Private Practice eben-Wie hättet Ihr entschieden (Betsy)?

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Beitrag von anlie 13.04.11 - 22:30 Uhr

Guten Abend an alle,

bin hier richtig am Grübeln, was ich von den Reaktionen aller Hauptdarsteller bezüglich der Adoption der kleinen Tochter von Dell halten soll.

Ich weiß, es ist nur ein Film und es sind Schauspieler. Dennoch frage ich mich, ob es heutzutage mehr wert ist, seine eigenen Vorstellungen von einem zufriedenen Leben zu verwirklichen, als jemandem zu helfen, der dringend Hilfe benötigt.

In diesem Fall sei es als Gefallen für Dell oder aber für eine glückliche Zukunft der kleinen Betsy...

Bin echt geschockt, dass die Drehbuchautoren dieses Thema so krass zu Ende gebracht und die Kleine echt ins Heim gegeben haben...

Also, wie (bei allen Schwierigkeiten, die sich bei der Erziehung eines Kindes ergeben) hättet Ihr für Euch entschieden? Ich für meinen Teil hätte den REst meines Lebens nicht mehr in den Spiegel schauen können, hätte ich diesem kleinen Wesen nicht geholfen...

Liebe Grüße
die anlie (wahnsinnig hormongesteuert, da 24.SSW#winke)

Beitrag von miamotte 13.04.11 - 22:49 Uhr

Hallo anlie,

ich sehe das eigentlich genau wie du. Mit sind fast die Tränen gekommen beim zu schauen eben....

Ich bin nicht sicher ob es nicht vielleicht doch noch ein happy end für Betsy gibt, ich wünsche es ihr so sehr.

LG
Katharina

Beitrag von rienchen77 14.04.11 - 07:29 Uhr

ich habe gestern gedacht, respekt was für eine super kleine Schauspielerin das Mädchen ist...die hat ihre Rolle so gut rübergebracht, mir tat das Herz gar arg weh...

Beitrag von 3wichtel 14.04.11 - 08:13 Uhr

Ich bin auch so eine, die sich richtig in eine Serie reindenken kann ;-)

Ich war total entsetzt, dass alle ihr persönliches "Glück" (oder wohl eher die Bequemlichkeit) über das Schicksal von Betsy gestellt haben.
Sie haben Dell am Unfallabend doch alle noch versichert, dass sie sich um Betsy kümmern würden....

Und gerade Sam kann ich nicht verstehen: Er hat doch richtig erkannt, dass Dell gestorben ist um seinem Kind zu helfen. Kann er da nicht auch das Gleiche für Dells Kind machen?
Addison wünscht sich eh schon so lange ein Kind. Und beide haben so gute Jobs, dass es kein (finanzielles) Problem wäre, das Kind auf die besten Schulen inklusive Ganztagsbetreuung zu schicken. Geld für ein Au-Pair-Mädchen wäre auch noch da.
Und die anderen (Violet und Cooper) würden sicher auch jederzeit liebend gerne babysitten.
Sam und Addison hätten ihren Lebensstil also nicht mal wesentlich ändern müssen und Addison hätte endlich ihr langersehntes eigenes Kind.

Also: Ich verstehe es auch nicht!

Beitrag von purpur100 14.04.11 - 08:24 Uhr

"Sie haben Dell am Unfallabend doch alle noch versichert, dass sie sich um Betsy kümmern würden...."

das machen die in amerikanischen Serien/Filmen immer so. Es wird ja auch jedem Kind, egal was gerade los ist, versichert, "daß alles gut wird" und nix schlimmes passiert, obwohl in der Situation, in welcher sowas gesagt wird, kein Mensch weiß, was passieren wird ;-)

Rumschummeln und in Sicherheit wiegen, jepp.

Toll fand ich auch das mit dem verkleckerten Saft. Das ist doch mal was! Das Kind verkleckert was beim einschenken und wie ist die Reaktion drauf? Frau geht zum Kühlschrank, holt Mineralwasser raus (ja natürlich Wasser, kein roter Saft, soll ja keine Flecken machen oder klebrig sein) und schüttet es auf den Boden und zum Schluß wird sich auch noch mittenrein gesetzt. Und hinterher mit den nassen Klamotten bis abends weitergearbeitet.

Ja, auch alles total nah an der Realität, wunderbar #zitter

Wie gut, daß es in Serien die Requisite gibt, die dann hinterher alles saubermacht#rofl

Beitrag von alteshaus 14.04.11 - 10:09 Uhr

Die Frage habe ich mir auch gestellt. Kit tat die Kleine so leid und ich kann auch echt nicht verstehen, warum ihr keiner ein zu hause geben wollte. Wo doch alle einen guten Job und vor allem die Möglichkeit haben, ihr wenn es sein muss täglich eine Therapie zu ermöglichen. Super egoistisch finde ich das. denke aber nicht, dass die Story damit abgehakt ist. Da kommt noch was....ganz bestimmt....

Beitrag von stefanielena 14.04.11 - 10:12 Uhr

Ich habe auch geweint.
Mir hat sie auch richtig leid getan.
Natürlich ist es nur ein Film, aber das Thema gibt es auch real.

Bin selber Adoptionsbewerber, daher weiss ich wovon ich rede.
Hab mich schon seit der Vorschau gefragt, warum eigentlich nicht ein älteres Kind adoptieren?

Hab heute nacht geträumt das sich in der nächsten Folge jemand ihrer annimmt, es hat mich also sehr beschäftigt.

Beitrag von mani62726 14.04.11 - 10:46 Uhr

Hallo ihr Lieben,

habe die Folge schon vor einiger Zeit gesehen, kann mich aber noch ziemlich gut daran erinnern...

Ich habe damals geweint wie ein Schlosshund und sofort meine beste Freundin angerufen und sie gefragt, ob sie Maya (im Falle eines Falles) zu sich nehmen würde (wenn dem KV und mir was zustoßen sollte).

Die arme Kleine, sie tat mir so leid. NIEMALS hätte ich so gehandelt.

Liebe Grüße,

Marion

Beitrag von kleiner-gruener-hase 14.04.11 - 10:55 Uhr

Mein Mann und ich haben uns gestern abend auch drüber unterhalten und sind zu keinem einstimmigen Ergebnis gekommen.

Ich weiß ganz schlicht und einfach nicht, wie ich entschieden hätte! Mein Mann hätte sie behalten...

Beitrag von renanja 14.04.11 - 13:04 Uhr

Ich fand es auch traurig, aber trotzdem denke ich, haben sie richtig entschieden.

Wenn man ein Kind adoptieren will, dann doch nicht weil man Mitleid empfindet und sich verpflichtet fühlt. Außerdem ist es wirklich wichtig, dass beide Elternteile damit einverstanden sind und sich nicht einer von beiden in eine Adoption reinquatschen lässt. Wenn man sich nicht bereit dafür fühlt, muss das der Partner akzeptieren. Denn wenn es nicht der ausdrückliche Wunsch beider Partner ist, wird sich der Übergangene nie wirklich mit der Situation abfinden können. Es wird immer wieder zu Streitereien und Vorwürfen kommen....und das ist nun wirklich nicht das, was so ein kleines Kind verdient hätte.

Ich hätte Betsy auch nicht adoptiert. Jedoch hätte ich sie solage bei mir aufgenommen, bis man eine geeignete Familie für sie gefunden hätte. Sie einfach beim Jugendamt abzugeben, fand ich sehr traurig.

Beitrag von mani62726 14.04.11 - 13:58 Uhr

Aber es geht in diesem Fall ja nicht um ein "fremdes" Kind...

Betsy ist die Tochter eines guten Freundes, der an den Folgen eines Autounfalls gestorben ist (weil er die Tochter von Sam und Naomi ins Krankenhaus gefahren hat und auch deren Geburtshelfer war).

Für mich wäre es selbstverständlich für dieses Kind zu sorgen (vorallem, wenn ich wie zB Addison keine eigenen Kinder bekommen könnte), notfalls auch ohne Partner.

Liebe Grüße

Beitrag von renanja 14.04.11 - 14:32 Uhr

Es ist wirklich eine knifflige Situation, bei der es kein richtig oder falsch gibt.

Ich geh jetzt mal von der Serie aus. Alle Personen, die Betsy adoptiert hätten, hätten ihre Entscheidung nicht getroffen, weil sie Betsy lieb haben, sondern aus anderen persönlichen Gründen.

Violet hätte sie aufgenommen, wegen ihrer Schuldgefühle gegenüber ihrem Sohn Lukas. Sie will an Betsy wiedergutmachen, was sie glaubt bei ihm falsch gemacht zu haben...nämlich für ihn da zu sein als er am hilflosesten war.

Cooper würde sie nur nehmen, weil er selbst adoptiert wurde.

Addison wäre die einzige, die vielleicht wirklich einen driftigen Grund gehabt hätte. Aber sie hat sich für Sam entschieden. Und das muss man akzeptieren.


Ein Kind (.z.Bsp. mein Neffe), zu dem ich schon eine enge Bindung habe, würde ich natürlich auch adoptieren. Aber das Kind von einem Arbeitskollegen? Ich weiß nicht. Und ich hätte sicher auch starke Probleme, wenn mein Mann den Wunsch äußern würde, von einem Arbeitskollegen das Kind zu adoptieren.

Beitrag von mani62726 14.04.11 - 16:05 Uhr

Du hast schon recht, allerdings war Dell eben nicht nur ein Arbeitskollege, sondern ein guter Freund der Ärzte
(wobei ich die Adoption nur des Kindes wegen durchziehen würde, das Kind kann für die schreckliche Situation am wenigsten).

Die Kleine musste in ihrer Vergangenheit schon genug mitmachen (Abhängigkeit und Tod der Mutter, wenig später stirbt der Vater), man sollte ihr also ein ruhiges Leben in einer vertrauten Umgebung mit vertrauten Menschen ermöglichen.

Betrachte die Situation mal aus der Perspektive, dass der Arbeitskollege gleichzeitig auch ein guter Freund deiner Mannes ist und das Kind schon so viel erleben musste wie Betsy. Würdest du dann immer noch so denken?

Liebe Grüße,

Marion

Beitrag von renanja 14.04.11 - 16:23 Uhr

Nenn mich egoistisch, aber um ehrlich zu sein....ja!

Ich habe selbst eine kleine Tochter und wöllte nicht, dass (Gott bewahre) wenn meinem Mann und mir etwas zustößt, sie zu einer Familie kommt, die einzig und allein aus Mitleid handelt und sich dazu verpflichtet fühlt. Natürlich wäre es schön, wenn es Menschen wären, die man kennt. Aber in erster Linie wäre es für mich wichtig, dass die "neuen Eltern" mein Kind genauso lieben wie ich es tue.

Und im Fall "Betsy":

Addison hat selbst gesagt, dass einzig und allein Naomi eine Art Beziehung zu Betsy hat, weil Dell und sie mal bei ihr gewohnt haben. Die Anderen hatten sonst nie ein sonderlich großes Interesse an ihr.

Und ansonsten muss ich "dornpunzel" recht geben, dass alle 3 Anwärter auf irgendeine Weise total vermurkste Beziehungen haben. Sie haben genug Probleme miteinander, da glaub ich kaum, dass sie genug Zeit und Geduld hätten, einem seelig angeknacksten Kind die Liebe und das Verständnis zu geben, was es braucht und verdient hat.

Beitrag von dornpunzel 14.04.11 - 15:39 Uhr

Ganz meiner Meinung.

Keines der Paare wäre wirklich geeignet gewesen, Betsy zu adoptieren. Pete und Violette haben gerade geheiratet, müssen aber erst einmal mit ihrem Kind als Familie zusammen wachsen.
Addison und Sam sind erst seit kurzem zusammen, ihre Beziehung muss sich festigen.
Die Beziehung zwischen Cooper und Charlotte ist so unbeständig, das wäre für jedes Kind eine Zumutung.

Sicher wären auf dem ersten Blick alle Bilderbucheltern. Erfolgreich, wohlhabend, nette Leute. Aber das heißt noch lange nicht, dass sie auch die geeigneten Eltern für Betsy wären.
Die Entscheidung für ein Kind sollte nicht aus einer Laune heraus gefällt, sondern reiflich überlegt werden. Dass das Jugendamt erst einmal die Betreuung übernommen hat, heißt ja nicht, dass sie irgendwo eingesperrt und der Schlüssel weggeworfen wird.

Beitrag von hsicks 15.04.11 - 13:45 Uhr

Hallo,

ich habe leider nur die erste Viertelstunde am Mittwochabend gesehen, aber ich kann diese Entscheidung und Entwiclung gut verstehen , denn :

Dell ist in der Klinik bei seinen Freunden gestorben und das im Beisein seiner Tochter.
Ich finde Sams Reaktion, dass er will, dass das Kind einen wirklichen NEUBEGINN erleben darf, absolut nachvollziehbar, denn in DIESER Umgebung bei DIESEN Menschen wäre sie IMMER an den Tod ihres Vaters erinnert worden.
Für mich ist es konsequenter, dass sie ins Heim kommt und dann passende Eltern gesucht werden als dass sie sich an irgendeinen früheren Freund / eine frühere Freundin ihres Vaters zu sehr gewöhnt und dann wieder aus dieser Umgebung gerissen wird.

Versucht es einmal so zu sehen. Ich bin mir bewusst, dass alle Beteiligten sehr gute Gründe für ihre Entscheidung hatten - besonders Pete und Violet, deren schwierige Vergangenheit sicher auch erst verarbeitet werden muss, denn so lange sind sie ja auch noch kein Paar. Und Sam hat mit seiner verunglückten und zu früh verheirateten Tochter und dem ( ungeplanten ) Enkel sicher auch genug zu verdauen.
Also bitte keine Steine werfen !

Gruß,
Heike