichem Erziehungsstil, vertritt aber eben diese Meinung, weil er meint, dass es später noch schwieriger wird.

Puh -echt schwierig. Da wird´s wohl auch keine Studien zu geben...

Beitrag von hedda.gabler 13.04.11 - 23:32 Uhr

Hallo.

Ich habe auch wie perserkater nach der Gordon-Methode nachts abgestillt ... da war meine Kleine allerdings schon 18 Monate alt (ich habe insgesamt 24 Monate gestillt).

Ich war zu dem Zeitpunkt schon mehrere Monate wieder ins Berufsleben eingestiegen und es hat mich dann doch geschlaucht, da ich zwar beim Stillen weitergeschlafen habe, man aber doch nicht so tief schläft (vor allem wenn das Kind nach dem Seitenwechsel im Bett außen liegt).

Wir haben zufälligerweise den genau richtigen Zeitpunkt erwischt und nach 3 Nächten war das Thema durch (ich habe dann abends bis um 23 Uhr gestillt und dann erst wieder in den frühen Morgenstunden, gegen 5:00/5:30 als 1. Frühstück, danach haben wir noch weitergeschlafen).
Meine Kleine schläft seitdem auch durch ... klar, Restaurant ist geschlossen;-)

Allerdings hätte ich es vor dem Alter (und schon gar nicht im 1. Jahr) nicht probiert ... und wenn es schwierig geworden wäre, es zu einem späteren Zeitpunkt nochmals versucht.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von wunki 14.04.11 - 11:50 Uhr

Ich hab es nicht hinter mir und habe es auch nicht vor. Aber ich habe mal gelesen (mein Sohn schläft (10 M) nachts auch im FB ), dass Stillkinder, die im FB schlafen a) länger stillen und b) öfter nachts stillen.



LG Wunki

Beitrag von schwilis1 14.04.11 - 13:48 Uhr

jede 2te nacht denk ich üaber das abstillen nach... bzw das nächtliche abstillen. aber dann denk ich auch daran, wie ich meinen sohn sonst zum schlafen brinegn sollte... und wie lange das wohl dauert und und und...
nenn mich ruhig faul :) aber dnan still ich ihn einfach kurz und wir schlafen beide einfach weiter :) (er ist 18 monate)

Beitrag von schlaflosinsachsen 14.04.11 - 14:32 Uhr

Also wir haben es vor drei Wochen getan. Da war der Zwerg 11,5 Monate alt. Davor hatten wir wochenlang nächtliches Dauerstillen und irgendwann war der Leidensdruck so groß, dass wir es einfach durchgezogen haben. Und zwar von 100 auf 0, also kalter Entzug. Den ersten Teil der NAcht hat Papa übernommen. Der Kleine hat zwar ziemlich gemeckert, aber richtiges Weinen war das auch nicht. Also keine Panik oder so. Gegen 1 bin ich dann rüber und hab selber mit dem Trösten weitergemacht. Fazit der 1. Nacht: ziemlich laut, aber völlig ok. Die folgenden Nächte waren schon viel besser. Er wacht zwar immernoch (meist mehrmals) pro Nacht auf, aber es hat sich trotzdem extrem gelohnt. Ich schlafe viel länger und tiefer und wir hatten auch schon ein paar sehr gute Nächte (nur einmal kurz wach). Also ich würde es jederzeit wieder so machen. Irgendwann muss man sich überwinden und es durchziehen. Die Alternative, zu warten bis er selber damit aufhört, war für mich undenkbar.
Achso, er kriegt Wasser, wenn er will, Aber einen Nuckel hat er noch nie genommen.
LG

Beitrag von sept10 15.04.11 - 11:29 Uhr

Danke für die weiteren Antworten. Ich fürchte auch, dass der kleine Mann noch sehr lange nachts weitertrinken möchte, wenn man ihn lässt...
Mal gucken. Zur Zeit haben wir so schon total Stress mit einer Nachbarin, sodass man über Abstillen noch nicht mal nachdenken kann...

Beitrag von peppylie 17.04.11 - 21:06 Uhr

Guten Abend,

mein Sohn wird nächste Woche 1 Jahr und vor 3 Wochen war ich auch völlig am Ende. Wir haben noch Abends und Nachts (alle 1-2 Stunden) gestillt. ich hatte bis dahin auch alle möglichen Schlafprogramme und Abstillversuche (schreien lassen, mit trösten, ewigem Singen und streicheln etc. ) hinter mir. Ich war dann bei der U6 und habe meiner Ki Ärztin mein Problem erläuternt. Sie meinte, dass er def. nachts keine Milch mehr braucht, aber durch das Angebot er immer wieder was haben möchte. Sie hat es mit einem Raucher verglichen und sagte, es gibt Raucher, die können stückchenweise aufhören und andere müssen von einem auf den anderen Tag komplett aufhören. Ich hab also ab diesem 4.4. nicht mehr gestillt. Als neues Abendritual statt stillen schauen wir jetzt 2 Bücher an (immer die gleichen), dann leg ich ihn ins Bett, singe noch und streichel bis er einschläft. Am ersten Tag hat das Einschlafen fast 1 Stunde gedauert, die Nacht war aber schon besser als durchstillte Nächte und es wurde immer besser. Er schläft noch nicht durch, aber wenn er aufwacht, braucht er nur kurz den Nuckel. Da er ab 1 oder 2 uhr bei uns im Bett schläft, merk ich gar nicht so genau, wie oft ich den Nuckel reinstecken muss. Ich bin so total glücklich!!! Bei meiner Tochter hatte übrigens eine von mir abgewandelte Variante von jkksl super funktioniert, aber bei Maximilian eben nicht...

Sorry für die Länge, ich hoffe, ich konnte dir helfen.

LG
peppylie