Wie sehen bei Euch die Kiga-Sommerfeste aus?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von emeliza 14.04.11 - 09:43 Uhr

Guten Morgen,

mich beschäftigt das Thema jetzt schon Tage. Erst mal, ich bin Elternvertreterin in unserer Gruppe.

Dieses Jahr hat die Leitung unserer Kiga (3 Gruppen/kath.) beschlossen, dass auf Grund der Tatsache, dass evtl. ein Umbau im Sommer starten könnte (wahrscheinlich nicht wird) kein allgemeines Sommerfest stattfinden wird. Die Gruppen könnten jede für sich eins veranstalten, wenn die Eltern sich darum kümmern würden. Gut, dazu bin ich grundsätzlich gerne bereit, aber jetzt kommen die Einschränkungen:

Unsere Kinderpflegerin macht berufsbegleitend eine 3-jährige Ausbildung zur Erzieherin, weil irgendwann U3 Kinder kommen sollen. D.h. sie hat Do. nachmittags und Fr. und Sa. vormittags Schule. Die Erzieherinnen wollen nichts zur Planung des Festes beitragen und haben mir vorgegeben, dass das Sommerfest entweder Mo. oder Mi. in der Zeit von 15 - 17 Uhr stattfinden soll. Damit war ich nicht einverstanden. 1. hat der Kiga bis 16 Uhr geöffnet, d.h. uns springen dann auch noch die anderen Kids dazwischen rum und 2. können die Väter und sogar einige berufstätige Mütter zu diesen Zeiten nicht.

Wir haben jetzt, nach Rücksprache mit den Eltern darum gebeten, das Fest am Wochenende (wie übrigens die anderen Gruppen auch) zu machen, Als Antwort bekam ich, dass es unverschämt von mir sei von den Erzieherinnen zu verlangen, dass sie am Wochende arbeiten sollten. Wieso arbeiten? - müssen sie ja nichts tun, außer was zu essen und zu trinken. Unsere Kinderpflegerin kann am Wochenende auf keinen Fall, da sie jedes Wochenende durchlernen muß. Sie ist im ersten Jahr ihrer Ausbildung, hat null Ehrgeiz und ist eher eine Partymaus - ist klar. Ich hatte gehofft, dass sie mal eben 2 Stunden vorbeischaut, aber das scheint nicht möglich zu sein.

Dann der nächste Knaller. Die Verabschiedung der Vorschulkinder soll auch am Sommerfest stattfinden. Die Planung hierfür soll ich auch übernehmen. Ich hatte gefragt, ob sie denn irgendwelche Geschenke für die Kinder hätten bzw. wie sie sich die Verabschiedung vorstellen. Kurzes überlegen - ja die Mappen mit den Bildern. Also die Mappen, die die Eltern zu Beginn der Kiga-Zeit gekauft haben mit den Bildern, die die Kinder selbst gemalt haben. Ist ja O.K. aber ich dachte noch an etwas persönliches der Erzieherinnen. - Daraufhin hieß es, ich würde doch gerne basteln, ich solle mir da was einfallen lassen.

Ich finde das so schade. Die Eltern sind echt engagiert. Ein Vater stellt Grillgut und Getränke kostenlos zur Verfügung, Ich habe schon ganz viele Preise für die Tombola zusammen, wir haben einen Raum mit Außengelände (da es ja im Kiga angeblich nicht geht) gebucht, ganz viele Eltern haben gesagt, dass sie helfen wollen und die Spiele stehen auch quasi fest. Warum sind die nur so stur?

Ich habe selbst im Kiga gearbeitet, bei uns war immer das Sommerfest am WE. Bei uns gibt es weder einen Flohmarkt, noch eine richtige Abschlußfahrt für die Schulkinder oder sonst irgende eine andere Aktivität. Wenn die Eltern nicht letzten wieder unser 1x1 m kleines Beet vor dem Kiga neu bepflanzt hätten, dann wäre das wieder das ganze Jahr hindurch verkrautet gewesen. Wir hatten vorgeschlagen, dass als Projekt mal mit ein paar Kindern an einem Vormittag zu machen - kein Interesse.

Wie kann man nur so wenig engagiert sein? Oder verlange ich wirklich zu viel? Ich kenne das halt ganz anders.

Wie sieht es bei Euch aus? - Und bevor das kommt - wir können den Kiga nicht wechseln, bei uns gibt es viel zu wenig Plätze, da bin ich chancenlos.

LG Sandra

Beitrag von kawu84 14.04.11 - 09:51 Uhr

Hallo!!

Ich würde an deiner Stelle einfach ohne die Erziehrinnen etwas machen. Ihr seid doch schon mit der Palnung echt weit und dann würde ich denen ne Einladung geben und wenn sie kommen ist gut und wenn nicht, dann halt nicht. Ist doch dann trotzdem ein Kindergartenfest :-)

Lieben Gruß
Katrin mit Emily *20.03.2008

Beitrag von emeliza 14.04.11 - 09:53 Uhr

Das war auch unser Plan, jetzt sind aber die Eltern der Vorschulkinder damit nicht einverstanden, weil die Erzieherinnen sich dann nicht von ihren Kindern verabschieden. Ich habe von Anfang an vorgeschlagen, die beiden Sachen zu trennen - aber das wollen sie nicht. Wenn wir das alleine machen wird es keine Verabscheidung der Großen geben.

Beitrag von kawu84 14.04.11 - 09:57 Uhr

Oh nein....

Das ist doch unmöglich. Aber ich finde dann sollten sich die Eltern der Vorschulkinder darum extra kümmern. Kann doch nicht sein, dass du da echt alles machen musst. Finde schon, dass du, so wie du es beschreibst, echt total engagiert bist. Denk dir einfach, dass du eh nie alle unter einen Hut bekommen wisrt und dann plan ein schönes Sommerfest.
Und wenn du zu wenig Leute hast die kommen, sag Bescheid ;-) Ich komme dann gerne mit Emily :-p Würde mich auf die Tombola freuen und natürlich aufs Grillen #mampf

Beitrag von emeliza 14.04.11 - 10:13 Uhr

Ich bin ehrlich gesagt kurz davor alles hinzuschmeißen. In den Beratssitzungen sitzt man als Statist dabei, Vorschläge jeder Art werden komplett abgeblockt und dann bekommen wir auch noch ständig zu hören, dass die Eltern sich nicht engagieren. Das ist wirklich völliger Quatsch. Wir haben total engagierte Eltern.

Mich nimmt das Ganze mittlerweile echt zu sehr mit. Ich muß dazu sagen, dass ich schwanger bin, u.a. mit Bluthochdruck und Blutungen zu kämpfen habe und mich eigentlich schonen soll. Das letzte Kind kommt def. in einen anderen Kiga. Unserer hat insgesamt mittlerweile einen sehr schlechten Ruf. Das wußte ich aber damals nicht. Hätte ich doch bloß auf mein Bauchgefühl gehört und die Kinder im Nachbarort angemeldet (den Platz hätten wir auch bekommen) aber ich dachte halt, so kommen sie nachher auch mit den Kindern in die gleiche Schule und die wohnen näher.

Beitrag von emeliza 14.04.11 - 10:15 Uhr

Ach so, vergessen, Ihr könnt von mir aus sehr gerne vorbei kommen, aber das ist leider nicht erlaubt. Ich darf ja nicht mal die neuen Kinder mit ihren Eltern dazu einladen, was ich eigentlich vor hatte.

Beitrag von kawu84 14.04.11 - 10:18 Uhr

noch so ein Schmarn...

Das wäre doch ne total tolle Idee, die auch noch einzuladen! Super zum Kennenlernen. Oh man, aber wenn du jetzt hinschmeißen würdest, würde wahrscheinlich auch noch gemeckert!!! Manche Menschen sind echt undankbar!!!

Kopf hoch und irgendwie wird das schon!!

Beitrag von manoli71 14.04.11 - 12:13 Uhr

Jetzt mal ganz im Ernst: Du sollst das Fest alleine mit den Eltern organisieren, ihr sollt Euch um alles kümmern, und trotzdem bekommt ihr Vorschriften wie und wann das Fest stattfinden soll???? Das geht doch gar nicht. Ich würde ganz klar sagen, dann habt ihr es auch in der Hand, wie wann und wo das Fest stattfindet. Wenn die Erzieherinnen nicht mal bereit sind, sich die Zeit zu nehmen und daran teilzunehmen, geschweige denn, Euch zu unterstützen, würde ich ganz klar sagen, dass das Fest unter euren Bedingungen stattfindet. Das gibt es doch gar nicht.

LG Tina

Beitrag von emeliza 15.04.11 - 10:31 Uhr

Das wollten wir ja jetzt auch so machen, aber da machen die Eltern der Vorschulkinder nicht mit, weil die Verabschiedung ihrer Kinder mit am Sommerfest stattfinden soll. Wenn die Erzieherinnen nicht dabei sind, dann ist das schon ziemlich blöde. Mein Vorschlag die beiden Feiern zu trennen wird kathegorisch abgelehnt. Wir haben uns jetzt gestern letztendlich auf einen Termin montags von 16;30 - 19:00 Uhr "geeinigt".

Mir wurde dabei nochmal von der Leitung gesagt, dass es unverschämt von uns sei, von den Erzieherinnen zu verlangen, dass sie ihr Wochenende dafür opferten. - Wohl gemerkt, die anderen Gruppen machen ihr Fest am Wochenende.

Was mich am allermeisten ärgert ist ja die Einstellung. Die tun so, als wäre das wirklich ein Riesenopfer mal zwei Stunden zu einem Fest zu gehen, ein Würstchen zu essen und etwas zu trinken. Ich hab selbst im Kiga gearbeiten, bei uns sahen solche Feste ganz anders aus und vor allem hatten alle Spaß dabei.